Juni

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Törn Zusammenfassung

Angelaufene Häfen/Buchten:

FRENCH POLYNESIEN
Marquesas:
Hiva Oa- Atuona
Tahuata- Hanamoenoa
Tuamotus:
Takaroa, Manihi, Ahe, Rangiroa
Gesellschaftsinseln:
Bora-Bora
Raithea
Moorea
Tahiti – Papeete

Gesegelte Strecke:  1200 sm, davon unter Segeln: 935 und 265 unter Maschine
Max. Boot-Speed 12,1 Kn
Max Wind 25 Kn aus ESE

Bemerkungen:
Meist SE Winde im Gebiet,
Teils starke Strömungen in den Passagen der Tuamotus (Rangiroa: 8 Kn)

Wetter:
Temperaturen um die 28 Grad, tags und nachts
Wasser um die 30 Grad
Teilweise lokale kurze heftige Regenschauer

Juni

23

ANNETTE

Ein letztes Mal Aufwachen in der VAVA-U! Zwanzig unterschiedlichste Nächte hatten wir hier verbracht: in der Koje, im Cockpit, mit und ohne Wachen, still in einer Bucht oder auf wilder See.

Diese Nacht waren wir durch das sanfte Schwappen im Hafen in den Schlaf gewankt worden.
Daher wachten wir sehr früh auf und fingen sogleich an unsere sieben Sachen einzupacken.

Während Martin mit uns im Cockpit den Tag bei Sonnenschein begrüßte, sahen wir von Markus nur das Gepäck…er hatte in dieser Nacht wohl nicht mehr zur VAVA-U zurückgefunden und Papeete „unsicher“ gemacht. Da Chris und ich um 10 Uhr auf dem Schiff auschecken wollten, waren wir gespannt ob wir uns noch persönlich von ihm verabschieden konnten.

Für unsere Weiterreise bis zum 12. August 2018 fühlten wir uns gut gerüstet, so dass unserem (Chris und Annette) weiterem Vorhaben www.wirzweiumdiewelt.de nichts mehr im Wege steht.

Das Mitsegeln in Französisch-Polynesien war für uns eine großartige Erfahrung gewesen, die wir auf unserer Weltreise nicht missen wollten. Doch nun warteten neue Abenteuer auf uns!

Am Vormittag verabschiedeten wir uns nach einem gemütlichen Ausklingen im Cockpit von Martin, unserem Kapitän! Nur einen Tag später sollte er eine neue Crew erwarten! Beim von Bord gehen erinnerten wir uns wie wir uns gefühlt hatten, als wir die VAVA-U auf den Marquesas das erste Mal gesehen hatten… mit diesen schönen Gedanken gingen wir von dannen.

Mach´s gut VAVA-U!

Juni

22

ANNETTE

Wir Weiterreisende hatten schon früh am Morgen Hummeln im Hintern. Selbst Markus und Felix, die sonst erst etwas später als wir aus der Koje gekrabbelt waren, sind mit uns um halb 7 im Cockpit gewesen. Das letzte mal richteten wir uns ein entspanntes Frühstück an einem schönen Ankerplatz her! Hierfür schnitt ich uns die köstlich süße Moorea Ananas in Scheiben, die Mango in Würfelchen und kochte uns die Frühstückseier während die Männer den Tisch deckten. Unsere Vorräte für die Zeit hatten genau gereicht, wie wir sehr zufrieden feststellten. Gegen halb 8 kam auch Martin zu uns hinzu, denn wir hatten Pläne die Fähre von Moorea nach Papeete zu nehmen, wofür wir ihn als Dinghy-Taxi vom Ankerplatz zum Hafen benötigten. Chris und ich schlossen uns Felix an und beschlossen die letzte Segeletappe nach Tahiti auszusetzen.

Wir wollten einen gemütlichen Stadtbummel in Papeete machen, was von der Fähr-Marina aus als Startpunkt besser und früher gelang. Felix hatte aufgrund eines geplanten Tagesausflugs am nächsten Morgen sowieso vorgehabt Moorea mit der Schnellfähre zu verlassen und in der Nähe des Stadtzentrums zu übernachten. Markus hingegen wollte jede Seemeile auskosten und mit Martin gemeinsam die VAVA-U zum HafenTaina nahe des Flughafens von Tahitit bringen.

Gegen 8 Uhr brachte uns Martin dann zum Hafen von Moorea. Nur knapp eine halbe Stunde später setzten wir dann auch schon über und sahen den Katamaran dabei noch am Ankerplatz vor Moorea liegen. Die Fahrt mit der Fähre verlief für uns schnell und tiefenentspannt, so dass wir hungrig waren Papeete zu entdecken.

Wir bummelten durch die Souvenirgeschäfte, hörten Straßenmusikern zu, die Blumenkränze in den Haaren hatten, tranken frisch gepresste Säfte und bestaunten die vielen Graffitis an den Hauswänden. Papeete war einfach eine über und über bunte Stadt. Sowohl die Gebäude als auch die vielen herrlichen Kleidungsstoffe verbreiteten eine paradiesische Stimmung. Beim Schlendern durch die Straßen kamen Chris und ich auch an der Cathédrale Notre-Dame de Papeete vorbei, die wir dann auch gerne gemeinsam besuchten um Danke zu sagen! Alles war gut gegangen auf See! Ein paar Minuten setzten wir uns auf eine der hinteren Kirchenbänke und ließen die ebenfalls bunte Kirche auf uns wirken. Wunderschöne Blumengebinde hatten die Menschen hier angebracht. Danach trafen wir Felix wieder auf Höhe des Hafens und beschlossen nochmals gemeinsam weiterzuziehen. Doch irgendwann war dann für uns der Zeitpunkt des Abschieds gekommen. Chris und ich nahmen Felix abwechselnd nochmals in den Arm und wünschten ihm für seine weitere Reisezeit und auch danach für zuhause nur das Allerbeste! Wir würden in Kontakt bleiben! Es war schön mit ihm ein Teil der VAVA-U Crew gewesen zu sein.

Am frühen Nachmittag kam ich mit Chris am Hafen an und wir erfuhren in der Capetanerie der Marina die Liegestelle der VAVA-U. Alles hatte absolut reibungslos funktioniert, was uns den letzten Nachmittagskaffee im Cockpit noch besser schmecken ließ. Hier, am äußeren Steg des Hafens, hatten wir einen herrlichen Blick auf Moorea, Rudermannschaften zogen an uns vorbei und die Berge Tahitis wurden von der tief stehenden Sonne ins rechte Licht gerückt. Kein Wunder also, dass wir sogar noch einen perfekten Sonnenuntergang hinter Moorea vom Deck aus erleben durften. Rundum zufrieden nahmen wir Abschied auf der VAVA-U, ließen die Segelzeit ausklingen, während Martin, Markus und Felix an Land waren.

Kurz vor Einbruch der Dunkelheit kehrte Martin auf seinem Klappfahrrad zu uns zurück. Er kam frisch geschniegelt und gestriegelt mit schicker Frisur lächelnd aus der Stadt. Da hatte es sich jemand gut gehen lassen. Aber auch er hatte die Markthalle besucht und Papeete auf sich wirken lassen.

Mit Nudeln und Pesto klang dann wirklich letzte Abend für uns auf der VAVA-U mit Martin aus. Außerdem kamen wir nochmals in den Genuss der Hafen-Atmosphäre, welche soviel lebendiger war als die stillen Ankerplätze der vergangenen Tage.

Juni

21

ANNETTE

Der Tag so schön friedlich. Alle schliefen länger, wir frühstückten mit frischer Ananas und Frühstücksei im Sonnenschein und schnorchelten ein wenig mit bunten ausgefallenen Fischen. Als dann der Wechsel des Ankerplatzes anstand, welcher sich auf der anderen Seite der Insel befand, freute ich mich in meiner Segel-Naivität auf eine herrlich entspannte Inselrundfahrt, wie wir sie auch in Bora-Bora erlebt hatten. Denn da saßen wir alle vorne auf dem Trampolin und sahen in Ruhe die neue Landschaft an uns vorüberziehen. Doch ich hatte mich einfach zu wenig mit den Segelrevier-Möglichkeiten um Moorea beschäftigt. Um auf die andere Seite der Insel zu kommen, mussten wir hinaus aufs Meer und damit auch in die Wellen dieses Tages. Die VAVA-U nahm Welle um Welle, von vorne herkommend und damit Schlag auf Schlag. Es war mir zu laut, zu viel hoch und runter – eben kein „Genuss-Segeln“ mehr in meinen Augen.

Nur Martin, unser Kapitän, saß entspannt auf seinem weißen Sitz und man spürte diese riesige Seemannslust!

Gegen 12Uhr holten wir das Segel wieder ein und nahmen Kurs auf den Pass in der Nähe des Lagoonariums, welchen Martin als Ankerplatz auserkoren hatte. Der Wind fegte ganz schön über die Bucht hinweg, so dass ein entspanntes Baden um den Katamaran herum ausgeschlossen war. Aber das hatten wir den anderen ja bereits angekündigt: die Strömungen auf dieser Inselseite waren so intensiv, dass das Lagoonarium Seile und Bojen ins türkise Wasser eingelassen hatte. Wunderschön anzuschauen war es allemal! Das intensive türkise Wasser bot uns einen Ankerplatz mitten im Nichts. Lediglich die Delphine begrüßten uns. Aber wir wollten dann dochin eine andere Bucht.

Dies gelang uns dann auch in Sichtweite des Sofitel Hotels, das an einem wunderschönen langen hellen Sandstrand in einer ebenfalls türkisblau eingefärbten Bucht lag. Dort kamen wir richtig an! Ich für meinen Teil schnaufte erst einmal durch und hoffte nun die letzten anstrengenden Seemeilen hinter mich gebracht zu haben. Gemeinsam machten wir dann noch einen letzten Landgang auf Moorea, denn am Folgetag sollte die VAVA-U Kurs auf Tahiti machen um diesen Törn zu beenden. Martin lenkte uns zum Abschluss nochmals souverän an den öffentlichen Strand, so dass wir direkt danach das Sofitel ansteuerten.

In der Hoffnung in diesem Luxus-Hotel freies WLAN zu erhalten, lächelte ich den netten jungen Mann der Strandbar an und erklärte ihm unsere Situation. „Normally not, but for you…!“ war seine nette Antwort und übergab mir für uns fünf ein Zettelchen mit dem Passwort. Das war doch mal richtig nett von ihm! Ich bedankte mich für seine Hilfe, denn so konnten wir uns alle entspannt mit Blick auf Tahiti unseren weiteren digitalen Reiseplanungen widmen. Ein tollerPlätze für die Reise-Organisation.

Unseren Gaumen gönnten wir währenddessen Eiskaffee, Cocktail und frische Kokosnüsse. Meiner Meinung nach war dies die schmackhafteste Kokosnuss, die ich seit dem Beginn von Chris und meiner Weltreise getrunken hatte. Daher ließ ich mir diese auch vom netten Kellner knacken, damit ich das köstliche Moorea-Kokosfleisch herauslöffeln konnte. Dies waren wiederum die schönen Freuden der Südsee!

Gegen 18Uhr waren wir wieder an Bord der VAVA-U, sammelten die frisch gewaschene Wäsche ein und man spürte regelrecht die Aufbruchstimmung!

Markus packte für Nepal, wir entschieden uns ein paar Dinge zu entsorgen und Martin begann mit der Endabrechnung. Wir hatten unsere Zeit gehabt auf der VAVA-U und während ich den Blog für uns schrieb, kochte Felix mit Martin die Pasta samt Brokkoli, die wir uns als letztes gemeinsames Essen im Cockpit schmecken ließen.

Zwar endete der Törn erst am 23.06.2018, doch morgen früh wird sich bereits Felix aufgrund seiner Anschlusspläne verabschieden. Es war somit der letzte Abend der ersten Südsee-Crew von Martin… aber sicher werden noch viele weitere folgen.

Juni

20

ANNETTE

Die frische Luft und der sternenklare Himmel hatten mich in dieser Nacht eingeladen auf Deck zu schlafen. Morgens mit dem Krähen der Hähne, dem Blick auf wolkenfreie Vulkanberge und einem Sonnenaufgang auf absolut flacher, klarer See aufzuwachen, das hatte schon etwas Ergreifendes! Dieser Tag in Moorea begann so vielversprechend und lud uns zum relaxen ein.

Zumindest für Chris und mich. Da Felix und Markus die Insel noch nicht erkundet hatten, brachen diese nach einem stärkenden Rührei- und Müsli-Frühstück zu einem Hike auf den Mont Rotui auf. Mehr als 900 Höhenmeter wollten sie bei diesen sommerlichen Temperaturen überwinden um den grandiosen Blick auf das Außenriff zu genießen. Nachdem wir noch ein paar wunderschöne große Fische im Wasser um das Boot herum betrachtet hatten, wurden sie um kurz nach 8Uhr von Martin mit dem Dinghy an Land gebracht.

Wir hingegen steuerten danach mit unserem Kapitän ein kleines Wifi-Eckchen an, damit wir Geburtstagswünsche überbringen konnten und einen lang ersehnten Anruf nach Hause unternehmen konnten. Dies freute uns so sehr, dass wir den Rest des Tages noch leichter genossen. So gingen wir noch in der Nähe der VAVA-U schnorcheln bevor wir den Ankerplatz auf Moorea wechselten.

An Chris und mir schwamm ein Igelfisch, viel kleine leuchtende blaue Minifische und andere Exemplare vorbei. Da es jedoch noch witere Schnorchelplätze auf Moorea geben soll, sind wir froh gewesen mit Martin nur wenig später ein wenig weiterzuziehen. Gegen 11Uhr hatten wir dann unsere neue Liegestelle vor dem öffentlichen Strand nahe des Hilton Hotels eingenommen. Von dort aus zogen wir zur Mittagszeit mit den Kajaks los. Chris und ich baten Martin uns ein ganzes Stück mit dem Dinghy mitzunehmen, dann vom Boot aus in die Kajaks zu steigen und von dort aus über das türkise Wasser bis zur VAVA-U zurück zu paddeln. Wenn man Martin eines zugute heißen konnte, dann ist es die Wunscherfüllung! Klar geäußerte Vorschläge und Ideen half er immer umzusetzen, wenn die Rahmenbedingungen seiner Meinung nach stimmten. So nahm er ohne zu zögern mit uns die Kajaks vom Deck des Katamarans und gab uns Tipps für das Anlegen beim Eintreffen an der VAVA-U. Dankbar nahmen wir dies an und freuten uns sehr, dass er uns wenig später auf dem flachen Meer absetzte.

Von da an ging es für Chris und mich immer mit der Strömung zur VAVA-U zurück. Dabei paddelten wir unter den noblen Überwasserbungalows des Hilton hindurch und sahen immer wieder rechts und links von uns schöne und intakte Korallenecken. Aber auch die grandiose faltige Bergwelt Mooreas faszinierte uns dabei erneut. Wir mussten an Felix und Markus denken, die vermutlich gerade auf dem Gipfel des vor uns liegenden Mont Rotui waren. Mit Kurs auf den Katamaran hatten Chris und ich dann ein bisschen Strömung unter uns und es war zufälligerweise an mir zuerst anzulegen. Geschwind glich ich mit kräftigen Zügen den Drift aus und kam schließlich soweit an das Steuerbord-Ende heran, dass ich mich mit der linken Hand an einem Griff festhalten konnte und auf die VAVA-U kletterte. Dann machte ich den Weg frei für Chris, der ebenfalls geschickt an Deck kam.

Mit dem 8-ter Knoten sollte ich die Kajaks festmachen. Martin hatte mir extra einen Beispielknoten in mein Tau gemacht…es war zu lustig. Zwei, drei Anläufe hatte es gebraucht bis ich schlussendlich davon überzeugt war den richtigen Knoten gebastelt zu haben. Ich war gespannt ob Martin das auch so sah! Da er noch auf Landgang im nahe gelegenen Ort war, sollten wir das später erfahren.

Der Nachmittag war für Chris und mich sehr entspannt auf der VAVA-U: Pampelmuse essen, Kaffee trinken, die Berge und das Meer anschauen. Mehr brauchten wir nicht um glücklich zu sein! Als Martin dann zurück war, stand fest, dass ich es zu gut gemeint hatte. Anstatt zweier 8er Knoten hatte ich 16er kreiert, so dass ich nochmals in die Wiederholer-Rund im Grundkurs Knoten ging. Doch das wichtigste für mich was gewesen: die Kajaks hatten gehalten, so dass wir sie wieder sicher mit Martin auf dem Katamaran verstauen konnten.

Pünktlich um 17Uhr holte Martin Markus und Felix ab, die beide ziemlich geplättet auf der VAVA-U ankamen. Die Hitze beim Aufstieg hatte ihnen ganz schön zugesetzt! Tolle Aufnahmen hatten sie von der Küste gemacht, konnten bis zu den Ananasfeldern im Inselinneren sehen und waren unterwegs auf interessante Reisende getroffen. So lernten sie auf dem Track eine junge deutsche Frau kennen, die sich vor 3 Jahren mit ihrem Lebenspartner einen Katamaran gekauft hatte und seitdem mit ihm die Welt bereiste. Ihr Landgang war also trotz den vielen Sonnenstunden ein Erfolg gewesen, auch wenn sie es nicht ganz bis zum Gipfel geschafft hatten. Das dichte Gestrüpp zwang sie umzukehren bevor sie am höchsten Punkt angekommen waren. Daher konnte sie auch das gute Essen an Bord nicht so richtig wieder auf die Beine bringen, so dass sich die beiden entschieden einen ruhigen Abend auf dem Schiff zu verbringen und uns nicht zur Abend-Show zum Hilton zu begleiten.

Martin, Chris und ich hingegen brachen wie angedacht kurz vor 19Uhr mit dem Dinghy auf. Für mich die allererste Nacht-Fahrt im Beiboot! Martin hatte jedoch eine Lampe dabei, mit der er vermutlich die ganze Bucht hätte ausleuchten können. So entging ihm trotz der Dunkelheit keine Koralle und ging mit uns sicher am öffentlichen Strand an Land. Von dort aus liefen wir ungefähr einen Kilometer an der Straße entlang zum Hilton, damit wir um 20Uhr die Show ansehen konnten. Zumindest war dies unser Plan, denn jeden Mittwoch fand das Tanzevent im Restaurant des Luxus-Schuppens statt. Gemeinsam liefen wir an den hohen Stein- und Holz-Tikis der Eingangshallen vorbei und steuerten das Zentrum des Hotels an. Mich irritierte sofort, dass das Restaurant im Dunklen lag. Kein Licht! „Da ist heute Nichts!“, rutschte es mir raus, was sich bei Nachfrage leider auch unmittelbar bestätigte. Die nette Dame vom Hotel erklärte uns das jeden Mittwoch die Show stattfand, nur heute nicht…sie war aus irgendwelchen Gründen, die wir nicht verstanden, diesmal auf den Donnerstag verschoben worden. Für Martin fanden wir das richtig schade, denn wir hatten die Aufführung ja schon vor dem Törn gesehen. Weil wir nun aber schon einen Nachtspaziergang in Kauf genommen hatten, um zum Hilton zu gelangen, blieben wir immerhin für einen Cocktail in der Bar zwischen den Überwasserbungalows. Unter uns schwammen Haie vorbei während neben uns die „Honeymooner“ dinierten. Nach dem Ausschlürfen der feinen Gläser machten wir uns auch schon wieder auf den Rückweg.

Die Tore des öffentlichen Strandes waren zu dieser Uhrzeit schon geschlossen, so dass wir kurzerhand über die Holzbalken kletterten. Kein Problem, war ja nicht hoch! Wenige Meter vor unserem Dinghy dann die Schrecksekunde: der Schlüssel vom Dinghy war weg! Oha! Martin wusste, dass er ihn vor dem Klettern noch hatte somit schränkte sich unsere Suche „nur“ auf den Strand ein. Der allerdings war breit und lang genug um eine Weile beschäftigt zu sein. Jeder mit Taschenlampe in der Hand gingen wir somit nochmals den Weg ab, den wir vermutetet hatten gegangen zu sein. Obwohl wir schon vom Zurückrudern gesprochen hatten, gaben wir die Hoffnung nicht auf, so dass Martin schlussendlich den ersehnten Schlüssel samt weißem Anhänger im Sand fand.

Die Reise konnte weiter gehen! An unserem Boot angekommen sahen wir ein weißes T-Shirt auf dem Rand liegen, doch uns gehörte es nicht. Als wir es beiseitelegen wollten, machte sich ein Einheimischer im Wasser bemerkbar. Erst sah ich ihn gar nicht, als er dann jedoch mit tiefen Atemzügen seinen in der Nacht rot leuchtenden Joint zum glühen brachte, nahm ich ihn schmunzelnd wahr. Ein paar Worte auf Französisch wechselnd, gab ich ihm zu verstehen, dass wir sein T-Shirt auf den Zaun legten und schon ging es für uns die paar Meter zur VAVA-U zurück.

Es war eine schöne, eine klare Nacht! Der Mond wurde wieder voller und leuchtete mit den Sternen friedlich in den Ankerplatz vor dem Strand hinein. Wir waren zurück. Zwar ohne Show, aber mit vielen anderen Eindrücken im Gepäck. Markus saß noch im Cockpit, so dass Chris und ich ihm noch eine Weile Gesellschaft leisteten unterdessen die beiden anderen schon schliefen. Wir philosophierten darüber wie längeres Reisen verändert und was dies für uns zuhause bedeuten würde. Ein durchaus nachdenklicher, aber sehr wertvoller Abend!