Lucia
Der Sommer ist angekommen :). Heute ist es allerdings auch fast windstill. So nutzen wir die Strecke um mit den Motoren auch gleich den Stromvorrat aufzufüllen. Als wir uns der Bucht vor PAIHIA annähern ist unser Eindruck „Alle haben frei und ALLE haben ein Boot“. Sooo viel Verkehr!! Motor- und Segelboote, Fähren, Speedboats, Jetskis, Parasailer, Angler, Kanufahrer …. Martin schlängelt uns da souverän durch.
Nach den heutigen 22 Meilen finden wir trotz des großen Andranges ganz leicht einen guten Ankerplatz vor Paihia, inmitten anderer unterschiedlichster Festtagsgäste. In der Kleinstadt ist schon am Nachmittag der übliche Silvestertrubel. 
Mit Martins Shuttelservice kann jeder Gast ganz nach seinem Geschmack den Tag und Abend verbringen, im bunten Treiben an Land oder ruhiger auf der VAVA-U beim Bordkino mit dem klassischen „DINNER FOR ONE“.
Noch vor Mitternacht versammeln wir uns wieder auf unserem schwimmenden Zuhause um mit Champagner und VAVA-U-Misu (einer besonders guten Abwandlung des klassischen Tiramisu) das alte Jahr zu verabschieden und das neue zu begrüßen! Die Stadt Paihia bietet ihren zahlreichen Gästen ein grandioses Feuerwerk. Dieses wird von einem Boot in der Bucht abschossen – besser gehts nicht. Wir haben erste Reihe fußfrei.


Nach dem Feuerwerk ist es relativ ruhig in unserer Umgebung und so sind wir am 1.Jänner munter und frisch genug, eine der wichtigsten Maori Kultur- und Geschichtsstätten zu entdecken: die WAITANGI TREATY GROUNDS. Nach 1 Stunde geführter Tour lässt manchen von uns bei der Tanz-, Sing- und Kriegsshow die Sehnsucht nach der Südsee erwachen.




Das informative Museum rundet den Besuch ab. Der Fußmarsch hin und zurück führt uns entlang der Strände Paihias, wo dem Wetter entsprechend viele Menschen picknicken, baden und entspannen. Claudia und Stefan hatten schon einen ähnlichen Ort besucht und wandern inzwischen in der Gegend um Opua. Durch die Whatsapp Gruppe sind wir dennoch bei Bedarf immer miteinander verbunden.
Beim folgenden gemeinsamen Großeinkauf können wir schon auf die Erfahrungswerte dieser Crew zurückgreifen und nehmen extra viel Käse, Erdbeeren, Kaffeebohnen und noch ein paar Fläschchen Wein aus Neuseeland. Nun sind wir bereit für die (kurze) Überfahrt nach RUSSEL.

Ansonsten kann man in dieser Kleinstadt hübsch in einem Restaurant an der Uferpromenade speisen oder auf den Flagstaff Hill hinaufwandern um die Aussicht auf die rundum liegenden Buchten zu genießen. Auch das Museum ist einen Besuch Wert, denn die „Endaviour“ ist hier im Maßstab 1:5 nachgebaut, was vor allem unseren Skipper erfreut.

Die Überfahrt zur Moturua Island ist kurz und bündig. So kann das sommerliche Wetter für das vielfältige Wassersportangebot der Vava’u genutzt werden: Schnorcheln, Kanu, Fischen, Schwimmen und warm duschen. 



Die Insel MOTURUA ist unbewohnt und nur mit dem Boot zu erreichen, doch wie schon zu Silvester bemerkt: alle haben frei und alle haben ein Boot ! Glücklicherweise sind die meisten Besucher am Strandleben interessiert und so sind am Wanderweg immer wieder zahlreiche Vogelstimmen zu hören. Nach ca. 1,5 Stunden erfreuen aber auch wir uns am Strand. Wir können uns in der Mittagssonne im Schatten ausruhen, schwimmen, schnorcheln und Lucia wagt es sogar, vom Strand bis zur Vava’u zurück zu schwimmen.


Doch die wahre „Action“ kommt erst: um zur neuen Bucht zu segeln müssen wir erstmals aufkreuzen. Dieses nicht alltägliche Event begeistert alle MitseglerInnen!


Als Belohnung gibt es nach der Ankunft eine köstliche, kühle Zitronentorte. Alle sind von der Lemon Cheese Cake so begeistert, dass für die vegetarisch gefüllten Paprika am Abend kaum noch Platz im Bauch bleibt und sie daher auch noch für morgen reichen. 















Lucia macht einen Ausruhtag am Boot, alle anderen werden bei der Überfahrt mit dem Beiboot von den Wellen angespritzt und leider dort auch nicht mehr ganz trocken, denn der Himmel verdunkelt sich… Um 16 Uhr ist es so finster wie kurz nach Sonnenuntergang. Von den Waldbrände in Australien kommt die Asche nun auch im Norden Neuseelands an. Es ist beeindruckend und bedrückend zugleich. 

Da er eine halbe Stunde auf den Fish wartet (wird wohl gerade frisch gefangen… so unrealistisch ist das gar nicht!), ist das Dinghy für die Rückfahrt dann auch schon wieder komplett getrocknet. Alex und Marco gönnen sich inzwischen ein Eis – denn sobald die Sonne richtig heraussen ist, kommen Sommergefühle hoch! 

























das Restaurant ist nach Ankunft um 19:30 noch geöffnet! Da wir am ersten Abend hier schon sehr gut gegessen haben ist die Speisekarte noch im Gedächtnis geblieben und jeder hat die Bestellung gedanklich schon aufgegeben. Doch im neuen Jahr gibt es eine neue Speisekarte! Nun ist Flexibilität angesagt. Die eine Lammkeule wird zum Fisch des Tages und die andere zu Muscheln. Die Käsetorte mit Beeren ist der krönende Abschluss eines rundum gelungenen Törns. 






























Bis zum Abend war genug Zeit für einen Landgang auf einen kleinen Hügel mit Blick über die Bucht sowie zur alten Walfangstation mit dahinter liegendem kleinen Wasserfall.

















































































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