Mai

5

Mittags-Etmal (12.00 UTC): 108 sm

Mein Bugrudermotor hat sich auf seinem Flansch gelockert, daher kommt das Wasser im Bug- Stauraum.

Segel lüften

Segel lüften

Die größte Arbeit ist alles auszuräumen, doch dabei lüften die Segel auch mal durch.

Dann den Motor an einen provisorischen Flaschenzug gehängt – Flansch nachgezogen – Motor wieder drauf und jetzt gegen „wackeln“ erst mal mit Seilen verspannt.

Bugruderflansch_1

Bugruderflansch_1

Bugruderflansch_2

Bugruderflansch_2

Bugruderflansch_3

Bugruderflansch_3

„Reparatur“ – Beendet. Morgen dann das gleiche auf der anderen Seite!

Ich schnalle langsam, dass ich Wetterfaxe nur bei ausgeschalteten Aziproppmotoren empfangen kann, weil die  Frequenzumrichter zur Steuerung der Motoren das Empfangssignal erheblich stört.

Der Autopilot streikt kurzfristig.

Ich gehe alle Möglichkeiten des Fehlers durch. Checke die Sensoren, die Leitungen, die Klemmverbindungen, die Sicherungen und, und, und.

Dann merke ich dass der Hydraulikmotor nicht anläuft.

Mir schwant schon tagelanges Rudergehen! Doch bevor ich ihn zerlege bekommt er mit dem Hammer mal einen „kleinen Schlag auf den Hinterkopf“ und siehe da er funktioniert wieder.

Ich vermute mal irgendetwas klemmt. Öl ist genug drin, heiß ist er auch nicht. Na mal sehen.

Die Störungen treten immer öfter auf und ich werde ihn morgen dann wohl doch zerlegen müssen ;-(

Zwischenzeitlich beschäftige ich mich mal wieder mit Astro-Navigation.

MOND und SONNE sind beide gut zu sehen – aber ich muss wieder mal ein wenig üben. Mit 10sm Versatz will ich mich nicht zufrieden geben.

Flaute_1

Flaute_1

Die Wetterkarte zeigt mir leider immer noch ein stationäres Hoch mit 1020.

Also weiter Motoren ;-( – bei einem Dieselverbrauch 5,3 l/Std. – habe noch für 6 Tage Diesel.

Flaute_4

Flaute_4

Nachmittgas versuche ich 3 Stunden zu Segeln, mache aber max. nur knapp 3,5 Kn und mit Sonnenuntergang schläft der Wind auch wieder ein.

Ende 6.Tag – 05.05.10; POS 24:00(UTC) 27°32.580’N, 061°04.997’W
Etmal:113 sm – größte Windstärke/Richtung: NNW 7 Kn – schnellste FÜG: 4,6 Kn

Mai

4

Mittags-Etmal (12.00 UTC): 134 sm

Es war eine ruhige Nacht mit immer mehr nachlassendem Wind und Seegang.

Am Morgen berge ich die Fock, starte den Generator und die Azipropp’s.

Mit 5 Kn und Kurs Nord durchquert „blu:kat“ nun das Hoch m auf der Nordseite dann in die Südwestströmung zu gelangen. Mit der sollten wir bis nach Gibraltar kommen.

Bei der ruhigen Fahrt unter Maschine lass ich gleich mal die Waschmaschine laufen.

Hatte grade eine nette Begegnung mit dem Frachter OSC VEGADIEP.

Mit dem habe ich auf UKW gefunkt und er wird an Andi eine E-Mail senden mit meiner Position und Grüßen. Wir werden sehen ob das geklappt hat.

Dann habe ich noch einen aktuellen Wetterbericht bekommen und er hat mich gefragt, ob ich sonst irgendwas bräuchte.

Wasser oder so. Wirklich sehr nett! Vielen Dank „VEGADIEP“!

Ende 5.Tag – 04.05.10; POS 24:00(UTC) 26°20.192’N, 062°35.852’W
Etmal:111 sm – größte Windstärke/Richtung: NE 5 Kn – schnellste FÜG: 5,2 Kn

Mai

3

Mittags-Etmal (12.00 UTC): 146sm

Bis Mittag lässt der Wind auf 12k nach und dreht wieder ein wenig auf Ost.

Kann wieder ausreffen und nun KÜG 030 mit FÜG knapp 7 Kn anlegen.

So langsam fahre ich nun doch meinem eigentlichen Ziel entgegen.

Ansonsten ist es ruhig. Keine Schiffe – nix los. Ich lese viel in Wikipedia.

Ich probier mal wieder an der Funke rum und bekomme jetzt tatsächlich zumindest schon mal Wetterfaxe von der Station aus Boston. Hamburg ist wohl noch zu weit weg.

Wetterkarte_03052010

Wetterkarte_03052010

Das Hoch genau vor mir hat sich leicht nach Osten verlagert, ist aber sonst stabil.

Morgen wird 2blu:kat“ dann wohl mittendrin sein.

Ende 4.Tag – 03.05.10; POS 24:00(UTC) 24°43.580’N, 063°00.775’W
Etmal:155 sm – größte Windstärke/Richtung: ENE 17 Kn – schnellste FÜG: 8,3 Kn

Mai

2

Wind wird mittags schwächer und dreht nach Ost auf 80 Grad. Ich kann das Groß wieder ausreffen und Kurs Nord mit 6-7Kn anlegen.

Habe meine Atlantikübersee-Karte eingescannt (18 Teilbilder), dann in Corel Draw wieder zusammengesetzt, daraus eine „png“ Vektorgrafik gemacht und diese im Seekartenprogramm kalibriert. Jetzt habe ich eine einigermaßen gute Großkreiskarte für meinen Trip.

Grosskreiskarte_1

Grosskreiskarte_1

Hat mal wenigstens was geklappt.

Denn mit meiner Funke bin ich immer noch nicht wirklich weiter.

Hatte heute mit verschiedenen AntennenSystemen Versuche gemacht –aber alles keine Unterschiede.

„Pünktlich“ zum Sonnenuntergang frischt der Wind wieder auf gut 20 Knoten auf.

Also wieder ein Reff ins Gross – dann  kann ich wenigstens in Ruhe schlafen.

Ende 3.Tag – 02.05.10; POS 24:00(UTC) 22°12.548’N, 063°25.150’W
Etmal:119 sm – größte Windstärke/Richtung: NE 21 Kn – schnellste FÜG: 7,7 Kn

Mai

1

Heute war immer wieder schwacher und wechselnder Wind. „blu:kat“ will nicht so recht voran kommen. Schuld daran ist auch eine etwas kabbelige See.

Hatte mir noch vor der Abfahrt neues Angelzubehör besorgt und nun die Angel repariert  aber bisher nur 3x Seegras am Köder gehabt.

Angel_1

Angel_1

Am Abend beißt dann doch eine große Goldmakrele, die ich erst nach 10 Minuten 5 Meter hinterm Schiff  erkennen kann. Ich wähnte sie schon in der Pfanne und den Rest in der Kühltruhe, doch sie hat sich kurz vor dem „Ziel“ losgerissen und es nicht erreicht – sozusagen disqualifiziert!

Am Abend stehen einige Quellwolken am Himmel und der Wind frischt bis auf  20kn auf. Also binde ich für die Nacht  das erste Reff  ins Groß und kann ruhig schlafen.

Ende 2.Tag – 01.05.10; POS 24:00(UTC) 20°15.709’N, 063°08.561’W

Etmal:124 sm – größte Windstärke/Richtung: NE 20 Kn – schnellste FÜG: 7,5 Kn