Mai

31

by  Jessica
Morgens ist es sehr neblig und wir hören vereinzelt Nebelhörner.

Nebelfrachter

Nebelfrachter

Als dann aber alle wach sind, ist auch der Nebel weg und wir können bei sehr wenig Wind den Blister setzen.
Tagsüber frischt der Wind (entgegen der Wettervorhersage) deutlich auf und so segeln wir ruhig mit dem Blister vor uns hin. In der Sonne ist es schön warm und wir lassen es uns gut gehen. Zum Abschied vom spanischen Festland, das jetzt schon langsam am Horizont verschwindet, gibt’s mittags Gazpacho.
Nachmittags beobachten wir einen Flugzeugträger, dass die Christos XXIII schleppt. Michi und Valerian packen ihre Mathe-Kenntnisse aus und berechnen anhand vom Kurs, unserem Abstand zur Christos und dem Winkel der beiden Schiffe zueinander die Länge des Schlepp-Taus. Michi wills dann noch genau wissen und funkt die Christos an – das Tau ist 1000 m lang und die Länge des Verbands ist 1200 m.
Wir sind immer wieder überrascht, wie viel Verkehr im Mittelmeer ist – der größte Frachter den wir sehen ist die NYC Herkules mit 366 m Länge.

Containerfrachter

Containerfrachter

Abends holen wir dann den Blister rein und setzen das Groß und die Genua – der Wind reicht aus und wir kommen langsam, aber sicher voran.

Grillen-1

Grillen auf See

Grillen auf See

Zum Abendessen gibt’s Ratatouille mit Steaks, die auf dem von Michi auf dem wieder zum Gas-Betrieb zurückgebauten Grill gegrillt wurden.

Mai

30

by Jessica
Um 6 Uhr klingelt der Wecker – wir nutzen noch die Gelegenheit, in der Marina zu duschen, Michi holt nochmal frische Baguettes und wir frühstücken gemütlich. Danach legen wir ab und freuen uns aufs erste setzen der Segel, weil wir momentan schön viel, aber sehr kalten Wind haben. Der Wind lässt langsam nach und so probieren wir nach und nach diverse Segel-Kombinationen aus: Groß und Genua, Passatsegel (also Genua und Fock) und schließlich Blister und Groß.

Blogautor Jessica beim Segeln

Blogautor Jessica beim Segeln

Kurz nachdem der Blister gesetzt ist, entdecke ich auf der Steuerbord-Seite eine Rückenflosse, nach genauerer Betrachtung stellt sich heraus, dass es ein Wal sein muss, wir sehen eine weiße Zeichnung hinter den Augen – es könnte also ein Orca sein  (aber ein sehr kleiner).

Die Crew wird von einer gewissen See-Müdigkeit erfasst und mittags schlafen dann mal alle (bis auf den Wachhabenden).
Vor dem Abendessen sehen wir 2 Delfine, die uns kurz begleiten und dann wieder abtauchen.  Es taucht auch immer wieder ein Delfin auf – die große Aufregung, die die erste Sichtung ausgelöst hat, kommt aber nicht mehr auf.
Nach dem Abendessen erklärt uns Martin, was wir bei den Nachtwachen zu tun haben – zur Sicherheit schläft er aber im Salon.
So geht unser erster Tag auf See zu Ende – wir sehen noch die schneebedeckte Sierra Nevada und Spanien bleibt in Sicht.

Mai

29

By Jessica
Nachdem Stefan und ich die Vava U ab etwa 4:30 auf dem AIS verfolgen konnten, durften wir sie beim Einlaufen beobachten. Zur Begrüßung gab es für uns einen „Anleger“ mit karibischem Rum. Wir lassen der Atlantik-Crew noch etwas Zeit für den Abschied und holen Valerian an seinem Hotel ab. Dann geht’s auch schon nach Malaga, Heinz und Knut zum Flughafen bringen und Shopping bei Bauhaus, Mediamarkt und IKEA – typisch Spanisch also.
Nachmittags geht’s dann zum Großeinkauf – und wir bleiben den internationalen Supermärkten treu also ist der Lidl in Torrelmolinos unser Ziel.
Die Einkaufsliste ist 2 DIN A4-Seiten lang und wir füllen 5 Einkaufswägen. Eine deutsche Touristin hat uns die ganze Zeit beobachtet und als die Männer dann mit der Einkaufswagen-Kolonne zum Auto verschwunden sind, fragt sie mich ganz schüchtern: „Sind das alles ihre Männer?“

Einkauf bei LIDL

Einkauf bei LIDL

Der Einkauf ist deswegen so groß ausgefallen, weil wir aktuell nicht damit rechnen, in Algier einkaufen zu können – die Vorratsschränke der Vava U sind gut gefüllt und wir brauchen uns keine Sorgen machen, mitten im Mittelmeer kläglich zu verhungern.
Zum Abschluß gehen wir Pizza essen – typisch spanisch eben.
Am nächsten Tag erledigen wir letzte Einkäufe und nachmittags kommt Isabel an, damit ist die Crew für den Törn nach Malta komplett.
Für ein erstes Highlight sorgt unser Abendessen in Irinas Taverne – sie ist Rumänin und sehr gastfreundlich. Zum Abschied gibt’s für die Männer Kugelschreiber als Geschenk, für Isabel und mich Ketten und Ohrringe.

Mai

29

Törnzusammenfassung

02-2013 St.Martin-Malaga

Törnlink zum Blog:02-2013 St.Martin-Malaga

Angelaufene Häfen/Buchten:

Nord-Atlantik
St. Martin, Marigot Bay
nördich Azoren bis 41° 59‘N
Strasse von Gibraltar
Benalmadena (Malaga)

Gesegelte Strecke:  3859sm
Max. Boot-Speed: 12,5 Kn
Max Wind: 32Kn

Bemerkungen:
erster AtlantikTörn von VAVA-U

Wetter:
Außergewöhnlich langes stabiles Azorenhoch mit viel E-Wind

Mai

29

Die haben wir jetzt alle hochgeladen.

Viel Spaß beim Ansehen

 

Skipper Martin