Sep.

14

By Dominik

Ganz leise hatten die Wanten uns in den Schlaf gesungen, bevor auch der Nordwind in der Nacht einschlief. Wir haben mit Isabels Mousaka im Magen ebenfalls sehr gut geschlafen.

Morgens lugt die Sonne schon immer wieder zwischen den Wolken hindurch. Beim Frühstück liegt die VAVA-U alleine in der Bucht und vor ihr die verlassene Strandbar. Es ist ein bisschen ein unwirkliches Bild, das sich uns da bietet.

Doch macht es uns auch neugierig. Von der Aussicht Ziegen streicheln zu können motiviert schwimmen Corinna und ich an Land und gehen den schmalen Weg hoch zu einer kleinen Kapelle, die über die Bucht wacht. Die Ziegen eilen aber schneller über Stock, Stein und Thymiansträucher als wir, sodass uns als Belohnung nur der schöne Ausblick bleibt.

Strandwanderer

Bucht auf Nikouria_2

Bucht auf Nikouria

Bucht auf Nikouria

Zurück auf dem Schiff bereiten wir alles für die Weiterfahrt vor. Der Wind gibt sich heute eher lethargisch. Daher müssen wir mit Motorkraft zur Nachbarinsel fahren.

Motoren nach Katapola

Motoren nach Katapola

Die Hafenstadt Katapola auf Amorgos ist schon touristenleer und umwirbt uns mit ihrem Kleinstadtcharme. Nach dem Anlegen zerstreut sich die Crew in die vielen Restaurants und Cafés wenige Meter vom Schiff entfernt. Nachmittags brechen Corinna und ich noch zu einer kleinen Radtour auf. Die drei Stadtteile an Nord-, Ost- und Südseite der Bucht lassen sich mit den Klapprädern schnell erkunden. Landeinwärts bedeutet aber immer bergauf.

Katapola auf Amorgos_2_1

Katapola auf Amorgos_3

Katapola auf Amorgos_1

Katapola auf Amorgos_1_1

Katapola auf Amorgos

Katapola auf Amorgos

Deshalb beschränken wir uns auf die Uferpromenaden und einen kleinen Abstecher zu einer Bio-Gärtnerei.

Bio-Gemüse

Bio-Gemüse

Das nächste Mousaka kann also bald bereitet werden.

Kapern-Salat am Abend

Kapern-Salat am Abend

Sep.

13

by Dominik

Hinter den Hügeln Schoinousas und schnell vorbeiziehenden Wolkenbergen geht die Sonne auf. Die Wolken werden vom Nordwind getrieben, der uns heute auch noch nach Nikouria bringen wird.

„Da wird es wahrscheinlich ein bisschen spritzen“, hat der Skipper gestern schon verlauten lassen. Aber erst einmal muss der Sonnenaufgang vorne im Netz und ein wieder opulentes (Sonntags-)Frühstück hinten im Cockpit genossen werden.

Es stellt sich schon eine gewisse Wasserscheue bei Teilen der Crew ein. Knapp über dreißig Grad Außentemperatur sind zu wenig. So sind nur Wasserratte Armin, seine Oma, Corinna und ich mit Flossen unterwegs in der malerischen Bucht. Unter Wasser sieht man erstaunlich bunte Fische und ein abgerissenes Unterseekabel. Über Wasser wartet klischeeträchtiges Griechenland mit Fischerbooten, Kapelle, Häusern, die sich an dem Hang schmiegen, und einer Aquarobicgruppe auf, die wohl eigentlich für den Rettungsschwimmerschein trainiert.

Gegen Mittag setzen wir Segel. Der Nordwind ist immer noch sehr stark.

Überfahrt nach Amorgos

Überfahrt nach Amorgos

Bis Keros ist das Meer relativ zahm. Auf den zehn Seemeilen zwischen Keros und der Spitze von Nikouria spritzt es dann aber, wie es bereits angekündigt worden ist. Völlig unerschrocken wird in der Küche hantiert. Isa und Heike machen Buchteln oder wie wir in Bayern sagen Rohrnudeln.

Davon erholt sich Heike dann beim Lesen unter Deck, während draußen sich die Wellen bis zu vier Meter hoch türmen. Mein Magen ist heute zwar stabil, aber derart herausfordern möchte ich ihn nicht. Unser Sonntagsausflug führt uns in eine kleine Bucht mit Strandbar, wo wir ankern.

Bucht auf Nikouria

Bucht auf Nikouria

Bucht auf Nikouria

Ehe Großsegel eingepackt und die Ankerkette mit Hahnepott versehen ist, ist schon Tisch für das gemütliche Kaffeetrinken gedeckt. Die Buchteln munden allen. Die Kalorien der Vanillesauce will sich aber so schnell niemand wegschwimmen.

Buchteln oder Rohrnudeln

Buchteln oder Rohrnudeln

28 Grad, Wind und Wolken erinnern an gemütliche Wintersonntage in Deutschland. So verwundert es alle, dass Martin ins Meer steigt. Eine „warme Quelle“ sprudele unter dem Schiff. Im Kühlwasser des Generators geht dann trotzdem nur er baden. Wie an einem Wintersonntag in Deutschland wird Backgammon und Schach gespielt, man liest und erinnert sich an das Erlebte der letzten Tage. So schonen sich die Lebensgeister für Erkundung von Amorgos morgen. Dort werden dann wieder viele neue Eindrücke gesammelt.

Sep.

12

By Heike

Hier sind wir an einer Insel, die kaum bewohnt ist, deshalb haben wir uns Brot aus der Froste aufgetaut. Außerdem gab es leckeren Joghurt mit Honig und Nüssen. Danach wie immer zur körperlichen Ertüchtigung Wassersport. Danach Segeln nach Schoinousa und dort ne Kaffeepause.

Kaffeepause auf VAVA-U

Kaffeepause auf VAVA-U

Ankerplatz Schoinousa

Strand von Schoinousa

Strand von Schoinousa

Dort auch etwas Wasserski und SUPpen und dann ab zum Hafen nach einem alten Wrack suchen, das einmal neben Martins Boot abgebrannt ist. Aber das Wrack war nicht mehr da.

Strand von Schoinousa

Strand von Schoinousa

Also nutzen wir die Gelegenheit etwas zu trinken und… Passwörter für W-LAN zu erhaschen. Dann wieder ein kleiner Aufstieg in ein sehr kleines, sehr schönes Dorf zum Essen, Obst- und Gemüsekaufen. Irgendwie sind immer alle Dörfer oben auf den Bergen. Das ist aber gut so, damit wir nicht fett und kugelrund wieder nach Hause fahren!

Spaziergang auf Schinousa

Spaziergang auf Schinousa

Müde und kaputt sind alle ins Bett gefallen. Kali Nichta!

Abenddämmerung auf Schoinousa

Abenddämmerung auf Schoinousa

Sep.

11

By Heike

Wie gewohnt lecker Frühstück. Danach wie immer W-LAN-Suche am Hafen, die Martin übernahm. Wir haben in der Zwischenzeit die SUPs ausprobiert. Die ersten Versuche waren die besten, da wir aus dem Lachen gar nicht mehr raus kamen. Mehrere Abstürze und reichlich Salzwasser hatten wir. Aber dann hatten wir es raus und es machte richtig Spaß.

Relaxen_2

Relaxen auf SUP

Dann wurde noch ein wenig gebadet und geschnorchelt, bis es wieder zur nächsten Insel ging.

Wasserspass

Wasserspass

Wir hatten guten Wind und segelten nach Ios zur Südküste. Während unserer Fahrt besuchten uns einige Delphine. Ein toller Anblick! Am liebsten wäre ich hineingesprungen und mit Ihnen geschwommen.

Delphine vor VAVA-U

Delphine vor VAVA-U

Zum Mittag gab es mitten auf dem Meer Auflauf-Resteessen. Dann ankerten wir in Ormos Kalamos auf Ios. Dort wurde gleich nochmal geschnorchelt und geSUPt.

Ziegenherde auf IOS

Ziegenherde auf IOS

Abends bereiteten Corinna und Isabel Ofenkartoffeln mit Ratatouille. Und nicht zu vergessen Tzatziki. Lecker!

Sep.

10

By Heike

 

Erst mal ausschlafen und dann auf Bäckersuche. Das war doch nicht so einfach, da ich wohl nicht richtig aufgepasst habe am Vorabend. Deshalb gab es kein Brot vom Bäcker sondern vom Supermarkt. Denn nach einer halben Stunde Laufen musste das reichen. Nach dem Frühstück sind alle außer mir und Daniel noch mal auf W-LAN- und Passwortsuche gegangen. Mangels Wind sind wir dann unter Motor nach Anafi bei spiegelglattem Meer gefahren.

 

Anfahrt Anafi

Anfahrt Anafi

 

Dort angekommen konnte ich nach 15 Jahren mal wieder Wasserski fahren. Das hat auf Anhieb geklappt, was mich freute. Gefällt mir besser als Knieboardfahren, da ich davon nicht solch einen Muskelkater bekommen habe. Daniel hingegen blieb seinem Knieboard treu. Corinna machte wie immer alles und das sehr gut.

Wasserski_3

Wasserski_2

Wasserski und Kniebord

Wasserski und Kniebord

Nachdem wir schon sehr ausgepowert waren vom Wassersport, haben wir dann noch eine Wanderung zur Chora auf 250m Höhe in 40 Minuten absolviert. Natürlich hat sich das gelohnt, weil wir mit bombastischem Ausblick in schwindelerregender Höhe schön gegessen haben.

Anafi_2

Anafi

Anafi

Taverne Anafi

Taverne Anafi

Der Abstieg ging dann viel schneller. Dauerte nur 20 Minuten und der Anblick der Lichter im Dunkeln war wunderschön.