Apr.

1

Andrea

Nach einer sehr erholsamen Nacht weckte uns die Sonne und gab den herrlichen Ausblick auf die Skyline frei. Auch die um uns liegenden Frachter und Arbeitsschiffe sind sehr interessant zu beobachten. Hier bekommt man die maritime Arbeitswelt sehr hautnah mit.

Nach dem Frühstück machten sich Martin, David und Robert mit dem Dingi auf den Weg an Land um den Proviant für die restlichen Tage zu besorgen.

Gegen 11:00 wurde der Anker gelichtet und los ging es auf unsere vorletzte Tour zur Insel Otoque. Diese liegt ca. 22 Meilen südwestlich von Panama und ist ein Paradies für Pelikane. Schon auf dem Weg dahin begleiteten uns eine Menge und es war sehr imposant, ihnen beim Jagen zuzuschauen. Sie schiessen mit einer affenartigen Geschwindigkeit aus der Luft auf das Wasser und sind wohl auch sehr erfolgreiche Jäger.

An der Insel angekommen sahen wir schon von Weitem, die Pelikane gerade ihre Mittagsmahlzeit einnahmen. Unendlich viele Vögel tummelten sich über sich über dem Wasser und „schossen“ sich ihre Essen.

Die VAVA-U war der einzige Segler an der Insel, so hatten wir herrliche Ruhe und konnten den Nachmittag entspannt verbringen. Der Sprung ins kühle Nass fiel etwas verhalten aus, der Temperatur-unterschied war schon sehr deutlich zu spüren…. Von über 30° auf 23° … brrrr

Am Abend gab´s nochmal ein Highlight, Martin heizte den Grill an und drauf kamen die leckeren Rib Eye Steaks und Maiskölbchen. Dazu gab es Spaltenkartoffeln und Guacamole.

Danach war nochmal eine Runde Wizzard angesagt.

März

31

Andrea

Morgenstund hat Gold im Mund… um 03:00 Uhr war die Nacht vorbei und los ging es nach einem schnellen Hallo Wach Kaffee Richtung Kanal. Die Fahrt bis ins Vorbecken des Kanals dauerte ca 1 Stunde, sodass wir genügend Zeit hatten bis zum Start.

Unsere Kanal Giudes/Advisor Hector und Ricardo kamen gegen 05:00 Uhr an Bord und nach einer kurzen Einweisung nahmen wir weiter Kurs auf die Kanaleinfahrt. Fender und Leinen mussten an Ort und Stelle angebracht werden.

Gegen 06:00 wurde es langsam hell und das mittlerweile vertraute Brüllen der Affen begleitete uns zu den ersten Schleusen. Wenig später gesellte sich unser Tenderboot, ein weiterer Katamaran an unsere Backbordseite und wir wurde miteinander verteut. Dann ging es endlich los, hinter einem Auto-Frachter fuhren wir in die erste Schleuse ein. Wir kamen uns wie ein Ameisenboot hinter Goliath vor ?

Dann ging alles sehr schnell. Leinen flogen aus ca 10 m Höhe von den Schleusenhelfern aufs Boot und wurden festgemacht. Ricardo und Hector dirigierten alle Arbeitsanweisungen und so funktionierte alles reibungslos. Ufff… die ersten 8 Meter Hebung sind geschafft. Es folgten gleich die nächsten beiden Schleusenmit einmal 8 und 10 Metern Höhenunterschied, sodass wir am Ende auf 26 m gehoben wurden und so in den Gatun See mündeten.

Nun folgten ca. 4 Stunden entspannte Fahrt über den See und es war Zeit, ein kleines Frühstück zu richten und die Landschaft und die entgegen kommenden Schiffe zu beobachten.

Martin und Ricardo nutzten die Zeit, die Hotspots der näheren Inselwelt zu besprechen. Ricardo, hier geboren und aufgewachsen, kennt sich natürlich bestens aus.

Langsam aber sicher ging es dann in Richtung nächste Schleusung in umgekehrter Richtung, wir müssen ja wieder runter um in den Pazifik einfahren zu können.

Jetzt hatten wir 2 Tenderboote (eines davon waren Segler aus Stuttgart, so gab es noch einen Erfahrungsaustausch während der Fahrt ? und wurden mit denen backbord und steuerbord zum Verbund vertaut, sodass wir in der Mitte sind. Diesmal fuhren wir als erstes in die Schleuse und hinter uns ein Riesentanker, sehr beeindruckend wenn so einer ganz langsam auf einen zufährt ….

Auch diese Schleusung hat super funktioniert. Nach einer weiteren halben Stunde Fahrt im Verbund erreichten wir die Miraflores Schleusen, die letzte Station. Dort erwarteten uns hunderte von Zuschauern auf der eigens dafür gebauten Tribüne. (ob die wohl alle wegen uns gekommen sind… ?? ?

Nachdem der Frachter eingefahren war, erfolgten die Absenkungen, die Schleusentore öffneten sich und wir fuhren in den Pazifik ein. Geschafft!!!!  Super Kompliment an Martin, dem man die Erleichterung ansehen konnte.

Wenig später verabschiedeten wir unsere Guides und weiter ging es Richtung Panama City. Je näher wir kamen desto klarer wurde die beeindruckende Skyline von Panama sichtbar. Ein wunderbarer Ausblick in der sich langsam nähernden Abendstimmung. Martin hat uns ein relativ ruhiges Plätzchen gesucht, wo wir dann nach 14 Stunden müde aber glücklich ankerten.

Alle hungrig und durstig, gab es heute Kürbissuppe und Krautsalat. Dazu frisch gebackenes „Kanal-Brot“ und einen kühlen Drink. Die Karten blieben heute in der Schachtel, der Bettzipfel nach dem langen Tag ruft früh. Gute Nacht mit der Vorfreude auf die schöne Aussicht morgen früh.

März

31

  1. Heute, also am 31.3.2018 wird VAVA-U den Panama Kanal durchfahren. Aktuelle Startzeit ist 05.00 in der Früh nach Ortszeit, also 12.00 deutsche Zeit.
    Wer mag kann uns sicher auf einer der Webcams des Kanals beobachten.
  2. Endlich gibt es die Bilder von letzten Törn, also vom 3.3.bis 17.3.2018 – viel Spaß bein ansehen.

März

30

Andrea

Der letzte Tag auf der Karibikseite bricht an, morgen ist die Passage durch den Kanal geplant.

Heute morgen kam schon in der Früh unser Agent zu uns, der die Organisation für´s Equipment übernimmt. Wenig später wurden uns die Leinen und die Fender gebracht, voraussichtliche Startzeit 4:30 Uhr (hää ?? ☹) Hilft nix, wir freuen uns auf spannende Erlebnisse und können in einem Rutsch durchfahren.

Den Tag in der Marina haben wir ganz individuell verbracht. Martin hatte einige Reparatur- und Wartungsarbeiten an der VAVA-U vorzunehmen. Wo es ging, haben alle mit angepackt und jetzt hat sie wieder eine super schöne Persenning mit neuen Reißverschluss. Robert und David haben die Ruhestunden genutzt und gelesen und relaxed.

Andrea und Uwe haben sich auf die Klapp-Radl geschwungen und sind in Richtung National Park und Fort San Lorenzo aufgebrochen. Trotz unbändiger Hitze und Luftfeuchtigkeit von gefühlten 100% sind wir fast 20 km geradelt. Auf dem Weg hatten wir sehr spannende Erlebnisse. Als erstes schlängelte sich eine ca. 1.5 m lange Schlange direkt vor uns über die Straße und verschwand im Dickicht. Der Foto war leider nicht schnell genug zur Stelle. Einige 100 m weiter hörten wir plötzlich sehr, sehr lautes Gebrüll. Nach ersten Schrecken näherten wir uns dem Geräusch und entdeckten eine Horde Brüllaffen auf den Bäumen über uns. Die wollten uns natürlich verjagen und pumpten den Brustkorb zu weiteren furchterregenden Gebrüll auf. Diese mal war der Foto zur Stelle, und wir haben ein unvergessliches Video aufgenommen.

Zurück in der Marina mussten wir erstmal unseren Wasserhaushalt wieder ausgleichen, sowohl von aussen als auch von Innen.

Den Rest des Nachmittags verbrachten wir mit Wäsche waschen und relaxen, bevor es an´s Abendessen kochen ging. David hat uns heute leckeren griechischen Salat und Spaghetti mit Pesto gekocht.

März

29

Andrea

Am Morgen wurden wir von einer Dusche von oben und dem Weckruf der Brüllaffen abrupt aus dem Schlaf geholt. Was soll´s, die Sonne scheint und die Aussicht auf eine Runde Wakeboarden und Wasserski fahren hoben die Motivation zum Aufstehen.

Nach dem ausgiebigen Frühstück mit viel Obst, Eiern und leckeren selbstgebackenen Brot machte Martin das Beiboot klar und los ging´s. David auf dem Wakeboard und Uwe mit Wasserski. Aller Anfang ist schwer, bei dem einem hat es super funktioniert, der andere muss noch üben … ?

Dann hieß es Anker lichten und endgültig Adios sagen zur wunderschönen Karibikwelt. Los ging es nun zurück zur Shelter Bay Marina, wo wir nach ca. 4 Stunden ruhigen Segeln ankamen.

Da es hier leider keine Möglichkeit zur Abkühlung im Meer gibt, blieb uns nur der kleine Pool. Aber es hat auch etwas für sich, da wir bei einem kühlen Bierchen im Schatten die amerikanischen Seniorinnen und Senioren bei Bach-Beine-Po Gymnastik im Wasser zuschauen konnten. Die Power war eher in der Kommunikation zu finden ? ?

Heute bleibt die Küche kalt, wir machen uns chic und genießen das Essen im Restaurant der Marina welches wirklich sehr lecker ist. Fast alle hatten Heißhunger auf Pollo, die genüsslich zu Wein und Bier vertilgt wurden.

Nach einer Weile wuchs die Unruhe…. Der Wizzard ruft bei einem Absacker. Wir alle haben uns zu echten „Schläfern“ entwickelt und gehen fast mit den nicht vorhandenen Hühnern ins Bett. Gähn… gute Nacht Shelter Bay!