Apr.

19

by Ursel

Heute heißt es für Tanja und Michi Abschied nehmen von VAVA-U und der Crew.
Schade, es war eine schöne Zeit.

Am Nachmittag segeln wir weiter Richtung Westen an der Südküste von Sint Maarten entlang. Passend um 16.05 passieren wir den Juliana Airport und sehen die Air France Maschine, in der Tanja und Michi sitzen, aufsteigen.

AF nach Paris

AF nach Paris

Weiter geht’s mit bis zu 9 Kn und starkem Wind bis in die ruhigere Baie de Marigot, wo wir ankern.
Die Teilung der Insel in einen nördlichen französischen und einen südlichen holländischen Teil ist 1648 durch einen Wettlauf der beiden Nationen entschieden worden. Der Franzose war wohl schneller, denn der größere Teil der Insel gehört seit jener Zeit zu Frankreich.
Eine andere Legende ist die Namensgebung der Insel.
Wie immer in der Karibik war Kolumbus hier und zwar am Martinstag 1493.

Nach der anstrengenden Segeltour brauchen wir heute gleich mehrere Cocktails.

Apr.

18

by Ursel

In der Früh unternehmen wir noch einen Schnorchelgang zum nahegelegen Wrak am Fahrwasserrand auf etwa 5-7m Tiefe und entdecken u.a. einen Ammenhai, den amrtin mit der Kamera verfolgt.

 


 
Auf YouTube könnt ihr das Video in HD sehen. Dazu einfach auf den YouTube Button im Video klicken.

 

Heute laufen wir die letzte Insel unseres Törns an.  Philippsburg, die Hauptstadt von Sint Maarten, dem holländischen Teil der Insel, erreichen wir nach 13 sm. Es ist eine schöne weitläufige Bucht, aber die achtstöckigen Kreuzfahrtschiffe liegen schon da. In der Hauptstraße reiht sich ein Schmuckladen an den anderen. Das richtige Karibikfeeling kommt auch bei den diversen Karaoke Bars an der Front Street direkt am Meer nicht auf. Aber es gibt natürlich auch noch das Internetcafé mit Cocktails zu Happy Hour Preisen. Zurück an Bord verbringen wir den letzten gemeinsamen Abend mit erprobten Gerichten, wie Chili con Carne und Uno.

Apr.

17

by Ursel

Gegen Mittag laufen wir in den malerischen Hafen von St. Barth ein. Die nur 21km² große grüne hügelige Insel ist fest in französischer Hand. Inder Hafenstadt Gustavia findet man viele Boutiquen und französische Restaurants. Tanja und Michi machen einen Wander- und Badeausflug zur St. Jean Beach an der Nordküste der Insel. Abends testen wir die kreolische Küche, die aber nicht so wirklich überzeugend ist. Crêpe und Eis als Nachtisch runden das Erlebnis erst wirklich ab.

Apr.

15

by Ursel
Zum Ausklarieren machen wir eine gemeinsame Fahrt mit dem Zodiak durch die Lagune nach Codrington.

Die Lagune ist ein Naturschutzgebiet mit Mangrovenwäldern und Fregattvögeln. Auch sind überall leere Gehäuse der Conchschnecke zu finden. Ein Lichtblick in der Hauptstadt sind nur die Kinder mit ihren weißen Schuluniformen. Zurück an unserem Privatstrand stärken wir uns noch einmal mit reichlich Lobster. Dann beginnt das Abenteuer Nachtfahrt.

Apr.

14

by Ursel
Gleich nach dem Frühstück segeln wir weiter nach Barbuda, das wir nach 32 sm erreichen. Barbuda ist eine der wenigen Inseln, wo Kolumbus nicht an Land gegangen ist. Wir ankern an einem ein -samen Strand umgeben vom Meer in allen erdenklichen Blautönen. Am Strand treffen wir einen Einheimischen, der kiloweise fertig gekochten Lobster für wenig Geld anbietet. Martin bereitet flink eine Sauce zu und unser Sonntagsmahl ist fertig.

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Apr.

13

by Ursel
Wettersituation auf den kleinen Antillen: nachts 25°, tagsüber 26° -28°, heiter bis wolkig und zwischendurch kurze Schauer.

Nachts weht auch in den Kabinen dank der zwei Fenster ein sanfter Wind, so dass selbst Ursel die Nacht nicht im Freien verbringt, zudem man durch das Deckenluk den Sternenhimmel sieht.

Die heutige Segel strecke beträgt nur 15sm. Es geht entlang der Westküste von Antigua bis zur Deep Bay kurz vor St. Johns. Es gibt zwar kein Ankerbier, aber der Bananenkuchen mit Rumschlagsahne ist ein gleichwertiger Ersatz.

Gestärkt schnorcheln wir zum Wrack der 1905 gesunkenen „Andres“. In 5m Tiefe treffen wir den Kofferfisch vom letzten Jahr wieder.
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Apr.

12

by Ursel
VAVA-U bleibt heute vor Anker in der Bucht liegen. Martin und Frank werkeln an Bord. Tanja, Michi und Ursel erkunden erst English Harbour und dann mit einem Mietwagen die Insel.

English Harbour war früher ein englischer Marinestützpunkt. Die mittlerweile renovierten Hafen- und Werftanlagen bilden einen Nationalpark und wurden 2009 für das Weltkulturerbe der UNESCO vorgeschlagen. Aus einem ehemaligen Lager für Kupfer und Holz ist ein Hotel mit 14 Suiten entstanden, in dem auch Madonna schon übernachtet haben soll.

Unsere Rundfahrt beginnt beim Fig Tree Drive. Die Straße führt durch hügelige Landschaft entlang tropischer Vegetation mit Ananasfeldern und Bananenstauden. Fig tree heißt auf Antigua die Bananenstaude. Die Straße endet im Süden an der Carlisle Bay, einem karibischen Strand, wie man es aus der Werbung kennt.

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Die Fahrt geht weiter an der Westküste mit schönen Stränden bis nach St. Johns, der Hauptstadt im Nordwesten. Hier ist der Hafen, wo auch die großen Kreuzfahrschiffe einlaufen. Nach einem Bummel über die geschäftige Market-Street haben wir genug von dieser typisch karibischen Stadt. Wir fahren weiter zur Dickenson Bay mit einer sehr schöner Hotelanlage und baden in der türkisblauen Lagune.

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Weiter geht die Fahrt auf den teilweise sehr holprigen Straßen Antiguas entlang der Ostküste, wo die Wellen des Atlantiks die schmale Küste umspülen. Nun sind wir nur 50km gefahren und haben fast die ganze Insel umrundet. Michi hat sicher alle Tücken des Linksverkehrs gemeistert.

Apr.

11

by Ursel
Wir verlassen die französischen Karibikinseln und segeln 45sm bis zu der zum Commonwealth gehörenden Insel Antigua. Bei gutem Wind und mit Tanja am Steuer schaffen wir die Strecke in 6,5 Stunden. Unsere beiden Videofilmer, Martin und Michi, haben hierzu ein atemberaubendes Video gedreht.

In English Harbour, einem malerischen Naturhafen im Süden von Antigua, gehen wir vor Anker. Die wirkungsvollen Cocktails in der Hafenbar verkürzen den Abend, so dass das abendliche Unospiel entfällt.

Apr.

10

by Ursel
Vor der Küste bei Malendure bei den Ilets Pigeon liegt der Cousteau Nationalpark, von dem er selbst sagte: „Es ist das beste Tauchgebiet, das ich je entdeckt habe“. Wir sind jedenfalls auch begeistert, die Sonne steht gut und wir sehen eine Vielzahl unterschiedlicher Korallen und Fischschwärme.

Michi und Martin verfolgen mit der Unterwasserkamera Schwärme von Doktorfischen. Im 30°C warmen Wasser fühlen wir uns auch nach einer Stunde noch wohl, aber wir wollen heute noch weitersegeln.

Die Route führt weiter Richtung Norden vorbei an der jetzt schroffen Steilküste. Nach 10 sm erreichen wir Deshaies, eine schöne palmenumsäumte Bucht. Von hier versuchen Tanja und Michi mit dem Beiboot die schön beschriebene Sandbucht Grand Anse zu erreichen. Die Brandung verhindert ihre Landung. Aber bei ihrer Rückkehr werden sie von Martin und Frank mit der besten Nachricht, die es für die drei Männer gibt, empfangen:

„WIR HABEN WIEDER INTERNET!“

 


 
Auf YouTube könnt ihr das Video in HD sehen. Dazu einfach auf den YouTube Button im Video klicken.

 

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Apr.

9

by Ursel

Mit viel Mühe und großem Einsatz einer der vielen Tauchbasenbesitzer in Malendure ist es uns gelungen einen kleinen Schulbus samt Fahrer für unsere Erkundung von Guadeloupe zu organisieren. In der Sprache der Kariben hieß Guadeluope “Land der schönen Wasser“. Hiermit sind die vielen Wasserfälle im Parc National gemeint. Die Chutes du Carbet , die wir nach einer kleinen Wanderung durch den sehr beeindruckenden Regenwald erreichen, stürzen aus 110 Metern über drei Felsstufen in die Tiefe. Im nördlichen Teil unserer Rundreise gibt es einen besonders beeindruckenden Wasserfall. Die Cascade aux Ecrevisses ergießt sich in ein Becken. Ein lang ersehntes erfrischendes Badevergnügen. Der Weg durch den Regenwald ist dann auch bald zu Ende und wir sehen wieder das Meer. Ein schöner Ausflug! Pina Colada an Board und Uno mit noch verschärfteren Regeln beenden den Abend.

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Apr.

8

by Ursel

Wir verlassen die Iles des Saintes gegen Mittag und segeln entlang der Westküste von Guadeloupe Richtung Norden. Bewaldete Bergketten mit kleinen Ortschaften ziehen sich hinunter bis zur Küstenstraße. Nach ungefähr 20 sm ankern wir bei Malendure, einem kleinen Badeort mit schwarzem Strand. In der Strandbar testen wir die gehaltvollen Cocktails. Unsere selbstgemixten sind wie immer besser.

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Apr.

3

by Ursel

Nach dem üblichen Großeinkauf segeln wir gegen 16.00 Uhr gen Norden vorbei an Dominica nach Guadeloupe. 24 Stunden brauchen wir für die 125 sm. Es ist eine stürmische Überfahrt. Vava-u segelt mit gut 12 Kn  durch die Nacht. In Guadeloupe ankern wir vor Le Gosier, einem kleinen Badeort bei Pointe à  Pitre.

Apr.

1

by Ursel

Der erste Törn auf Vava-u hat begonnen. Nachdem Martin mit Matthias noch die letzten Arbeiten  durchgeführt hat, sind erst Ursel und später Frank in Martinique an Bord gegangen. Mit einem Mietwagen haben wir in zwei Tagen die sehr grüne Insel erkundet. Von dem Hafenort Marin ging es in die Hauptstadt Fort-de-France mit der Bibliothek Schoelcher an der Place de Savane, dann weiter die Route de la Trace durch den Regenwald in Richtung Mount Pelée.  An der Ostküste wird im Musee du Rhum nicht nur die Verarbeitung des Zuckerrohrs veranschaulicht, sondern man kann  auch das Endprodukt, den Rum, genießen. Den Sonnenuntergang erleben wir im Süden an der Grande Anse des Salines, dem schönsten Palmenstrand der Insel.

Apr.

4

Diese Mail erreichte mich heute von einem Atlantiktörnteilnehmer 2011:

Am 04.04.2012 10:42, schrieb Rainer:

Hallo Martin,

vielen Dank für den newsletter. Da ich den Törn des Gewinnspieles gewinnen werde , entweder zu zweit oder allein ( ich will mich da nicht beschränken ) sehen wir uns also im nächsten Jahr wieder 🙂

Ich hoffe es geht dir gut? Ich habe deine karibikzeit verfolgt und muss sagen, es wurde mehr Fisch gegessen, Alkohol getrunken und Wasserski gefahren. Also alles Dinge die ich mal noch auf der blu:kat machen werde.

 

Unsere Fahrt ist mir noch sehr präsent und hat weiterhin eine Auswirkung auf mein Leben. Sowohl privat als auch beruflich bewegt sich viel und wird sich verändern. Gut Ding brauch Weile aber kommt.

Ich wünsche dir immer ausreichend aber nicht zuviel Wind über den Atlantik. Wieviele Gäste hast du an Bord?

Komme gesund an und Grüsse an die Jura Kaffeemaschine.
Rainer

März

28

By Ursel

Mi, 28.3.12 – Tag 14 – Törnende

Vor der Brückendurchfahrt in die Lagune und weiter in die Marina Port la Royal nach Marigot (französischer Teil von St. Martin) geht’s noch mal ins türkise karibische Wasser.

Pünktlich 09.30 öffnet die Brücke und wir fahren mit einigen anderen Yachten durch. Kurz nach 10 sind dann die Leinen fest und es geht ans packen – schade auch denn auch dieser Törn war wieder sehr abwechslungsreich, harmonisch und schön.

14.00 Uhr heißt es dann Abschied nehmen, von „blu.kat“ und Martin.

Uns erwartet das Taxi zum, Flughafen – Martin die nächste Crew für den Atlantik.

 

Crew 05-2012-1120037

Crew 05-2012-1120037

Bis zum nächsten Mal: Blogautor Ursel und Crew Renate, Matthias, Ingo und Reinhard.

Crew 05-2012-1120039

Crew 05-2012-1120039

März

27

By Ursel

Di, 27.3.12 – Tag 13

Noch vor dem Frühstück motoren wir zu der kleinen unbewohnten Ile Fourche. Fünf unbewaldete Hügel umgeben eine windgeschützte Bucht, die mit ihrem glasklaren Wasser unser letztes Schnorchelrevier ist. Aber zuerst gilt das Interesse dem Wrack eines gestrandeten Katamarans.

Wrack Ilet Fourche-1321

Wrack Ilet Fourche-1321

Wrack Ilet Fourche-1337

Wrack Ilet Fourche-1337

Ilet Fourche-1333

Ilet Fourche-1333

Zurück auf „unserem“ Katamaran motoren wir nach einem kleinem Mittagsimbiss die letzten 13 sm bis nach St. Martin, wo wir in der Simpson Bay im holländischen Teil den Anker fallen lassen.

Die ersten Flugzeuge vom nahen Princess Juliana Airport erinnern uns an das nahe Ende eines erlebnisreichen vier bzw. zwei-wöchigen Törns durch die karibische Inselwelt.

Sonnenuntergang in der KAribik-773

Sonnenuntergang in der KAribik-773

März

26

By Ursel

Mo, 26.3.12 – Tag 12

POS 24.00 MOZ 17 45,28N und 062 20,81W unter Segeln mit Gr I + Ge, KÜG 280, FÜG 5,5 Kn bei Wind aus 090 mit 13 Kn

Nacht-Segeln „platt vor dem Laken“ bei achterlichem Wind und leichter See ohne besondere Vorkommnisse.

Nachtsegeln nach St Barth-1000277

Nachtsegeln nach St Barth-1000277

Nachtsegeln nach St Barth-1000281

Nachtsegeln nach St Barth-1000281

08:10 Ankern vor Les Gros Ilets (Reede St. Barth) auf 10m WT.

Auch diese Insel wurde wohl von Kolumbus entdeckt, er benannte sie nach seinem Bruder Bartolomeo. 55 Jahre später landeten die ersten französischen Siedler hier, sie wurden aber von den Kariben, indianischen Kannibalen, vernichtet!! Bei einer zweiten Landung waren die Franzosen die Sieger und nahmen die Insel in Besitz. Später verkauften die Franzosen an Gustav III. von Schweden, woran der Name der Hauptstadt Gustavia erinnert. Seit 1879 ist St. Barth nun fest in französischer Hand.

Bei der Ansteuerung von St. Barth erblicken wir einen malerischen Hafen, eingebettet in hügelige grüne Landschaft und gefüllt mit Yachten aller Art.

St Barth-751

St Barth-751

Während einer Inselrundfahrt mit dem Taxi sehen wir einige der herrlichen Strände, die die Insel umgeben. St. Jean Beach mit dem Eden Rock Hotel ist das Paradies der Reichen und Schönen.

Inselrundfahrt St Barth-1000313

Inselrundfahrt St Barth-1000313

Ursprünglicher ist es am östlichen Pointe Lorient oder an der Grand Fond Beach, wo die steilen Felsen an die Atlantikküste Frankreichs erinnern.

Inselrundfahrt St Barth-1000290

Inselrundfahrt St Barth-1000290

Inselrundfahrt St Barth-1000308

Inselrundfahrt St Barth-1000308

Bei einem anschließenden Bummel durch die Gassen von Gustavia mit Lacoste und Prada Geschäften, reservieren wir noch ein Restaurant für den Abend. Zurück an Bord müssen wir für einige Zeit im Meerwasser untertauchen. Dabei finden wir ein Wrack mit echten Skeletten und einigen Barrakudas direkt in der Nähe.

In einem Lokal direkt an der Uferpromenade genießen wir französisch-kreolisches Essen zu französischen Preisen umgeben von vielen Franzosen.

Abendessen Gustavia auf St Barth-769

Abendessen Gustavia auf St Barth-769

Abendessen Gustavia auf St Barth-770

Abendessen Gustavia auf St Barth-770

März

25

By Ursel

So, 25.3.12 – Tag 11

Low Bay_Barbuda vom Mast-1120016

Low Bay_Barbuda vom Mast-1120016

Regenschauer sind in der Karibik immer nur kurz. Am Sonntagmorgen sind nur noch wenige Wolken am Himmel und wir machen einen Ausflug mit dem Zodiak. Wir fahren entlang der Küste, wo es ein Nobelhotel gibt, bis zur Einfahrt in die im nördlichen Teil von Mangroven gesäumte Codrington Lagune. Hier soll es die größte Fregattvogelkolonie der Erde geben. Da die Paarungszeit, bei der die Männchen ihren roten Kehlsack aufblasen, auch erst im August beginnt, sehen wir nur wenige der schwarzen Vögel.

Fischreiher-0746

Fischreiher-0746

Chonch-Muschelberg-1277

Chonch-Muschelberg-1277

In Barbudas einziger Ortschaft, Codrington, gehen wir an Land um auszuklarieren. Es gibt wenige nicht sehr ansprechende Häuser, und das Büro ist geschlossen, da alle in der Kirche sind.

So fahren wir mit Speed an der Küste entlang zu „blu:kat“ zurück.

Speedbootfahrt am Strand-1301

Speedbootfahrt am Strand-1301

Matthias und Reinhard wollen lieber 7 km in der Mittagshitze am Strand entlang spazieren.

Strandwanderer-1297

Strandwanderer-1297

Strandwandrung Low Bay_Barbuda-1000256

Strandwandrung Low Bay_Barbuda-1000256

Etwas erschöpft aber glücklich kommen sie eine gute Stunde später an.

Strandwandrung Low Bay_Barbuda-1000261

Strandwandrung Low Bay_Barbuda-1000261

Da der Sonnenstand jetzt günstig ist, fahren wir nochmals Schnorcheln zum Tuson Rock-Riff: Rotfeuerfisch, Einsiedlerkrebs, Rochen und viele überdimensional große Weichkorallen.

Bevor wir um 18.00 zu einer weiteren Nachtfahrt nach St. Barth aufbrechen, essen wir noch von Martin schon mittags vorbereitete Spaghetti Bolognese.

Es ist 21.00, die zweite Wache hat schon begonnen und wir segeln mit
5 Kn.

März

24

By Ursel

Sa, 24.3.12 – Tag 10

Um 7.30 heißt es: ab in das kalte Wasser(27,2°)! Wir schnorcheln zum Wrack der „Andres“. Die Mastspitze ragt als Orientierungspunkt aus dem Wasser. Der Rumpf des Schiffes, das 1905 von Trinidad kommend, hier sank liegt in 3-4 m Tiefe und ist schön mit Korallen bewachsen. Neben vielen kleinen Fischen umrundet auch ein Kofferfisch mit uns das Wrack.

Danach, immer noch ohne Frühstück, setzen wir die Segel. Wir fahren bei leichtem AW-Kurs und 12 Kn Wind 32 sm Richtung Norden nach Barbuda. Jetzt erst brät Ingo die Spiegeleier.

Gegen 15.00 ist Land in Sicht, eine große flache Insel mit Sandstrand,
so weit das Auge reicht.

Ansteuerung Barbuda-1261

Ansteuerung Barbuda-1261

Barbuda und Antigua sind wirtschaftlich und politisch eine Einheit und seit 1981 unabhängig von England.

Wir ankern in der Low Bay an der Westküste. Ingo und Reinhard verlockt das jetzt noch in verschiedenen Blautönen schimmernde Meer und sie fahren sofort mit dem Mini-Beiboot zum Tuson Rock –Riff. Das Riff ist gut, aber leider verdunkelt sich bald der Himmel und der Regen prasselt aufs Meer. Bei der Rückfahrt zum Boot lassen sie daher gleich die Tauchermasken auf.

Dinghy-Ausflug zum Schnorcheln-1120007

Dinghy-Ausflug zum Schnorcheln-1120007

Dinghy-Ausflug zum Schnorcheln-1120013

Dinghy-Ausflug zum Schnorcheln-1120013

Zur Begrüßung hat Martin schon den Sundowner vorbereitet.

März

23

By Ursel

Fr, 23.3.12 – Tag 9

POS 24.00 MOZ 17 23,78N und 062 40,49W unter Segeln mit Gr I + Ge, KÜG 106, FÜG 3Kn bei Wind aus 045 mit 6-8 Kn

Es ist eine ruhige Nacht in alter Dünung aus NE, aber leider mit wenig Wind zum Segeln, was für diese Jahreszeit in der Karibik eher unüblich ist.

Mit teilweise nur 2-3 Knoten kommen wir Antigua auf indirektem Weg näher.

Frosch bei Deep Bay

Frosch bei Deep Bay

Am Morgen schläft der Wind fast gänzlich ein und dreht auch noch ungünstig für unseren Kurs, so dass wir die Genua einholen und nur mit Groß gen St. John, der Inselhauptstadt von Antigua, motoren.

Ankunft auf Antigua gegen 15.00

St John_Antigua-1212

St John_Antigua-1212

Wir starten zum Stadtbummel mit Einkauf, Martin erledigt inzwischen die Formalitäten bei der Immigration und dem Custom. Die Kathedrale von
St. Johns wird renoviert, dafür steht die African Queen vor der Kirche in voller Blüte.

St John_Antigua-1206

St John_Antigua-1206

Mit Sonnenuntergang laufen wir in die Deep Bay ein und gehen nahe dem Wrack der „Andres“ vor Anker, denn die soll unser morgiges Schnorchelrevier sein.

Deep Bay_Antigua1222

Deep Bay_Antigua1222

Den üblichen Sundowner sowie leckeres Curryhühnchen mit Reis und Gemüse genießen wir mit freiem Blick auf den Horizont im Cockpit von „blu:kat“.

Deep Bay_Antigua1227

Deep Bay_Antigua1227

März

22

By Ursel

Do, 22.3.12 – Tag 8

Schon bei der Ansteuerung von St. Eustatius fällt der Blick auf den 600 m hohen Mount Mazinga. Also machen wir uns auf in den Quill National Park. Wir wandern auf einem als moderat bezeichneten Weg hinauf bis zum Kraterrand des erloschenen Vulkans „The Quill“.

The Quill-1176

The Quill-1176

Wanderung zum Quill-Krater_Statia-1110966

Wanderung zum Quill-Krater_Statia-1110966

Der schweißtreibende Aufstieg wird durch den Blick in den vollkommen mit Bäumen in den unterschiedlichsten Grüntönen bewachsenen Krater belohnt. Auf einen Abstieg in den Krater verzichten alle. Skipper Martin hat beim Aufstieg das Tempo vorgegeben, aber er hat auch immer freundlich auf uns Nachzügler gewartet.

Wanderung zum Quill-Krater_Statia-1195

Wanderung zum Quill-Krater_Statia-1195

Wanderung zum Quill-Krater_Statia-1110981

Wanderung zum Quill-Krater_Statia-1110981

Wanderung zum Quill-Krater_Statia-1110984

Wanderung zum Quill-Krater_Statia-1110984

Wanderung zum Quill-Krater_Statia-1110978

Wanderung zum Quill-Krater_Statia-1110978

Wieder zurück in der Oberstadt von Oranjestad besichtigen wir noch das hoch über dem Meer liegende Fort Oranje.

Fort Oranjestad_Statia-1111000

Fort Oranjestad_Statia-1111000

Zurück zum Boot stürzen sich Ingo und Ursel nochmal in die Fluten und erschnorcheln ein kleines Riff mit den üblichen zahlreichen bunten Fischen.

Um 15.00 heißt es Anker auf nach Antigua. Es wird wieder eine Nachtfahrt mit den üblichen Wachen.

Es gibt jetzt einige heftige Schauer, und das Seil einer Fischerboje hat sich im Schiffspropeller verfangen. Der Skipper muss abtauchen!

Nach einem leichten Mahl mit Spaghetti Carbonara gehen wir entweder in unsere Kojen oder an das Steuerrad.

Sint Eustatius achteraus-1199

Sint Eustatius achteraus-1199

März

21

By Ursel

Mi, 21.3.12 – Tag 7

Nach einem etwas späteren Frühstück motoren wir entlang der bewaldeten Nordseite von Saba. Noch ein letzter Blick auf die weißen Häuser von Hell’s Gate und den Flughafen, dann setzen wir die Segel.

Saba achteraus-1110934

Saba achteraus-1110934

Bei leichtem Wind gleitet „blu:kat“ mit Kurs 130 nach St. Eustatius, im Volksmund „Statia“ genannt. Die 24 km² große südöstlich von Saba gelegene Insel gehört auch zu den Niederlanden.

Sint Eustatius voraus-1110943

Sint Eustatius voraus-1110943

Am Nachmittag erreichen wir die Reede von Oranjestad und ankern dort vor einem kleinen Palmensandstrand. Mit dem Beiboot geht’s zum Anleger: Einklarieren und ein kleiner Landung mit Abendessen stehen auf dem Programm. Unten am Hafen wirkte alles noch ein wenig schmuddelig, aber oben im Ort ist auch in der Dämmerung die schöne holländische Ordnung und Sauberkeit erkennbar.

Oranjestad am Abend-1110955

Oranjestad am Abend-1110955

Die weitere Besichtigung und eine Wanderung auf den Quill heben wir uns für morgen auf.

Aber heute gibt es noch den Sundowner im Dunkeln unter den Sternen.

März

20

 

By Ursel

Die, 20.3.12-Tag 6

Torrens Point, unsere Schnorchelstelle von gestern Abend, erscheint uns jetzt bei richtigen Lichtverhältnissen noch schöner. In 5 -7 m Wassertiefe gibt es kleine Korallenriffe und hinterher hat jeder einen anderen „Großfisch“ gesehen.

Torrens Point-1110833

Torrens Point-1110833

Schnell sind wir mit dem Zodiak wieder im Hafen, wo wir problemlos ein Großraumtaxi finden, mit dem wir die Insel erkunden.

Ausflug Saba-1110840

Ausflug Saba-1110840

Die Bewohner der Insel nennen Saba „The unspoiled Queen“, und wir erblicken bald den Grund für diese liebevolle Bezeichnung, die auch als Nummernschild auf allen Autos zur Schau gestellt wird.

Ausflug Saba-1110839

Ausflug Saba-1110839

Wir fahren auf „The Road“, der einzigen Straße von Saba, steil in Serpentinen den Berg hinauf und blicken auf „The Bottom“, die Hauptstadt der Insel, mit ihren typisch holländischen Häusern. Der Ort liegt in einer Talsenke umgeben von tropischer Natur.

Ausflug Saba-1125

Ausflug Saba-1125

Ausflug Saba_The Bottom-1110843

Ausflug Saba_The Bottom-1110843

Erster Stopp an einer kleinen Kirche mit einem besonderen Deckengemälde von einer einheimischen Künstlerin. Die Einwohner können sich auf den dargestellten Gesichtern wiedererkennen.

Ausflug Saba_The Bottom-1110848

Ausflug Saba_The Bottom-1110848

„The Road“ verläuft weiter in atemberaubenden Kurven nach Hell‘s Gate zu einem Aussichtspunkt an der Ostküste, von dem aus wir die kürzeste Landebahn der Welt sehen können. Wir haben Glück, ein Flugzeug aus St. Martin setzt zur Landung an.

Ausflug Saba-1110861

Ausflug Saba-1110861

Die Entfernungen auf Saba sind nicht weit, die Gesamtfläche beträgt nur 13 km². Wir fahren also „The Road“ zurück in das Landesinnere bis Windwardside.  Hier verlässt uns der Taxifahrer erst einmal und wir begeben uns zu einer Bergtour auf den Mount Scenery Trail, um über 1064 Stufen zum Gipfel des 877 m hohen Mount Scenery zu kommen. Auch wenn nicht alle den Gipfel erreichen, die üppige tropische Vegetation ist auf der ganzen Strecke zu bewundern. Die Nationalblume von Saba, die schwarzäugige Susanne, begleitet uns den ganzen Weg.

Ausflug Saba_wanderung zum MT Cenery-1110867

Ausflug Saba_wanderung zum MT Cenery-1110867

Ausflug Saba_wanderung zum MT Cenery-1110870

Ausflug Saba_wanderung zum MT Cenery-1110870

Ausflug Saba_Kipfelkreuz am MT Cenery-0001139

Ausflug Saba_Kipfelkreuz am MT Cenery-0001139

Ausflug Saba_Blick vom Gipfel des  MT Cenery-1110883

Ausflug Saba_Blick vom Gipfel des MT Cenery-1110883

Bei einem Spaziergang durch Windwardside finden wir noch einige der alten Häuser, die ab 1816 von den Holländern gebaut wurden.

Ausflug Saba_Windwardside-1110917

Ausflug Saba_Windwardside-1110917

Als Kolumbus die Insel 1493 entdeckte, beachtete er sie nicht weiter. Auch wir haben bei der Ansteuerung nicht geahnt, welche Schönheit sich im Inneren der grünen Vulkaninsel verbirgt.

Jetzt bleibt nur noch der Besuch im „Saba’s Treasure“, wo wir bereits mittags Sparerips bestellt haben.

Unser sehr netter Taxifahrer und Reiseleiter holt uns hier ab und bald haben wir wieder schwankenden Boden unter den Füßen.

März

19

By Ursel

Mo, 19.3.12 – Tag 5

00:00 (MOZ): auf See in der Sombrero Passage unterwegs nach SABA bei POS 18 17,3N und 064 02,8W

 

Um 10:00 schläft der Wind fast ein und dreht zudem auch noch auf Ost, daher motoren wir gen Saba, das man jetzt aus etwa 30 sm Entfernung schon sehen kann. Ein einzelner Fels, dessen Spitze im Nebel liegt, ragt aus dem Meer empor. Bei Annäherung bietet sich uns ein für die karibischen Inseln untypischer Anblick.

Ansteuerung Saba-1115

Ansteuerung Saba-1115

Es gibt keine Sandstrände mit Palmen, sondern steil in das Meer hin abfallende Klippen, die eine kleine Insel umgeben.

Ankunft Saba-1110829

Ankunft Saba-1110829

Am Nachmittag erreichen wir den Hafen in Fort Baai, wo Martin wieder einklarieren muss, da Saba zu den Niederlanden gehört.

Dann verholen wir in die 2sm entfernte, an der Westküste der Insel gelegene, Wells Bay an eine Mooring.

Ankunft Saba-1110832

Ankunft Saba-1110832

Saba galt lange Zeit als Geheimtipp bei Tauchern, also schnorcheln Ursel und Martin bis zum Kap Torrens Punt, wo sie auch wirklich Barrakudas, Tarpune, Schildkröten, einen Hai, unzählige Korallen und tausende von kleinen bunten Fischen sehen.

März

18

By Ursel

So, 18.3.12 – Tag 4

Da das Frühstück mit Rührei und Speck diesmal sehr reichhaltig ist, kann nur ein mindestens einstündiger Schnorchelgang die überflüssigen Kalorien wieder abbauen.

Ankerplatz Mosquito Island-1000114

Ankerplatz Mosquito Island-1000114

Wir ankern vor Mosquito Island, so ist unsere „alte“ Schnorchelstelle leicht zu erreichen. Der Einsatz wird belohnt: viele Weichkorallen, Tarpune, Schildkröten und direkt unter dem Boot Seesterne. Was will man mehr?

Schnorcheln bei Mosquito Island-1070

Schnorcheln bei Mosquito Island-1070

Schnorcheln bei Mosquito Island-1071

Schnorcheln bei Mosquito Island-1071

Martin befreit währenddessen die Schiffsrümpfe von Algen und einigen Seepocken, die sich in diesen warmen Gewässern immer gerne am Rumpf festsetzen.

Schnorcheln bei Mosquito Island-1075

Schnorcheln bei Mosquito Island-1075

Der Bootsausflug zum Saba –Rock war beim letzten Törn so schön, dass wir ihn nochmal machen. Diesmal fahren wir noch etwas weiter durch das in allen Blautönen schimmernde glasklare Wasser bis zum Eustatia Sound, um die Durchfahrtsrinne zwischen den Riffen für heute Nachmittag zu checken.

Durchfahrt Sabarock nach Ost-1110814

Durchfahrt Sabarock nach Ost-1110814

Saba Rock-1098

Saba Rock-1098

Dann beginnt wieder das Abenteuer Nachtfahrt. Ab 20.00 beginnen die Nachtwachen im zwei Stunden-Takt. Wir segeln unter Vollzeug mit Großsegel und Genua, aber haben leider nur wenig Wind.

Start zur Nachtfahrt aus dem Gorda Sound-1000156

Start zur Nachtfahrt aus dem Gorda Sound-1000156

Renate und Ursel dürfen zu zweit Wache schieben, dafür arbeiten sie vorher schweißtreibend in der Küche. Ergebnis: Curry aus Hühnerbrustfilet und Möhren in Kokoslimettensahne-Soße (aromatische kreolische Küche) und Bananenkuchen mit Rum, den es jedoch erst morgen geben wird.