März

27

27.03.10 auf See (20 sm Südlich „Puerto Rico“)

Pos 12.00 UTC  17° 39,3‘ N, 066° 22,7‘ W (direkt nach St. Thomas wären es noch 99 sm)

Wind aus 060 mit 7 Kn, KÜG 000, FÜG ca. 4 Kn weiter hoch am Wind mit Groß +Genua

Das war die nächste ruhige fast Vollmond-Nacht, in der der Wind immer weiter abgeflaut hat, aber zumindest in der Richtung konstant war und so komme ich langsam aber sicher und gemütlich der Küste Puerto Ricos näher.

14.10 UTC. Hab grad ausgiebig gefrühstückt und ein „Bad“ oder besser Dusche am außen Heck genommen. Die Sonne brennt schon heiß vom Himmel und um mich herum schwirren diverse kleine Motorbote mit ihren Hochseeangeln.

Bei mir beißt keiner ;-(

Motorboot-Angler.JPG

16.20 hab ich 2 sm vor der Küste gewendet und mit den 13 Kn aus 115 Grad

Pantry_1

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„Verkoche“ grad alles was ich an Gemüse und Obst noch habe. Was ich nicht schaffe zu essen bis zum Landfall auf den US VI, werde ich dann wohl einfrieren, weil die Einfuhr von frischem Obst/Gemüse und Frischfleisch verboten sind.

Pantry_2

Pantry_2

Pantry_3

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Pos 24.00 UTC  17° 50,0‘ N, 066° 00,4‘ W

Wind aus 055 mit 7 Kn, KÜG 120, FÜG gut 4 Kn nach wie vor am Wind mit Groß+Genua

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März

26

26.03.10 auf See (Südlich „Mona-Passage“)

Pos 12.00 UTC  16° 02,0‘ N, 067° 17,3‘ W (direkt nach St. Thomas wären es noch 199sm)

Wind aus 090 mit 13 Kn, KÜG 020, FÜG 4-5 Kn immer hoch am Wind mit Groß +Genua

Die Nacht war wieder ruhig, gleichbleibender Wind, der allerdings in den Morgenstunden etwas gedreht hat und so habe ich eine Wende auf BB- Bug gemacht und segle jetzt wieder der Südküste von Puerto Rico entgegen. Wenn alles so bleibt wie jetzt bin ich am Morgen, wenn es schon wieder hell ist dort und hoffe auf einen Winddreher nach Südost, mit dem ich dann die Küste parallel entlang segeln könnte. Zur Abwechslung mal fast direkt dem Ziel entgegen.

Den Tag über gab’s nichts Aufregendes. Gleichbleibender Wind, mehr oder weniger und auf dem jetzigen Kurs komme ich meinem Ziel doch näher.

Ich habe viel gelesen, die Törnseiten bearbeitet, ein Mailing vorbereitet und auch ein paar Mails geschrieben, die ich dann gleich nach der Ankunft absenden kann.

Grad eben fuhr die AIDA AURA mit Ziel La Romana (unserer ersten Station in der DomRep) 8 sm nördlich an mir vorbei, sonst gibt’s grad keine weiteren Schiffe in Sicht.
Anglerglück hatte ich auch keines und so hab ich die restlichen Spaghetti vernascht.

Pos 24.00 UTC  16° 54,5‘ N, 066° 47,0‘ W

Wind aus 084 mit 11 Kn, KÜG 035, FÜG knapp 5 Kn hoch am Wind mit Groß und Genua

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März

25

25.03.10 auf See (Südlich „Mona-Passage“)

Pos 12.00 UTC  17° 12,0‘ N, 068° 21,1‘ W (direkt nach St. Thomas wären es noch 214sm)

Wind aus 090 mit 17 Kn, KÜG 155, FÜG6 Kn hoch am Wind mit Groß und Fock

Die Nacht war ruhig und mein Autopilot war wieder gut. Er hatte allerdings auch nicht viel zu tun, denn der Wind war konstant und auch sonst war nichts los.

Also konnte ich viel und gut schlafen, wenn mich auch die ein oder andere welle mal zwischendurch „wachgerüttelt“ hat, weil sie nicht unter dem Brückendeck „durch gepasst“ hat.

Zum Frühstück hab ich mir erst mal Kaffeegemacht – was sonst, meine große Tasse voll.

Jetzt überleg ich grad, wie ich weiter segeln soll – hab mich aber entschieden und bleibe jetzt bis morgen früh auf STB-Bug hoch am Wind mit KÜG ca. 155. Morgen früh werde ich dann mal eine Wende machen, denn der Wind soll ein wenig nach Südost drehen – das wäre gut.

Also gibt’s heute vermutlich nicht viel zu tun.

Seit gestern hab ich übrigens wieder mal die Angel draußen, aber gebissen hat noch nichts!

Nur ein fliegender Fisch hatte sich heute früh ins Cockpit verirrt. Die sind aber leider zu klein und so hab ich ihn wieder ins Meer geschmissen.

17.15 UTC

Hatte scheinbar grad einen riesen Fisch an der Angel. Ich konnte nur noch hören wie die Leine loslief und dann war sie auch schon am Ende. Bevor ich irgendwas machen konnte, war die Leine gerissen – so ein Mist. Hab aber gleich die dicke Rolle (sponsored by Manni) mit neuem Köder raus gelassen –mal sehen ob es diesmal klappt.

Angelrolle

Angelrolle

Und in ca. einer Stunde bekomm ich „Besuch“ vom Kreuzfahrtschiff „Celebrity Millennium“, das auf dem Weg nach San Juan (ETA 26.03.2010 – 08.30) auf Puerto Rico ist. Wenn’s da ist mach ich mal ein Foto, obwohl sie lt. AIS mit ca. 5 sm Abstand passieren.

Kreuzfahrer

Kreuzfahrer

20.30 Hab schon wieder „Besuch“ diesmal von der „MOSTEIN“ einem Frachter, der in die DomRep will, aber bei ca. 7 sm Abstand kann man grad noch die Aufbauten sehen.

Heute scheint großes Treffen angesagt, denn schon wieder passiert ein Frachter,
die „CSL METIS“ im Abstand von knapp 4 sm. Mal sehen ob ich vor dem dunkel werde noch ein Foto machen kann.
Ne das wir wohl nicht mehr, weil es schon dunkel geworden ist.

Pos 23.30 UTC  16° 30,6‘ N, 067° 48,0‘ W

Wind aus 078 mit 15 Kn, KÜG 135, FÜG gut 5 Kn hoch am Wind mit Groß und Genua

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März

24

24.03.10 auf See

Pos 12.00 UTC  17° 53,0‘ N, 069° 12,8‘ W

Wind aus 090 mit 15 Kn, KÜG 045, FÜG5kn hoch am Wind mit Groß und Fock

In der Nacht hatte der Wind immer mehr abgeflaut auf nunmehr knapp 1 Knoten und leider auch weiter nach E gedreht (da wo ich hin will so ist das eben, also immer gegen an!)

Aber der Autopilot und das AIS haben gute Dienste geleistet, und so konnte ich immer mal schlafen. Die großen „Pötte“, die hier die Häfen anlaufen konnte ich so immer gut ausmachen.

Jetzt nach Sonnenaufgang hab ich erst mal Kaffee gemacht und dann ausgerefft. Mit Kurs 045 segle ich grad noch mal auf die SAONA zu (im SE der DomRep). Je nach dem wann ich da ankomme, nehme ich dann vielleicht noch die Durchfahrt hinter der Insel mit. Das soll Landschaftlich sehr schön sein.

Bis später!

20.00 UTC, habe gerade vor der Westseite der Insel SAONA gewendet und werde wohl doch die Durchfahrt nicht machen, weil es jetzt schon zu spät dafür ist.

Der Halbmond ist zwar schon im Osten aufgegangen, aber in 3 Stunden wird es dunkel und bis dahin hätte ich die Durchfahrt nicht geschafft, in der es viele seichte Stellen und Riffe gibt.

Da der Wind weiter abgeflaut ist, habe ich die Genua statt der Fock gesetzt und segle jetzt hoch Am Wind.

Pos 20.30 UTC  18° 07,3‘ N, 068° 51,4‘ W

Wind aus 130 mit 10 Kn, KÜG 170, FÜG 5 Kn hoch am Wind mit Groß und Genua

Aber leider ist „blu:kat“ auf der Kreuz nicht der schnellste und aufkreuzen bedeutet fast die doppelte Strecke. Naja ich hab ja Zeit und werde schon irgendwann in St. Thomas ankommen.

Mach mir jetzt erst mal was zu essen.

Es gab Spagetti mit einer „alten“ Tomatensoße vom Chefkoch „KAKI“ – die war noch eingefroren. Und so langsam brauche ich mal die eingefrorenen Sachen auf den die Amis haben es nicht so gerne, wenn Lebensmittel eingeführt werden.

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März

23

23.03.10 BOCA CHICHA 18° 26,6‘ N, 069° 37,4‘ W

Start um 19.30 UTC

Eigentlich wollte ich ja schon um 12.00 Uhr los und hatte auch alles soweit fertig, was ich vorbereiten wollte, aber die Marinekommandantur hatte gerade Mittag als ich mein „Despacho“ holen wollte, welches man für jede Abfahrt von einem Hafen oder Bucht benötigt.

Also warten bis 14.00 – es wurde dann aber 14.30 und dann kamen auch noch 6 Beamte vom Zoll und der Immigration an Bord und haben sich mal eben alles angeschaut.

„No Problem…only looking-looking, …no problem“ Sie waren dann auch nach 10 Minuten wieder weg und ich konnte los.

Was inzwischen nicht ganz einfach war, weil ich längsseits am Steg lag und voll auflandigen Wind mit 20 Kn hatte. Der, wie konnte es anders sein erst vor einer knappen halben Stunde anfing zu blasen.

Nun brauchte ich also auch noch mal Rauls Hilfe mit dem Boot um mich ein wenig von der Mole weg zu ziehen. Raul ist der Marina Manager, ohne den gar nichts läuft- aber er kümmert sich wirklich prima um die Leute.

Dann hat das ablegen doch noch super geklappt – 180 Grad drehen und raus aus der engen Einfahrtsbucht.

Draußen am Riff zwischen den Tonne hatte es mächtig Strömung und Wind und Welle gegen an, blu:kat machte grad mal knapp 2 Kn mit nur einer Maschine und fuhr ganz langsam um die Kurve am anderen Riff vorbei. Kurzfristig blieb glaube ich mein Herz stehen – aber da ich ja jetzt diese Zeilen schreibe schlägt es wohl wieder.

17.20 MOZ

Bin jetzt seit knapp 2 Stunden aus der Bucht raus und segle mit Groß im 2. Reff und Maschine hoch am Wind um ein wenig Abstand von der Küste zu erhalten.

Leider weht der Wind genau aus SE, da wo ich hin will. Na mal sehen was die Nacht bringt, da wird er sicher etwas einschlafen und vielleicht weiter südlicher drehen oder sogar ablandig. Dann könnte ich mit Halbwind die Küste parallel entlang segeln. Wir werden sehen.

Bis später also.

POS 21:25 UTC: 18° 23,3‘ N 069°,36,3‘ W; Wind aus 120 mit 17 Kn, KÜG 180