Jan.

26

Michaela und Stefan

Do., 26.01.12
Schon gestern stand das Tagesprogramm für heute fest: auf den Vulkan rauf! Nach dem Frühstück geht’s an Land und zur Tourist-Info, die uns den Weg zum Bus nach Morne Rouge weist – ein Ort am Fuße des Mount Pelé. Dort angekommen ist der Weg einfach zu finden, mit der Spitze in den Wolken erhebt sich der Vulkan über dem Ort.

mt-pele

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Die Bergstraße wird dann aber doch zu steil und die Perspektive, noch zwei Stunden zu wandern, zu deprimierend. Abhilfe schafft unser altes Martinique-Rezept: Daumen raus. Schon nach 3 Minuten sitzen wir zu dritt auf dem Rücksitz eines alten Renault Clio, der sich nun zu fünft den Berg hoch kämpft. Ehrlichen Herzens danke ich dem netten Fahrer überschwänglich, denn die Bergwanderung, die uns nun erwartet, verlangt doch einiges an Kraft. Entschädigt werden wir mit einem herrlichen Blick unterhalb der Wolkendecke – sogar blu:kat sieht man 15 km entfernt als blau-weißen Punkt im Meer. Über steile Stufen und glitschige Felsen steigen wir auf 1245 Meter und umrunden den Vulkankrater. Geschafft!

Mount Pele_Wanderwege

Mount Pele_Wanderwege

crew-ontop

crew-ontop

Der Rückweg ist fast noch anstrengender, zum Glück findet sich wieder eine Fahrgelegenheit und nach gegen 16.00 Uhr sind wir zurück an Bord. Abends gibt’s es ein, zwei frische Gläser Cidre und ein Grill-Hühnchen aus dem Backofen.

Jan.

25

Michaela und Stefan

Mi., 25.01.12
Während Martin den Seenotsender zum Austausch bringt wird die allmorgendliche Frühstückstafel gedeckt – eine große Pfanne Spiegelei mit Zwiebeln und Tomaten stärkt uns für das was da kommt: die Weiterfahrt nach St. Pierre. Der Wind frischt auf und in der Bucht von Fort de France sind Vor- und Großsegel gesetzt.

angeln_fdf

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Die Fahrt nutzen wir zum ersten Einsatz der neuen Angelköder: ein 100g buntschillerndes Herings-Imitat, weiß-blaue Gummi-Calamares und ein Tauchfisch mit Drillingshaken. Doch die Unterwasserwelt ist verwöhnt – kein Biss geschweige denn ein Fisch lässt sich verlocken. Das Thunfisch-Steak muss noch warten. Bei mittlerem Wind kommen wir gut nach St. Pierre und ankern 16.45 Uhr vor der ehemaligen Hauptstadt der Insel Martinique, die 1902 von einem Vulkan komplett zerstört wurde. Dieser – der Mount Pelé – erhebt sich auch drohend als Kulisse eines schönen Stadtspazierganges, bei dem wir die Ruinen des Vulkanausbruches erkunden – unter anderem ein Theater und das Gefängnis, in dem der angeblich einzige Überlebende des Vulkanes gerettet wurde: er saß wegen Trunkenheit ein.

prison_stp

prison_stp

Dies vor Augen schmeckt der Campari-Orange nochmal so gut, Michaelas gefüllte Paprikaschoten sowieso.

Jan.

24

Michaela und Stefan

Di., 24.01.12

Anse A L'Ane_MArtinique-1

Anse A L'Ane_MArtinique-1

Nach dem Frühstück geht’s an Land – wir wollen den Sandstrand genießen, ein Muschelmuseum besuchen (welches dann aber ganz woanders war) und – am wichtigsten – mal wieder unsere i-Geräte ans W-LAN hängen. Bei der gestrigen Herfahrt haben wir spannende Höhlen entdeckt, die wir beschließen nun zu erkunden: Mit Motorboot befahren wir die Küste südöstlich und finden zwei Höhlen wieder.

Martin-dinghy

Martin-dinghy

Schön wie eine Filmkulisse – hellblaues Wasser perlt zwischen dem Fels, Fischschwärme ziehen über den Sand und ich bereue keine Taucherbrille dabei zu haben. In der Höhle finden wir tausende Fledermäuse die ein- und ausfliegen, aber eher abhängen. Schön! Zurück zum Ankerplatz und in rasanter Fahrt im Beiboot über die Bucht nach Fort de France – einkaufen, Landgang und maritimes Zubehör plus Angelköder kaufen. Außerdem muss der Seenotsender repariert werden, er sendete ständig ohne Not – Fabrikationsfehler. Die Getränkenot bekämpfen wir zum Sonnenuntergang mittels Mojito – Rum mit Minzsirup und Rohrzucker und crushed ice. Die Sternbilder, die wir daraufhin erkunden, sind trotzdem natürlichen Ursprunges und dank der Hilfsprogramme unserer i-Geräte schnell entschlüsselt.

mojito_1

mojito_1

Jan.

23

Michaela und Stefan

Mo., 23.01.12
Der zufällige Blick unter die Wasserlinie beim morgendlichen Bad erschrickt: Man sieht ja alles!!! Sand, Pflanzen – das Wasser ist klar und die Sonne scheint. Perfekter Zeitpunkt zum Schnorcheln. Schnell ist passendes Equipment gefunden und angelegt. Mit „Entenfüssen“ und Schnorchel geht’s gen Ufer. Aber auch schnorcheln will gelernt sein und die Bürowaden ermüden schnell nach ein paar hundert Metern Schwimmstrecke.

Ankern-petit

Ankern-petit

Zurück an der steuerbord-seitigen Badeleiter bemerke ich noch einen Schnorchler: Martin macht sich an der Außenwand von blu:kat zu schaffen. Mit dem Spachtel werden Seegras und Algen entfernt – die Fische unterm Rumpf freuen sich über das unverhoffte reichhaltige Büffet. Gegen drei wird der Anker eingeholt – was ich wieder einmal in der Ankerkiste erlebe bei meiner Aufgabe, die Ankerkette ordentlich zu stauen. Dabei gilt es, die Kette in alle Ecken zu verteilen, damit unter dem Spill kein „Fitz“ entsteht. Mit Dieselkraft geht’s nach Anse A L’ane, einer schönen Bucht vis-a-vis von Fort de France. Zum Abendessen gibt’s leckere Pasta mit Thunfisch im Weißwein-/Zitronensauce.

Anse_Dufour

Anse_Dufour

Jan.

22

Michaela und Stefan

So., 22.01.12
Der erste Morgen an Bord beginnt mit frischem Baguette, Café und diversen Beilagen durchaus frankophil. Türkisblaues (oder grünes?) Wasser lockt zum Schwimmen. Das Beste daran ist die warme Dusche danach – unten auf der Treppe im Karibiksonnenschein, herrlich. Mit dem Schlauchboot geht’s nach St. Anne, eine kleine sonnenmüde Stadt mit schönem Hafen.

StAnne_Hafen

StAnne_Hafen

Danach geht’s zurück an Bord und es heisst zum ersten Mal ‚Segel hoch‘. Vorerst nur das Vorsegel (aber das große) und vor dem Wind geht’s nord-westlich in Richtung Fort de France – vorbei am schönen Felsen Le Diamant. Davor finden wir die wunderschöne Petit Anse d’Arlet zum Ankern für die Nacht.

Tauwerk1

Tauwerk1

Ich lerne den Pahlstek, so einen Knoten für feste Schlingen und übe bis er klappt.

sundown-petit

sundown-petit

Pünktlich zum Sonnenuntergang sind die ‚Sundowner‘ gemixt und die waldige dunkle Bucht lädt ein zur Betrachtung des makellos hellen Sternenhimmel.