Apr.

22

Heute sind wir aufgewacht bei blauem Himmel und strahlendem Sonnenschein. Da geht doch gleich alles viel besser von der Hand. Nach einem kurzen Hallo bei unseren Ulmer Nachbarn, die ein Boot von Le Boat hatten, ging es weiter Richtung Besançon. Die Landschaft ist wunderschön, aber viel hügeliger als letztes Jahr. Das Schleusen klappt mittlerweile perfekt und so tuckern wir ganz entspannt mal auf dem Fluss Doubs oder im Canal du Rhône au Rhin.


Martin hatte einen schönen Platz zum Anlegen ausgesucht, der war aber leider besetzt. So legten wir uns einfach noch davor. Ein kleines Stück Schwimmsteg reicht ja zum ein und aussteigen. Scheinbar hatten unsere Nachbarn nur zum Mittagessen angelegt, oder sie hatten Angst vor der riesigen Vlinder 😂(im Gegensatz zu ihrem kleinen Boot) sie legten jedenfalls ab und fuhren weiter. Dann haben wir die Vlinder zurück gesetzt und konnten den Platz für uns alleine genießen. Nach dem Kaffeetrinken an Deck holten wir die Räder von Bord und wollten das Chateau de Thoraise besichtigen.

Das ist leider im Privatbesitz und die Tore waren verschlossen. Es gab noch eine historische Sehenswürdigkeit in der Nähe, das Chateau de Torpes. Das war mit den Rädern ca 15 Minuten entfernt. Also beschlossen wir, dahin zu fahren.
Aber wer lesen kann ist klar im Vorteil. Auch dieses schöne Anwesen konnten wir nur von außen bewundern, denn es ist ebenfalls im Privatbesitz.

Dann eben zurück aufs Boot und die Sonne genießen. Martin und Isabel drehten noch eine kleine Runde mit den E-bikes.
Später fuhren wir noch mit dem Auto zurück nach Saint Vit. Ein sehr schöner gepflegter Ort. Da haben wir noch kurz eingekauft, dann die Lebensmittel zurück zu Isabel aufs Boot gebracht und sind dann voraus nach Beure gefahren. Martin wollte da die nächste Anlegestelle anschauen, die dann doch keine mehr war. Irgendwo kriegen wir schon ein Plätzchen. Einfach kann ja jeder und ein bissel Abenteuer gehört eben dazu. Das Auto haben wir stehen gelassen und sind dann mit den Rädern zurück aufs Boot, wo Isabel schon das Abendessen vorbereitet hat.

Apr.

21

Vom Liegeplatz Ranchot aus haben wir uns die weltgrößte Grotte von Osselle angesehen.
Diese Höhle oder Grotte ist schon seit dem 13. JH bekann und wurde seit 1540 für Besucher geöffnet.

Insgesamt ist sie ca. 14 Km lang und 1,2 Km davon können heute besichtigt werden. Im Inneren ist es Sommer wie Winter immer 13 Grad warm oder kalt. Es lebten wohl hier auch die sogenannten Höhlen-Bären in dieser Grotte, die immerhin bis zu 3 Meter groß werden konnten. Beim Erforschen der Höhle fand man diverse Skelette dieser Bären und bildete diese dann entsprechend nach.

Einige Teile der Höhle sind immer noch unerforscht, so dass sich so mancher Höhlenforscher noch betätigen kann.

Nach einem eher unscheinbaren Eingang gelangt man in die Grotte an deren Besichtigungsende ist man ca. 110m unter der Erde.
Hier einige Impressionen von den verschiedenen Gesteinsformationen und den Bären in der Höhle.

Apr.

20

Heute Morgen war der Osterhase an Bord der Vlinder.
Kleine Osterhasen und eine Schüssel voller Schokoeier standen auf dem Frühstückstisch.


Nach dem Frühstück machten wir los. Ein Reiherpärchen begleitete uns ein ganzes Stück. Nach ein paar Schleusen auf dem Rhein Rhone Canal fuhren wir direkt in die Doubs. Da musste sich Martin ziemlich links halten. Laut Beschreibung sind da mittig größere Steine.
Vorbei an netten kleinen Dörfern vor hohen Felsen kam dann noch die Sonne raus. Eine wunderschöne Gegend.


Bei dem schönen Wetter waren heute auch ganz viele Spaziergänger, Radler und Jogger unterwegs.
Auf der Doubs kam dann noch eine Besonderheit.
Ein Kanal im Fluss.


Vor dem kleinen Dorf Ranchot legten wir dann am Nachmittag pünktlich zum Kaffeetrinken an.
Isabel und Martin fuhren dann mit den Rädern zurück um das Auto zu holen.


Abends kam dann doch noch der „Parkplatzwächter“ und kassierte für den Platz 50€. Ganz schön happig.

Apr.

19

Heute sind wir nochmal in Dole geblieben. Nach dem Aufstehen gab es zuerst einen Kälteschock. Die Nächte sind noch ziemlich frisch. Jedenfalls hatten wir keinen Strom und deswegen auch keine Heizung. Aber ein Anruf bei Stefan genügte, dann war das Problem schnell beseitigt. Danach haben wir die Markthalle mit ganz vielen verschiedenen Angeboten, wie Gemüse, Obst, Fleisch und vor allem Käse, besucht.

Alles war total schön anzuschauen. Draußen vor der Halle boten noch mehr Händler ihre Waren an. Da gab es Körbe, Taschen und verschiedene Textilien.
Dann sind wir noch durch die Altstadt gebummelt, bevor wir wieder aufs Boot zurück gingen.

Isabel ging noch ein bisschen spazieren und ich fuhr nochmal mit dem Klapprad ins 10 km entfernte Tavaux, um eine Überraschungstüte von to good to go abzuholen. Das war eine große Menge, aber leider kein Brot, sondern nur süße Teilchen.
Also gingen Martin und ich nochmal los, um Brot einzukaufen.
Mittlerweile war es um die 20 Grad und wir konnten den Kaffee und Kuchen an Deck genießen. Viele Spaziergänger guckten ganz neidisch auf den frisch geschäumten Latte und auf Isabels Käsekuchen.
Danach machten sich Isabel und Martin auf ins Pasteur Museum.

Abends spazierten wir noch gemütlich durch den Rummel, der auf der Nachbarwiese aufgebaut war. Aber es gab fast ausschließlich nur Süßkram zu essen, außer einer nicht sehr vertrauenserweckende Burgerbude, da beschlossen wir, daheim Brotzeit zu machen.
Den Abend ließen wir mit der „Grießnockerlaffäre“ ausklingen.

Apr.

18

Endlich war es soweit. Der Skipper darf wieder ans Steuer.

Der Nebel und der Regen haben aufgehört und die Sonne lugte schon über dem Nebel hervor. Pünktlich wie voraus gesagt starteten wir um 9.00 Uhr.

Gekonnt vorbei an den anderen Booten, die hier noch nach der Winterpause liegen und noch ein letztes Winken , dann ging es durchs ehemalige Schleusentor raus auf die Saône.

Vorbei an Saint Jean de Losne und den großen Hotelbooten erreichten wir nach einer guten Stunde die erste Schleuse zum Rhein Rhone Canal.
Da bekam Martin die Fernbedienung für die restlichen Schleusen.

Weil der Schleusenwärter so nett war, gabs einen kleinen SchokoOsterhasen von uns.
Gleich nach der Schleuse kamen noch zwei und wie es ausschaut, haben wir es nicht verlernt, das Einfahren und Anlegen funktionierte wie immer😃.


Nachmittags legten wir in Dole genau unterhalb von der Stiftskirche Notre Dame an. Ein hübsches Städtchen mit vielen Fachwerkhäusern aus dem 16.-18. Jahrhundert.


Von hier stammt auch der berühmte Chemiker Louis Pasteur, geb. 27.12.1822, dessen Geburtshaus heute ein Museum ist (das wollen wir dann morgen mal besichtigen).
Da unsere Anlegestelle zwar wunderschön ist, aber wir die E-bikes nicht vom Boot bekamen, fuhr ich mit dem kleinen Klapprad die 25km zurück zum Auto.
Isabel erkundete in der Zeit schon mal die Stadt und bereitete fürs Abendessen eine leckere Quiche vor.
An der Promenade waren noch bis spät am Abend viele Spaziergänger unterwegs und der aufgebaute Jahrmarkt war geschlossen. Das fanden wir nicht schlecht denn dadurch hatten wir eine ruhige Nacht in Dole.