Mai

8

Heut ging es nach ein paar Tagen Pause in Montbèliard weiter Richtung Montreux Château.
Martin hatte die letzten paar Tage die Route für neue Gäste ausgearbeitet und ich hab meine Nähmaschine aktiviert. Ansonsten hatten wir uns das Museum im Château de Wurtemberg angesehen. Das ist richtig toll interaktiv gemacht und man fühlt sich irgendwie in die Zeit zurück versetzt. Falls jemand in die Gegend kommt, das ist sehr empfehlenswert.


Auf unserer Strecke heute hatten wir 13 Schleusen, darunter auch eine Besonderheit. Der Kanal Rhone au Rhine ging über den Fluss L‘Allan drüber.

Ansonsten hatten wir einmal Pech mit einer Schleuse, aber die VNF Mitarbeiter sind wirklich bemüht, das schnell zu lösen. Innerhalb knapp 10 Minuten kam jemand und behob ganz freundlich das Problem, obwohl die Franzosen heute einen Feiertag hatten.
In einer Schleuse wurden wir sogar freudig von einem Hund begrüßt.

Auf der Strecke war an einer alten Anlegemauer scheinbar ein Angelwettbewerb. Da saßen ca 30 Angler, alle im gleichen Abstand mit fast der gleichen Ausrüstung an der Mauer entlang und hielten ihre langen Angeln ins Wasser. Beim vorbeifahren haben alle freundlich gewunken. Ob es da bei denen abends Fisch zum Abendessen gibt, wissen wir nicht :-).


Pünktlich zur Kaffeepause legten wir in Montreux Chateau an. Das ist eine kleine Gemeinde mit knapp 1200 Einwohner. Die werden Montreusiens oder Montreusiennes genannt. Nach dem Kaffeetrinken gingen wir durchs Dorf spazieren. Sehr schöne gepflegte, teilweise recht große Grundstücke haben wir gesehen. Leider auch einige richtig tolle alte Häuser, die leer standen. Wir waren an dem Fountaine lavoir von 1865 und an der Chapelle Saint Catherine.


Heute müsste ich eigentlich ein Rotes Kreuz ❌ in den Kalender machen. Ich hab den Skipper mit 3:0 im Backgammon geschlagen. Als Revanche, weil am Vortag hat er 3:0 gewonnen.
Den Abend ließen wir dann gemütlich beim Fernsehen ausklingen.

Mai

3

Heute sind wir ein Stück Richtung Montbèliard gefahren . In der Früh war es noch richtig sonnig. Los ging es nach dem Frühstück. Nach kurzer Zeit kam uns ein Boot entgegen. Keine Panik beim Skipper, obwohl es ziemlich eng wurde. Martin musste ziemlich ufernah in die Büsche lenken, damit Platz für beide Boote war. Ich dachte, ich steh im Wald😃.


Nach dieser kurzen Aufregung
hatten wir zwei Brücken vor uns, deren Durchfahrt nur für 3,40m bzw. 3,30m Höhe zulässig waren. Bei der ersten hatte Martin keine Bedenken, trotzdem haben wir doch den Mast gelockert, so dass wir ihn im Fall schnell umlegen konnten. Bei der zweiten gingen wir gleich auf Nummer sicher und legten den Mast um. Martin baute sicherheitshalber auch den Schornstein ab, wäre aber alles nicht nötig gewesen. Die Höhe haben wir locker passieren können.


In einer Schleuse mussten wir länger auf einen Techniker warten, da die Tür zwar zuging, aber es kam kein Wasser. In der Zeit hab ich schnell einen Erdbeer/Obstkuchen belegt für den Nachmittagskaffee, nachdem Motto …wenn’s mal wieder länger dauert…
Bevor wir dann in Dampierre sur le Doubs direkt unterhalb der Dorfkirche anlegten, passierten wir noch eine Zugbrücke.


Am Nachmittag hat es angefangen zu regnen und es ist, wie angekündigt, recht kühl geworden. Später gewitterte es sogar noch.
Doch vorher gabs noch einen kleinen Rundgang durch das nette Dorf.

Mai

2

von Isabel

Mai

2

Nach einem leckeren Frühstück bei blauem Himmel und Sonne an Deck, hieß es Abschied nehmen von Isabel, die fast 4 Wochen mit auf der Vlinder verbracht hat. Das war eine schöne Zeit mit vielen Erlebnissen. Vielleicht klappt es ja im Herbst vor der Winterpause nochmal. Martin fuhr sie dann nach Belfort zum Bahnhof.
Als er zurückkam, setzten wir das Boot um auf einen anderen Liegeplatz, wo wir Wasser auffüllen konnten. Dafür mussten wir noch durch eine Schleuse. Am Nachmittag ließen wir uns einen Eiskaffee auf dem Deck schmecken und ein letztes Stück Apfelkuchen von Isabel.


Abends hielt ein Auto neben dem Boot und wir kamen ins Gespräch mit einem Deutschen, der hier lebt. Er kümmert sich so nebenbei um die Skipper und gibt Infos weiter. Er hat aber scheinbar nicht mehr viel zu tun, weil es ist ganz wenig Schiffsverkehr auf dem Canal Rhone au Rhine . Vor dem Abendessen reparierte Martin noch die Ecken der Verkleidung unter dem Steuerhausdach.

Mai

1

Da wir heute nicht fahren konnten, fuhren wir mit dem Auto nach Montbéliard. Da kommen wir in ein paar Tagen mit dem Boot hin. Martin wollte sich dort mal die Anlegestellen anschauen und dann eben noch ein bisschen Sightseeing. Die Straßen waren irgendwie wie ausgestorben, auch die Sehenswürdigkeiten waren leider alle zu. Da gibt es das Schloss Montbéliard (ehemals Schloss Mömpelgard, französisch Château Montbéliard) oder Schloss der Herzöge von Württemberg. Das ist eine Burg aus dem 13. Jahrhundert der Grafschaft Mömpelgard und später des Fürstentums Montbéliard. Das müssen wir eben verschieben, bis wir mit dem Boot kommen. Nur schade für Isabel, weil die morgen abreist.


Nachdem auch so fast keine Cafés offen hatten und wir in einem kleinen Restaurant nur was getrunken haben, beschlossen wir, aufs Boot zurück zu fahren. Heut war noch die Gelegenheit, Wizard zu spielen. Zu dritt dauert es zwar ewig, aber es war trotzdem lustig. Ich schreib nicht, wer gewonnen hat 😜, aber er fängt mit M an