Sep.

25

Heute Morgen um 8.00 Uhr ging es weiter. Knapp 25 km und 8 Schleusen lagen auf dem Weg nach Sarralbe. Zwar alles grau in grau, aber es regnete nicht mehr. Wir fuhren ganz nah an der Majesty of the Sea vorbei. Wahnsinn, diese Arbeit, alles im Eigenbau und nun vergammelt es im Hafen von Sarreguimines.


Die zweite Schleuse funktionierte schon mal wieder nicht. Martin versuchte die Tore zu rütteln, half aber nichts. Er musste die VNF (Voies navigables de France = ist die staatliche Wasserstraßenverwaltung in Frankreich) anrufen, doch vorher probierte er die Methode vom letzten Jahr – einfach mal an den Toren wackeln half aber diesmal nicht.

Nach der vierten Schleuse stand britschbreit ein LeBoat Boot vor den Schleusentoren. Der musste dann nach unserm langen Signalton ein bisschen rangieren, damit wir überhaupt rausfahren konnten…tztz.


Ein bisschen später folgte uns ein Boot, wollte überholen, das ging aber in dem schmalen Abschnitt nicht.
Nach sieben Stunden erreichten wir die lange Pier von Sarralbe.

Jetzt mussten wir uns entscheiden, heute das Auto zu holen oder morgen früh. Wir warteten einen trockenen Moment ab und fuhren doch noch los. Es dauerte natürlich nicht lange und es fing wieder an zu nieseln. Eineinhalb Stunden später erreichten wir endlich durchgefroren das Auto. Auf dem Heimweg erledigten wir noch einen Einkauf, bevor wir ins kuschelig warme Boot zurück kamen.

Sep.

26

Dick eingepackt spazierten wir früh in den Ort Sarralbe, in dessen Ortsmitte die gotische Kirche St. Martin steht, auch bekannt als die Kathedrale des Saarlandes. Die Kirche ist komplett gebaut aus rosaem Sandstein der Vogesen mit zwei siebzig Meter hohen Türmen.
Innen konnten wir sie nicht besichtigen, da ein Beerdigungsgottesdienst stattgefunden hat.
Daneben steht der Turm von Alba , der erste Name von Sarralbe, der schon in der ersten Hälfte des achten Jahrhunderts erwähnt wurde.


Überall im Ort waren Skulpturen mit verschiedenen Figuren, z. Bsp. ein Flötenspieler oder ein Elf am Brunnen.


Dann haben wir ein Schild zu einer Mühle gesehen. Die Le Moulin Dubach oder die Stadtmihl. Die konnte man nur von außen besichtigen.

Heimwärts nahmen wir uns noch Croissants und ein Baguette vom Bäcker zum Frühstück mit.

Es hat aufgehört zu regnen, na immerhin. Aber es ist halt schon Herbst. Bei grauem Himmel fuhren wir nach dem Frühstück los Richtung Mittersheim.
Die Strecke war ziemlich mit Schilf bewachsen, dadurch schien der Kanal ziemlich schmal. Zwischendurch ging der Kanal als Brücke über den Fluss Albe und ganz versteckt entdeckte man ab und zu alte kleine Bunker aus dem 2. Weltkrieg, Zeitzeugen von den schrecklichen Kriegen hier.


Durch sieben Schleusen aufwärts ging es heute. An jeder Schleuse stehen noch die alten Schleusenwärterhäuschen, Zeichen von langer schwerer Handarbeit, als die Schleusenwärter noch die großen Tore per Hand aufkurbeln mussten. Manche sind verlassen und verwahrlosen so vor sich hin und manche sind bewohnt und ganz liebevoll hergerichtet.


Wir kamen ziemlich spät in Mittersheim an, deswegen holten wir die Räder nicht mehr . Martin wollte eh einen Tag länger hier bleiben. Ein ganz netter Anleger für kleinere Boote und ein langer Pier für große Schiffe.

Sep.

27

Nach dem Frühstück fuhren wir mit den Rädern los zurück zum Auto.
Da macht das Radeln gleich viel mehr Spaß, wenn es trocken ist und die Sonne vom Himmel blinzelt . Martin hat noch eine Mühle entdeckt, die auf dem Rückweg lag und die er anschauen wollte.
Als wir ankamen , hörten wir schon das Mühlrad, das sich durch die Wassermassen schaufelte.
Leider war auch in dieser Mühle kein Mensch zu sehen, obwohl alle Lichter an waren und alle Maschinen liefen. So hatte der Skipper auch hier keine Gelegenheit, sich alles von innen anzuschauen.

Zurück auf dem Boot hing ich die Wäsche auf dem Deck auf, als plötzlich ein Nymphensittich neben dem Boot landete und lauthals schrie. Als Martin sich näherte, flog er laut schimpfend davon. Der ist bestimmt irgendwo entflogen.


Gegen Abend wurde es gleich wieder frisch, deswegen gab es eine leckere wärmende Kürbissuppe . Den Abend ließen wir ganz chillig mit dem „Eberhofer-Sauerkrautkoma“ ausklingen.

Sep.

28

Trotz Sonntag machten wir uns gleich um halb neun auf die Strecke. 13 Schleusen und ca 22 Kilometer lagen auf dem Saarkanal vor uns. Aber wir hatten nach Frühnebel Sonne und blauen Himmel. Hier merkt man die Vermietbootstationen in der Nähe. Naja, die einen können halt fahren und andere wiederum nicht. Uns sind heut einige der zweiten Kategorie begegnet. Nur, die bedenken nicht, dass sie mit ihren Plastikbooten im Falle eines Falle den Kürzeren ziehen. Am schlimmsten sind die, die uns noch mit einer Flasche Bier in der Hand zu prosten.


Am späten Nachmittag erreichten wir Gondrexange, ein kleiner Ort mit einem langen Liegeplatz. Den kannten wir schon vom Frühjahr. Nach dem Kaffeetrinken fuhren wir mit den Rädern die Strecke am Kanal zurück. Ein unbewohntes Schleusenhaus haben wir uns mal näher angeschaut. Bis auf den Stall, der schon langsam verfällt, war alles abgesperrt.

Kurz vorm Ziel machten wir noch Halt bei einem Pony, zwei Ziegen und einem Esel. Ein paar Streicheleinheiten mussten schon sein. Irgendwie ist einer der kleinen Böcke aus dem Zaun geschlüpft und hat sich die Äpfel, die draußen lagen, schmecken lassen. Er wird schon irgendwie wieder zurück finden.


Martin wollte das Auto gleich vor fahren an den Ort, den keiner aussprechen kann und doch in Frankreich liegt, Xuoaxange. Die Strecke sind wir schon gefahren und die eifrigen Blogleser können sich vielleicht noch an den Namen erinnern.
Es dämmerte schon, als wir ins schöne warme Boot zurück kamen.
Den langen anstrengenden Tag ließen wir dann mit dem neuen Tatort Kammerflimmern ausklingen.

Sep.

28

Sep.

29

Gegen Mittag machten wir los nach Xuoaxange. Die Strecke hatte keine Schleuse und dauerte nur 2 Stunden. Am Schwimmsteg machte uns ein Mietboot Platz, so dass wir gut anlegen konnten. Das Wetter war nicht ganz so toll um im Wasser zu panschen, aber das Boot brauchte dringend eine Außenreinigung. Ich schrubbte und Martin spritze mit dem Schlauch alles sauber. Nach zwei Stunden glänzte die Vlinder wieder.

Sep.

30

Am Dienstag in der Früh waren wir noch kurz einkaufen, da sich mittags neue Gäste für die letzte Etappe angemeldet haben. Ich habe die Gästekabine noch hergerichtet und einen Kuchen gebacken. Am frühen Nachmittag klopfte es. Thomas und Heike kamen gerade richtig zum Kaffee und Kuchen. Sie waren die Woche vorher in Straßburg. Thomas ist auch leidenschaftlicher Segler, da kann die nächsten Tage genügend Seemannsgarn gesponnen werden.

Nachdem die beiden sich in der Kabine eingerichtet hatten, fuhren wir nach Sarrebourg. Leider war das Chagall Museum geschlossen, man konnte es nur von außen ohne Farbe sehen. Martin und ich waren im Frühjahr schon dort. Dann spazierten wir durch die Stadt und liefen langsam zu einer Pizzeria, die wir uns zum Abendessen ausgesucht hatten. In der Nonna Maria waren die Tische sehr schön eingedeckt und die Bedienung war freundlich und auf Zack. Innerhalb einer Stunde hatten wir lecker gegessen und waren auf dem Weg quer durch die Stadt zurück zum Auto.

Heike und Thomas waren von der Anreise und dem Laufen etwas müde und gingen bald in die Koje. Martin genoss noch ein Erfolgserlebnis, indem er mich beim Backgammon dreimal hintereinander abzockte. Ich drehte den Spieß mal um und sagte, dass ich ihn hab gewinnen lassen. Da mussten wir beide lachen.

Okt.

1

Mittwoch früh legten wir in Xuoanxange ab in Richtung Niderviller.

Heike war sehr tapfer und setzte sich trotz Kälte gut eingepackt vor an den Bug. Thomas steuerte derweil die Vlinder. Auf der Strecke sahen wir ein riesiges noch leuchtendes Sonnenblumenfeld. Alle anderen Felder waren schon total verblüht.
Am späten Nachmittag erreichten wir unser Ziel vor den Tunneln von Arzviller.

Thomas wendete unter Martins Anleitung das Boot, das wir Steuerbord anlegen konnten.

Auf der anderen Seite lagen schon einige von den Vermietbooten und warteten auf die Durchfahrt. Die Schranken waren unten, das heißt nichts Gutes. Hier lag auch das kleine Segelboot, dem wir schon auf unserer letzten Etappe immer wieder begegnet sind. Er nahm uns die Leinen ab und überraschte uns mit der Ansage, dass der Tunnel schon seit 19. September gesperrt ist. Sie warten schon seit zwei Tagen und es tut sich nichts.

Auweia, das sind ja keine guten Aussichten. Sie hätten auch schon fast alle Vorräte aufgebraucht. Ich habe ihr angeboten, wenn wir unser Auto holen, können wir noch im Supermarkt halten und einkaufen. Dann ging es zu viert am Kanal entlang zurück nach Xouaxange zu den Autos. Wir hielten noch kurz an dem Bauernhof, bei dem es Ziegenkäse zu kaufen gibt. Der Laden war leider zu. Thomas und Heike fuhren direkt zum Boot zurück und Martin und ich gingen noch für uns und die Nachbarn einkaufen. Die waren total froh, als wir ihnen die Sachen aufs Boot brachten. Heike und Thomas schwangen sich nach dem Kaffee nochmal auf die Räder und machten noch eine Radtour über den alten Schleusenweg und zur Glasbläserei. Ich bereitete so langsam das Abendessen vor, Hühnchen Curry Cocos mit Reis.

Martin rief unterdessen an der Schrägliftstation an und fragte nach. Die Situation ist genau, wie Klaus gesagt hat. Die wissen noch nicht, wann der Lift wieder in Betrieb genommen werden kann.

Beim Abendessen planten wir den nächsten Tag, danach wurden Heike und Thomas ins Wizardspiel eingeweiht.

Es war ein lustiger Abend.

Okt.

2

Eigentlich wollten wir heute durch die Tunnels und den Schräglift weiterfahren nach Lutzelbourg.

Wenn es schon nicht mit dem Boot weitergeht, setzten wir uns halt auf die Räder und fuhren direkt zum Schräglift. Martin und Thomas wollten genau wissen, was dort die Ursache ist.

Wir sind wieder den alten wunderschönen Schleusenweg gefahren. Es war noch ganz schön kalt in der Früh. Zuerst haben wir an der Glasbläserei angehalten und konnten dort den Glasbläsern zuschauen.

Dann ging es den hoch zum Lift.
Die Dame vom Souvenirshop erklärte uns alles. Heike und ich setzten uns ein bisschen in die Sonne und die beiden Männer verschwanden in den Zuschauerbereich, durch den man von oben den Technikern zuschauen könnte, wenn welche da gewesen wären. Ein neuer Motor war eingebaut und es lagen einige Kabel rum. Ein Mitarbeiter erklärte uns noch, dass es seit 1969 keine gravierenden Störungen gab, aber auch er konnte uns keine genaue Auskunft geben. Naja, die Hoffnung stirbt zuletzt.

Thomas und Heike fuhren mit ihren E-bikes weiter nach Lutzelbourg und Martin und ich wollten eigentlich aufs Boot zurück. Nach einigen falschen Ansagen von Martins Navi Trulla und matschigen Feldwegen haben wir doch zur Vlinder gefunden.

Weil hier wenig Zivilisation in der Nähe war, beschlossen wir abends selber Spaghetti alio oglio zu kochen. Dazu gabs einen gemischten Salat.

Nach dem Essen gabs keine Spielerunde, sondern einfach einen gemütlichen Ratschabend mit Bier und Knabbersachen. Es wurden viele Segelerlebnisse ausgetauscht bis die Kojen riefen.

Okt.

3

Heute Morgen hatten wir nochmal ein ausgiebiges Frühstück, bevor sich Thomas und Heike verabschiedeten und nach Colmar weitergefahren sind. Schade, dass das mit dem Tunnel und dem Schräglift nicht geklappt hat, aber die beiden waren dafür viel mit den Rädern unterwegs. Wir mussten nochmal einkaufen und haben Klaus und Christine gefragt, ob sie mitfahren möchten. Sie haben das Angebot dankend angenommen. Vollbepackt, wir wissen ja nicht, wie lange wir noch festsitzen, fuhren wir zu den Booten zurück. Das Wetter ließ auch zu wünschen übrig. Es fegte ein Sturm übers Boot. Gut, dass wir eine Heizung an Bord haben.

Okt.

5

Dieses Wochennede sah es draußen noch nicht besser aus. Jeder gruschtelte irgendwas an Bord rum, damit die Zeit verging. Samstagabend waren Klaus und Christine bei uns an Bord auf ein Gläschen Wein. Sonntag schauten wir ausnahmsweise mal schon mittags fernsehen, weil uns da Andrea, eine fleißige Blogleserin und frühere Mitseglerin von Martin, drauf aufmerksam gemacht hat dass der Fernsehgarten live aus dem Weltkulturerbe Völklinger Hütte gesendet wird. Da waren wir doch vor kurzem.
Die Mechaniker der Locaboat Vermietstation machten uns derweil keine Hoffnung, die meinten sogar, der Lift macht heuer gar nicht mehr auf.

Okt.

6

Gleich am Vormittag verzog sich Martin in den Motorraum um die Maschinen schon langsam auf den Winter vorzubereiten. Ich flickte ein paar Sachen.

Nachmittag beschlossen wir, nochmal zum Lift zu fahren um eventuell vor Ort konkrete Informationen zu bekommen. Klaus und Christine vom Nachbarboot fuhren auch mit. Hier stellte sich raus, dass auch die Elektronik betroffen war. Die Aussicht war frustrierend.

Dann haben wir wenigstens noch das Museumsschiff auf dem Gelände angesehen.

Dann fuhren wir zu Kuhnle Tours, eine kleine Marina mit Vermietbooten. Martin fragte dort nach einem Winterplatz. Und wir hatten echt Glück, die hatten für die Größe von der Vlinder noch einen Platz. Dann ging alles ganz schnell. Wieder auf dem Boot zurück, legten wir gleich ab und fuhren die kurze Strecke zur Marina zurück. Nach dem Anlegen holte Martin das Auto mit dem Radl und er fing schon langsam an, das Auto mit all den Sachen einzuräumen, die wir nicht mehr brauchten. Ich habe im Schiff angefangen, alles zu packen.  Da kommt ja doch einiges zusammen.

Okt.

7

Heute am Morgen fuhren Christine und Klaus mit dem Boot vorbei. Sie wollen zurück nach Saarbrücken und das Boot dann von dort mit dem Trailer nach Mainz holen.  Martin machte das Boot noch winterfest, und nachdem das Auto vollbepackt war, ging es mittags ab nach Hause.

Liebe Blogleser, das heißt auch, unsere Saison ist zu Ende und der Blog macht jetzt öfter Pause. Ich hoffe, euch haben unsere spannenden Abenteuer mit der VLINDER gefallen und ihr seid nächstes Jahr vielleicht auch mal selber dabei. Kommt mit an Bord und erlebt unvergessliche Momente aus einer ganz anderen Perspektive.

Martin macht demnächst den Plan für die neue Saison fertig und stellt ihn alsbald online.
Wenn ihr Fragen habt, zögert nicht und meldet euch.

Wir würden uns freuen, euch auf der VLINDER 2026 willkommen zu heißen.

Habt alle einen schönen Herbst und eine schöne Weihnachtszeit.

Ab Januar gibt’s dann wieder den Blog mit Südsee Abenteuern aus French Polynesien.

Herbstliche Grüße und auf bald
Eure Sylvia und natürlich Flusskapitän Martin

Okt.

20

Dieses Jahr waren wir vom 20. April bis zum 7. Oktober mit unserer VLINDER hauptsächlich in Frankreich, aber auch in Luxemburg und Deutschland unterwegs.
Auf unserer Strecke von knapp
1000 Kilometer passierten wir
ca. 200 Schleusen (Höchste 15m),
zwei Tunnel (475m und 2306m) sowie
den Schräglift bei Arzviller mit
45 m Höhenunterschied.
Wir tuckerten ganz gemütlich vorbei an vielen verschiedenen Landschaften und Sehenswürdigkeiten und besuchten Museen, Burgen und Schlösser entlang der Strecke.

Für Spaziergänge, Radausflüge im Grünen, Baden, Kaffee- und Kuchennachmittage war auch immer Zeit.

Einige der Highlights waren Muhlhouse, Basel, Colmar, Straßburg, Saverne, Nancy, Toul, Metz, Schengen, Grevenmacher, Trier, Saarburg, die Saarschleife, Völklingen, Saarbrücken, Sarrebourg und Xouaxange.

 
All dies kannst Du nochmal in unserem Blog mit 142 Beiträgen nachlesen.
Rechts auf der Blogseite in der Scroll Zeile „Törntagebuch Archiv – Seegebiete
findest Du unter
2025 VLINDERs Reisen in Frankreich“ die einzelnen Routenabschnitte.


Unsere ursprünglich geplante Route, die uns wieder zum Winterlager in Saint-Jean-de-Losne führen sollte, mussten wir im Sommer umplanen, weil zwei Kanalrouten, die vom Rhein-Marne-Kanal nach Süden zur Saône führen, teilweise gesperrt waren.

Daher fuhren wir ab Nancy auf der Mosel talwärts über Toul und Metz bis nach Luxemburg und Trier. Von Trier aus folgten wir der Saar flussaufwärts bis Saarbrücken, um dann die letzten Kilometer, den Saar-Kanal und Rhein-Marne-Kanal bis nach Saverne zu folgen.

Jedoch war kurz vor Saverne am Tunnel von Niderviller erst einmal Schluss, da der Schräglift bei Arzviller wegen eines defekten Motors außer Betrieb war.

Nun überwintert die VLINDER jetzt bis April bei der Kuhnle-Marina in Niderviller,
bis ab Mitte April die neue Saison zum Mitfahren startet.

Okt.

24

Die Dateilinfos zum Törnplan gibt es hier >>> klicke in die Tabelle oder in die Grafik oben!

Okt.

25

Wer den neuesten Newsletter vom 25.10.25 mit folgenden Inhalten :

  • Rückblick 2025 und Ausblick 2026/27
  • Kat-Segeln in der Südsee – Januar-März 2026
  • Hausbootfahrten 2026
  • Griechische Inseln – September-Oktober 2026
  • Sansibar im Januar-März 2027, Kat-Segeln und Safari

haben möchte schickt mir bitte eine Mail

Nov.

18

Wir haben vom 12.09.-17.10.2026 eine CATANA 440 „Georgiana“ gechartert
und haben in diesem Zeitraum vier Termine wie folgt:

Mehr Infos dazu hier oder schreibt mir!

Dez.

14

Wir sind das erste Mal ab Frankfurt über Zürich mit Edelweiß geflogen und waren echt begeistert. Platzangebot, Service und Essen war richtig gut.

Ankunft um 22.30 Uhr auf dem Flughafen auf Sansibar. Wir hatten einen kurzen technischen Stopp am Kilimandjaro Airport, wo einige Passagiere ausgestiegen sind. Leider war es dunkel und wir konnten den Kili nicht sehen.

Ich habe schon im Voraus über Booking ein Taxi zum Hotel bestellt, das ist zum Festpreis und weitaus günstiger als die freien Taxis.

Die Fahrt zum Hotel Tembo House mitten in Stonetown dauerte ca. 20 Minuten. Nach einem freundlichen Empfang im Hotel haben wir unser Zimmer mit einem riesigen Himmelbett mit Moskitonetz, und einem großen Bad bezogen.

Die Koffer haben wir nur sporadisch ausgepackt, weil wir noch das Hotel erkunden wollten.

Tembo heißt auf Swahili Elefant. Die sieht man hier überall im Hotel, egal ob lebensgroß am Strand, vor dem Hoteleingang oder als Mosaik in den Pools.

Die Bar hat einen 24 Stunden Service, so konnten wir noch eine Kleinigkeit essen. Nach einer kurzen Erkundung sind wir müde ins Bett gefallen.

Am nächsten Morgen nach einem ausgiebigen Frühstück am Strand wollten wir die Altstadt von Stonetown erkunden. Durch die tolle Lage von unserem Hotel konnten wir tatsächlich alles zu Fuß entdecken. Natürlich wurden wir gleich vor unserem Hotel von vielen Locals angequatscht, die sich als Guide anboten. Aber wir haben uns schon vorher einige Sehenswürdigkeiten auf Google Maps ausgesucht und wir haben auch alles nacheinander angeschaut.

Sehr interessant war das Freddy-Mercury-Museum. Ein kleines unscheinbares Häuschen mitten in Stonetown, in dem Freddy Mercury geboren und aufgewachsen ist, und das jetzt als Museum hergerichtet wurde. Der Eintritt mit 8 US-$ war ok.

Danach gingen wir zuerst unsicher durch die engen Gassen der Altstadt. Wir hatten vorher einige Berichte über Überfälle und Betrüger gelesen, aber wir fühlten uns tatsächlich nie unwohl.

Nachmittags haben wir ganz entspannt bei uns im Hotel an den Pools verbracht. Die beiden Infinity Pools mit schöner großer Liegeterrasse und tollem Ausblick aufs Meer haben wir sehr genossen.

Gegen Abend verwandelte sich der Strand in einen Freiluftzirkus. Viele Jugendliche boten akrobatische Kunststücke mit einfachen Mitteln an. Da wurde zum Beispiel ein Reifen als Sprungbrett benutzt. Ein paar Meter weiter wurde Fußball gespielt und die Frauen saßen irgendwo verhüllt abseits.

Sansibar ist sehr muslimisch geprägt. Bei uns im Hotel gab es zum Beispiel auch keinen Alkohol.

Den Abend ließen wir wieder mit einem sehr preiswerten Abendessen im Hotel ausklingen.

Am nächsten Morgen konnten wir unser Frühstück bei strahlend blauem Himmel am Strand genießen. Danach gingen wir wieder auf Entdeckungstour durch die engen Gassen der Altstadt.

Die Locals warteten schon vor dem Hotel. Wir würden „elendig verloren gehen“, wenn wir ihre Dienste nicht in Anspruch nehmen. Jeder bietet hier alles an und jeder ist der Günstigste. War schon manchmal lästig, aber nie bösartig aufdringlich.

Heute schauten wir uns den ehemaligen Sklavenmarkt an. Schon sehr bedrückend, was da vor ein bisschen mehr als 100 Jahren passiert ist und wie grausam Menschen sein können, wenn sie Macht besitzen. Ein Guide zeigte uns auch die Kammern, in denen die Sklaven gefangen gehalten wurden.

Der Sklavenhandel wurde dann erst 1873 offiziell verboten und die Sklaverei 1897 endlich abgeschafft.

Danach gingen wir in den Darajani Souk, das ist wie ein großes Freiland Kaufhaus. Es gibt dort nichts was es nicht gibt. Was mich sehr gewundert hat, dass dort sehr freizügige Dessous angeboten wurden

Neben dem Souk war der Gewürzmarkt mit Fleisch und Fischhandel. Aber die Gerüche, die dort aus den Hallen drangen, waren so penetrant, dass wir uns das nicht antaten. Draußen der Gewürzmarkt war sehr bunt und lustig.

Auf dem Heimweg kehrten wir im wunderschönen Sansibar Coffeehouse ein. Das ist gleichzeitig eine Kaffeerösterei und aus den gebrauchten Kaffeetüten werden Schlüsselanhänger, Kosmetiktäschchen usw. hergestellt.

Wir kamen noch an der JawsCorner vorbei, einem großen Gemälde mit einem Hai, das auch auf meiner Sehenswürdigkeiten Liste stand.

Nachmittags entspannten wir wieder am Pool, bevor sich dann abends der Strand wieder in die Zirkusmeile verwandelte.

Für das Abendessen haben wir uns ein Restaurant in der Nähe ausgesucht. Auch dort boten Jugendliche Tanz und Akrobatikeinlagen auf der Straße an, mit denen sie sich etwas Geld verdienen.

Danach schlenderten wir noch über den Nightmarket und auf dem Weg zurück war doch tatsächlich eine italienische Eisdiele, die Martins Augen zum Leuchten brachte und die er gleich ausprobierte.

Daheim im Hotel spielten wir noch Backgammon und Kniffel. Die Runden gingen meist unentschieden aus.

Am Mittwoch mussten wir ganz bald aufstehen. Wir haben eine Tour gebucht, wo man mit Delfinen schwimmen konnte. Unser Fahrer stand pünktlich um sieben vor dem Hotel. Wir fuhren eine Stunde Richtung Norden. Dort befinden sich auch die tollen Resorts mit den wunderschönen schneeweißen Stränden. An so einem hat uns der Fahrer auch rausgelassen und wir trafen auf unseren Bootsjungen.

Wir stiegen in das kleine Motorboot und los ging es. Martin meinte noch, super…ist ja noch nichts los auf dem Wasser. Vor einer kleinen Privatinsel machten wir einen Schnorchelstop. Der war jetzt ganz ok, aber nicht besonders. Die Boys auf den Booten fütterten die Fische mit Bananenstückchen. Dann konnte man durch die Fischschwärme schnorcheln. Das Wasser war mega in allen Türkis und Blautönen.

Dann fuhren wir ein ganzes Stück raus, wo schon viele andere Boote waren. Das war echt der Wahnsinn. Das war eine regelrechte Jagd auf die Delfine. Wo sie aufgetaucht sind mindestens 40 Boote hinterher. Das war nicht so gedacht. Martin sprang auch mal ins Wasser, als die Delfine direkt neben unserem Boot waren. Er meinte, die sind trotz der Massen an Booten und Menschen total gechillt. Als alle anderen Boote noch den Delfinen hinterherjagten, haben wir abgebrochen. Wir haben sie gesehen, Martin hatte das kurze Glück, mit ihnen zu schwimmen, aber dann war’s auch gut. Also, das ist das Einzige, was wir auf Sansibar nicht empfehlen können. Auf den Hochglanzprospekten wird das als einmaliges Erlebnis beschrieben, das war es definitiv nicht. Wir hielten dann nochmal zu einem Schnorchelstop, unser Boy bereitete uns eine leckere Obstplatte mit verschiedenen Früchten und ich schwamm noch ein bisschen in dem herrlich glasklaren Wasser, bevor wir wieder zu unserem Taxi zurückgebracht wurden.

Im Gegensatz zu vielen anderen Locals war unser Fahrer sehr schweigsam, aber wir genossen auch so die Fahrt durch buntes Markttreiben in den Dörfern.

Am Nachmittag faulenzten wir wieder am Pool und abends suchten wir uns ein schönes Lokal. Den Abend ließen wir wie üblich am Strand ausklingen.

Heute war es endlich soweit. Martin hatte einen Termin mit der Charterbasis in der Marina, der eigentliche Grund unserer Reise. Es standen ja immer viele Taxis vor dem Hotel und sobald man einen Schritt raus machte, überboten sich die Fahrer. Trotzdem fingen alle mit völlig überhöhten Preisen an um Gäste zu buhlen.

Wir entschieden uns, die 5 km mit einem TukTuk zu fahren. Das witzige war, wenn wir mal mit einem motorisierten Fahrzeug gefahren sind, sind wir immer erst an die Tankstelle gefahren. Die haben immer nur so viel Sprit drin, wie sie gerade brauchen.

Los ging es dann durch das dichte Verkehrschaos auf den verstaubten Straßen. Das muss man einfach mal erlebt haben.

Angekommen in der Marina, wurden wir erst von einer SecurityLady gecheckt, bevor wir die Schranken passieren durften. Es lagen einige Katamarane in der Marina. Wir wurden sehr herzlich von Kuba, das ist der Spitzname vom polnischen Jakob, von Ali, der Deckhand und Victoria empfangen. Der Katamaran, eine Lagoon450-Flybridge, war echt toll, sehr sauber und mit jeder Menge Platz an Deck und oben auf der Flybridge. Die Kabinen waren von Victoria ganz liebevoll hergerichtet. Martin begutachtete auch sämtliche Maschinen und fuhr dann mit Kuba mit dem Dinghi zu den anderen beiden Katamaranen, die etwas außerhalb der Marina vor Anker lagen. Ich blieb bei Victoria auf dem großen Katamaran und sie erklärte mir einiges. Sie hatte auch leckere Früchte vorbereitet. Alles in allem war das Treffen mit der Chartergesellschaft sehr professionell. Das wir einen Guide mitnehmen müssen, war schon vorher klar. Kuba erklärte uns dann noch die Vorteile eines Kochs an Bord, der sich nicht nur um die Mahlzeiten, Snacks und Getränke kümmert, sondern auch um die Einkäufe.

Ich war schon mal auf einem Segeltörn auf den Seychellen mit Koch und das war mega lässig. Alles in allem wird das bestimmt ein unvergessliches Erlebnis und Martin kann daheim ganz entspannt in die Vorbereitungen für den Törn gehen. (was ja mittlerweile schon geschehen ist und es tatsächlich nur noch wenige Plätze gibt)

LINK zum Törn auf Sansibar 2027

Nachmittags gönnte sich Martin eine Massage bei einer Balinesin. Es gibt hier einige BeautySpa‘s mit verschiedenen Anwendungen. Es ist für jeden was dabei.

Am Freitag spazierten wir nach dem Frühstück nochmal durch die wuselige Altstadt von Stonetown. Mittlerweile finde ich diese engen Gassen mit diesen tollen großen Holztüren und den vielen kleinen Geschäften einfach liebenswert. Die Menschen sind sehr nett, auch wenn man überall angesprochen wird. Ich denke, das gehört einfach dazu. Man sieht mit Balken abgestützte Häuser, wo man vielleicht nicht unbedingt darunter durchlaufen möchte, man lernt viele Menschen kennen mit den kuriosesten Namen, wie Captain Morgan, Mister Gems oder Mister Sansibar und man nimmt außergewöhnliche Gerüche wahr. Es gibt tolle versteckte Lokale mit wunderschönen Innenhöfen, für die wir echt zu wenig Zeit hatten, obwohl wir jeden Tag auf Entdeckungstour waren.

Martin wollte unbedingt noch mit einem einheimischen Dhow Segelboot fahren. Unser Hotelmanager machte uns für den Abend noch eine Tour möglich. Um 17.00 Uhr gingen wir zu dem Treffpunkt und stiegen mit noch einem Pärchen die Holzleiter auf das urige Boot. Martin war ganz begeistert und inspirierte das Boot von oben bis unten. Auch als das Segel gesetzt wurde, beobachtete er alles und staunte. Das funktioniert alles mit einfachsten Mitteln. So segelten wir ganz romantisch mit musikalischer Begleitung in den Sonnenuntergang. Wir überlegten, ob wir den Musikern Geld geben sollen, damit sie aufhören … so gruselig war die Musik … hahaha.

Nach zwei Stunden ging es wieder zurück an den Strand. Unseren letzten Abend verbrachten wir im Hotel.

Aber wir hatten noch ein besonderes Erlebnis vor uns. Falls ihr mal auf Sansibar sein solltet, unterstützt bitte das Cheetahs Rock Projekt. Das ist zwar nicht ganz günstig, aber bleibt dafür unvergesslich.

Am Samstag wurden wir von Muhamed, unserem Fahrer abgeholt. Die Fahrt war ein bisschen weiter als die Marina. Wir hatten Glück, dass wir nur zu zehnt waren. Nach einem Begrüßungsdrink, eine Kokosnuss und der Einweisung ging es los zu den Bushbabies. Wir durften in das Gehege und bekamen Nüsse und Bananen zum Füttern. Die Pfleger erzählten uns die Geschichten der kleinen Äffchen, die munter aus unserer Hand fraßen, auf unseren Köpfen oder Schultern rum hüpften. Der Besuch ist super informativ und besteht nicht einfach nur aus stumpfem Foto machen. Die Pfleger achten sehr auf das Wohl der Tiere und besonders das sich jeder korrekt verhält. Dann ging es weiter mit vielen Erklärungen in das Lemuren Gehege. Dort waren auch Pfaue, Schildkröten und noch einige mehr. Hier durften wir wieder die Tiere mit Obst füttern. Bei Martin fühlten sich gleich zwei Lemuren auf seinen Schultern wohl. Es gibt sehr viele Tiere, unter anderem weiße Löwen, Tiger, Luchse und Hyänen usw. Das Highlight war natürlich Latifah, eine Gepardin, die man streicheln konnte. Dann durften wir noch ein Zebra füttern. Die 4 Stunden vergingen wie im Flug.

Das war noch ein toller Abschluss einer erlebnisreichen Woche.

Um kurz vor Mitternacht ging unser Flug zurück nach Deutschland.

Dez.

26

Neujahrsgrüße

Das Jahr neigt sich so langsam dem Ende und dazu wünsche ich Dir eine schöne noch verbleibende Adventszeit und hoffe Du hattest ein besinnliches und frohes Weihnachtsfest.
Für das kommende neue Jahr2026 wünsche ich Dir einen super tollen Rutsch und vor allem Gesundheit – lass es krachen!.

Mit einigen von Euch gibt es ja gleich zum Jahresbeginn ein Wiedersehen auf den drei Pazifik-Segeltörns in French Polynesien.

Und für alle anderen habe ich sozusagen ein kleines Weihnachtsgeschenk in Form von neunen Mitsegelangeboten in Griechenland und auf Sansibar.

Segeln in Griechenland – Ägäische Inseln 2026

Vom 12.9. bis 17.10.2026 Segeln wir von Athen durch die Inselwelt der Ägäis bis zur Insel des Pythagoras, Samos, und wieder zurück mit einer Lagoon 440.
Mitsegeln können immer sechs Teilnehmer auf jeweils vier verschiedenen Törnabschnitten von acht und zehn Tagen.
Ausführliche Informationen zu diesen Törns findest Du hier.
Oder Du schreibst mir eine Mail/ WApp.

Segeln und Safari auf Sansibar Januar-März 2027

Letzte Woche habe ich mir die Basis mit den drei Katamaranen auf Sansibar angeschaut, die einen sehr professionellen Eindruck auf mich gemacht hat.
Daher wird es 2027 drei Törns von zwei und drei Wochen dort geben, in denen wir die Inselwelt um Sansibar und den beiden größeren Nachbarinseln Pemba und Mafia-Island erkunden. Auf Mafia Island soll es Walhaie geben, mit denen man Schnorcheln kann.
Auch ist ein Schlag nach Dar es Salaam (Festland Tansania) geplant.

Und wer möchte kann nach dem Törn noch an einer vier-tägigen Safari in Tansania teilnehmen. Dazu haben wir ebenfalls schon einige Erkundungen eingeholt.

Alle ausführlichen Infoformationen
zu den drei Törns ab Sansibar findest Du hier und
zur Safari findest Du hier

Oder Du schreibst mir eine Mail/ WApp.

Hausboot VLINDER 2026

Es gibt schon den Routenplan für 2026.
Los geht es ab 20. April zunächst nach Straßburg und Nancy, weiter auf der Mosel nach Toul und durch Luxemburg bis Trier und danach folgen wir der Saar und dem Saarkanal bis Nancy und Toul.

Ausführliche Beschreibungen mit den Terminen findest Du auf meiner
Hausboot-Seite im Routenplan 2026.
Oder Du schreibst mir eine Mail/ WApp.

Also dann bis auf bald an Bord beim Segeln
in der Südsee, Griechenland oder Sansibar
oder auf den Flüssen und Kanälen mit VLINDER

Euer Flußkapitän und Ozean-Skipper auf bald dann in 2026

Dez.

29

Hallo liebe Blogleser,

Nach einer längeren Pause wollte ich euch von unseren Erlebnissen auf Sansibar berichten.

Wir sind das erste Mal ab Frankfurt über Zürich mit Edelweiß geflogen und waren echt begeistert. Platzangebot, Service und Essen war richtig gut.

Ankunft um 22.30 Uhr auf dem Flughafen auf Sansibar. Wir hatten einen kurzen technischen Stopp am Kilimandjaro Airport, wo einige Passagiere ausgestiegen sind. Leider war es dunkel und wir konnten den Kili nicht sehen. …….
….. den kompletten Sansibar-Report mit Bildern kannst Du hier lesen

Dez.

31

Euch allen, liebe Blog-Leser , alles Gute für 2026 und rutscht gut rüber.
Wir freuen uns auf Euch im neuen Jahr und lasst Euch bis dahin nicht vom HAI fressen 😉

Jan.

5

Liebe Blogleser,

Unser Reiseabenteuer Südsee beginnt nun wieder. Wenn ihr Lust und Muse habt, könnt ihr uns gerne begleiten. Am Montag sind wir von München aus nach Los Angeles geflogen. Da die Anreise letztes Jahr ganz schön stressig war, haben wir heuer einen Zwischenstopp in LA eingelegt. Die Anreise mit Lufthansa war angenehm. Wir hatten sehr aufmerksame Flugbegleiter. Am Flughafen LA angekommen, war das übliche ewig dauernde Procedere. An der letzten Passkontrolle nahm mich so ein 2 m Schrank mit zu einem Visa Review. Hilfe. Martin ging derweil zur Gepäckabholung. Ich kam in einen Raum, wo schon ca. 50/60 Leute warteten. Ich wollte Martin gerade eine Nachricht schreiben, da ertönte eine laute Stimme…no cellphones. Kurz drauf klingelte es in meiner Handtasche zig mal hintereinander, Martin wollte wissen was los ist . Ich versuchte, in der Tasche zu schreiben, da kam wieder eine laute Stimme…no cellphones, put your hands out of your bag….ok. Andere versuchten auch Nachrichten zu schreiben, da war das gleiche Spiel. Nach eineinhalb Stunden kam ich endlich dran. Ein paar banale Fragen und fertig.

Martin saß unten in der Halle mit dem Gepäck und war erleichtert. Dann ging es los mit dem Bus zur Autovermietstation. Mittlerweile war es schon spät abends. Wir hielten noch an einem Supermarkt, um ein paar Lebensmittel einzukaufen. Endlich fuhren wir die Hollywood Hills hoch zu unserem Airbnb bei Dino und fielen, nach dem das Gepäck ausgeladen war, müde ins Bett.

Jan.

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Wir beschlossen, eine Tour mit dem Hop on Hopp off Bus zu machen, da hat man einen super Überblick und ein Rundum Paket für den ersten Tag. . Zu Fuß liefen wir durch die schöne Villengegend den Berg runter zum Walk of Fame, wo der Bus startete. Wir waren die ersten und hatten freie Platzwahl. Es ging los über den Hollywood Blv, den Sunset Blv, durch Beverly Hills, den Rodeo Drive und die ganzen berühmten Straßen von LA.

Am Paramount Studio stiegen wir aus, um eine 2-stündige Tour mitzumachen. Enchaka, nicht zu verwechseln mit Chubaka😂, war unser Guide und kam aus Texas. Sie hatte einen furchtbaren Akzent, gab sich aber Mühe, uns die Tour nahezubringen. Mit dem Golf Car ging es vorbei an vielen Filmkulissen. Da wir nicht so die Serienjunkies sind, kannten wir viele Sets gar nicht.

Nach der Tour fuhren wir zum Farmers Market und wollten dort eine Kleinigkeit essen. Als wir aus dem Uber ausstiegen, merkte ich, dass ich meinen Rucksack nicht mehr hatte. Wir überlegten, ob er im Uber war oder noch in den Paramount Studios. Also noch ein Uber bestellt und wieder zurück. Da lag er immer noch ganz einsam auf der Bank der Uber Pickup Station. Unser Fahrer brachte uns dann auch gleich wieder zurück. Nach dem Schreck gab’s Kaffee und Kuchen an einem kleinen Stand. Auf dem Farmers Market sind viele Internationale Stände mit Spezialitäten aus aller Welt zu finden. Voll lecker und einen Besuch wert.

Dahinter befindet sich The Grove, ein exklusives Einkaufszentrum mit trendigen Geschäften, Restaurants und Kino an belebter Promenade. Sehr schön zum Bummeln. Dort hat Martin seinen teuersten Cheesecake ever für 12.50$ in der Cheesecake Factory gegessen. Er war zwar lecker, aber sehr süß. Danach sind wir mit dem Bus wieder zurück zum Walk of Fame gefahren und sind noch zum TCL Chinese Theater gelaufen. Dort haben wir uns die Handabdrücke von vielen alten Hollywood Berühmtheiten angeschaut.

Jan.

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Wir statteten Dino, unserem Vermieter, einen kurzen Besuch ab. Er hat 6 Hunde und seit Weihnachten auch wieder Welpen, die er uns noch zeigen will. Für heute haben wir eine Tour im Getty Center gebucht.

Das ist ein Kunstmuseum, in dem der Oil-Milliardär J. Paul Getti etwa 50.000 Kunstwerke zusammengetragen und der allgemeinen Öffentlichkeit kostenlos zugänglich gemacht hat. Die Auswahl konzentriert sich dabei auf klassische Kunstwerke wie Skulpturen, Gemälde, Zeichnungen, Manuskripte und Fotografien. Schon die Architektur und die Lage ist einmalig. Wir hatten Glück mit dem Wetter. Die Sicht auf Los Angeles war toll und unser Guide Matt war einfach klasse. Er verfügt über ein einzigartiges Wissen und bringt das mit Charme seinen Kunden rüber.

Nach der 2-stündigen Tour trafen wir uns dort mit Katrin und Götz aus Berlin, das sind Mitsegler auf dem ersten Törn in FP. Sie machen auch einen Kurzurlaub in LA, bevor es aufs Schiff geht. Katrin hat erzählt, dass sie schon jahrelang einen Flyer von Martin daheim hat und seitdem mit dem Gedanken spielt, mit Martin zu segeln. Als sie dann vom Verkauf der Vava U gelesen hat, war sie ganz entsetzt und enttäuscht. Und nun kann sie in einem der schönsten Segelreviere endlich mit ihrem Mann an Bord. Nach dem Treffen hatten wir noch einen Termin, von dem Martin nichts wusste.

Wir fuhren raus aus LA und auf dem Highway ca. 1 Stunde Richtung Norden.

Martin hatte immer noch keine Ahnung. Vorletztes Weihnachten hatte ich ihm ein Training in einem Flugsimulator geschenkt. Dazu kam es leider nicht mehr, weil der Betreiber kurz nach Weihnachten Insolvenz angemeldet hat. Dafür bekommt er jetzt eine Flugstunde in der Flight Academie in einer echten Piper über die Wahrzeichen von LA.

Ich glaub, ich war mehr nervös als er. Der Fluglehrer Nirvan war ein ganz lässiger junger Typ, der immer nur gelacht hat. Nach dem er Martin alles erklärt hatte, ging es auch schon los auf die Startbahn. Nirvan fragte noch, ob wir Probleme mit schaukeln hätten, weil es etwas windig sei.

Nach der Starterlaubnis ging es wackelig in die Luft. Oben zeigte er noch, wie die Instrumente reagieren, dann übergab er das Steuer an Martin und zeigte immer nur die Richtung an, wo er hinfliegen soll. So ging es gerade auf das Hollywood Zeichen zu. Als wir das passiert hatten, flogen wir direkt über Downtown LA in Richtung Santa Monica über die Villen in Beverly Hills, der Heimat der Schönen und Reichen.

So langsam ging die Sonne unter und wir genossen einen wunderschönen Sonnenuntergang hoch oben im Cockpit. Die Stunde war leider viel zu schnell vorbei. Aber es war ein tolles Erlebnis und die Überraschung ist gelungen.

Auf dem Heimweg waren wir noch in einer urigen Kneipe einen Burger essen. Sogar mit Valet parking.

Daheim sind wir total müde ins Bett gefallen.

Jan.

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Neuer Tag, neue Abenteuer hier in LA. Wir besuchen die Warner Brothers Studio Tour, nachdem ich die ganzen Bewertungen gelesen habe. Die Paramount Tour war nicht unbedingt der Hit, also auf geht’s zu Warners.

Schon der Eingang war einladender als bei Paramount. Wir konnten uns erst mal in einem großen Raum umsehen und die Geschichte der Brüder nachvollziehen. Kindheitserinnerungen wurden geweckt mit Bugs Bunny usw.

Als wir hier fertig waren, stiegen wir in ein Golf Car und los ging es über das Gelände. Unser Guide zeigte uns viele Filmkulissen und spielte sogar manche Szenen nach. Das war viel spannender als bei Paramounts. Also wenn jemand von euch mal nach LA kommt, dann besser die WB-Tour buchen. Nach einer Stunde lieferte er uns in einer Halle ab, wo man verschiedene Produktionen selber ausprobieren konnte, wie zum Beispiel am Harry Potter Set auf einem Besen reiten. Dahinter wurde dann auf dem Green Screen die Szene eingeblendet und schwubs flog man mit dem Besen über Hogwarts. An einigen Filmsets von zum Beispiel Friends konnte man sich professionell fotografieren lassen. Diese Einblicke waren echt interessant.

Nach der Studio Tour fuhren wir Richtung Marina del Rey. Martin wollte sich dort die Boote anschauen. Wir quälten uns sechsspurig stopp and go durch den Freeway. An der riesigen Marina angekommen war weit und breit kein Café zu sehen. Vielleicht sind wir auch nur an der falschen Stelle ausgestiegen. Jedenfalls ging’s dann weiter zum Santa Monica Pier. Kurz vor dem Sonnenuntergang herrschte hier reges Treiben. Hier finden ja jeden Abend die Sunset Partys statt. Einige Mutige trauten sich sogar ins Wasser. Ein Musiker rappte und betete sie Sonne an, sie möge doch morgen wieder kommen. Hier hat man schon sehr skurrile Leute gesehen. Aber es war trotzdem sehr schön und romantisch, wenn auch mit eisigem Wind.

Als die Sonne verschwunden war, beschlossen wir noch ins Griffith Observatorium zu fahren. Da sind wir ja am Vortag drüber geflogen. Navi sagte knapp 2 Stunden für 40 Meilen. Also wieder überall Stau. Wir fuhren dann kreuz und quer über Land, gingen dazwischen noch in ein Burger Lokal namens HOME, zum Essen. Dann sind wir endlich am Observatorium angekommen. Da war echt viel los, aber als wir das Gebäude betraten, wussten wir warum. Von dort oben hat man einen gigantischen Ausblick über ganz LA. Dieser Lichterglanz war echt besonders und wir waren froh, dass wir hoch gefahren sind. Auch das Observatorium bietet innen ganz viel Information, auch interaktiv. Man konnte zu Vorträgen und oben mit einem riesigen Teleskop in die Sterne schauen. Da standen aber ganz viele Menschen an. Draußen auf der Terrasse boten auch zwei Privatleute mit großen Teleskopen einen Blick auf die Sterne. Man konnte deutlich den Jupiter erkennen. Das war ein tolles Erlebnis. Durchgefroren wärmten wir uns im Auto auf und fuhren dann zurück in die Hollywood Hills zu unserem Airbnb.