Juli

15

Tag 9, 15.07.11

Standort am Morgen: Ormos Plati Yialos auf Sifnos

Eigentlich wollten wir einen Bootsausflug in der Fischerort Faros
(zu Deutsch: Leuchtturm) machen, den wir allerdings ausfallen lassen da der Meltemi heute schon sehr früh anfängt zu wehen.

Meltemi

Meltemi

Also gehen wir Anker auf um nach Paros, bzw. zu der kleinen vorgelagerten Insel Despotico zu segeln. Auf Höhe Faros (so sehen wir es trotzdem noch , zumindest aus der Ferne) setzten wir Segeln uns ab geht’s mit Halbwind nach Osten.

Unterwegs

Unterwegs

Unterwegs lässt der Wind nach, grade passen für ein kleines Mittagsmenü mit Thunfischsalat, Tsatsiki und Brot.

Ormos Despotico-2

Ormos Despotico-2

In der weitläufigen Bucht Ormos Despotico erwartet uns heute eine Vollmondnacht. Doch vorher „erwärmt“ sich die Bucht noch im warmen Licht des Sonnenunterganges – wir lassen bei einem Glas Ouzo-Orange alles auf uns wirken.

Ormos Despotico-1

Ormos Despotico-1

Standort am Abend: Ankern in Ormos Despotico bei Antiparos
Distanz 18 sm, davon unter Segeln (GrII und Fo) 12,5sm

Juli

14

Tag 8, 14.07.11

Standort am Morgen: Ormos Vathy auf Sifnos

Nach dem Frühstück mit Müsli und Ei springen wir noch mal ins Wasser. Dann geht es Anker auf.

Ormos Fikiadha auf Sifnos-2

Ormos Fikiadha auf Sifnos-2

Unterwegs stoppen wir in Ormos Fikiadha auf Sifnos zur Badepause, weil es schon wieder so heiß ist. Eine einsame kleine schnuckelige Bucht, die der „blu:kat“-Crew ganz allein gehört. Die Besitzer vom kleinen Häuschen an den Felsen scheinen nicht da zu sein.

Ormos Fikiadha auf Sifnos-1

Ormos Fikiadha auf Sifnos-1

Am Nachmittag verholen wir nach Ormos Plati Yialos im Süden von Sifnos, wo der Wind noch mal kräftig in die Bucht weht, aber pünktlich zum Abend einschläft.

Ormos Plati Yialos auf Sifnos-1

Ormos Plati Yialos auf Sifnos-1

Wir machen einen Landgang, gehen Essen in einer kleinen typischen Taverne direkt am Strand. Überall ist recht wenig los, dafür sind die Griechen hier super nett und freundlich und bereiten leckeres Essen.

Standort am Abend: Ormos Plati Yialos auf Sifnos

Distanz 5 sm

Juli

13

Tag 7, 13.07.11  – von Ursel –

Standort am Morgen: Ormos Kamares auf Sifnos

Ab vier Uhr morgens fegen wieder heftige Windböen über das Schiff und durch Ursels Kabine. Anker und Landleinen sind so gut gelegt, dass wir in Ruhe frühstücken können und wie immer Claus einen Zustandsbericht über das perfekt gekochte Ei liefern können.

Zodiac-Fans

Zodiac-Fans

Die Fähre kommt

Die Fähre kommt

– von Martin –

12.00 ist leider Abreise von Ursel und Elke, die mit der Schnellfähre Piräus in drei Stunden erreichen werden – wir werden euch vermissen! „blu:kat“ ist erst wieder im August in Athen – aber wir versuchen im gleichen Stil und pünktlich weiter zu berichten wie Ursel – DANKE!

"Gute Reise ... Gute Reise"

"Gute Reise ... Gute Reise"

Am Nachmittag motoren wir allein ohne „unsere“ Mädels die 4 sm bis nach Vathy, eine wunderschöne Bucht, die einem Amphitheater ähnelt.

Vathy auf Sifnos

Vathy auf Sifnos

Kleine typische griechische Häuschen und Tavernen am Strand und widererwartend doch recht viel Grün ringsherum um die Bucht und noch dazu fast Vollmond. Wir trinken als Aperitif ein Radler in einer Taverne am Strand bevor es an Bord Rigatoni mit Tomaten-Anchovis-Soße gibt.

Fast Vollmond

Fast Vollmond

Standort am Abend: Ormos Vathy auf Sifnos
Distanz 5 sm

Juli

12

Tag 6, 12.07.11  – von Ursel –

Standort am Morgen: Ormos Georgiou auf Sifnos

Wir motoren heute nur eine Stunde Richtung Süden, um in der Bucht von Kamares zu ankern. Der Meltemi begleitet uns weiterhin. Heftige Windböen pfeifen über das Meer.

Kamares Plan

Kamares Plan

Kamares liegt in einer grünen Talsenke eingebettet von hohen Felsen. Mehrere Tavernen und ein Autoverleih direkt an der Hafenpromenade sind Zeichen des hier vorhandenen Tourismus. Kamares ist der Fährhafen der Insel Sifnos und ein guter Ausgangspunkt für Inselerkundigungen.

Ormos Kamares

Ormos Kamares

Elke und Ursel wollen an ihrem letzten Tag aber lieber Meer und Schiffsleben genießen. Sie machen größere und kleinere Schnorchelausflüge in der Bucht, Martin führt Wartungsarbeiten durch und Claus bereitet den Thunfischsalat.

Taverne Ormos Kamares

Taverne Ormos Kamares

Unter Tamarisken verbringen wir in einer wieder direkt am Meer gelegenen Taverne unseren letzten gemeinsamen Abend. Bei der Rückfahrt mit dem Zodiak macht uns Martin noch ein Abschiedsgeschenk, er fährt mit Speed auf das offene Meer.

Stilleben

Stilleben

Standort am Abend: Ormos Kamares auf Sifnos
Distanz 5 sm

Juli

11

Tag 5, 11.07.11  – von Ursel –

Standort am Morgen: Ormos Koutala auf Serifos

Ormos Koutala auf Serifos-4

Ormos Koutala auf Serifos-4

Elke und Ursel erkunden am Vormittag die Insel Serifos. Am Strand wird von Martin in dem einsamen Dorf Koutala ein Taxifahrer organisiert, der uns zu unserem Ziel bringt und auch dort wieder abholt.

Aus der Küstenebene fahren wir hinauf in die kahlen Berge, bis wir am höchsten Punkt die weißen Häuser des Inselhauptortes, der Chora, sehen.

Serifos-3

Serifos-3

Wir laufen durch die stufenreichen Gassen vorbei an blauen Türen und Fensterläden.

Serifos-2

Serifos-2

Am höchsten Punkt hat man einen großartigen Blick auf eine tief ins Land greifende Bucht mit dem Ort Livadi.

Serifos-17

Serifos-17

Auf dem Dorfplatz lassen wir bei Kuchen, Wasser und griechischer Musik (Ein Schiff wird kommen,…) die Atmosphäre dieses typisch kykladischen Dorfes auf uns einwirken.

Serifos-31

Serifos-31

Martin erwartet uns schon mit dem Zodiak am Strand.

Ormos Koutala auf Serifos-5

Ormos Koutala auf Serifos-5

Nach einer kurzen Erfrischung im Meer fahren wir wieder mit kräftigem Meltemi nach Südost. Unser Ziel ist die Insel Sifnos. Hinter kargen Felsen erblicken wir an der Nord-West Küste der Insel die idyllische Bucht Georgiou. Das Ankermanöver wird durch den starken Wind etwas erschwert, aber der Skipper und seine Crew bewältigen ja fast alles.

In einer direkt am Wasser gelegenen Taverne lassen wir den Tag bei griechischem Essen und Wein ausklingen.

Taverne Georgios auf Sifnos-4

Taverne Georgios auf Sifnos-4

Standort am Abend: Ormos Georgiou auf Sifnos
Distanz 13 sm, davon unter Segel (Fo) 7sm

Juli

10

Tag 4, 10.07.11  – von Ursel –

Standort am Morgen: Ormos Kolona auf Kythnos

Das glasklare Wasser der Bucht verlockt Ursel zu einem größeren Schnorchelgang. Elke und Claus starten den Versuch mit dem Schlauchboot an Land zu kommen, um eine heiße Quelle zu erforschen. Der ablandige Wind verurteilt das Unternehmen zum Scheitern.

Schnorchelrevier

Schnorchelrevier

Entlang der Westseite von Kithnos segeln wir dann Richtung Süden, wobei der Wind wieder kräftig in das Segel bläst.

Ansteuerung Serifos-Koutala-2

Ansteuerung Serifos-Koutala-2

Ansteuerung Serifos-Koutala-3

Ansteuerung Serifos-Koutala-3

Wir suchen einen Ankerplatz und finden an der Südküste die schöne mit Tamarisken bewachsene Bucht Koutala. Nach den vielen Kahlen Felsen wirkt sie fast wie eine Oase in der Wüste. Das Ankermanöver erfordert vor allem von Claus körperlichen Einsatz.

Landleine befestigen

Landleine befestigen

Skipper Martin ist nach einem Ankerouzo weiter voll im Einsatz. Er verwöhnt uns mit einem leckeren Abendessen. Zur Belohnung lassen wir ihn beim Uno-Kartenspiel beinahe gewinnen.

Uno spielen

Uno spielen

Standort am Abend: Ormos Koutala auf Serifos
Distanz 23 sm, davon unter Segel (Ge) 17sm

Juli

9

Tag 3, 09.07.11  – von Ursel –

Standort am Morgen: Vourkari auf Insel Kea

Seegang im Stenon Kaphireos

Seegang im Stenon Kaphireos

Heute kämpfen wir mit hoher See und Wind, der bis zu sieben Beaufort auffrischt. Unser Ziel ist die nordöstlich von Kea gelegene Insel Andros. Nach ungefähr drei Stunden – die Crew ruht bereits etwas ermattet im Cockpit – ändert Martin den Kurs und wir fahren Richtung Süden nach Kythnos. Wir passieren den nördlichen sehr kahlen Teil der Westküste, um dann in die vom Tourismus fast unberührte Bucht Kolona einzulaufen.

Ormos Kolona auf Kythnos

Ormos Kolona auf Kythnos

Mit einem Ouzo-Orange auf Eis bei Sonnenuntergang wird das von Crew und Skipper wie immer perfekt ausgeführte Ankermanöver begossen.

Taverne Ormos Kolona

Taverne Ormos Kolona

Bei Anbruch der Dunkelheit machen wir noch einen Landausflug mit dem Zodiak in die einzige Taverne, die auf den Felsen über der Bucht liegt. Wie so häufig gibt es Tsatsiki, griechischen Salat, Lammkottelets vom Grill und Landwein.

Abendstimmung Ormos Kolona

Abendstimmung Ormos Kolona

Standort am Abend: Ormos Kolona auf Kythnos
Distanz 31 sm, davon unter Segel (Gr + Fo) 23sm

Juli

8

Tag 2, 08.07.11  – von Ursel –

Standort am Morgen: Bucht am Kap Sounion

Nach einem letzten Blick auf den Poseidon-Tempel segeln wir mit Kurs 090 in Richtung Kea.

Poseidon Ade

Poseidon Ade

Elke und Claus sind mittlerweile bei allen Manövern unter der präzisen Anleitung des Skippers ein eingespieltes Team. Unser Segelrevier für die nächsten Tage sind die nördlichen Kykladen. Kea ist eine bergige kahle Insel. Wir fahren bei Agios Nikolaou in einen kleinen Hafen des malerischen Örtchens Vourkari ein.

Ansteuerung Vourkari-1

Ansteuerung Vourkari-1

Ansteuerung Vourkari-2

Ansteuerung Vourkari-2

Bei einem kleinen Spaziergang finden Elke und Ursel einen schön gelegenen Badefelsen zum Schwimmen, während Claus Spaghetti all´ ortolana di Rosanna vorbereitet.

Vourkari-1

Vourkari-1

Vourkari-2

Vourkari-2

Spagetti all´ ortolana di Rosanna

Spagetti all´ ortolana di Rosanna

Martin rettet durch kurzes Abtauchen im Hafenbecken das Handy des Nachbarn und erhält dafür als Dankeschön elf „self made“ Hühnereier.

Wie so oft lassen wir den Abend bei einem Glas Wein und netten Gesprächen im Cockpit ausklingen mit Ausblick auf die „Flaniermeile“.

Abendstimmung in Vourkari

Abendstimmung in Vourkari

Standort am Abend: Fischerort Vourkari auf Insel Kea
Distanz 17,5sm, davon unter Segel (Gr + Fo) 10sm

Juli

7

Tag 1, 07.07.11  – von Ursel –

Standort am Morgen: Bucht von Voula

Während wir frühstücken, repariert Martin erfolgreich den Motor des Wasserbereiters. Um 11.00 motoren wir weiter gegen Süden. Unsere Fahrt wird nur durch einen kurzen Stopp für einen Schnorchelgang im offenen Meer unterbrochen.

Ursel im offenem Meer-1

Ursel im offenem Meer-1

Wir passieren die bergige Küste, um an der Südspitze des griechischen Festlandes am Kap Sounion zu ankern. Weithin sichtbar ragt der Poseidontempel über die weitläufigen Bucht.

Ankerplatz Kap Sounion-2

Ankerplatz Kap Sounion-2

Nachdem sich Skipper und Crew genügend erholt haben, machen wir am Abend eine kleine Wanderung, um zusammen mit anderen Reisebusinsassen den vielgerühmten Sonnenuntergang beim Poseidontempel zu beobachten. Das Meer ist spiegelglatt, einige kleine Felsen ragen hervor und die Sonne versinkt bilderbuchmäßig gegen 20.45 hinter den Bergen.

Poseidon-Tempel Kap Sounion-8

Poseidon-Tempel Kap Sounion-8

Poseidon-Tempel Kap Sounion-17

Poseidon-Tempel Kap Sounion-17

Nach diversen typisch griechischen Vorspeisen in einer der beiden Tavernen drängt es uns auf das Boot zurück.

Nachts am Kap Sounion-2

Nachts am Kap Sounion-2

Nachts am Kap Sounion-3

Nachts am Kap Sounion-3

Claus soll in die Kunst des Uno-Spiels eingeweiht werden. Er stellt nicht die verbotenen Fragen, spielt schnell ohne verdächtige Blicke und geht als zweiter Sieger durch das Ziel.

Poseidon-Tempel Kap Sounion-22

Poseidon-Tempel Kap Sounion-22

Standort am Abend: Bucht am Kap Sounion
Distanz 19 sm

Juli

6

Tag 0/7, 06.07.11  – von Ursel –

Standort am Morgen: Glyfada – Athen

Nach einer stürmischen Nacht hat sich das Meer wieder beruhigt.

Für Martin ist heute Putztag. Elke und Ursel fahren mit der Tram an der Küste entlang zum berühmtesten Treffpunkt Athens, dem Syntagma-Platz. Das Parlamentsgebäude an der Ostseite des Platzes ist als Ziel vieler Demonstrationen in letzter Zeit häufig im Fernsehen zu sehen. Einige Personen campieren in kleinen Zelten mitten auf dem Platz, aber es gibt auch genügend Touristen, die sich mit den Wachsoldaten fotografieren lassen oder die zahlreichen Geschäfte in der Fußgängerzone besuchen. Die Schlange bei H&M an der Kasse ist genauso lang wie in Berlin. Auch die Plaka, das Altstadtviertel am Fuße der sehr beeindruckenden Akropolis, ist gut bevölkert.

Akropolis

Akropolis

Gegen 15.00 kommt Claus, unser neues Crewmitglied, mit dem Bus vom Flughafen. Die Taxen streiken heute!

Nach dem obligatorischen Großeinkauf, den wir auch auf Grund des Taxistreiks geliefert bekommen gehen wir Anker auf. Wir motoren noch eine Stunde und ankern dann in Voula, einem südlich von Glyfada gelegenen weiteren Vorort von Athen.

Ankerplatz bei Voula-2

Ankerplatz bei Voula-2

Zur Begrüßung von Claus beglückt uns Elke wieder mit einer „fangfrischen“ Dorade aus dem Supermarkt. Ein paar Gläser Wein und die Natur sorgen für die richtige Stimmung.

Fischer in Abenddämmerung

Fischer in Abenddämmerung

Standort am Abend: Bucht von Voula
Distanz 4 sm

Juli

5

Törnzusammenfassung

Lefkas - Korinth - Athen_Juli 2011

Link zum Törnblog: Lefkas - Korinth - Athen_Juli 2011

Angelaufene Häfen/Buchten:
Lefkas, Nissos Provati, Mesolongion,
Brücke Patras, Trizonia, Galaxeidi, Ormos Sarantis,
Kanal von Korinth,
Nissos Salamis, Glyfada Athen
Gesegelte Strecke: 206sm
Max. Speed: 7Kn
Max Wind: 32Kn

Bemerkungen:
Durchfahrt Brücke Patras
Durchfahrt Kanal von Korinth
KANALGEBÜHR für Kat 18x9m 2011: 400€

Juni

28

Törnzusammenfassung

Lefkas -  Kefallonia - Lefkas_Juni 2011

Link zum Törnblog: Lefkas - Kefallonia - Lefkas_Juni 2011

Angelaufene Häfen/Buchten:
Lefkas, Meganissi, Kalamos, Fiscardo, Vathy, Kastos, Frikes, Meganissi, Lefkas

Gesegelte Strecke: 134sm
Max. Speed: 8,4Kn
Max Wind: 32Kn
Bemerkungen:

Juni

21

Törnzusammenfassung

Lefkas - Lefkas_Juni 2011

Link zum Törnblog: Lefkas - Lefkas_Juni 2011

Angelaufene Häfen/Buchten:
Lefkas, Lygia, Meganissi, Nydrion, Lefkas

Gesegelte Strecke: 27sm
Max. Speed: 5Kn
Max Wind: 15Kn
Bemerkungen:

Juni

12

Törnzusammenfassung

Benalmadena - Lefkas_Juni 2011

Link zum Törnblog: Benalmadena - Lefkas_Juni 2011

Angelaufene Häfen/Buchten:
Benalmadena
Lefkas (Lefkas)
Gesegelte Strecke: 1345sm
Max. Speed: 9,9Kn
Max Wind: 28Kn
Bemerkungen:
Einhand gesegelt

Juni

12

Tag 13- Sonntag, 12.06.2011

Ankerplatz: 38°47.434’N, 020°43.335’E

Nachts durch die Inseln fahren ist wie zu Hause auf der Landstraße – aber viel weniger um nicht zu sagen – gar nichts los.

02:15 UTC:
Anker fallen etwas nördlich vom kleinen Hafen Lygia (Insel Lefkas)

Lygia auf Lefkas-1

Lygia auf Lefkas-1

Gesamtstrecke Benalmadena –Lefkas
1351 sm in 11 Tagen und 15,5 Stunden

Macht einen Durchschnitt von 4,8 sm/Stunde – das ist nicht grad schnell gewesen, aber für weite Strecken ohne wind noch gnaz gut.

Juni

11

Tag 12- Samstag, 11.06.2011

POS 12:00 UTC: 38°21.889’N, 019°25.200’E

Wind: 14 Kn aus 285 Grad; Gr + Ge, KÜG 080, FÜG 5,5 Kn
Etmal: 138 sm; Restdistanz nach Lefkas: ca. 75 sm

06:30UTC: die letzten 100 sm bis nach Lefkas!

Stetiger Wind in der Nacht aus NW brachte eine gute Fahrt.

17:00 UTC: Land in Sicht – erste Küstenabschnitte von Kefallonia und Lefkas lassen sich im Fernglas ausmachen.

Das sind „blu:kat“ seine „Heimatgewässer“ – es ist fast wie die Rückkehr von Odysseus, nur war es für „blu:kat“ ein halbes Jahr und nicht zehn. Dafür ist Ithaka nicht weit weg ;-).

Und schon kommen auch die ersten Frachter wieder in Reichweite, die nach Norditalien in die Adria wollen.

Frachter nach Asien

Frachter nach Asien

Kreuzfahrer nach Venedig

Kreuzfahrer nach Venedig

Juni

10

Tag 11- Freitag, 10.06.2011

POS 12:00 UTC: 37°55.330’N, 016°37.063’E
Wind: 16 Kn aus 275 Grad; Gr + Ge, KÜG 065, FÜG 6 Kn
Etmal: 122 sm; Restdistanz nach Lefkas: ca. 209 sm

Tagsüber bin ich ganz gut mit leicht wechselnden Winden vorangekommen. Gegen 21.00 UTC erreiche ich die Einfahrt zur Straße von Messina.

Gut zu erkennen das moderne „Wahrzeichen“ auf der Westseite des nördlichen Ufers – der beleuchtete 200m hohe rot-weiße Strommast, der an die nicht mehr vorhandene Hochspannungsleitung erinnert.

Skylla und Charybdis waren „gnädig“ mit mir und haben Wind und Strom aus der richtigen Richtung geschickt und so ist „blu:kat“ mit bis zu 9 Kn über Grund zwischen den querenden Fähren und Frachtern durchgerauscht.

Strasse von Messina Nordeinfahrt

Strasse von Messina Nordeinfahrt

Es war schon eine beindruckende Kulisse in der Nacht – tausende Lichter auf beiden Seiten des Ufers, weiße Wolken über den Berghängen und zwischendrin der hell leuchtende Halbmond am Himmel.

Am Ausgang der Straße frischte der Wind noch mal auf bis zu 28 Kn auf und ließ „blu:kat“ mit teilweise über 10 Knoten dahin rauschen.

So plötzlich wie der Wind anfing, so schlagartig hörte er auch nach 2 Stunden wieder auf, so dass ich bis zum Morgengrauen direkt in Richtung Griechenland motort bin.

Einen Guten Morgen Gruß bekam ich von einem Containerfrachter im Ionischen Meer.

Besuch am Morgen

Besuch am Morgen

Ab Mittag kam der Wind wieder mit15 Kn aus 270, dass hieß: Vollzeug auf Raum-Wind-Kurs und 6-7 Kn Fahrt.

Mit Sonnenuntergang schläft der Wind leider ein, also wieder ein Stück mit Motor, der auch wieder meine Batterien lädt und den Wassermacher am laufen hält.

Juni

9

Tag 10- Donnerstag, 09.06.2011

POS 12:00 UTC: 38°16.548’N, 014°46.441’E
Wind: 14 Kn aus 275 Grad; Gr II + Ge, KÜG 110, FÜG 4,5 Kn
Etmal: 112 sm; Restdistanz nach Lefkas: ca. 330 sm

Außer Segel schiften in der Nacht und einmal am Nachmittag war nicht viel los heute. Blauer Himmel mit viel Sonne, ab und an ein paar Quellwolken über Sizilien und fast konstanter Wind, der mich bis zum Abend an die Einfahrt zur Straße von Messina gebracht hat.
Hinter „blu:kat“ geht grad die Sonne hinter einer der Liparischen Inseln unter.

Sonnenuntergang Liparischen Inseln

Sonnenuntergang Liparischen Inseln

Auch heute habe ich noch mal einen Nachtrag im Blog zu unserm Ausflug nach Cordoba am 29.5.11geschrieben – Bilder sind jetzt hiochgeladen!

Juni

8

Tag 9- Mittwoch, 08.06.2011

POS 12:00 UTC: 38°34.094’N, 012°27.815’E
Wind: 6 Kn aus 270 Grad; Gr + Ge, KÜG 100, FÜG 4,5 Kn
Etmal: 120 sm; Restdistanz nach Lefkas: ca. 440 sm

Viel los war heute nicht. Der Wind ist im Verlauf des Tages immer schwächer geworden und so segelt „blu:kat“ mit 3-4 Knoten der Straße von Messina entgegen.

Jedoch habe ich die Gelegenheit genutzt und einen Nachtrag im Blog geschrieben:

Unser Ausflug nach RONDA am 28.05.2011.
Unter diesem Datum findet Ihr den Beitrag im Blog.

Juni

7

Tag 8- Dienstag, 07.06.2011

POS 12:00 UTC: 38°22.968’N, 009°57.925’E
Wind: 17 Kn aus 280 Grad; GrII + Ge, KÜG 088, FÜG 6, Kn
Etmal: 118 sm; Restdistanz nach Lefkas: ca. 560 sm

Der Wind hat seit der Nacht immer weiter nach Süd gedreht, so dass ich ab dem Vormittag mit 15 Kn aus 270 Grad vor dem Wind gute 7 Knoten laufe.

Vorwindkurs

Vorwindkurs

Logge

Logge

Am Nachmittag bekomme ich Besuch von einem der wenigen Frachter, die hier unterwegs sind.

Frachter AL HURREYA unterwegs nach Annaba

Frachter AL HURREYA unterwegs nach Annaba

Vermutlich wird sich in der Nacht die Zahl der Frachter doch noch erhöhen, da ich in den Bereich nördlich Tunesien und Sizilien komme, der Hauptroute vom Suezkanal nach Gibraltar und umgekehrt.

Auch die neue Wettervorhersage verspricht keine Überraschungen, nur konstanten Wind aus West, mit dem ich denke ich morgen am Nachmittag in der Nähe der Insel Ustica, nördlich von Palermo gelegen, sein werde.

Juni

6

Tag 7- Montag, 06.06.2011

POS 12:00 UTC: 37°35.312’N, 000°41.916’W
Wind: 13 Kn aus 020 Grad; Gr + Ge, KÜG 098, FÜG 5,5 Kn
Etmal: 110 sm; Restdistanz nach Lefkas: ca. 670 sm

Ab dem Vormittag hab ich wieder Wind. 12-14 Kn aus 020 – also fast optimal: Es reicht für einen Am-Wind-Kurs und „blu:kat“ segelt mit über
5-6 Kn dahin. Schön ruhig ist es wieder nach dieser langen Motoreinheit.
Das Gribfile mit der Wettervorhersage, welches ich gerade über KW-Funk abgeholt habe, lässt hoffen, dass es jetzt mal eine Weile so bleibt und ich zunächst mal bis zur Nordküste von Sizilien segeln kann. Wir werden sehen.
Leider ist es draußen mal wieder grau in grau und nichts weiter los. Ein paar Frachter ziehen immer wieder mal vorbei, aber meist mit großem Abstand von mehr als 15 sm.
Am Nachmittag zieht eine riesige, fette, dunkle Wolke auf. Der Wind dreht fast schlagartig um 180 Grad. Bevor er zulegte hatte ich jedoch schon die Segel unten und motorte ein wenig durch das fette Nass von oben.
Der ganze Spuk dauert nur eine knappe Stunde und jetzt für die Nacht ist das Groß im 2. Reff und die Fock oben. Trotzdem läuft „blu:kat“ grad bei halben Wind knapp 6 Knoten.

Wolkenburch

Wolkenburch

Juni

5

Tag 6- Sonntag, 05.06.2011

POS 12:00 UTC: 38°12.967’N, 005°12.739’E
Wind:4 Kn aus 020 Grad; M, KÜG 088, FÜG 5,0 Kn
Etmal: 105 sm; Restdistanz nach Lefkas: ca. 790 sm

Nach der sternenklaren Nacht kam auch die Sonne am Morgen, trotzdem motore ich immer noch, weil das Meer fast spiegelglatt ist
Ab Mittag macht es zu: bleierner Himmel und totale Windstille.
Ich dachte schon das bleibt jetzt bis zum nächsten Morgen, aber am Nachmittag kommt dann doch noch mal die Sonne raus, genug Zeit zum Sonnenbaden und Relaxen für die bevorstehende Nacht.

Juni

4

Tag 5- Samstag, 04.06.2011

POS 12:00 UTC: 38°08.699’N, 002°59.649’E
Wind:4 Kn aus 200 Grad; M, KÜG 088, FÜG 4,5 Kn
Etmal: 108 sm; Restdistanz nach Lefkas: ca. 900 sm

In der Nacht hatte ich mal wieder eine „renitente“ Begegnung mit einem Frachter. Der schon recht nah auf Kollisionskurs als ich ihn über Funk anrief und zunächst einen guten Abend wünschte. Er fragte dann nach meinem Anliegen, weil – ich wäre doch an seiner PORT-Seite, sprich ausweichpflichtig. Ich „musste“ ihm leider mitteilten, dass ich unter Segeln sei und er doch bitte hinter mir durchgehen soll, und wünschte ihm noch eine gute Wache. Kurz darauf erfolgte eine recht scharfe Kursänderung von ihm.

Frachter Gertrud G

Frachter Gertrud G

Ansonsten war nichts los heute.
Keine weiteren Frachter, keine Fischer, Kein Wind, so dass ich wieder Motore.
Dafür scheint die Sonne und es ist warm, auch das Wasser wird wärmer, schon 22,4 Grad.
Also Zeit um mal wieder alles bis zum Sonnenuntergang zu lüften.

südlich Mallorca

südlich Mallorca

Juni

3

Tag 4- Freitag, 03.06.2011

POS 12:00 UTC: 38°17.882’N, 000°46.626’E
Wind: 5 Kn aus 130 Grad; Gr II + M, KÜG 090, FÜG 4,0 Kn
Etmal: 1155 sm; Restdistanz nach Lefkas: ca. 1000 sm

In der Nacht brachte mich der Wind bis kurz vor Alicante, von wo aus ich noch mal den UMTS-Kontakt für Mails und Wetter-Grib-Files nutzen konnte.
Dann ging’s mit dem Winddreher stetig nach Osten. Morgens ziehen einige kleine Wolkenbänder mit stärkerem Wind durch, aber „blu:kat“ nutzt dies gerne für ein paar kleine Zwischenspurt’s.

KURS SIZILIEN.JPG

Hab beim Wäsche aufhängen unter dem Sonnensegel einen blinder Passagier entdeckt. Der hat richtiges Fell, vermutlich weil es grad draußen so kalt ist.

Blinder Passagier

Blinder Passagier

Zum Mittag kann ich schon ein paar Inselteile von Ibiza und Formentera sehen, obwohl diese fast 35 sm weit weg sind. Um mich herum sind viele algerische Fischer mit großen Ringnetzen, die allerdings ganz gut gekennzeichnet sind.

Algerische Fischer mit Ringnetz-3

Algerische Fischer mit Ringnetz-3

Algerische Fischer mit Ringnetz-4

Algerische Fischer mit Ringnetz-4

Algerische Fischer mit Ringnetz-1

Algerische Fischer mit Ringnetz-1

Vermutlich werden sie von den Spaniern überwacht, denn ein Propellerflugzeug drehte mehrere Runden und überflog auch „blu:kat“ ganz nah oder tief.

Kontrollflieger-3

Kontrollflieger-3

Der Wetterbericht verspricht eine ruhige Nacht, allerdings vermutlich unter Maschine mangels Wind.

Juni

2

Tag 3 – Donnerstag, 02.06.2011

POS 12:00 UTC: 37°32.288’N, 000°39.859’W, südlich Cabo de Palos
Wind: 10 Kn aus 020 Grad; Gr + M, KÜG 060, FÜG 4,5 Kn
Etmal: 095 sm; Restdistanz nach Lefkas: ca. 1100 sm

In den Morgenstunden passiert „blu:kat“ Cartagena.
Diesmal fahren wir vorbei an dieser schönen und interessanten Stadt.
Im Oktober auf der Fahrt in die Karibik konnten wir Cartagena schon besichtigen und haben auch einige Zeilen dazu im Blog geschrieben.

Die Fischer am Cabo de Palos scheinen doch noch Fisch zu fangen, denn die Möwen stürzen sich ab und an über dem Netz ins Wasser. Wir hatten bisher leider noch keine Angelerfolge.

Fischer Cabo de Palos

Fischer Cabo de Palos

Je nach Windverhältnissen gehen wir jetzt auf Kurs mit Ziel Westecke Sizilien.
Vor dem Mar Menor werden gerade Unterwasserarbeiten in einem großräumigen Gebiet gemacht. Ein Patrouillen-Boot der spanischen Marine weist mich an 8sm weiter östlich zu gehen, bevor ich wieder auf NNE-Kurs einschwenken darf.

Mar Menor

Mar Menor

Kurz vor Sonnenuntergang taucht auf ein Mal ein türkisches U-Boot an meiner BB-Seite auf. Kein AIS-Signal, keine Lichter, nur die türkische Flagge und jede Menge Antennen auf dem Turm. So fährt es langsam nach Süd. Ich dachte ich sei noch in spanischen Gewässern 😉

Türkisches U-Boot

Türkisches U-Boot