Feb.

28

Christine

Huahine – schon der Name trägt Bedeutung in sich. „Hine“ steht im Polynesischen für „Frau“. Mit etwas Fantasie lässt sich in der Silhouette der Berge die Form einer liegenden, schwangeren Frau erkennen. Die Insel gilt als Sinnbild für Fruchtbarkeit und Weiblichkeit; manche deuten den Namen frei als „fruchtbare Frau“, andere augenzwinkernd als „sexy Lady“. Wer über die Insel fährt, versteht schnell, warum dieses Bild passt: üppiges Grün, dichte Vegetation, weiche Berglinien.

Bemerkenswert ist dabei die aussergewöhnliche Ordnung. Huahine wirkt extrem gepflegt. Die Strassen sind in hervorragendem Zustand, Grundstücke sauber, kaum sichtbarer Müll. Die auf vielen pazifischen Inseln präsente Plastik- und Müllproblematik ist hier nicht erkennbar. Alles erscheint aufgeräumt, strukturiert und mit grosser Sorgfalt erhalten.

Mit zwei kleinen blauen Renault Kwid begann die Inselrunde. Erster Halt war Anini Mara’e, eine der bedeutendsten heiligen Stätten Huahines. Ein Marae war im traditionellen Polynesien religiöses und gesellschaftliches Zentrum – Ort für Zeremonien und Versammlungen. Zwischen den alten Steinplattformen lag zunächst eine ruhige, fast ehrfürchtige Stimmung. Dann erklangen plötzlich Gesang und Musik aus dem Gebüsch. Wenige Schritte weiter sass eine Gruppe Einheimischer beisammen, bestens gelaunt und offenbar schon länger im Feiermodus. Der Kontrast zur spirituellen Bedeutung des Ortes war überraschend, die Begegnung jedoch offen und herzlich.

Weiter ging es zu La Maison du Pareo, wo handgemalte Pareos ausgewählt wurden und Bananen sowie Limetten als freundliche Zugabe mit ins Auto wanderten.

Am Tefarerii Viewpoint bot sich der weite Blick auf die Lagune in intensivem Türkis. Ein Panorama, das einen Moment lang alles andere in den Hintergrund rückt.

Bei den heiligen blauäugigen Aalen, den Anguilles sacrées, wartete bereits ein lokaler Guide. Mit geübtem Blick und sicherer Hand übernahm er die Smartphones, dirigierte geschickt die Positionen und sorgte für erstaunlich gute Fotos. Nebenbei erklärte er die Bedeutung der Tiere, spielte anschliessend noch ein Stück auf seiner Ukulele und verstand es charmant, sein kleines Geschäft zu führen. Am Ende wechselten nicht nur Erinnerungsfotos, sondern auch einige Muschelketten die Besitzer.

Eigentlich sollte es danach zum Schnorcheln in den Coral Garden gehen. Doch noch auf dem Weg dorthin setzte kräftiger Regen ein. Der pinke Regenschirm aus dem Damenauto erwies sich als rettender Begleiter. Ganz zufällig lag das Mutukootu Snacking am Wegesrand – perfektes Timing für die Regenpause. Frische Mango- und Bananensäfte, Poisson Cru und gegrillter Thunfisch mit Vanillesauce schmeckten allen extrem gut. Eine absolute Empfehlung!

Nach dem Schauer wurde der Schnorchelgang nachgeholt, allerdings mit kräftiger Strömung, die aus dem geplanten entspannten Gleiten eher ein sportliches Treiben machte.

Später wurden im Super U Fare Nui Vorräte ergänzt, in der Huahine Art Gallery Kunst aus gesammelten Strandmaterialien bestaunt und bei Vairupe Vanille frische Vanilleschoten gekauft.

Zum Abschluss bot das Hotel Le Mahana einen entspannten Sundowner, bevor der Tag an Bord bei einem besonderen Abendessen ausklang: Skipper Martin und Sylvia hatten eine Brotzeit liebevoll vorbereitet, mit frisch gebackenem Brot (Martins Spezialität), dazu Guacamole, Thunfischdip und Krautsalat. Eine perfekte Abrundung für einen Tag voller Eindrücke.

Feb.

27

Irgendwie waren heute Morgen schon alle ziemlich früh wach außer unser Skipper. Die einen sprangen gleich ins Wasser und schwammen ums Boot rum, die anderen genossen in Ruhe den ersten Kaffee. Dann frühstückten wir ziemlich zeitig, bevor es kurz vor neun hieß, Anker auf Richtung Huahine. Hartmut setzte das Segel und los ging’s. Martin schaltete den Autopilot ein, aber Hartmut fragte, ob er steuern darf.

Der Rest der Crew suchte sich irgendwo Liegemöglichkeiten im Schatten für die nächsten Stunden. Hartmut blieb die Hälfte der Zeit am Steuer. Da wir recht langsam vorankamen, schaltete Martin schließlich die Motoren an.

Ich hab noch einen Kuchen gebacken während der Schaukelei. Als wir gegen halb drei den Pass von Huahine erreichten, wurden alle wach , nahmen vorne am Bug Platz und genossen entspannt noch die restliche Fahrt in den Norden Huahines bis zum Hotel Le Mahana. Wir waren das einzige Boot, so konnte Martin die vorderste Boje anpeilen. Das Ankerteam Hartmut, Leo und Ludwig angelten mit dem Bootshaken nach der Boje und kurz drauf nach gemeinsamer Teamwork waren wir fest. Der Platz wurde von der Crew für sensationell befunden und sie waren begeistert . Beim Kaffeetrinken erzählte Martin ein bisschen über die Insel ,welche Sehenswürdigkeiten es gibt und empfahl der Crew , ein Auto zu mieten.
Als wir um kurz vor halb sechs zum Sundowner mit dem Dinghi ins Hotel fuhren, machten Leo, Hartmut, Christine, Isabel, Ludwig und Annemarie zuerst das mit den Mietautos an der Rezeption klar.

Da es kein passendes Fahrzeug für alle gibt, wird es wohl so sein, dass die Jungs ein Auto mieten und die Mädels auch extra ein Auto haben. So können die verschiedenen Bedürfnisse abgedeckt werden. Nachdem das geklärt war bestellten wir unsere Sundowners Maitai, Pina Colada, Chichi und für mich eine frische Kokosnuss. Manuia.


Zurück auf dem Boot übernahmen die Männer das Regiment in der Küche. Es gab einen großen Topf mit leckerem Hühnchen Huahine und eine Schüssel gemischten Salat.


Christine und Annemarie machten nach dem Essen wieder klar Schiff in der Küche.
Da diese Nacht eine bestimmte Sternenkonstellation zu sehen war, haben alle am Bug Sterne geschaut, bevor sie sich in die Kojen zurück gezogen haben.

Feb.

26

Nach einer regenfreien Nacht kitzelte die Sonne die Außenschläfer wach. Das Wasser bot sich gleich zum Schwimmen an. Ich bereitete schon mal das Frühstück vor und der erste Kaffee wurde dankend angenommen. Am Frühstückstisch erklärte Martin den kommenden Tagesablauf.

Es sollte zu dem Mare Taputapuātea gehen. Eine zweite Schwimmrunde musste noch sein, bevor es um zehn Uhr hieß…Anker auf zurück nach Raiatea zur Kultstätte.

Der Marae Taputapuātea, der als das wichtigste und größte Heiligtum in Französisch-Polynesien anerkannt ist, liegt im Herzen des „Polynesischen Dreiecks“ auf der Insel Ra’iātea. Die Stätte beherbergt mehrere Strukturen mit ganz unterschiedlichen Funktionen. Als Überbleibsel aus fast 1000 Jahren Mā’ohi-Zivilisation ist die Stätte heute Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Diese dem Kriegs- und Fruchtbarkeitsgott Oro geweihte heilige Stätte gilt als der Ort, an dem die Welt der Lebenden an die der Vorfahren grenzt. Es gibt in Polynesien sehr viele Marae, auf denen sich die Bevölkerung bei kulturellen, sozialen und politischen Ereignissen versammelte.


Nach zweieinhalb Stunden ließ unser rocking Ankerman Hartmut den Anker runter- Das Dinghi wurde abgelassen und die ganze Crew, bis auf Christine und mich, setzte über an Land. Christine wollte lieber eine Runde schwimmen, da sie schon eine Besichtigung vom Marae hatte. Ich machte derweil Kaffee. Kuchen war schon fertig, wie immer, ein Mitternachtsprodukt.


Danach motorten wir weiter mangels Wind zu unserem nächsten Ankerplatz. In das klare herrliche Wasser musste man einfach gleich reinspringen. Ca 1,5 km entfernt lag das Motu Oatara, bei Google als Vogelinsel beschrieben. Martin ließ sich wieder von mir mit dem SUP auf die Insel chauffieren. Die war leider privat und das Betreten verboten. Einen Blick haben wir doch riskiert. Vögel haben wir keine gesehen. Die Crew schnorchelte derweil zu einem schönen Spot mit einigen Korallen und bunten Fischen.


Zurück auf dem Boot wurde ein bisschen geratscht und gechillt. Isabel kochte heute ein leckeres Chilly , Martin bereitete die mitgebrachte Brotfrucht und ich machte für die Vorspeise einen bunten Salat.
Nach dem Essen meldeten sich die Jungs Leo, Hartmut und Ludwig als Küchenhelfer und spülten das Geschirr ab.


Dann war es endlich soweit, die Crew wurde in unser Lieblingskartenspiel Wizard eingeweiht. Annemarie schaute nur zu und Ludwig wollte nicht mitspielen. Martin erklärte den Spielverlauf und los ging es. Das erste Spiel war noch etwas holprig, aber die Revanche Runde klappte schon ganz gut. Wir haben ja noch ganz viel Zeit. Müde schlüpften danach alle in die Kojen.

Feb.

25

Am frühen Morgen hat es mal kurz geregnet, deswegen mussten die Aussenschläfer zurück ins Boot. Schlafen konnte dann irgendwie keiner mehr so richtig. Ich hab schon Kaffee und Tee gekocht, dann machten sich Isabel, Ludwig, Leo und ich nochmal Richtung Super U auf, um noch die restlichen Sachen, wie Milch und verschiedenes Obst zu kaufen.
Dann gab es ein leckeres erstes Frühstück. Anschließend gab es von Martin die Sicherheitseinweisung mit Bootsführung.

Derweil hab ich einen Kuchen für den Nachmittag vorbereitet. Um halb zehn ging es los. Die Boys von der Marina starteten den Motor und fuhren die Rasdu aus dem Hafen, dann übernahm Martin und der dritte Törn in Folge kann beginnen. Um halb zwölf erreichten wir unseren Badestop vor der schönen Privatinsel in glasklarem türkisen Wasser. Als Martin die Motoren ausmachte, hörten wir die Wasserpumpe laufen, aber alle waren an Deck. Alle Wasserhähne wurden kontrolliert, die aber alle zugedreht waren. Aus Christines Kabine hörten wir Geplätscher. Irgendein Schlauch war gerissen und das Wasser lief unkontrolliert aus dem Tank. Der war nun fast leer. Martin schaltete die Pumpe aus und telefonierte mit der Basis. Violetta konnte den Techniker nicht erreichen und deswegen entschied Martin, in die Marina zurückzukehren. Nach einem kurzen Badestop hieß es Anker auf und zurück in die Marina. Um 14.00 Uhr holten uns die Boys wieder ab und parkten in der Marina ein. Unten baute einer den Schrank aus und wechselte den Schlauch unterm Wasserhahn.

Derweil füllten Ludwig und Leo die Wassertanks wieder auf.
Kaffee und Kuchen wurden heute ein bisschen vorgezogen, denn um 15.00 legten wir wieder ab Richtung Südostseite Taha’a, an den schönen Ankerplatz, wo wir schon am Mittag waren. Dort konnte dann endlich der Urlaub beginnen . Auf dem Weg dorthin haben uns sogar Delfine begleitet, wenn das mal kein Glück bringt.


Christine hat sich heute für das Abendessen bereit erklärt und bereitete mit Annemarie als Schnippelhilfe ein leckeres Curry zu. Hartmut war für den Salat zuständig. Auf die Bioabfälle freuten sich die Haie und viele Fische unter dem Boot. Nachdem Abwasch in der Küche holte Hartmut endlich seine E Gitarre und wir saßen alle um den Tisch und sangen mit. So endete der erste Urlaubstag ganz entspannt.

Feb.

24

Heute hieß es nach einem letzten leckeren Frühstück Abschied nehmen von unserer Gute Laune Crew. Sylvia bleibt noch ein paar Tage auf Moorea, Melanie noch in Papeete , für Helene und Walde geht’s direkt abends zurück in die Heimat. Aber ein Treffen ist geplant. Dann musste das Boot sauber gemacht und die Betten überzogen werden, damit wir am Nachmittag die neue Crew willkommen heißen können.
Isabel hat fleißig geholfen, die kam schon am Vortag aufs Boot.
Um kurz vor 14.00 Uhr kamen Leo, Hartmut und Ludwig aus München und Christine aus Aachen, die Annemarie aus LA mitbrachte.
Perfekt zum Kaffee und Kuchen und frischem Obst wurde die neue Crew begrüßt.

Danach wurde die Einkaufsliste besprochen und wir schwärmten wieder aus in Richtung SuperU. Wir füllten nacheinander zig Einkaufswägen mit Getränken, Basics, Obst und Gemüse usw.
Es gab wieder keine Eier. Ich schaute noch im Carrefour, aber auch da waren die Regale leer. Leo hat dann noch noch in einem kleinen Supermarkt Eier ergattern können.

Zurück ging es mit einem vollbeladenem Taxi und unser Skipper und mittlerweile erprobtes Verstaugenie verräumte alles in die vorgesehenen Plätze. Kühl und Gefrierschrank wurden wieder prall gefüllt. Am Anfang denkt man immer, wer soll das denn alles essen, aber meistens ging es gut aus.
Für den Abend haben wir im Fish and Blue reserviert und alle waren wieder begeistert von der Location. Wir saßen direkt am Wasser. Den Sonnenuntergang haben wir leider knapp verpasst, aber dennoch waren tolle Farben vom Abendrot am Himmel zu sehen. Das Essen war wieder sehr lecker.

Was dieses Mal nicht so schön war, dass wir das Gefühl hatten, nach dem Essen müssen wir gehen. Kein Dessert bestellt, dafür gleich die Rechnung gebracht. Ansonsten war alles top. Zurück auf dem Boot machte sich bei den meisten noch der Jetlag bemerkbar und sie verzogen sich in die Kojen oder auf die Außenschlafplätze.
Martin, Isabel und ich spazierten noch in die Stadt, weil wir da laute Trommeln und Musik hörten. Als wir da waren, haben wir gesehen, das auf der Aranui 5 ein richtiges polynesisches Spektakel aufgeführt wurde. Die Gäste hatten Spaß, wir mussten leider draußen bleiben und konnten nur zuhören. Max vom Le Raie Gate meinte zwar, wir dürfen rein, aber wir wurden sehr freundlich abgewiesen. Dann spazierten wir gemütlich zurück aufs Boot und gingen in die Kojen.

Feb.

24

Törnzusammenfassung

Angelaufene Häfen/Buchten:

Raiatea, Tahaa, Maupiti, BoraBora, Tahaa, Huahine, Raiatea

Gesegelte Strecke: 250,5 sm
Max. Speed: 7,2 Kn
Max Wind: 32 Kn bei kurzzeitigem Frontdurchgang
Bemerkungen: überwiegend Sonnig und sehr warm mit ab und an kurzen Regenschauern, meist in der Nacht. Wassertemperatur zwischen 28 und 30 Grad

Meist schwach windig, oft aus NE-E um die 5-12 Kn.

Feb.

24

Wie immer gabs noch mal ein fruchtiges Frühstück.
Die letzten Sachen wurde gepackt und um 08:45
kam schon das Taxi zum Flughafen, zumindest passend für den ersten Flug.

Die anderen Flüge starten heute etwas später gen Papeete.

Fast wie immer hat doch jemand was vergessen. Diesmal traf es Helene,
deren Flug zum Glück später ging, so dass sie nochmals schnell zurück kommen konnte.

Jetzt sind dann inzwischen alle in Papeete eingetroffen und können noch einen gemeinsamen Nachmittag verbringen ehe es für einige dann schon wieder in Richtung Europa via USA mit dem Flieger geht.

Feb.

23

08:00 hieß es am vorletztet Tag Mooring los.
Vor uns lagen 31 Meilen auf dem Weg bis nach Raiatea in die Dream-Yacht-Marina.

Zuerst gings in der Lagune von Huahine gen Norden bis zum südlichen Pass VAPEHI
und dann auf Westkurs bis nach Raiatea.
Wir hatten zwar schon das Groß beim Ablegen gesetzt, in der Hoffnung auf Wind bei der Überfahrt.
Aber leider bis auf ein recht kurzes Stück ging allein unter Segeln nichts.
Der Wind war schwach mit maximal 8 Kn und dazu noch aus ENE, also fast genau von hinten.
Die Segel hingen recht schlapp umher und schaukelten in der Dünung. also ging es dann unter Motor weiter bis zum Mooringplatz gegenüber dem Hafen Uturoa von Raiatea.
Hier konnten wir einen letzten Badestopp einlegen bevor es gegen 16:00 in die Marina ging.

Am Ankerplatz ist gleich nebendran ein großes Flach mit kleinen Bummies, die zum Schnorcheln einluden.

Bevor wir endgültig in der Marina festgemacht haben, gings noch an die Tankstelle um Diesel, Beibootsprit und die Gasflasche aufzufüllen.

Zum Abendessen hatten wir in der Stadt beim Restaurant La Raie’Gate reserviert.
Das war alles ausgesprochen lecker dort. Wir hatten alle verschieden Gerichte, die reichlich und sehr gut waren, inklusive einem Happy Hour Drink, den es dort vom 16-19:00 Uhr gibt.

Der kurze Spaziergang bis zur Dream-Yacht-Marina und unserem Kat RASDU war gut zum verdauen.

Feb.

22

Die Crew hatte sich nochmal für einen Strandtag am Hotel Le Mahana entschieden. Nach einem leckeren Frühstück fuhr Martin Helene, Sylvia und Walde mit dem Dinghi an Land. Melanie blieb noch mit an Bord und ließ sich später rüber fahren. So hatten die vier noch einen tollen letzten Strandtag mit Schnorchelgelegenheit, bevor es am Montag früh nach Raiatea zurück geht. Martin machte den Blog noch online fertig und ich hab einen Kuchen gebacken und ein bisschen Wäsche gewaschen.
Um halb sechs fuhren wir mit dem Dinghi zu den anderen rüber, pünktlich zu unserem letzten Sundowner.

Wahnsinn, wie die schnell Zeit vergangen ist. Zurück an Bord machte wir ein improvisiertes Resteessen, mit allem, was noch da war. Sylvia bereitete aus den restlichen Tomaten eine Schüssel Tomatensalat. Bevor wir eine letzte oder vorletzte Runde Wizard spielten , schauten sich Sylvia, Melanie, Walde und Helene den tollen Sternenhimmel an. Danach wurde in bester Manier gezockt😄. Das erste Spiel ging an Melanie und die zweite Runde an Walde und mich. Die Glückssträhne vom Skipper ist nicht abgerissen, es hat sich nur verteilt. Die Glückssträhne hat er dafür jetzt beim
Backgammon , da hat er schon wieder 3:1 gewonnen. Wir haben wie immer viel gelacht und gingen dann zufrieden in die Kojen oder unter den Sternenhimmel.

Feb.

21

Ungewohnte Geräusche in der Nacht bedeuten meistens nichts Gutes. Um fünf Uhr morgens brummte die Wasserpumpe im Dauerton. Ich ging an Deck und horchte, schaute ob alle Wasserhähne zu sind und kontrollierte die Außendusche. Dann weckte ich Martin. Die Crew schlief tief und fest. Auch er schaute überall nach, vermutete schlimmstenfalls irgendwo ein Leck in der Leitung, schaltete die Pumpe ab und ging wieder schlafen. Walde war der erste, der wach wurde. Da er immer draußen schläft, hab ich ihn gebeten, in der Kabine nach zu schauen. Da war alles in Ordnung. Um halb acht hab ich die Pumpe wieder eingeschalten und wieder ein Dauerton. Ich hab bei Sylvia geklopft, da hat sich noch nichts gerührt, Melli war schon wach und fragte auch, was das für ein Geräusch sei. Bei ihr war nichts. Martin musste den Generator und den Wassermacher einschalten, da Batterien und Wassertank sich leerten. Ich probierte es nochmal bei Sylvia und hörte schon beim Öffnen der Kabinentür den Wasserhahn im Bad laufen. Sie war ganz erschrocken und hatte ihn einfach vergessen. Dann war das wenigstens geklärt , ein Leck wäre schlimmer gewesen.
So konnte ich beruhigt das Frühstück vorbereiten. Heute war nichts geplant, außer das schöne Wetter genießen und chillen. Sylvia wollte nach Fare, in den Hauptort fahren um sich dort eine Gallerie anzuschauen. Sie erzählte später eine schöne Geschichte, dass die Fahrerin ihr fast ihre ganze Verwandtschaft vorgestellt hat und sie dadurch ganz nette Begegnungen hatte. Sie wurde in der Galerie auch fündig und erstand wunderschöne Bilder. Der Rest der Crew fuhr mittags samt Schnorchelausrüstung mit dem Dinghi zum Hotel rüber. Heute war Strandtag angesagt. Martin und ich gingen ein bisschen im Sand spazieren. Dort trafen wir einen einheimischen Fischer namens Jean. Er putzte seinen Fang und fütterte nebenbei einen Rochen. Wir gingen noch bis eine Weile und kehrten dann um. Melanie, Walde und Helene schnorchelten derweil in einem Corel Garden, der direkt beim Hotel liegt. Dort sind wunderschöne Anemonen und schöne bunte Fische zu sehen.

Helene wartete auf einen Pareo, den sie bei ihrem Ausflug gestern gekauft hatte und der noch fertig gezeichnet wurde. Der wurde direkt ans Hotel geliefert. Stolz präsentierte sie ihn nach Erhalt. Tolle Farben in verschiedenen Blautönen, da kann sie ein schönes Erinnerungsstück mit nach Hause nehmen. Martin und ich fuhren aufs Boot zurück, die Crew blieb bis zum Abendessen im Hotel. Sie genossen einfach mal den feinen Sandstrand. Zum Essen hatten wir eine Reservierung im Hotel. Pünktlich zum Sundowner kamen Martin und ich zurück und nahmen an einem schön eingedeckten Tisch Platz. So hatten wir einen fast perfekten Sonnenuntergang mit tollen Cocktails und einem leckeren Essen in einer schönen Umgebung.

Zurück an Bord wurde die Eisdiele eröffnet. Ich habe noch Sahne dazu geschlagen . Leider gibt es von dieser Session kein wirkliches Foto😄.

Obligatorisch wurden noch zwei Runden Wizard gespielt, eine RevancheRunde, aber unser Skipper ist einfach nicht zu schlagen. Müde schlichen dann alle in die Kojen oder legten sich draußen unter den Sternenhimmel.

Feb.

20

Melanie, Sylvia, Helene, Waldemar

9:30 Uhr hieß es wieder: Pferde satteln und einmal rundherum – dieses Mal um beide Inseln.

Zuerst wurde jedoch ausgiebig bei ‚Schorschi‘ Tamanu-Creme, verschiedene Öle, Vanilleschoten und vieles mehr eingekauft.

Nach nur wenigen Kilometern kam bereits der erste Pareo-Shop – also voll in die Bremsen, Blinker setzen und raus, um die kunstvollen Paréos zu bestaunen.

Der Herr vom ‚Atelier du Pareo‘ verkauft nicht nur die von ihm selbst gestalteten Stücke, sondern auch weitere wunderschöne Kunstwerke und Schnitzereien.

Und so ging es den ganzen Tag weiter: ein paar Kilometer fahren, dann wieder ein Paréo-Atelier, ein Schmucklädchen, eine verführerische Vanille-Boutique, die all zum Einkaufen einluden. Den besten Vanille-Deal haben wir bei ‚Boutique LM Huahine Vanille’ gemacht – Anbau und Verkauf waren sehr professionell und sauber organisiert. Wir hätten auch an einer Führung teilnehmen können, haben aber darauf verzichtet, da wir eine solche bereits bei Noah auf Taha’a gemacht hatten.

Nicht zu vergessen die Kultstätten, die über die Inseln verteilt sind. Huahine ist berühmt für seine Maeva. Das sind große Versammlungshäuser mit hohen Steinmauern, die der Verteidigung dienten. Außerdem dienten die Anlagen für unterschiedlichste Kulte und waren verschiedenen Göttern geweiht. Wir schauten uns das Marae Mata ire a Rahi an, das dem Gott des Lichtes geweiht war. Diese Marae liegen an den schönsten Orten und haben uns dazu geführt in der Lagune und im Pazifik zu baden.

In Fare haben wir praktisch alle Läden und Stände besucht, im Super U noch ein paar Kleinigkeiten als Proviant eingekauft und anschließend im Yachtclub lecker zu Mittag gegessen.

Walde entdeckte zudem eine kleine Galerie, die er natürlich ebenfalls besuchte. Eine sehr spannende Künstlerin: Melanie Shook Dupré.

Walde: „Als ich die Stahltreppe in ersten Stock des Hauses hoch stieg begrüßte mich eine sehr freundliche ältere Dame. Ich habe mir zur Angewohnheit gemacht ein kleines Kunstwerk aus dem Urlaubsland zu erwerben, um eine Erinnerung an die dortige Zeit mit nach Hause zu nehmen.

Die Künstlerin malt auf Aquarell und Öl, und hatte auch einige Kohlezeichnungen ausgestellt. Sie erstellt viele Motive aus ihrer Umgebung, ziemlich authentisch aus meiner Sicht. Ich entschied mich für eine Kohlezeichnung, die wie sie sagte ein Enkel von ihr darstellt“

Sylvia hat ihr am nächsten Tag ebenfalls noch einen Besuch abgestattet.

Helen hat sich bei ‚Coco and Paréo‘ schockverliebt – in einen Paréo. Der Künstler stellte ihn noch am selben Abend fertig, und am nächsten Tag wurde er ihr sogar geliefert.😲

Zum Abschluss haben wir auch den ‚Anguilles sacrées‘ – den ‚Heiligen Aalen‘ – unsere Aufwartung gemacht. Ein Herr aus dem Ort war so freundlich, uns dorthin zu führen. Er fütterte die Aale mit Thunfisch aus der Dose und half uns sogar beim Filmen. Alles war sehr freundlich und herzlich – letztlich jedoch gegen einen kleinen Obolus.

Nun hieß es Vollgas: erst noch tanken und dann zurück zur Autovermietung – mit einem letzten Stopp in einer Vanille-Boutique. Mit einer zeitlichen Fast-Punktlandung haben wir das Auto schließlich zurückgegeben.

Zum alltäglichen Subdowner haben wir uns alle wieder zusammen gefunden.

Feb.

19

Wie gestern Abend abgesprochen, hieß es heute Morgen um acht Uhr Leinen los von der Mooring Richtung Huahine. Wenn wir längere Schläge fahren, gibt es immer Frühstück light mit Obstsalat, gekochten Eiern und Skipperbrot. Einfach etwas leichtere Kost. Das Großsegel wurde gleich zu Beginn als Unterstützung gesetzt und später die Genua dazu, dann konnte Martin die Motoren ausschalten. Wir hatten nicht viel Wind, so zuckelten wir bei 5-8 Knoten Wind dahin.

Da alles recht übersichtlich war, setzte heute der Skipper selber eine Bolo an. Die Crew suchte sich die begehrten Schattenplätze und döste . Nach ca 6 Stunden erreichten wir unseren Mooringplatz im Norden von Huahine beim Le Mahana Hotel. Das hatte leider beim ersten Törn noch nicht geöffnet. Nach dem Kaffee und Kirschkuchen fuhren Melanie und ich auf dem SUP rüber ins Hotel, um für die Crew für den morgigen Tag ein Mietauto zu organisieren. Das klappte relativ schnell und Melanie erspähte in dem kleinen Büro ein paar Pareos. Wir wollten nur mal kurz schauen und schwupps hatte jede von uns einen in der Tasche. Um NOCH einen Pareo reicher gingen wir noch über die Straße zum Secret of Vahine, der schon geschlossen hatte. Zurück im Hotel bestellten wir uns schön gekühlte Getränke warteten auf den Rest der Crew, die zur Happy Hour um 17.30 Uhr nachkommen wollte.


Kurz nach halb sechs tuckerte die Mannschaft mit dem Dinghi zum Hotelsteg, nur Helene fehlte. Sie probierte ein Kuchenrezept aus Samoa , und der Kuchen war noch nicht fertig. Martin, Melanie und Walde nutzen die Happy Hour für je einen Pina Colada und einen Maitai, meine Namensvetterin Sylvia blieb beim Weißwein und ich beim Kokoswasser und einem Mocktail.

Die Rückfahrt auf dem SUP gestaltete sich dann eher lustig. Wir haben unseren gute Laune Ohrwurm geträllert, dabei ist Melanie irgendwie zweimal ins Wasser gefallen, dann hab ich sie liegend zurück aufs Boot gepaddelt. Martin, Sylvia und Walde fuhren lachend mit dem Dinghi an uns vorbei.
Bevor es dann das Abendessen gab wurde noch eine Tanzrunde eingelegt.

Hungrig machten wir uns über Martins leckere Spaghetti Bolognese her.

Wir waren so satt, dass kein Eis mehr reinpasste. Nach dem Abwasch sind erstmal alle verschwunden, da hat mich Martin beim Backgammon gnadenlos abgezockt und 4:0 gewonnen. Auf einmal kamen doch alle wieder zurück zum Tisch und wir konnten noch zwei Runden Wizard spielen. Die eine Runde ging an Martin, die andere an mich. Müde schlüpften alle in ihre Kojen, bzw Aussenschlafplätze.

Feb.

18

Helene, Melanie und Waldemar

✨ Nächtlicher Regen & ein perfekter Start in den Tag ✨

Walde: Heute Nacht weckte mich Helene sanft aus meinem Traum. Der Regen prasselte aufs Boot – und wahrscheinlich hätte ich ewig weiter davon geträumt, wenn sie mir nicht einen kleinen Stupser gegeben hätte und ich schlussendlich realisiert habe, dass es tatsächlich regnet. Also schnell vom Bug nach hinten in die warme Kabine.

Helene machte es sich dort gemütlich, während ich die Bank im hinteren Teil des Bootes für mich hatte.

Am Morgen erwartete uns ein gemeinsames Frühstück: eine superleckere Eierspeise von Helene und – wie könnte es anders sein – eine wunderschön angerichtete Obstplatte von Sylvia. 🍇🍓🍍

Und ganz ehrlich:
Vor Sylvia ziehe ich meinen Hut! 🎩
Sie ist immer als Erste wach, zaubert uns die beeindruckendsten Obstplatten, sorgt mit ihrem Humor für die besten Momente – und wenn wir längst müde in unseren Kojen liegen, backt sie noch schnell die leckersten Kuchen für uns.

Danke, liebe Sylvia! ❤️✨

🌴 Ein Besuch bei André – mitten im Grünen 🌴

Nach dem Frühstück sind bei André zu Besuch. Dafür sind wir mit unserem Dinghy den Fluss hinaufgefahren – etwa 15 Minuten – bis wir an seinem kleinen Paradies ankamen.

Kaum hatte Martin nach ihm gerufen, stand André auch schon vor uns und nahm uns mit in seinen wunderschönen Garten.

Und was für ein Garten das ist! Überall Obstbäume, frische Früchte, Düfte, Farben – einfach traumhaft. 🍊🍌🌿

Wir bekamen eine kleine Führung und durften natürlich auch probieren: Obst direkt vom Baum und frisch geöffnete Kokosnüsse, deren Wasser einfach himmlisch schmeckte. 🥥✨

Als besonderes Geschenk gab es sogar ein paar Vanilleschoten für uns.

Ein herzliches, echtes Erlebnis – und wieder einer dieser Momente, die man nicht so schnell vergisst.

Zurück zum Bordleben ⛵️
Zurück auf dem Katamaran und nach einem Standortwechsel hat Martin noch ein Brot gebacken. Das Brot ist einfach unglaublich lecker.


Ein weiteres Mal sind wir ins türkisfarbene Meer gehüpft und haben die Abkühlung genossen – allerdings nicht zu lange, denn kurz darauf hieß es: Anker hoch und Fahrt zur Location für den Abend.
Geplant war ein Folkloreabend mit feinem Essen.

Vorher aber noch mal rasch ins Wasser 💦 zum abkühlen und auch gleich frisch machen für den Abend.

Soirée polynésienne 🇵🇫🔥
Das Essen war sehr abwechslungsreich und köstlich. Von frischen Salaten über Fisch und Fleisch bis hin zu Plantains und Kuchen konnten wir wirklich von allem probieren.

Die anschließenden Darbietungen – vom Pareo-Knüpfen für Frauen und Männer über Tanz und Tanzunterricht bis hin zu einer Feuershow – waren äußerst unterhaltsam.

Und bald war es dann wieder Zeit mit dem dinghy zurück zu fahren.

An Board gab es mit Sylvi und Melanie eine kleine Gegenveranstaltung – die zwei haben sich einen Mädelsabend mit dem Film „Dirty Dancing“ gemacht und haben die Feuershow am Strand aus der Ferne betrachtet.

Feb.

17

Helene, Melanie und Waldemar

Heute übernimmt die Crew den Griffel, um den Blogbeitrag zu schreiben, da unsere Sylvi, Chef-Redakteurin, heute nicht den ganzen Tag dabei war.

Der Vormittag war super entspannt. Nach dem obligatorischen „Rund-um-den-Katamaran-Schwimmen“ gab es ein superleckeres Frühstück. Danach hieß es wie gewohnt: klar Schiff machen. Und heute war anschließend direkt weiter chillen angesagt, da wir um 13 Uhr loswollten, um die Love Here Pearl Farm leerzukaufen.

Helene:
Mein Vorsatz war, nichts zu kaufen, da ich bei anderen Gelegenheiten schon ausgiebig geshoppt habe. Aber „luegä darf me ja“. Tatsächlich habe ich dann auch nichts gekauft. Die Präsentation über die Entstehung der Perlen – vom Impfen der Muscheln bis zur Ernte – fand ich jedoch sehr spannend. Auch der zum Kauf angebotene Schmuck war sehr ansprechend und das Wühlen in der Perlen-Kiste war sehr schön.

Ergänzung, auf der Fahrt nach Raiatea wurden wir noch fast überholt…

Melanie:
Mit dem Dinghy ging es zielgerichtet über die Lagune von Taha’a zur Perlenfarm.

Kaum angekommen, tauchten wir ein in die faszinierende Welt der Perlen. Bei einer kleinen, aber feinen Führung lernten wir, dass Perlen alles andere als Zufallsprodukte sind. Uns wurde gezeigt, wie sie den Muscheln entnommen werden, wie jede einzelne Perle einer strengen Qualitätskontrolle unterzogen wird und warum manche Muscheln aussortiert werden, während andere ein zweites Karriereleben als Perlenproduzenten bekommen.

Frisch geschult und voller Kaufbereitschaft ging es dann in den Perlen Shop. Ein gefährlicher Ort. Gefühlt entdeckten wir jede Minute etwas Neues: hier eine schimmernde Perle, dort ein Schmuckstück, das dringend mit nach Hause wollte. Zeit spielte keine Rolle mehr – bis unser lieber Skipper Martin irgendwann sehr höflich, aber bestimmt daran erinnerte, dass Boote selten warten. Schweren Herzens lösten wir uns also von den Perlen (zumindest von einigen).

Zurück an Bord folgte der nächste emotionale Höhepunkt: Kaffee und Kuchen. Unsere großartige Sylvi zauberte einen Heidelbeer-Käsekuchen – Sensationell! Diesen haben wir dann auch fast komplett vernichtet.

Nach ein paar ausgiebigen Badesessions – Lagune geht immer – segelten wir schließlich in eine ruhige Bucht zum Ankern und Übernachten. Der Abend? Genau so, wie man ihn sich wünscht: gemeinsames Kochen, ein Glas Wein (oder zwei), viel Lachen und wie immer eine hitzige Wizzard-Runde nach dem Kniffeln.

Fazit: Perlen, Kuchen, Lagune und Spiele. Mehr Taha’a geht eigentlich nicht.

Waldemar:
Heute früh musste die Sonne erst über den Berg von Taha’a klettern, bevor sie uns auf dem Bug des Katamarans weckte. Sylvia war sofort wieder in der kleinen Küche zugange und bereitete liebevoll ihre Früchteplatte zu.

Wir genießen es sehr, unser Frühstück erneut über dem türkisblauen Wasser einzunehmen, in dem unsere Rasdu liegt. Der Tag kann kaum besser beginnen – in dieser traumhaften Landschaft und mit einer unglaublich herzlichen Crew, die respektvoll und gleichzeitig sehr humorvoll miteinander umgeht.

Ich habe heute früh sogar meine zehn Runden ums Boot geschafft, und das noch vor dem Frühstück!

Ein spannender Tag stand uns bevor, denn um 13 Uhr sollte es zu einer Perlenfarm gehen, die etwa eine Dreiviertelstunde entfernt lag. Ich hatte mir vorgenommen, für meine Frau Elke eine Perle zu kaufen, damit auch sie ein Stück Südsee bekommt – sie wird sich bestimmt darüber freuen.

An der Farm angekommen, erhielten wir nach einer kurzen Erklärung und Führung die Möglichkeit, uns an den wertvollen Perlen zu erfreuen, die eine ganz eigene Magie ausstrahlen.

Zurück an Bord genossen wir einen von Sylvia gebackenen Blaubeerkuchen. Man staunte nicht schlecht, wie schnell er fast vollständig verschwunden war! Die Kuchen, die hier gebacken werden, sind jedes Mal köstlich – und zugleich eine kleine Herausforderung für Sylvia, denn der Ofen an Bord ist mit unseren heimischen Öfen kaum zu vergleichen.

Feb.

16

Heute stand die gebuchte Tagestour mit Vanilla Tours auf dem Plan. Frühstück light war angesagt, jeder wie er möchte, und es wurden ja schon am Vorabend Snacks für den Tag vorbereitet. Um 7.45 Uhr wollte Martín mit dem Dinghi an Land. Er hatte die Tour schon mal 2018/19 gemacht und unsere erste Crew vor zwei Wochen war total begeistert von Noah, dem Guide.
Gespannt setzten wir über und schon das wunderschöne Grundstück, wo uns Noah in Empfang nahm, hat uns geflasht. Er fing gleich an, über die Pflanzen und Bäume in seinem Garten Geschichten zu erzählen, zum Beispiel über den riesigen Ficus Benjamini, der mittlerweile fast 40 Jahre alt ist. Seine Eltern haben ihn 1 Jahr nach seiner Geburt gepflanzt.


Dann bestiegen wir den hübsch dekorierten 4×4 Allrad Jeep und los ging es . Nach kurzer Strecke hielten wir an der Straße und wir mussten einen steileren Weg hochgehen.

Da war die Vanilleplantage von Noahs Freund. Die war völlig in die Natur integriert und die Vanillepflanzen rankten sich um verschiedene Baumstämme wobei die Blätter oben für Schatten sorgen. Noah erklärte uns die verschiedenen Schritte der Vanilleproduktion, die Bestäubung per Hand, die Ernte, die Massagen usw. Danach wunderte es uns nicht mehr, dass die Vanillestangen so teuer sind.

Wir fuhren weiter über die Insel, durch schöne Dörfer und hielten immer wieder an tollen Aussichtspunkten an. Noah erzählte uns viel über die Insel, über Traditionen und wurde nicht müde, unsere Fragen zu beantworten.

Auf der anderen Seite der Insel fuhren wir gottseidank mit dem Allrad Jeep durch ein grünes Tal und echt off road einen Berg hoch. Die Aussicht war grandios, man hatte den Rundumblick auf beide Buchten. Dort oben arrangierte Noah für uns verschiedene Früchte auf wilden Hibiskusblättern und schlug Kokosnüsse zum Trinken auf. Ein sehr gelungenes Picknick.

Nach ca einer Stunde mit kurzem Regenschauer ging es wieder den Berg hinunter. Noah zeigte uns noch seine Schule und wo im Sommer die Paddelwettbewerbe stattfinden, bevor wir zu unserem letzten Halt, der Rumdestillerie Pari Pari, kamen. Dort erzählten uns die Ladies etwas über die Öle, die hier hergestellt werden und über die Rumproduktion.


Einige haben auch etwas gekauft. Zwischendrin haben wir noch unsere Getränkevorräte in einem Supermarkt aufgefüllt. Das konnten wir im Jeep gut mitnehmen. Gegen drei kamen wir auf Noahs Grundstück zurück und wir mussten die ganzen Wasserpacks ins Dinghi schaffen. Auf dem Boot gab es dann noch den restlichen Apfelstrudel mit Vanillesoße und Sahne. Bis zum Abend war chillen angesagt, bis sich Helene und Walde in die Küche verzogen um das Abendessen vorzubereiten. Es gab mit Käse gefüllte Ravioli, dazu Spinat und Pilzsoße. Sylvia machte noch einen Chinakohlsalat.
Nachdem die Küche aufgeräumt war , verzogen sich alle aufs Deck und tauschten Fotos aus. Melanie und Sylvia gingen zeitig ins Bett und Walde, Helene, Martin und ich spielten eine Runde Wizard. Diesmal ging die Runde an mich. Ich hab noch einen Käsekuchen gebacken, bevor es in die Koje ging.

Feb.

15

Das Ankerteam Helene und Walde standen pünktlich um acht bereit, als es vom Skipper hieß, Leinen los von der Mooringboje. Gefrühstückt wurde unterwegs mit Obstsalat, Joghurt, gekochten Eiern und natürlich dem frischen Brot von Martin. Für den längeren Schlag nach Taha’a konnten wir teilweise sogar mit Großsegel und Genua segeln.

Viel Wind war nicht aber wir kamen gut vorran und da die See ruhig war konnte ich zusammen mit Helene als Apfelschnitzler einen Apfelstrudel backen, den es gleich nach unserer Ankunft auf Tahaa mit Vanilleeis und Sahne gab.

Erstes Ziel war die Love Here Pearlfarm, die, wie wir nach Ankunft feststellen mussten, leider am Sonntag geschlossen hat. Dann fuhren wir retour zum Coral Garden. Laut Marina in Raiatea darf man hier nicht mehr ankern, aber es lagen schon 4 Boote dort. Also kurz entschlossen Anker raus.

Martin erklärte die Vorgehensweise dort und los ging es voll bepackt mit den Schnorchelausrüstungen und dem Dinghi auf die Nachbarinsel des Motus Tautau. Im Gänsemarsch folgten wir dem Skipper bis an die Stelle, wo wir ins Wasser gingen.

Mit Flossen und Brille ließen wir uns mit der Strömung durch die farbenfrohe Korallenwelt treiben. Neugierige bunte Fische umschwärmten uns oder ließen sich durch uns nicht stören. Martin und Melanie machten wieder viele tolle Fotos mit den Unterwasserkameras.

Die Sonne schien, deswegen war die Sicht im glasklaren Wasser perfekt. Am Ende des Coral Gardens angekommen, machten wir uns auf den Weg zur zweiten Runde.

Als wir wieder durch waren blieben wir noch ein bisschen im flachen Wasser sitzen und beobachteten die vorwitzigen kleinen Fische um uns herum.

Begeistert machten wir uns mit dem Dinghi auf den Rückweg zum Boot. Martin ließ noch den Wassermacher und den Generator laufen, da uns Noah gebeten hatte, diese in der Bucht nicht einzuschalten, zwecks Lärm.
Danach ging es weiter in die Hurepiti Bay an die Boje von Vanilla Tours, mit denen wir morgen eine Ganztages Tour machen wollen.
In der kleinen Küche wurde fleißig gewerkelt. Sylvia bereitete eine würzige Karotten/Ingwersuppe als Vorspeise und Melanie verarbeitete die Auberginen zu einem leckeren Ratatouille mit Couscous. So langsam neigen sich unsere frischen Gemüsevorräte dem Ende zu, aber ist ja gut so. Nach dem Abendessen diskutierten wir noch den Essensplan für die restliche Zeit und es wurden Snacks , Eier und belegte Brote für den Ausflug vorbereitet, da wir um dreiviertel acht loswollen. Zeitig gingen wir alle in die Kojen oder an Deck, damit wir morgen ausgeschlafen sind.

Feb.

14

Heute hab ich die Crew mit einem leckeren Valentinsfrühstück überrascht, bevor sie zum Shark und Stingray Feedingpoint gefahren sind.

Nur waren leider viele Ausflugsboote von den beiden Kreuzfahrtschiffen vor Ort. Es sind trotzdem alle begeistert gewesen und Martin und Melanie haben tolle Fotos und Videos gemacht, die danach gezeigt und ausgetauscht wurden .

Sonst war heute nur schnorcheln und chillen angesagt. Melanie wollte einen Strandausflug machen, deswegen hat Martin sie nachmittags ans Ufer gefahren. Zum Kaffee hatten wir noch Helenes Rotwein/Weißweinkuchen mit Sahne. Den Rest des Nachmittags genossen wir einfach die tollen Farben des Wassers und den Blick auf den Mount Otemanu. Walde und Helene bereiteten das Abendessen vor. Reis mit Shrimps in Kokossosse und leckeren Salat.

Martin holte Melanie wieder pünktlich zum Abendessen mit dem Dinghi ab. Nachdem Abwasch haben wir im Bordkino den zweiten Teil von Vaiana geschaut. Passte wunderbar in die tolle Kulisse.

Feb.

13

Helene erinnerte uns heute morgen daran, dass Freitag, der 13.te ist. So richtig abergläubisch ist keiner von uns. Nach dem Frühstück fuhren wir los an den tollen Schicki Micki Hotels vorbei bis an den wunderschönen Platz vor Ariis Motu Grill, da waren wir letztes Jahr auch schon.

Wie immer, wenn es eine tolle Location ist, wird sofort nach Motorstop die Badeleiter ausgefahren und alle springen ins Wasser.

Die Crew blieb an Bord und Martin und ich fuhren mit dem SUP rüber zur Insel. Helene schnappte sich die Kuchenform und wollte einen Rotweinkuchen mit Weißwein backen, Walde legte einen Waschtag ein und Melanie und Sylvia chillten ein wenig. Unterwegs mit dem SUP war es ganz schön schwierig wind und strömungstechnisch. Die letzten Meter ist Martin geschwommen. Sein Schnorchel machte irgendwie komische Geräusche, dass auf einmal vier große Hunde bellend und verteidigungsbereit ins Wasser schossen. Im Wasser noch stand Martin auf und dann haben ihn die Hunde doch schwanzwedelnd begrüßt.

Letztes Jahr war die Location noch nicht so schön, er hat wahnsinnig viel hergerichtet und zwei neue größere Hütten gebaut. Es war picobello sauber. Wir tranken eine Kokosnuss und gingen ein bisschen spazieren. Immer in Begleitung der Hundeformation, die sich Reviertechnisch dauernd änderte. Sehr interessant.

Nur Rambo, wer den Blog regelmäßig liest, weiß, dass bei mir fast alle Tiere Namen kriegen😄, war auf dem ganzen Weg dabei. Er umging die Reviere, indem er im Wasser lief und schwamm. Das war unsere Theorie, weil Hunde im Wasser nicht markieren können, endet deren Revier im/am Wasser.

Die Crew hatte derweil Spaß an Bord und produzierten ein Video nach dem anderen. Melanie ist aus der Branche und hatte ständig neue Ideen.


Helenes Rotweinkuchen mit Weißwein war sehr lecker und fluffig, die Sahne war noch das i Tüpfelchen .
Nach dem Kaffee und Kuchen sollten Martin und ich auch nochmal mit auf ein Video. Also wurden die Posen eingenommen und Sylvia filmte das Ganze. Das war ein Heidenspaß und wir genossen gleich noch eine schöne Abkühlung im Wasser.


Um 17.00 fuhren wir zurück an den Platz vor dem Conrads. Da werden immer in der Früh die Stingrays und Haie angefüttert. Das wir früh morgens nicht soviel Stress haben, wollte Martin eben heute noch zurück.
In der Küche wurden schon viele Vorbereitungen für das heutige Abendessen getroffen. Es gab ein bisschen Reste vom Vortag und verschiedene Salate und Dips. Jedenfalls eine reichliche und leckere Auswahl.

Nach dem Dinner war wieder mal Wizard angesagt. Beim ersten Durchgang hat Sylvia und beim zweiten Durchgang hat Helene gewonnen. Das war ein erlebnisreicher Tag und ein lustiger Abend.

Feb.

12

Pünktlich um 7.00 Uhr war das Ankerteam gefordert, denn es hieß Anker auf Richtung Bora Bora. Es hat leicht geregnet , darum fiel der Abschied von Maupiti nicht ganz so schwer. Wind kam aus Osten gegen an, deswegen musste Martin wieder die ganze Strecke, 32 Seemeilen, motoren mit dem Großsegel zur Unterstützung. . Da es doch einige Wellen gab, hatte die Crew fast die ganze Überfahrt geschlafen. Nach knapp 5 Stunden haben wir vor dem Bora Bora Yachtclub an der Mooring Boje festgemacht. Helene, Melanie, Sylvia und Walde hatten sich vorher schon telefonisch ein Mietauto an den Yachtclub bestellt, mit dem sie die Insel und die Boutiquen auf Bora Bora erkunden wollten.

Martin und ich blieben an Bord, weil wir uns um das Abendessen kümmerten. Vorher fuhren wir noch mit dem Dinghi zur Tankstelle zum tanken und machten kurz Halt im St. James auf einen Mocktail, Virgin Pina Colada. Der war sehr lecker. Eigentlich hätte Martin noch gerne ein Eis gegessen, aber die Cafeteria im Arc and Ciel hatte schon geschlossen. Zuhause auf dem Boot begannen dann die Vorbereitungen für das Dinner. Skippers Haumannskost😊: Fleischpflanzerl , lila Kartoffelstampf und Lauchgemüse.
Die Crew kam um 18.00 Uhr im YachtClub an und Martin brachte den Einkauf mit dem Dinghi an Bord. Die vier hatten viel Spaß nach den Fotos und Videos. Wir fuhren nochmal rüber zum Sundowner, bevor es dann zum Essen aufs Boot zurück ging.

Da eigentlich heute Weiberfasching ist, haben wir noch ein bisschen gefeiert und eine Polonaise ums Boot getanzt. Müde verschwanden alle in die Kojen oder aufs Vordeck zum Schlafen.

Feb.

11

Martin, Walde und ich fuhren zeitig in der Früh mit dem Dinghi an Land um Baguette zu holen. Dass das so kompliziert werden würde, hätten wir gar nicht gedacht. Wir liefen zuerst Richtung Fahrradverleih. Die Strecke zog sich dann doch noch ganz schön, weil wir an dem kleinen Supermarkt immer mit den Rädern vorbeigefahren sind. Die Lady wollte den Laden gerade aufschließen. Bei ihr gab es leider kein Baguette. Sie zeigte in die andere Richtung.

Walde fragte immer wieder an kleineren Snackbuden, wo es Brot gibt. Die freundlichen Insulaner schickten uns immer weiter. Als wir dann an der „Bäckerei“ ankamen, war das Baguette ausverkauft. So fuhren wir ohne zurück aufs Boot. Sylvia bereitete ein Chakchouka vor, das sind versunkene Eier in Tomatensoße, eine israelische Spezialität. Ich hatte ganz in der Früh schon eine Obstplatte geschnippelt.

So ließen wir uns das leckere Frühstück auch ohne Baguette schmecken. Danach wollten Helene und Walde mit dem SUP auf die Insel. Helene packte sich gut ein, die Sonne hat irgendwie jeden ein bisschen erwischt. Ich hab zwischendurch noch einen Kuchen gebacken. Wir müssen hier echt schwere Entscheidungen treffen, wie z. Bsp. zuerst ins Wasser oder zuerst Schattenplatz suchen oder Sonne oder lesen usw. Und zwischendurch findet sich immer jemand zum Ratschen.

Die Mädels hier an Bord haben so wunderschöne bunte Bikinis, da hatte ich die Idee, alle Oberteile vor unsere Kaffeetafel zu hängen. Melanie, Helene und Sylvia waren sofort mit dabei. Das war ein lustiger Akt.

Wir haben eh sehr viel Spaß an Bord und es wird viel gelacht. Beim Nachmittagsplausch oben auf der Flybridge hatten wir die Idee, nochmal ins Papahanis zum Sundowner zu fahren. Das war noch ein richtig schöner Abschluss hier auf Maupiti.

Melanie fuhr nicht mit und wollte sich um das Abendessen kümmern. Sie zauberte ein leckeres Abendessen mit einem tollen,bunten Salat und Spaghetti mit einer Soße aus Avocado und Limetten. Das war so gut, dass nicht mal mehr ein Eis geht.


Nach dem Abwasch haben wir noch Wizard gespielt. Dieses Mal hat sich Sylvia auch mit dazu gesetzt. Beide Runden gingen an Walde. Da wir morgen früh zeitig los wollen, haben sich alle nach dem Spiel in die Kojen verabschiedet.

Feb.

10

Ein neuer Tag im Paradies. Heute hatten wir vor, mit dem Katamaran zu der Hauptinsel rüberzufahren und dort zu ankern. Wir wollen da Räder für eine Inseltour mieten . Martin machte beim Frühstück noch auf die Gefahren mit den Mieträdern aufmerksam, die letzten, die wir hatten, waren nicht TÜV tauglich.

Nachdem wir das Dinghi am Hafen festgemacht hatten, gingen wir los. Wetter passte auch , nicht ganz so heiß mit etwas Wind. Direkt am Dorfplatz glänzten im Sonnenlicht lauter bunte neue Fahrräder.
Da war die Freude groß. Jeder suchte sich eine Farbe aus und los ging es.

Immer wieder hielten wir für Fotostopps,so auch bei der Schmuckdesignerin, bei der einige was gekauft haben.
Dann fuhren wir weiter zu dem öffentlichen Strand. Helene und Melanie setzten sich gleich ins Wasser und wollten dort noch ein bisschen bleiben. Walde spielte mit dem Hund, der uns ein Stück begleitete und Sylvia legte sich in den Schatten. Martin und ich schauten mal zu dem Snack Mimi ums Eck.

Wir haben immer das Schild gesehen, sind die Straße aber nie hinter gefahren. Das entpuppte sich echt als Geheimtipp. Ein wunderschöner Strandabschnitt mit einer Einkehrmöglichkeit für Snacks und kalte Getränke. Wir suchten uns ein schattiges Plätzchen und machten Pause.
Nach ca 30 Minuten entschieden Martin und ich uns, zum Boot zurückzukehren. Unterwegs haben wir noch Sylvia im Restaurant Tayrona getroffen. Sie genoss dort noch die schöne Aussicht auf die Lagune bei einem kleinen Snack und wollte noch nicht mit zurück.
Melanie, Helene und Walde fuhren derweil mit den Rädern noch um die Insel.
So nach und nach trudelten die Nachrichten ein, dass sie mit dem Dinghi abgeholt werden möchten. Zuerst Sylvia, dann die restlichen drei.
Als alle zurück an Bord waren gab es noch den restlichen Bananenkuchen von Helene, diesmal mit Sahne.
Martin und ich wollten mit dem SUP auf die Insel, das Motu Tuanai. Als wir schon fast auf dem SUP saßen, kamen zwei einheimische Jungs in einem Kanu vorbei. Neugierig kamen sie aufs Boot und ließen sich von Walde den Kat zeigen. Eine Tafel Milka Schoki sprang auch noch dabei raus.

Bei uns wurde das Wasser so flach, dass ich fast die ganze Strecke rüber auf die Insel laufen konnte. Der Skipper ließ sich von mir nachziehen und hielt ein Nickerchen. Auf dem Motu waren verschiedene kleinere private Häuschen, teilweise richtig schön angelegt. Ein lustiger Hund begleitete uns die ganze Strecke. Er hüpfte manchmal im Wasser wie ein Känguru.
Zurück auf dem Boot bereitete Melanie und Walde ein Gemüsecurry vor. Das hatte es ganz schön in sich und war ziemlich spicy, aber sehr lecker.


Nach dem Abwasch baute Martin das Bordkino auf. Wir schauten Disneys Vaiana, das passte einfach gerade. Danach gingen alle müde in die Kojen, bzw auf die Liegeflächen am Bug.

Feb.

9

Man sagt ja Montagen immer nichts Gutes nach, aber heute hatten wir ein Highlight nach dem anderen. Kurz nach sieben setzte ich mich auf ein SUP und wollte Mantas ausspähen. Ich wusste noch ungefähr die Stelle vom letzten Mal. Die Sicht nach unten war sehr gut, ich konnte bis auf den Grund sehen. Ca 15 Min musste ich langsam hin und her paddeln und dachte schon, dass wir kein Glück hatten bis unter mir ein großer schwarzer Schatten schwebte. Mit Martin hatte ich ausgemacht, dass ich mit dem Paddel wedeln sollte, wenn Mantas da sind. Blöd nur, dass jetzt genau ein Segelboot zwischen uns lag. Ich wedelte und hoffte, Martin sieht mich trotzdem. Ich paddelte zur Boje, um das SUP festzubinden und schnorchelte zu der Stelle zurück. Es waren mindestens 3 Stück, die da fast schwerelos durch das Wasser glitten. Die Foto und Videoaufnahmen waren jedenfalls sensationell.

Nach einer guten halben Stunde fuhren wir alle zufrieden zurück aufs Boot. Melanie und Sylvia zauberten ein leckeres, sehr buntes Omelette und ich hatte schon Früchte und eine Avocado vorbereitet, so hatten wir ein weiteres Highlight.

Nach dem Abwasch wurden erst Fotos gesichtet und getauscht, dann ging es ins Wasser. Heute waren besonders viele Rochen hier in der Lagune, manchmal auch zu zweit und zu dritt. Melanie machte mit ihrer Kamera tolle Aufnahmen. Für mittags hatte Walde einen leckeren Thunfischdip zubereitet. Gemeinsam ließen wir uns diesen mit Brot, Baguette und frischen Karotten schmecken. Danach hat Helene von den vielen reifen Bananen ein Bananenbrot mit Walnüssen für den Nachmittagskaffee gebacken. Ein herrlicher Bananenduft zog durch das Boot. Derweil sahen wir Adlerrochen im Wasser. Die sehen schon ein bisschen anders aus, als die normalen Stingrays und sind viel scheuer. Melanie versuchte ihnen zu folgen, aber die waren einfach zu schnell. Später versuchte ich mein Glück und tatsächlich konnte ich ganz nah an einen Eagle Ray ran, nur hatte ich keine Kamera dabei. Melanie filmte von außen. Als er mich bemerkte, ergriff er schnell die Flucht Richtung Boot. So konnte sie nochmal tolle Aufnahmen machen. Ich holte mir Martins Kamera und schnorchelte durchs Wasser. Fast zwei Stunden lang immer wieder Sichtung, bis mir dann doch noch einer vor die Linse kam.

Mehr geht doch gar nicht. Um fünf wollten wir ins Papahanis rüber, wo wir für das Abendessen reserviert hatten. Die neue Crew war von der Location sehr begeistert. Als wir ankamen, wurde gerade der Thuna für das Dinner im/am Wasser zerlegt. Was für ein Spektakel. Die Abfälle lockten einige Rochen und kleine Haie an. Die Handys wurden für Fotos gezückt. Melanie und Helene durften sogar einen Rochen füttern.

Wieviele Highlights waren das heute?? Und der Tag war noch nicht zu Ende. Vorne am Steg haben wir dann unseren Sundowner getrunken. Leider war heute kein super Sonnenuntergang, es waren trotzdem tolle Farben am Himmel.


So langsam wurde das Buffet hergerichtet. Die Mädels hatten schon richtig Hunger. Sah alles wieder total lecker aus. Ein weiteres Highlight war die Vorstellung von den Speisen und das Dankesgebet von der Chefin. Dann endlich durften die Teller gefüllt werden.


Beim Essen haben wir nochmal so den Tag Revue passieren lassen. Fazit…noch besser geht fast nicht mehr. Zurück auf dem Boot wollten alle nochmal ein Wizzard spielen. Aus einer Runde wurde zwei, die einmal der Skipper und einmal Walde für sich entscheiden konnte. Danach spielten wir noch ein Kniffel. Würfel liegen Helene scheinbar besser. Sie hat das Spiel gewonnen. So ging ein wirklich erlebnisreicher Tag zu Ende.

Feb.

8

Wir wollen heute Richtung Maupiti, deswegen hieß es um sieben Anker auf. Mit dem neuen Ankerteam Helene und Walde klappt das schon super gut. Die Wetterbedingungen waren schon wie bei den letzten Malen nicht optimal. Martin musste die 52 Seemeilen motoren mit dem Großsegel als Unterstützung. Wir frühstückten unterwegs und haben vorsichtshalber alles rutschfest verstaut.

Zuerst suchten sich alle vorne die Schattenplätze, weil die Sonne ist auch in der Früh schon sehr intensiv. Martin probierte wieder die Schleppangel aus, leider ohne Erfolg. Helene und Walde lösten den Skipper mal ab, damit eine Pause machen konnte.
Kurz vor dem Ziel, dem Pass von Maupiti, wollte Helene ihre Drohne ausprobieren. Irgendwie hat sie plötzlich nicht mehr reagiert und es gab eine Rettungsaktion vom Skipper und Walde, der die dann doch noch greifen konnte.


Bei der Einfahrt war die ganze Crew an Deck und war richtig geflasht von diesem wunderschönen Ort.

Routiniert wurde der Anker gesetzt und kaum hatte Martin die Motoren ausgeschaltet, wurde die Badeleiter ins Wasser gelassen und alle sprangen vor dem Kaffee ins Wasser. Nach dem Kaffee war Fotosession um Wasser angesagt. Melanie gab die Posen an und fotografierte. War sehr lustig und es sind schöne Fotos entstanden. Danach wurde Wasserball gespielt. Man mag gar nicht raus aus dem Wasser.

Zum Sundowner gab es eine Flasche Prosecco. Helene und Walde erklärten sich bereit, das Abendessen, Nudeln mit Broccoli, zu machen und Melanie machte einen gemischten Salat dazu.

Da wir heute so früh gegessen haben, gingen Melanie, Walde und Helene nochmal ins Wasser und blieben bis nach Sonnenuntergang drin. Sylvia machte es sich vorne am Bug bequem zum Sterneschauen und kam ein bisschen zum Ratschen auf die Flybridge. Als alle aus dem Wasser waren und wieder trocken waren haben wir wieder zwei Runden Wizard gespielt. Die erste Runde ging an Martin und mich mit Gleichstand und die zweite Runde gewann Melanie. So ging ein wunderschöner Tag im Paradies zu Ende.

Feb.

7

Da die Marina heute viele Charterboote zurück erwartete, mussten wir um acht los. Martin hat noch Wasser getankt, die geflickte Persenning wurde noch angebracht und dann ging’s los. Nur ein kurzes Stück in den Stadthafen. Da lag schon wieder ein Kreuzfahrtriese. Wir mussten noch die Reste einkaufen und Martin wollte mit der Crew noch den Sicherheitscheck machen und einmal an Bord alles erklären.
Nachdem alles erledigt war, hieß es Leinen los Richtung Paradies.

Wir ankerten vor der kleinen Privatinsel wieder in dem klaren türkisfarbenen Wasser. Die Haie kreisten ums Boot. Die Crew war total beeindruckt von den Farben , aber auch skeptisch. Doch so nach und nach blendeten alle die Haie aus, denn die Abkühlung im Wasser war sehr verlockend .

Nach dem Kaffee und Kuchen planten wir das Abendessen. Sylvia wollte ein Hühnchen mit Championsossen kochen, dazu Reis und Salat. Bis dahin chillte jeder ein bisschen auf den begehrten Schattenplätzen oder kühlte sich im Wasser ab.


Die Attraktion waren immer noch die Haie. Mittlerweile umkreisten 6 Stück das Boot. Sylvia begann mit der Vorbereitung des Abendessens. Melanie bot sich als Schnippelhilfe an und machte eine große Schüssel gemischten Salat.


Nach dem ersten gemeinsamen, leckeren Abendessen spielten wir noch zu fünft , Sylvia war ein bisschen müde, zwei Runden Wizzard. Die erste Crew, die das Spiel kannte. Es war richtig lustig. Die erste Runde ging an mich und die zweite Runde an Melanie. Das schreit unbedingt nach Revanche( aus Skippers Sicht)


Helene und Walde legten sich draußen an Deck schlafen und ich hab noch einen Kuchen gezaubert . So ging der erste Tag mit der neuen Crew zu Ende.

Feb.

6

Heute Morgen nach dem Frühstück hieß es Abschied nehmen. Ute ist schon um 7.00 Uhr zum Flughafen gefahren und die anderen wurden um 9.00/bzw. um halb zehn abgeholt.

Dann mussten die Kabinen sauber gemacht und neu hergerichtet werden. War gar nicht so einfach, weil die Jungs von der Marina dauernd in die Kabinen mussten um einiges an Kleinigkeiten zu beheben.

Um elf kam dann schon ein fröhliches Hallo an Deck. Melanie war die erste, die wir leider noch ein bisschen vertrösten mussten. Danach kam Walde und um 14.00 Uhr wie ausgemacht Helene und Sylvia. Bis dahin waren wir auch fertig. Ich holte noch ein paar Früchte, ein Baguette und eine Avocado aus der Stadt für den ersten Hunger. Dann gab’s Kaffee und Kuchen und Snacks zur Begrüßung. Jeder erzählte ein bisschen von sich. Anschließend ging Martin die Einkaufsliste durch und wir schwärmten alle aus zum Großeinkauf.

Helene und Melanie gingen in den Carrefour, weil sie da am ehesten Melanies glutenfreie Waren bekamen. Sylvia, Walde und ich haben uns durch den kleinen SuperU gekämpft. Zum Schluss hatten wir 6 proppenvolle Einkaufswägen. Alles ging völlig reibungslos. Taxi wurde bestellt, die Waren eingeladen und es ging zurück aufs Boot. Verstaugenie Martin wartete schon und fing gleich an, alles zu verräumen.

Dann wurden die Kabinen eingeteilt und die Neuen packten erstmal ihr Gepäck aus. Zum Tagesabschluss ging es in die wunderschöne Location Fish and Blue, wo wir schon am Vortag sehr lecker gegessen hatten. Zurück am Boot gingen alle müde von dem aufregenden Tag in die Kojen.