Mai

19

Do. 19.5.11
Pos (12.00 UTC): 36°46.925’N, 021°16.640’W Wind aus 025, 17 Kn, Gr + Ge, KÜG 100, FÜG 5-6 Kn
Etmal: 130 sm, Restdistanz 742 sm

Seit dem Morgen wurde der Wind immer weniger, so dass wir mittags bei 18 Kn ausgerefft haben und jetzt wieder GR + Ge, sozusagen mit Vollzeug segeln.

Vollzeug

Vollzeug

Zum Mittagessen gibt’s aus Uschis Kombüse frisches Apfelmus für den Kaiserschmarren mit besoffenen Rosinen – sehr lecker!

An der Angel ist leider immer noch kein Fisch. Für morgen haben wir aber noch eine Portion eingefroren.

Draußen ist es immer noch recht bewölkt und frisch:
Wassertemperatur knapp 17 Grad und Luft 19 Grad.

Abendstimmung

Abendstimmung

Kurz vor Sonnenuntergang, man konnte sie tatsächlich ein paar Mal sehen, zogen kleinere Gewitterwolken durch, die uns zeitweise kräftigen Wind bescherten, so dass wir doch wieder ein Reff ins Groß gebunden haben. So können wir ruhig in die Nacht segeln.

Mai

18

Mi. 18.5.11
Pos (12.00 UTC): 37°04.215’N, 023°53.816’W
Wind aus 360, 13 Kn, Gr II+ Ge, KÜG 095, FÜG 5-6 Kn
Etmal: 134sm, Restdistanz 867 sm

Schon seit Horta segeln wir immer recht hoch am Wind, der jetzt wieder etwas schwächer wird und nur noch mit knapp 20 Kn bläst. Vermutlich werden wir bald das Reff aus dem Groß ausbinden.

Segeln am Wind

Segeln am Wind

Schon seit Start ab Horta erinnert uns Uschi immer wieder ans Angeln. Aber ab heute mit neuem Köder – neues Glück (?), probieren wir es wieder. Ein Mal Fisch steht schon auf dem Speiseplan. Die Fischstäbchen hatten wir jedoch in der Tiefkühltruhe des Supermarktes liegen gelassen 😉

Bordroutine

Bordroutine

Die Bordroutine hat uns wieder mit Wache und Schlafen, relaxen und zu den Mahlzeiten beisammen sitzen.
Heute Mittag hatten wir Kartoffelsalat mit Spiegelei. Und im Backofen wartet schon die vorbereitete Gemüselasagne zum Abendessen.

Wie bisher gehst uns gut und wir kommen mit guten 6 Kn Fahrt Gibraltar immer näher.

Mai

17

Di. 17.5.11
Pos (12.00 UTC): 37°44.471’N, 026°31.575’W
Wind aus 030, 23 Kn, Gr II + Fo, KÜG 105, FÜG 5-6 Kn
Etmal: 114 sm, Restdistanz 1025 sm

Am Nachmittag passieren wir die Azoreninsel Sao Miguel. Für ein paar Minuten kommt die Sonne durch und gleich gesellen sich wieder ein Mal ein paar Delphine ums Boot.

Zum Nachmittagskaffee hatten wir frischen Hefekuchen mit Äpfeln, den Uschi gebacken hatte.

Schwalben an Bord

Schwalben an Bord

Vor Sonnenuntergang landen zwei Schwalben unter dem Sonnensegel und lassen sich ein wenig von „blu:kat“ mitnehmen. Die paar Sonnenblumenkerne und ein Stück Apfel wollen sie aber schienbar nicht haben.

Sao Miguel

Sao Miguel

Gerade haben wir den letzten Zipfel von Sao Miguel in 17 sm querab, als der Wind etwas nachlässt und wir statt der Fock wieder die Genua setzten.

So segeln wir in die Vollmondnacht, die heute Abend ist. Jedoch haben wir nicht allzu viel vom Mond gesehen, denn immer noch ist der Himmel bewölkt und lässt den Mond nur erahnen.

Mai

16

Mo. 16.5.11
Pos (12.00 UTC): 38°31.861’N, 028°37.520’W, noch in der Marina zum Tanken:

Tanken-1

Tanken-1

Tanken-2

Tanken-2

Aber in 20 Minuten werden wir ablegen und uns auf den Weg nach Gibraltar und Malaga machen.

Hilfe beim Ablegen

Hilfe beim Ablegen

Die Windvorhersage ist gut und soll uns für die nächsten 7 Tage N-NNE-liche winde bis zu 20 Kn bescheren. Wenn das so stimmt, dann werden wir gut voran kommen.

Zwischen Faial und Pico hat’s gut geblasen in der Düse, unter Land der Insel Pico auf der Leeseite war natürlich etwas „Ebbe“ mit Wind und haben den Motor mitlaufen lassen.

Jetzt gegen 18.00 UTC – Thomas‘ Wache beginnt grad – haben wir eine lange hohe Dünung und der Wind kommt langsam auch. Im Moment noch etwas zu weit E-lich, aber wir sind wie immer guter Hoffnung.

Blick auf den Pico achteraus

Blick auf den Pico achteraus

So segeln wir langsam in die Nacht hinein nachdem es wie immer leckeres Essen aus Uschis Bordküche gab. Frisches Rotkraut, Kartoffelpüree und Bratwürstel und Eis zum Nachtisch.

Mai

14

Fr. 13.5.11 – So 15.5.11

Pos (12.00 UTC): 38°31.861’N, 028°37.520’W; Marina Horta

Horta ist eine kleine verschlafene nette und vor allem sehr saubere und gepflegter Hafen und zugleich Hauptort der Insel Faial.

Horta-1

Horta-1

Horta-2

Horta-2

Horta-3

Horta-3

Horta-4

Horta-4

Noch am Tag unserer Ankunft haben wir uns zu Fuß umgesehen und mal wieder die Beine vertreten. Kleine nette Häuser, gepflegte Gärten mit Blumen – alles satt grün – und kleine Geschäfte umringt von kleineren Parkanalagen und einigen Kirchen. Das ist das Bild von Horta.

Natürlich nicht zu vergessen der Hafen, mit seinem Industrieteil für die Fischer und Versorgungsfrachter, sowie dem Marinateil für die Yachten. Die kommen aus aller Welt um hier Station zu machen. Dazu gehört natürlich auch der obligatorische Besuch von „Peters Cafe Sport“. Das ist schon seit mehreren Generationen in Familienhand und Treff der Seglergemeinde die hier mit ihren Yachten Station machen. Viele von ihnen verewigen sich auf der Hafenmole bevor sie wieder weiter segeln. Natürlich waren wir auch auf ein paar Bierchen bei Peter.

Cafe Sport-1

Cafe Sport-1

Cafe Sport-2

Cafe Sport-2

Den Samstag haben wir für ein paar kleinere Reparaturen und Wartungsarbeiten am Schiff genutzt. Dabei hat uns dann auch Thomas, der als neues Crewmitglied an Bord kam, geholfen. Ansonsten standen noch der Einkauf für die Weiterfahrt nach Malaga, Diesel tanken (1000 Liter) und Wassertanks auffüllen sowie klar Schiff auf dem Programm.
Noch ein kurzer Check am Masttop und dann hatten wir alles erledigt und Zeit für den morgigen Inselausflug mit dem Mietwagen.

Sonntagsfrühstück

Sonntagsfrühstück

Gleich nach dem gemütlichen und wie immer reichhaltigen Sonntagsfrühstück wollten wir los. Jürgen und Thomas hatten schon das Auto besorgt (Ford Fiesta für 55 €/Tag), da ist uns leider eine norwegische Segelyacht bei ihrem Ablegemanöver voll auf unser STB-Heck gefahren und hat eine ziemliche Delle hinterlassen. Bis wir alles geklärt hatten verging leider noch mal eine Stunde, aber dann ging’s ab on the road.

On the road

On the road

Erst n och mal ein kleiner Stopp am großen Supermarkt, der auch am Sonntag offen hat, um frisches Brot zu besorgen und dann weiter entlang der Küstenstraße.

Unser erstes Ziel, nachdem wir den kleinen Flughafen passiert hatten, war Ponta dos Caphelinhos mit dem gleichnamigen großen Leuchtturm „Caphelinhos“ im Westen von Faial.

Ausflug Horta_Leuchtturm Capelinhos-3

Ausflug Horta_Leuchtturm Capelinhos-3

Auf der Strecke dorthin fuhren wir durch mehrere kleine Ortschaften, die ebenfalls wie Horta alle sehr sauber und gepflegt waren. Auch hier ist überall alles satt grün und mit Blumen bepflanzt. In vielen Gärten sieht man Bananenstauden und kleine Azoren-Ananas wachsen, die ganz besonders süß sein sollen. Wir werden es testen. Die Häuser, oft aus Basaltgestein vom Vulkan gebaut sind überdies oft in verschiedenen Farben gestrichen. Insgesamt schön anzuschauen.

Ausflug Horta-2

Ausflug Horta-2

Ponta dos Caphelinhos ist eine „junge“ Gegend, die erst in den Jahren 1957/58 bei mehreren kleinen Ausbrüchen mit viel Ascheregen durch einen Unterwasservulkan vor der Westküste entstanden ist. Heute ist es ein Naturschutzgebiet und sehr schön hergerichtetes Ausflugsziel auf Faial, zu dem auch ein Museum gehört. Das hat zwar an sieben Tagen die Woche auf – sonntags leider aber erst ab Mittag. Wir hatten jedoch vom Touristenbüro schon reichhaltig Infomaterial bekommen.

Ausflug Horta_Leuchtturm Capelinhos-4

Ausflug Horta_Leuchtturm Capelinhos-4

Ausflug Horta_Ponta dos Caphelinhos-1

Ausflug Horta_Ponta dos Caphelinhos-1

Ausflug Horta_Ponta dos Caphelinhos-5

Ausflug Horta_Ponta dos Caphelinhos-5

Weiter ging’s dann auf der Küstenstrasse bis nach Cedros im Norden. Da sind wir dann nach rechts ins Landesinnere abgebogen. Immer steil hinauf in vielen Serpentinen – anfangs asphaltiert, dann Schotterweg – (fast) bis zum höchsten Punkt auf Faial auf 1043m. Dort oben am Aussichtspunkt steht man auf dem Kraterrand der Caldeira, die so ziemlich das Zentrum der kreisförmigen Insel bildet. Unten im Krater haben sich einige Seen gebildet und „Spielberg“ könnte keine bessere Kulisse mit Wolken und Nebel bauen, der sich hier oben durch die straken Aufwinde immer wieder bildet und verschwindet.

Ausflug Horta-7

Ausflug Horta-7

Ausflug Horta_Caldera-05

Ausflug Horta_Caldera-05

Ausflug Horta-1

Ausflug Horta-1

Auf den Wanderrundweg (8 Km) haben wir auf Grund der etwas kühlen Temperaturen verzichtet. Uschi ist eben mit „Warmduschern“ unterwegs. Dafür haben wir die tolle Aussicht über die Insel genossen.

Ausflug Horta_Caldera-06

Ausflug Horta_Caldera-06

Ausflug Horta_Insel Pico-32

Ausflug Horta_Insel Pico-32

Der Fahrt hinab zur Küste führte, wie schon der Weg nach oben, durch eine Gebiet, das auch ein Regenwald hätte sein können – große Farne, alles dicht grün mit Palmen und rankenartigen Pflanzen an hohen Bäumen.

Ausflug Horta-10

Ausflug Horta-10

Ausflug Horta-3

Ausflug Horta-3

Ausflug Horta_-33

Ausflug Horta_-33

Weiter führte uns unsere Route an alten und neuen Windmühlen vorbei zunächst bis zum Aussichtspunktmit der Marienstatur, die über den Hafen Horta wacht und auch von dort zu sehen ist.

Ausflug Horta_-31

Ausflug Horta_-31

Ausflug Horta-4

Ausflug Horta-4

Ausflug Horta_-30

Nach einem Kaffee und Imbiss im Fischerörtchen Porto da Praia sind wir noch mal durch die Gassen von Horta zur Caldeira do Inferno gefahren, welche gleich hinter dem Hafen liegt.

Ausflug Horta-8

Ausflug Horta-8

Ausflug Horta_Porto da Praia-01

Ausflug Horta_Porto da Praia-01

Ausflug Horta-5

Ausflug Horta-5

Auch die Caldeira do Inferno hat sich erst durch spätere Vulkantätigkeiten gebildet, wodurch zwei schöne Buchten entstanden sind.

Ausflug Horta_Caldeira do Inferno-2

Ausflug Horta_Caldeira do Inferno-2

Ausflug Horta_Porto Pim-03

Ausflug Horta_Porto Pim-03

Mit wunderschönen und abwechslungsreichen Eindrücken sind wir am Nachmittag wieder am Schiff und checken nochmals alles durch, denn morgen nach dem Frühstück soll es weitegehen – nach Gibraltar und Malaga.

Ausflug Horta-6

Ausflug Horta-6