Mai

16

Mulhouse ist ja bekannt für viele verschiedene Museen. Deswegen haben wir heute beschlossen, in das Automuseum zu gehen. Zuerst sind wir mit dem Radl ein bisschen durch Mulhouse gefahren und haben abgecheckt, was wir die Woche noch unternehmen können.
Dann sind wir Richtung Museum gefahren.

Das Musée national de l’Automobile – Collection Schlumpf ist mit einer Ausstellungsfläche von 25.000 m², davon 17.000 in einer einzigen riesigen Halle, das größte Automobilmuseum der Welt.

Der Kern des Bestandes sind 400 Oldtimer, überwiegend aus der Frühphase der Automobilzeit bis in die 1930er Jahre, die von den Gebrüdern Fritz und Hans Schlumpf gesammelt wurden, ehemals reichen Textilfabrikanten, die ihr Unternehmen unter anderem durch ihre Sammelleidenschaft in den Ruin trieben.


Schon der Eingang war sehr beeindruckend und die große Halle im Innenbereich noch viel mehr. Angefangen mit Kutschenähnlichen Automobilen über die ganze Entwicklung der Autogeschichte, bis hin zu Rennwägen, in denen Schumi seinen ersten Weltmeistertitel holte bis über richtige Sportflitzer, hauptsächlich Bugatti.


Im Museum selber wird auch einiges angeboten. Man kann in einem Auto einen Überschlag testen, man kann interaktiv einem Rennwagen den Reifen wechseln und in einem Bugatti seine Runden drehen. Das geht übrigens auch draußen auf einer Rennstrecke live mit verschieden Autos. Das ist aber ziemlich teuer.
Alles in allem ein toller Nachmittag, aber ihr seht das ja auch auf den Fotos.

Mai

15

Als wir gestern bei Sonnenschein in Heidwiller losgefahren sind, hatten wir wieder 10 Schleusen vor uns. Es geht immer noch abwärts (nicht mit uns ). Drei Schwäne an einer Schleuse waren not amused, als wir ihr Nickerchen gestört haben. Laut fauchend haben sie ihr sonniges Plätzchen verlassen und uns beim Einfahren in die Schleuse beobachtet.


Ca. fünf Stunden waren wir noch durch den Kanal Rhone au Rhin in der Natur unterwegs, bevor wir die ersten Hochäuser von Mulhouse zu sehen bekamen.

Ein ganz ungewohntes Bild. Sonst waren es eher kleine beschauliche Dörfer, schöne Blumenrabatten am Ufer und nun ging’s in die Großstadt mit mehr als 100.000 Einwohner. Der Empfang echt witzig. In einem kleinen Hafen hab ich Fotos gemacht, dann stellte sich einer gleich in Pose und hat uns nett begrüßt.

Viele Spaziergänger mit Kindern haben uns freudig zu gewunken und Martin hat für sie schön laut mit dem Horn gehupt. Fast als ob die Leute Spalier gestanden hätten.


Im dem kleinen Stadthafen gab es leider keinen Platz, aber wir waren ja schon da und haben uns eine gute Anlegestelle ausgesucht. Perfekt, da wir gleich gegenüber das Auto stehen hatten.

Nachdem wir eine kleine Runde mit dem Radl unterwegs waren und schon mal ein bisschen Stadtluft geschnuppert haben, war die Vlinder, als wir zurück kamen, die Attraktion. Eltern mit ihren Kindern bestaunten das große Schiff und wir verteilten noch Schoki. Nach ein paar Backgammon Runden und leckeren selbstgemachten Flammkuchen zum Abendessen, ließen wir den Tag langsam im Salon ausklingen.

Mai

13

Pünktlich um neun, wie mit den VNF Mitarbeitern ausgemacht war, sind wir Montag früh aus Dannemarie los. 11 Schleusen lagen auf dem Weg nach Heidwiller, einem kleinen Dorf mit einer Kirche und einem Schloss.

Am frühen Nachmittag erreichten wir unseren Anlegeplatz. Nach dem Kaffeetrinken gingen wir noch ein bisschen durch den schönen Ort mit vielen gut erhaltenen Fachwerkhäusern spazieren. Der Weg führte uns auch zu der Hauptstross. Da mussten wir doch ein bisschen schmunzeln und gleich ein Foto machen. Könnte auch in Bayern sein.

Wir fahren ja die Strecke meistens drei Mal. Einmal mit dem Boot bis zu unserem Ziel, dann radeln wir mit den E-bikes am Kanal entlang zum Auto zurück . Dabei entdecken wir immer viele Kuriositäten, für die wir beim Schleusen nicht viel Zeit haben. Die einen bemalen ihre Häuser, bei dem einen dachten wir, das ist ein Museum, dabei hat er nur sein Haus dekoriert und andere lassen ihr Haus total zuwachsen. Oder wir genießen einfach die schönen Radwege.


Nachdem wir dann die Klappräder im Auto verstaut haben, geht es wieder zurück ans Boot.


Hier in Heidwiller bleiben wir bis Donnerstag. Heute waren wir nachmittags in einer kleinen Höhle, die aber scheinbar nur ausgegraben war. Martin leuchtete mit der Taschenlampe rein und entschied, nicht rein zu krabbeln. Dafür haben wir dann auf dem Rückweg noch eine Ziege gefüttert.

Auf dem Weg dorthin haben wir auch die Kirche angeschaut und den Schlossgarten. Leider ist das Schloss in Privatbesitz und wir konnten es nur von weitem durch den hohen Zaun anschauen. Dort haben wir uns mit einem Einheimischen unterhalten, die das auch sehr bedauern, dass das Tor immer geschlossen ist.
Den Kaffee haben wir heute bei strahlend blauen Himmel auf dem Deck genossen und ein bisschen in den Liegestühlen gechillt.


Abends spielten wir noch eine Runde Federball. Das hat richtig Spaß gemacht.

Mai

10

Heute sind wir zeitig los aus Montreux Château. Das war der höchste Punkt im Kanal, ab jetzt geht es wieder bergab in den Schleusen. Da hatten wir heute auch schon ordentlich zu tun. Eine Schleusenkette von 13 Schleusen hintereinander auf dem kurzen Stück nach Dannemarie.

Und immer dabei die netten Mitarbeiter von VNF, weil Martin heute die automatische Fernbedienung abgeben musste und die die Schleusen ab jetzt wieder manuell bedient werden. Die haben sogar ihre Mittagspause für uns geopfert. Dafür gab’s ein Stück Kuchen von uns. Einer von den beiden hat den Kuchenteller an seinen Kollegen weitergegeben, der zufällig noch dazu kam, aber Martin hat gleich gesagt, der mag bestimmt lieber ein Wurstbrot und ein Bier 😉 . Heute war das Wetter super und sehr viele Radler und Fußgänger unterwegs, da war die Vlinder in den Schleusen immer die Attraktion. Foto hier und Foto da und Martin gab durch die Kopfhörer an.. immer schön lächeln…das machen wir doch sowieso immer.
Als wir in Dannemarie angekommen sind, haben wir an einem kurzen Schwimmsteg anlegen können. Hat aber alles gut geklappt.

So langsam nähern wir uns dem Länderdreieck Frankreich, Deutschland und der Schweiz. Das merkt man vor allem an den Namen der Orte. Wolfersdorf , Gommersdorf usw.

Mai

9

Heute Mittag sind wir los und haben eine Radtour auf gut angelegten Radwegen durch wunderschöne Dörfer gemacht.

Hier in Montreux Château gibt’s wahnsinnig viele Störche, die ihre Nester hoch auf den Strommasten gebaut haben. Sie warten darauf, dass die Jungen schlüpfen. Letztes Jahr haben ja durch das schlechte Wetter viele Jungstörche nicht überlebt. Das sieht heuer wieder besser aus.


Zum Kaffee gab es heute Kösekuchen. Danach haben wir das Auto nach Dannmarie vorgefahren, weil sich Martin noch den Anlegeplatz für morgen anschauen wollte. An der Kaimauer hat es schlecht ausgesehen, weil es keine Möglichkeit zum Festmachen gab, aber an einem kurzen Schwimmsteg sieht es ganz gut aus. .Wir haben auch noch die nette Hafenmeisterin angetroffen, die und für morgen schon auf der Liste hatte.
Dann radelten wir gemütlich die 10 km am Kanal entlang zum Boot zurück.