Jan.

7

Lucia

Doch wir haben den Käpt’n Baker! Das ist noch viel besser! Er macht uns heute eine köstliche Aprikosen-Yoghurttorte.

Kulinarisch bleibt der gesamte Tag interessant. Am Vormittag kommt ein kleines Boot bei uns vorbei – ein Papa mit zwei Söhnen, die vom erfolgreichen Fischen zurückkommen und uns einfach einen Fang schenken :). Hausgemachte Fish n Chips sind ja doch die besten!

Der Wind ist sehr stark, der Himmel bewölkt, die Temperatur steigt heute nicht über 18 Grad. Martin berät uns während des gesamten Törns immer gut und schlägt vor, die Fahrt zu den Poor Knights Islands auf morgen zu verschieben. So segeln wir nach Tutukaka, das wir vom letzten Jahr, also vom 29.12. schon kennen. Es nieselt manchmal und am liebsten würden sich alle mit einer Daunendecke und Wollhaube in der Koje verkriechen. Ein optimaler Tag für Marco und Martin, um stundenlang die Kaffeemaschine zu reparieren. Marco fasst zusammen: M & M haben die Maschine endgültig kaputt repariert.

Doch die Internetverbindung ist gut, bald ist kommen einige neue Maschinen in die nähere Auswahl. Und das Wichtigste: die Apricosentorte schmeckt auch mit Tee gut! Um der Kälte endgültig zu trotzen tanzen sich Alexandra, Lucia und Marco mit Salsa warm. Dem Christian wird schon beim Zusehen heiß und Martin verschläft das ganze Spektakel – der Koffeinentzug macht sich bemerkbar ;).

Jan.

6

Lucia

Von URUPUKAPUKA über  Paihia nach OAKURA. Nach 46 Seemeilen ist der Himmel über uns wieder blau. Das lenkt uns gut von den derzeit wütenden Waldbränden Australiens ab. 

Christian bestellt in Oakura die neuseeländische Nationalspeise: Fish n Chips. Und charmant (oder hungrig?) wie er ist, bekommt er auf Nachfragen wo man hier Eier kaufen könne, spontan 6 von der Restaurantküche verkauft.

Da er eine halbe Stunde auf den Fish wartet (wird wohl gerade frisch gefangen… so unrealistisch ist das gar nicht!), ist das Dinghy für die Rückfahrt dann auch schon wieder komplett getrocknet. Alex und Marco gönnen sich inzwischen ein Eis – denn sobald die Sonne richtig heraussen ist, kommen Sommergefühle hoch! 

Um das Dinghy vom Strand ins Wasser zu ziehen kommen motivierte Strandspaziergänger zu Hilfe, die dann leider nasse Sportschuhe haben, was die gute Laune nicht trüben kann.

Nach Sonnenuntergang spielt erstmals Christian mit bei der Wizard – Kartenrunde. Das Ergebnis wird von einem anderen Spiel mal veröffentlicht, wenn er nicht so dramatisch verliert. 

Jan.

5

Lucia

Der Vormittag beginnt mit einer Kanufahrt von Claudia und Stefan, nach der Stefan erstmals ins Wasser springt – 21 Grad können ganz schön kalt sein, da sind wir uns alle einig! 

Alexandra macht uns mittags köstliche Palatschinken, leider ungefähr 142 Stück zu wenig um die süße Crew nachhaltig zufrieden zu stellen. Martin ist unfreiwillig besonders fleißig: die Cafémaschine wird gleich von drei auftretenden Fehlern behoben. Wie gut, dass die alte Maschine noch vorhanden ist und nun als Ersatzteillager fungiert. Einige wollen bei der Reparatur hilfreich sein, doch schaffen es nur aufs Foto – Martin ist ein echter handyman (hat übrigens nix mit Mobiltelefon zu tun ;)). 

Unweit vom Ankerplatz, am Otehai Bay, ist heute Livemusik angesagt.

Lucia macht einen Ausruhtag am Boot, alle anderen werden bei der Überfahrt mit dem Beiboot von den Wellen angespritzt und leider dort auch nicht mehr ganz trocken, denn der Himmel verdunkelt sich… Um 16 Uhr ist es so finster wie kurz nach Sonnenuntergang. Von den Waldbrände in Australien kommt die Asche nun auch im Norden Neuseelands an. Es ist beeindruckend und bedrückend zugleich.

Jan.

4

Lucia

Bei der wilden Überfahrt mit dem Beiboot vom Ankerplatz zum KERIKERI BASSIN haben alle mehr oder weniger Spaß und werden alle mehr oder weniger nass, was nicht miteinander im Zusammenhang steht. Lucia schmeißt sich ganz vorne bäuchlings als Gallionsfigur auf den gut aufgeblasenen Gummirand und noch vor Ankunft auf festerem Boden hilft der Wind, uns großteils wieder zu trocknen. Die letzten feuchten Stellen werden ausgesessen.

Claudia und Stefan besuchen den Zoo, der verschiedenste neuseeländische Vögel zeigt, unter anderem sehr bunte Papageien. Am liebsten hätten die beide die Käfige geöffnet und alle frei gelassen! Alexandra, Marco, Christian und Martin machen sich auf dem Weg zum WHAREPUKE Wasserfall und treffen dabei auf Lucia, die wie immer im Wald herumtrödeld und somit der Gruppe, die es sogar bis zu den eindrucksvollen RAINBOW FALLS schafft, auch bald wieder verloren geht. 

Heute müssen noch Einkäufe erledigt werden (Erdbeeren sind bei der Crew ganz hoch im Kurs!). Die Belohnung wartet im Restaurant mit guter Lage vor der Dingi Anlegestelle: Panacottaaaaaa! Da freuen sich die Buben! 

Es gibt auch einen Wunschbrunnen hier, doch wenn man da hindurchblickt sieht man ihn schon erfüllt!

Seglerisch erlebt die Crew etwas Neues: wir segeln nur mit der FOCK weiter, Richtung URUPUKAPUKA Island. Hier können wir jedoch nicht ankern – es ist viel zu weitläufig vor der Insel viel zu flach. So finden wir uns einen geeigneten Platz näher beim Festland. 

Da wir die Tage zuvor immer wunderbar gegessen haben gibt es heute zum Abendessen ebenso wunderbares Resteessen, vorwiegend vegetarisch, mit Ausnahme der Fleischstücke ;). 

Jan.

3

Lucia

Zum Kennenlernen der Kultur eines Landes gehört in manchen Gegenden der Welt die landesspezifische Müllabfuhr dazu. Neuseeland überrascht uns mit einem System auf Wasser: die Segler dürfen in der Hauptsaison ihre Müllsäcke zu einem an bestimmten Tagen bereit stehenden Müllboot zur Entsorgung bringen. Ein freundlicher Neujahrsgruss, ein kleiner Beitrag (ca 5,- Euro pro Sack ) und schon ist die Vava’u wieder müllfrei. 

Um 11 Uhr rückt die ganze Crew zur Inselwanderung aus.

Die Insel MOTURUA ist unbewohnt und nur mit dem Boot zu erreichen, doch wie schon zu Silvester bemerkt: alle haben frei und alle haben ein Boot ! Glücklicherweise sind die meisten Besucher am Strandleben interessiert und so sind am Wanderweg immer wieder zahlreiche Vogelstimmen zu hören. Nach ca. 1,5 Stunden erfreuen aber auch wir uns am Strand. Wir können uns in der Mittagssonne im Schatten ausruhen, schwimmen, schnorcheln und Lucia wagt es sogar, vom Strand bis zur Vava’u zurück zu schwimmen.

Doch die wahre „Action“ kommt erst: um zur neuen Bucht zu segeln müssen wir erstmals aufkreuzen. Dieses nicht alltägliche Event begeistert alle MitseglerInnen!

Als Belohnung gibt es nach der Ankunft eine köstliche, kühle Zitronentorte. Alle sind von der Lemon Cheese Cake so begeistert, dass für die vegetarisch gefüllten Paprika am Abend kaum noch Platz im Bauch bleibt und sie daher auch noch für morgen reichen. 

Abends wird wieder Wizard gespielt, doch da diese Mal nicht wieder der Käpt’n gewinnt, kommt das nicht in den Blog… ;).