Jan.

9

Da heute unser letzter Tag in LA war , bevor wir nach Papeete weiterfliegen, wollten wir einfach was chilliges machen. Wir fuhren nach Long Beach, wo die Queen Mary liegt. Die Queen Mary ist nicht nur ein Museum, sondern eine historische Institution, die den Glamour und die Herausforderungen der Atlantiküberquerungen verkörpert und heute eine einzigartige Touristenattraktion darstellt, die Geschichte und Gegenwart verbindet. 

Wir bekamen tatsächlich ein bisschen Titanic Feeling. Da wir beide noch nie auf so einem großen Schiff waren, hat uns die Größe , die ganze noble Einrichtung und alles drum herum erstmal total geflasht. Die ganze Verarbeitung und Inneneinrichtung ist der reinste Luxus. Heute kann man dort übernachten oder irgendwelche Events besuchen oder auch Führungen mitmachen. Martin hat natürlich sofort die Steam and Steel Tour gebucht und verschwand mit dem Guide in den Maschinenraum. …….Ich hab mich mit einigen anderen Gästen der Haunted Tour angeschlossen. Da hat halt unser Guide von mysteriösen Legenden und Spukgeschichten von der Queen Mary erzählt, wie Gäste würden sich umarmt fühlen, obwohl niemand da ist oder sie hören Katzen miauen. War ganz amüsant, und sie hat es auch sehr witzig rüber gebracht. Aber es sind halt Geschichten ( vielleicht so wie die aus dem Paulanergarten).


Wir haben tatsächlich den ganzen Nachmittag dort verbracht, tranken in den legendären und mondänen Bars einen Cappuccino staunten über die damalige Technik.

Als Martin vom Maschinenraum zurück kam, sind wir zurück durch das abendliche Verkehrschaos von LA Richtung Autovermietstation, um das Auto zurück zu bringen. Der Shuttle brachte uns dann zum Flughafen, wo wir uns wieder recht mühsam eineinhalb Stunden durch die Gepäckaufgabe und den Security Check kämpften. Jetzt bleiben uns noch knapp 2 Stunden bis zum Abflug.

Jan.

8

Neuer Tag, neue Abenteuer hier in LA. Wir besuchen die Warner Brothers Studio Tour, nachdem ich die ganzen Bewertungen gelesen habe. Die Paramount Tour war nicht unbedingt der Hit, also auf geht’s zu Warners.

Schon der Eingang war einladender als bei Paramount. Wir konnten uns erst mal in einem großen Raum umsehen und die Geschichte der Brüder nachvollziehen. Kindheitserinnerungen wurden geweckt mit Bugs Bunny usw.

Als wir hier fertig waren, stiegen wir in ein Golf Car und los ging es über das Gelände. Unser Guide zeigte uns viele Filmkulissen und spielte sogar manche Szenen nach. Das war viel spannender als bei Paramounts. Also wenn jemand von euch mal nach LA kommt, dann besser die WB-Tour buchen. Nach einer Stunde lieferte er uns in einer Halle ab, wo man verschiedene Produktionen selber ausprobieren konnte, wie zum Beispiel am Harry Potter Set auf einem Besen reiten. Dahinter wurde dann auf dem Green Screen die Szene eingeblendet und schwubs flog man mit dem Besen über Hogwarts. An einigen Filmsets von zum Beispiel Friends konnte man sich professionell fotografieren lassen. Diese Einblicke waren echt interessant.

Nach der Studio Tour fuhren wir Richtung Marina del Rey. Martin wollte sich dort die Boote anschauen. Wir quälten uns sechsspurig stopp and go durch den Freeway. An der riesigen Marina angekommen war weit und breit kein Café zu sehen. Vielleicht sind wir auch nur an der falschen Stelle ausgestiegen. Jedenfalls ging’s dann weiter zum Santa Monica Pier. Kurz vor dem Sonnenuntergang herrschte hier reges Treiben. Hier finden ja jeden Abend die Sunset Partys statt. Einige Mutige trauten sich sogar ins Wasser. Ein Musiker rappte und betete sie Sonne an, sie möge doch morgen wieder kommen. Hier hat man schon sehr skurrile Leute gesehen. Aber es war trotzdem sehr schön und romantisch, wenn auch mit eisigem Wind.

Als die Sonne verschwunden war, beschlossen wir noch ins Griffith Observatorium zu fahren. Da sind wir ja am Vortag drüber geflogen. Navi sagte knapp 2 Stunden für 40 Meilen. Also wieder überall Stau. Wir fuhren dann kreuz und quer über Land, gingen dazwischen noch in ein Burger Lokal namens HOME, zum Essen. Dann sind wir endlich am Observatorium angekommen. Da war echt viel los, aber als wir das Gebäude betraten, wussten wir warum. Von dort oben hat man einen gigantischen Ausblick über ganz LA. Dieser Lichterglanz war echt besonders und wir waren froh, dass wir hoch gefahren sind. Auch das Observatorium bietet innen ganz viel Information, auch interaktiv. Man konnte zu Vorträgen und oben mit einem riesigen Teleskop in die Sterne schauen. Da standen aber ganz viele Menschen an. Draußen auf der Terrasse boten auch zwei Privatleute mit großen Teleskopen einen Blick auf die Sterne. Man konnte deutlich den Jupiter erkennen. Das war ein tolles Erlebnis. Durchgefroren wärmten wir uns im Auto auf und fuhren dann zurück in die Hollywood Hills zu unserem Airbnb.

Jan.

7

Wir statteten Dino, unserem Vermieter, einen kurzen Besuch ab. Er hat 6 Hunde und seit Weihnachten auch wieder Welpen, die er uns noch zeigen will. Für heute haben wir eine Tour im Getty Center gebucht.

Das ist ein Kunstmuseum, in dem der Oil-Milliardär J. Paul Getti etwa 50.000 Kunstwerke zusammengetragen und der allgemeinen Öffentlichkeit kostenlos zugänglich gemacht hat. Die Auswahl konzentriert sich dabei auf klassische Kunstwerke wie Skulpturen, Gemälde, Zeichnungen, Manuskripte und Fotografien. Schon die Architektur und die Lage ist einmalig. Wir hatten Glück mit dem Wetter. Die Sicht auf Los Angeles war toll und unser Guide Matt war einfach klasse. Er verfügt über ein einzigartiges Wissen und bringt das mit Charme seinen Kunden rüber.

Nach der 2-stündigen Tour trafen wir uns dort mit Katrin und Götz aus Berlin, das sind Mitsegler auf dem ersten Törn in FP. Sie machen auch einen Kurzurlaub in LA, bevor es aufs Schiff geht. Katrin hat erzählt, dass sie schon jahrelang einen Flyer von Martin daheim hat und seitdem mit dem Gedanken spielt, mit Martin zu segeln. Als sie dann vom Verkauf der Vava U gelesen hat, war sie ganz entsetzt und enttäuscht. Und nun kann sie in einem der schönsten Segelreviere endlich mit ihrem Mann an Bord. Nach dem Treffen hatten wir noch einen Termin, von dem Martin nichts wusste.

Wir fuhren raus aus LA und auf dem Highway ca. 1 Stunde Richtung Norden.

Martin hatte immer noch keine Ahnung. Vorletztes Weihnachten hatte ich ihm ein Training in einem Flugsimulator geschenkt. Dazu kam es leider nicht mehr, weil der Betreiber kurz nach Weihnachten Insolvenz angemeldet hat. Dafür bekommt er jetzt eine Flugstunde in der Flight Academie in einer echten Piper über die Wahrzeichen von LA.

Ich glaub, ich war mehr nervös als er. Der Fluglehrer Nirvan war ein ganz lässiger junger Typ, der immer nur gelacht hat. Nach dem er Martin alles erklärt hatte, ging es auch schon los auf die Startbahn. Nirvan fragte noch, ob wir Probleme mit schaukeln hätten, weil es etwas windig sei.

Nach der Starterlaubnis ging es wackelig in die Luft. Oben zeigte er noch, wie die Instrumente reagieren, dann übergab er das Steuer an Martin und zeigte immer nur die Richtung an, wo er hinfliegen soll. So ging es gerade auf das Hollywood Zeichen zu. Als wir das passiert hatten, flogen wir direkt über Downtown LA in Richtung Santa Monica über die Villen in Beverly Hills, der Heimat der Schönen und Reichen.

So langsam ging die Sonne unter und wir genossen einen wunderschönen Sonnenuntergang hoch oben im Cockpit. Die Stunde war leider viel zu schnell vorbei. Aber es war ein tolles Erlebnis und die Überraschung ist gelungen.

Auf dem Heimweg waren wir noch in einer urigen Kneipe einen Burger essen. Sogar mit Valet parking.

Daheim sind wir total müde ins Bett gefallen.

Jan.

6

Wir beschlossen, eine Tour mit dem Hop on Hopp off Bus zu machen, da hat man einen super Überblick und ein Rundum Paket für den ersten Tag. . Zu Fuß liefen wir durch die schöne Villengegend den Berg runter zum Walk of Fame, wo der Bus startete. Wir waren die ersten und hatten freie Platzwahl. Es ging los über den Hollywood Blv, den Sunset Blv, durch Beverly Hills, den Rodeo Drive und die ganzen berühmten Straßen von LA.

Am Paramount Studio stiegen wir aus, um eine 2-stündige Tour mitzumachen. Enchaka, nicht zu verwechseln mit Chubaka😂, war unser Guide und kam aus Texas. Sie hatte einen furchtbaren Akzent, gab sich aber Mühe, uns die Tour nahezubringen. Mit dem Golf Car ging es vorbei an vielen Filmkulissen. Da wir nicht so die Serienjunkies sind, kannten wir viele Sets gar nicht.

Nach der Tour fuhren wir zum Farmers Market und wollten dort eine Kleinigkeit essen. Als wir aus dem Uber ausstiegen, merkte ich, dass ich meinen Rucksack nicht mehr hatte. Wir überlegten, ob er im Uber war oder noch in den Paramount Studios. Also noch ein Uber bestellt und wieder zurück. Da lag er immer noch ganz einsam auf der Bank der Uber Pickup Station. Unser Fahrer brachte uns dann auch gleich wieder zurück. Nach dem Schreck gab’s Kaffee und Kuchen an einem kleinen Stand. Auf dem Farmers Market sind viele Internationale Stände mit Spezialitäten aus aller Welt zu finden. Voll lecker und einen Besuch wert.

Dahinter befindet sich The Grove, ein exklusives Einkaufszentrum mit trendigen Geschäften, Restaurants und Kino an belebter Promenade. Sehr schön zum Bummeln. Dort hat Martin seinen teuersten Cheesecake ever für 12.50$ in der Cheesecake Factory gegessen. Er war zwar lecker, aber sehr süß. Danach sind wir mit dem Bus wieder zurück zum Walk of Fame gefahren und sind noch zum TCL Chinese Theater gelaufen. Dort haben wir uns die Handabdrücke von vielen alten Hollywood Berühmtheiten angeschaut.

Jan.

5

Liebe Blogleser,

Unser Reiseabenteuer Südsee beginnt nun wieder. Wenn ihr Lust und Muse habt, könnt ihr uns gerne begleiten. Am Montag sind wir von München aus nach Los Angeles geflogen. Da die Anreise letztes Jahr ganz schön stressig war, haben wir heuer einen Zwischenstopp in LA eingelegt. Die Anreise mit Lufthansa war angenehm. Wir hatten sehr aufmerksame Flugbegleiter. Am Flughafen LA angekommen, war das übliche ewig dauernde Procedere. An der letzten Passkontrolle nahm mich so ein 2 m Schrank mit zu einem Visa Review. Hilfe. Martin ging derweil zur Gepäckabholung. Ich kam in einen Raum, wo schon ca. 50/60 Leute warteten. Ich wollte Martin gerade eine Nachricht schreiben, da ertönte eine laute Stimme…no cellphones. Kurz drauf klingelte es in meiner Handtasche zig mal hintereinander, Martin wollte wissen was los ist . Ich versuchte, in der Tasche zu schreiben, da kam wieder eine laute Stimme…no cellphones, put your hands out of your bag….ok. Andere versuchten auch Nachrichten zu schreiben, da war das gleiche Spiel. Nach eineinhalb Stunden kam ich endlich dran. Ein paar banale Fragen und fertig.

Martin saß unten in der Halle mit dem Gepäck und war erleichtert. Dann ging es los mit dem Bus zur Autovermietstation. Mittlerweile war es schon spät abends. Wir hielten noch an einem Supermarkt, um ein paar Lebensmittel einzukaufen. Endlich fuhren wir die Hollywood Hills hoch zu unserem Airbnb bei Dino und fielen, nach dem das Gepäck ausgeladen war, müde ins Bett.