Jan.

29

Um acht hieß es Leinen los von der Boje. Über der Bucht wölbt sich bei unserer Abfahrt ein Regenbogen und so fuhren wir dem Regenbogen entgegen.

Wir hatten 42 Seemeilen vor uns . Wind passte und wir segelten gemütlich bei durchschnittlich 8-12 Knoten Wind aus NE auf halb bis raum über den Pazifik. Martin startete erneut einen Versuch mit der Schleppangel.

Schattenplätze waren heiß begehrt, da sich bei dem ersten längeren Schlag einige einen Sonnenbrand geholt haben. Am Steuer wurde sich immer wieder abgewechselt.


Nachmittags zog dann auf einmal kurzzeitig eine kleine Wolkenfront mit Windböen von bis zu 22 Kn auf. Das Segel wurde gerefft. Martin meinte, das ist nur kurzzeitig. Und so war es auch. Nach gut 20 Minuten war der Spuk vorbei und der heftige Seegang beruhigte sich auch wieder.
Dann war es nach ca 8 Stunden endlich soweit. Die spektakuläre Einfahrt vom Pass von Maupiti.

Alle kamen an Deck und zückten die Handys und Fotoapparate. Links und rechts die Brandung und schon waren wir durch. Die Ankermannschaft stand schon parat.

Wir ankerten vor dem Motu Pitiahe im glasklaren, türkisfarbigen Wasser auf 1,6m WT. Es war also nicht tief. Alle konnten stehen, außer mir🤷‍♀️. Den Badespaß haben wir uns alle verdient nach dem langen Schlag. Zuerst spielten wir Wasserball, dann beschlossen Martin und ich mit dem SUP auf die Insel zu fahren. Mal schauen, ob der Dackel vom letzten Jahr noch da ist. Der Chef ließ sich natürlich liegend auf dem SUP chauffieren. Und tatsächlich, als wir auf der Insel ankamen, liefen uns schon zwei kleine Dackel schwanzwedelnd entgegen. Wir haben uns später mit dem Besitzer der Hunde unterhalten, der hier im Paradies lebt. Das Dackelmädchen war letztes Jahr schon da und sie sei die „Schwimmerin“.

Er sagte uns auch, dass wir quer durch die Insel laufen können. Vereinzelt ist uns jemand begegnet, ansonsten fühlten wir uns fast wie Robinson und Freitag.
Als wir aufs Boot zurück kamen, waren in der Küche die Vorbereitungen zum Abendessen schon im vollen Gang. Katrin, Ute und Götz haben Bohnen mit Speck und Kartoffeln zubereitet.
Das war sehr lecker. Nach dem Abendessen haben wir noch über den Tag philosophiert und dass wir hier nahe am Paradies sind . Martin, Waltraud und ich spielten noch zwei Runden Kniffel, die der Skipper für sich entscheiden konnte.

Jan.

28

Da die Crew heute eine Halbtagestour mit Vanilla Tours machen wollte, war Frühstück schon um halb acht angesagt. Ich hatte ja gestern schon Geburtstagsgirlanden aufgehängt und heute Morgen den Tisch schön gedeckt . Gut, dass das Wetter gehalten hat, die Sonne strahlte auch schon am Himmel. Perfektes Geburtstags und Ausflugswetter. Alle waren schon oben als Katrin aus ihrer Kabine kam. Ein Geburtstagsständchen tönte aus Martins Musikbox. Nachdem alle gratuliert haben, gab es Frühstück. Katrin war total überrascht und hat sich sehr gefreut.


Danach ging’s los. Martin fuhr die Truppe an Land und unterhielt sich noch mit Noah, dem Tourguide.
Wir wollen dann die Tour mit dem nächsten Törn machen .
Derweil probierte ich Bananenchips aus den Kochbananen. Die waren schon sehr reif, sind aber trotzdem gut geworden. Die leichte Schärfe vom Chili und die Süße der Banane sind eine gute Kombination. Katrin hat sich heut Abend eine Brotzeit gewünscht. Deswegen habe ich noch einen Krautsalat und einen Tomaten/Feta Salat gemacht. Waltraud und Norbert machen wieder den Thunfischdip, wenn sie von der Tour zurück sind. Nachdem ich in der Küche fertig war, hat Martin sein Skipperbrot gebacken.

Am frühen Nachmittag kam die Crew total begeistert zurück aufs Boot. Der Tourguide Noah war so toll, hat sehr viel über Flora und Fauna der Insel erzählt, über die Vanilleproduktion und er hat sie über die Bestäubung per Hand aufgeklärt.

Zum Schluss hielten sie in der Pari Pari Rum Destillerie. Der war so gut, dass Matthias und Waltraud kleine Flaschen mit Vanille und IngwerRum gekauft haben.


Um drei gab’s dann Kaffee und Käsekuchen. Während der schönen Sonnenuntergangsstimmung haben wir nochmal auf Katrin mit Sekt angestoßen und es gab einen kleinen Snack dazu.


Später hat sie sich ja eine Brotzeit gewünscht .


Vor dem Abendessen hüpften einige noch ins Wasser und Götz paddelte mit dem SUP durch die Bucht. Unsere Nachbarn von Huahine, die überfallen wurden, lagen jetzt wieder neben uns . Götz fragte , wie die Sache ausging. Das wird im Sand verlaufen, da wird nichts rauskommen.
Nach dem Abendessen holten Waltraud und Matthias ihre Rumschätzchen aus den Kabinen und luden zum Rumtasting ein. Fazit..die Vanille ist schön weich im Geschmack, der Ingwer übertrumpft den Rumgeschmack. Die meisten gingen müde in die Kojen . Kein Wizzard heute vom harten Kern 😊

Jan.

27

So nach und nach kamen alle noch ein bisschen verschlafen aus den Kojen. Frühstück war schon vorbereitet.
Die Mannschaft vom Nachbarschiff kam aufgeregt mit ihrem Dinghi zu uns rüber. Sie erzählten, dass sie gestern Nacht, als sie auch im Yachtclub beim Essen waren, ausgeraubt wurden. Papiere sind alle noch da, die hätten wohl Bargeld und eine Kamera mitgenommen und sie fahren jetzt zur Polizei. Die Einbrecher sind über die Skipperkabinenluke eingestiegen und durch ein Verbindungsfenster in das Schiff gelangt.
Bei uns kann man die Verbindung verriegeln, dass hat die Crew wahrscheinlich übersehen . Da haben wir natürlich noch ein bisschen darüber diskutiert.
Aber dann kam das Kommando zur Abfahrt und los ging es Richtung Taha‘a. Martin drehte in den Wind, damit das Großsegel gesetzt werden konnte und danach die Fock. Ganz anders als am Samstag gleitete das Schiff schön ruhig über die Wellen.

Jeder genoss im Stillen die schönen verschiedenen Blautöne vom Wasser und vom Himmel. Die letzte Stunde vorm Ziel machten wir noch einen kurzen Badestop vor einer Privatinsel in herrlich türkisfarbigem Wasser. Was für eine Kulisse. Ein paar kleinere Haie kreisten am Grund und ließen sich von uns nicht stören.

Um halb sechs hieß es nochmal Anker auf zur letzten Etappe heute. Wir wollten noch in die Bucht von Vanilla Tours, wo wir für die Crew die Inselrundfahrt mit Vanillefarm und Rumdestillerie f gebucht hatten.
In der Heckwelle fuhren abwechselnd zwei Insulaner mit ihren Auslegerkanus mit. Das war echt cool, das zu sehen.

Zum perfekten Abschluss des Tages gab es einen Traum Sonnenuntergang. Alle hielten das Spektakel mit den Kameras fest.

Waltraud war so inspiriert, dass sie einen Sundowner für die Crew mixte.

Götz hat sich zum Kochen gemeldet und Ute bot sich als Schnippelhilfe an. Es gab ein leckeres Gemüsecurry mit Martin‘s selbstgebackenem Brot. Nach dem Essen waren heute auch alle durch und gingen müde in die Kojen.
Da wir morgen ein Geburtstagskind an Bord haben, hab ich noch einen Käsekuchen gebacken und eine kleine Überraschung vorbereitet.

Jan.

26

Nach dem Frühstück hieß es Anker auf Richtung Norden. Da wollten wir vor dem Hauptort der Insel , Fare, ankern. Es regnete wiedermal. Norbert und Götz sahen in ihren Regenjacken aus, als segelten sie in der Nordsee, aber nicht wie in der Südsee. Wenigstens war es warm. Doch je weiter wir unserem Ziel näher kamen, je mehr klarte der Himmel auf. Das Ankern mit dem eingespielten Team klappt reibungslos.

Der Skipper fuhr die Crew in zwei Etappen an Land. Waltraud, Norbert und Matthias und die anderen drei, Katrin, Götz und Ute wollten sich jeweils ein Auto für eine Inselrundfahrt mieten. Hier gibt es echt viel Natur, einige Museen, eine Perlenfarm und die heiligen blaue Aale zu sehen. Die Rumdestillerie hatte geschlossen.

Martin und ich spazierten derweil gemütlich durch den Ort und machten noch einen Einkauf. Im Yachtclub tranken wir schnell einen Cappuccino und spähten nach einer Möglichkeit, unseren Müll loszuwerden.

Zurück an Bord machte ich kleine Bananenmuffins, da alle Bananen auf einmal reif geworden sind. Martin ließ derweil den Wassermacher und den Generator laufen. Auf dem Rückweg vom Yachtclub zum Boot mit dem Dinghi sah Martin eine Boje, die viel näher zum Land war. Falls die später noch frei ist, gehört sie uns.

Zwischendurch kam noch die große Katfähre aus Papeete vorbei und blockierte mit ihren Festmachern unser kleines Dinghy.

Als wir das zweite Mal rüber fuhren, saßen schon alle gutgelaunt bei Bier, Kaffee und Cocktails im Yachtclub. Die Crew wollte gleich sitzen bleiben bis zum Abendessen. Götz fuhr mit aufs Boot zurück zum Umsetzen und um an die Boje zu fahren. Die war sehr kurz angeleint, deswegen hat Götz das vom
Dinghi aus gemanagt. Das klappte super und unser Weg an Land war nur noch halb so weit. Martin fuhr Götz wieder an Land und brachte Ute mit zurück. Um kurz vor sieben fuhren wir dann das letzte Mal zurück an den Steg vom Yachtclub zum Abendessen .

Die Stimmung war schon super. Alle erzählten von ihren Erlebnissen der Inselrundfahrt und Fotos wurden in die Gruppe gestellt. Die Bedienung war sehr nett aber irgendwie etwas verpeilt. Es dauerte, bis alle das richtige oder auch falsche Essen hatten.

War aber alles sehr lecker. Kurz bevor wir zum Dinghi gingen, fing es wieder an zu schütten. Egal, solange es nur Nachts regnet, passt es doch. Nach dem langen Tag verabschiedeten sich alle müde in ihre Kojen.

Jan.

25

Nachts hat es mal kurz und heftig geregnet, aber zumindest in der Früh lugte die Sonne ein bisschen raus. Da sieht die ganze Umgebung doch gleich anders aus. Nach dem Frühstück ließ sich die Crew von Martin mit dem Dinghi an Land fahren. Das schöne Mahana Hotel hatte leider noch geschlossen, aber sie besuchten Secrets of Vahine, den Mann mit den Tamanoölen und anderen Tinkturen. Die Dame mit den Seidentüchern war leider nicht da, aber im Chez Tara, einem kleinen Bistro am Strand, haben alle noch eine Erfrischung genossen. Derweil hat Martin an Bord frisches Brot gebacken. In diesen großen Alutöpfen wird das echt super.


Am frühen Nachmittag holte der Skipper die Crew wieder ab. Zurück an Bord war chillen , baden und schnorcheln angesagt. Kurz vor dem Hotelsteg sind wunderschöne Seeanemonen zu sehen, Martin erspähte auch ein Seepferdchen Pärchen. Die Schildkröte hat niemand entdeckt.
Zum Abendessen machten wir Brotzeit. Waltraud bereitete einen leckeren Thunfischdip und eine Guacamole. Dazu hatten wir Oliven, Schinken und Gurken und selbst gebackenes Skipperbrot. Natürlich gab es auch viele lustige Anekdoten und Erlebnisse zu erzählen.
Am späteren Abend spielte der harte Kern von der Crew wieder Wizzard. Dabei wurde wieder viel gelacht und viele Theorien durchgespielt nach dem Motto hätte hätte. Ziemlich zufrieden gingen alle in die Kojen.