Feb.

3

Törn Zusammenfassung

Angelaufene Häfen/Buchten:

USA
Key West, A&B Marina
KUBA
Hemingway Marina, Havanna
Maria La Gorda
Cayo San Felipe
Hafen Nueva Gerona, Isla Juventos
Magroven-Ankerplatz
Cayos Campos
Mangroven Ankerplatz
Cayos Rosario
Marina Cayos Lagos mit Cayos Rico
Cienfuegos

 

Gesegelte Strecke:  687 sm, davon unter Segeln: 565 und 122 unter Maschine
Max. Boot-Speed 12,1 Kn
Max Wind 25 Kn aus NW – im Golfstrom

Bemerkungen:
Kabbelige See im Golfstrom und Kuba Süd

Wetter:
viel Bewölkung und kurzem Regen, auch Sonnige Abschnitte
Temperaturen um die 23-28 Grad, tags und nachts
Wasser um die 22-27 Grad

Feb.

2

PET

Wir sehen die ersten Lichter vom Land. Dahinter hohe Gebirgsketten. Nach der letzten Wende flitzen wir mit fast 10 kn und ohne Welle Richtung Ankerplatz.
Segeln geht eben auch so.
Um 5 Uhr früh rasselt dann die Ankerkette und wir ankern noch bis mittags in Ruhe. Schlafen aus, frühstücken, regenerieren und dann geht der Packwahnsinn los.
Vier Wittenberger verlassen uns nämlich heute Abend. Wladi bleibt noch einen Törn. Wenigstens einer von der Truppe.
Nun geht´s aber in die Marina von Cienfuegos und wir stürmen die Stadt.

Im wahrsten Sinne des Wortes. Die vier Wittenberger wollten nur einen Transfer für abends organisieren und wurden erst wieder gegen 1900 Uhr gesichtet.
Die Jungs hatten ein phänomenales Ende in Cuba mit lustigen Erlebnissen und natürlich einem laaaangen Barbesuch.
Den Erzählungen, Fotos und Videos nach zu urteilen – wir haben nichts anderes erwartet…..
Abholung war erst um 2100 Uhr, d.h. wir konnten noch gebührend Kaki´s Geburtstag (zumindest nach deutscher Zeit feiern) und es wurde (weiter) getrunken, gesungen und getanzt, dass die VAVA-U wackelte. Herrlich war´s!!!

Hoffe, Ihr seid alle gut in Havanna angekommen und habt alle Flieger erwischt.
Hat riesen Spaß mit Euch gemacht und Wittenberg bleibt hier in ewiger Erinnerung, auch Dank einer gespendeten Regenjacke mit Wittenberg-Aufdruck!

Wir verbliebenen Drei genossen einen ruhigen restlichen Abend und vor allem den gefangenen Fisch von Wladi. Köstlich!

Feb.

1

PET

Wie macht man aus 80 sm 130? Man fährt zicke-zacke!
So geschehen, denn bei der gestrigen Fahrt brauchte man keinen Kompass, man musste nur dem Wind folgen, der leider genau aus Cienfuegos kam.
Wende können wir nun richtig gut….. Und nach der gestrigen wilden Fahrt wuerd ich sagen, wir sind offiziell Seemänner.

Bei der Abfahrt in der früh sah man verschlafene Gesichter aus Schlafsäcken gucken.
Nach einer langen feuchten Nacht verbrachten einige die helle Vollmondnacht (zumindest die restlichen Stunden) vorne im Netz.
Der Tisch war voller Gläser und Essensreste – diese Party musste der ein oder andere aber etwas büßen bei der Schaukelei von 20 Stunden.
Aber: „das kann doch einen Seemann nicht erschüttern“, und so machte jeder ordentlich seine Wachen, jeder half bei den Wenden in denen ordentlich Pfeffer auf den Segeln war, und jeder war dann froh sich am Ende wieder hinlegen zu können ??
VAVA-U rauschte tapfer durch die Wellenberge, der Skipper berechnete immer den optimalsten Kurs und die beste Welle und wir schliefen dann beruhigt und träumten doch ein wenig von der Ankunft.

Wittenberger, Ihr wart super!!!

Jan.

31

PET

Noch kurz zurück zum gestrigen Abend.
Die Quadfahrer kamen abends verstaubt und etwas müde zurück. Gut, dass der Skipper Spaghetti gekocht hat. Wie hungrige Wölfe machten sich alle über die Teller her und erzählten aufgeregt vom Driften und Gas geben. Zeigten lustige Videos und schliefen dann mit vollen Bäuchen alle spätestens um 21 Uhr tief und fest ein und träumten selig von schnellen Quads und Sanddünen.

Heute verließen wir die Marina am Spätvormittag.
Hatten vorher aber noch Hafenkino vom Feinsten, als Segler (Deutsche) den halben Bootssteg mitrissen, weil sie beim Ablegen ein Stromkabel vergaßen. Bei uns lief (natürlich) alles top ab und wir fuhren ein paar Seemeilen raus. Ankerten vor kleinen Inselchen mit herrlichen Sandbänken, Traumfarben und genossen die Sonne. Ein paar gingen schnorcheln und Andreas auch mal endlich richtig tauchen.

Aber am Nachmittag dann endlich das Tagesziel. Die 3 sm entferne Beachbar auf Cayo Rico.
Gut gelaunt starteten wir alle los. Gleich mit 2 Dinghys! Wir haben ja wieder zwei, seit Nemo eingefangen wurde.
Sonnenbrille auf die Nase und ab geht`s. Türkise Lagunen und beim Anlegen dann die Ernüchterung. Die Bar hat wohl nur für die Ausflugsboote geöffnet?!
Wir schreien wie verrückt HOOOOOLAAAA, irgendjemand MUSS und doch Mojitos machen. Aber wir mussten der Realität ins Auge blicken. Keiner mehr da. Und wir hätten so gerne Geld an diesem paradiesischen Fleckchen gelassen.
Nur Iguanas lassen sich blicken. Nichtsdestotrotz, wir sind ja flexibel. Musikbox und Handys lassen herrliche Musik erklingen und wir chillen entspannt ab.

Wir wollen einen Sundowner auf der Sandbank genießen und brechen irgendwann mal auf. Vom großen Speedboot wollte der Motor nicht anspringen und nach einigen MacGyver-Versuche vom Skipper wird entschlossen: Dinghy-1, alias Nemo, schleppt uns (nach harten Verhandlungen mit K&J) ab. Gut, dass wir zufällig mit zwei Booten dort waren.
Was, wenn wir nur mit einem gewesen wären? Alle anderen Boote ewig weit weg…Ohjeh! Oder wäre das DAS wahre Paradies gewesen, so mit sechs Männern auf einer einsamen Insel, hihi??? Ich glaub, unsere größte Sorge war ständig: keinen Alk dabei und Hunger.

Mit der Abendsonne langsam über`s Meer tuckern, Musik lief und der Abschleppservice war excellent. War am Ende dann doch eine richtig nette Fahrt! Ok, wir brauchten etwas länger als auf dem Hinweg, aber ein wenig Abenteuer muss wohl bei uns fast jeden Tag sein.

Zurück auf dem Cat ploppten sofort diverse Colas, für den Jim, und Bierdosen. Aaaah, wie der erste Schluck immer gut schmeckt.
Martin und Jürgen checkten gleich den Motor, Andreas assistierte, und fanden auch bald den Übeltäter (Kabel war kaputt und wurde gleich ersetzt, problem solved!).

Währenddessen wurde nebenbei eine Chipstüte vertilgt, der Aufgang des Vollmondes bewundert, und die Kochtöpfe für Reis-, Gemüse-, Garnelenpfanne rausgeholt. Wir genießen einen ruhigen Abend und lassen den Törn immer mal wieder Revue passieren. Irgendwie nagt wehmütig das Ende des Törns an uns. Morgen ist schon der letzte Schlag hoch nach Cienfuegos. Wir werden früh ablegen und dann die restlichen circa 100 sm nordöstlich zurück auf die Hauptinsel machen.

Schon immer ein komisches Gefühl. Soviel erlebt zusammen und so viel Spaß zusammen gehabt. Man wächst irgendwie zusammen und meint, man kennt sich schon ewig. Aber eines kann ich nach ein paar Wochen mit Männern wieder klipp und klar vorab abschließend sagen:
was nicht auf Augenhöhe vorne im Kühlschrank steht, ist auf dem Cat für Männer nicht vorhanden ??

Jan.

31

Hallo an alle zu Hause:

wir haben hier auf Cayo Largo tatsächlich mal eine recht flotte INternetverbindung und konnten jetzt die Bilder der letzten TAge hochladen.

Also im Moment solten wir hochaktuell sein.

 

Viel Spaß beim zweiten Lesen und den Bildern.

Wir freuen uns auf Eure Kommentare.

 

Bis demnächst

Skipper Martin VAVA-U und Crew