Sep.

8

Ursel

Ganz ohne Programm genießt jeder den faulen Tag.

Die Einen schnorcheln, die Anderen fahren Kajak oder auch beides.

Dann gibt es an Land noch den Pareo Shop und eine kleine Hotelanlage, in der sich jeder mal zu einem Getränk einfindet.

Und wir besuchen zu Fuss auch noch das knapp 2 Km entfernte Marae. Es ist ähnlich der Anlage, die wir schon auf Raiatea gesehen haben.

Unser Versuch hier oder im benachbarten Restaurant zu essen scheitert wieder am Ruhetag und am Platzmangel.
Aber es gibt ein Roulotte. Die Örtlichkeiten sind schöner als beim letzten Mal, aber das Essen schlechter.

Es gibt ja noch die Cocktails im Hotel.

Sep.

7

Ursel

Der Sturm ist vorbei, sodass wir ganz gemütlich mit Großsegel und Genua dreißig Seemeilen Richtung Westen segeln können um Huahine zu erreichen. Die Insel besteht aus zwei Teilen, dem nördlichen Huahine Nui und dem südlichen Huahine Iti. Durch einen der nördlichen Pässe segeln wir in die Lagune.

 

Entlang tief eingeschnittener Buchten, dichter in allen Grüntönen leuchtender Vegetation und einer Brücke, die die beiden Inselteile miteinander verbindet segeln wir in eine romantische Bucht im Südwesten der Insel. Das Meer ist wie fast immer blau bis türkis gefärbt und in der Ferne rauscht die Brandung am Riff.

 

Auch für unser leibliches Wohl ist gesorgt. Nachmittags gibt es Nusskuchen, später einen Cocktail mit Kokosmilch aus der selbst mit der Machete zerteilten Nuss und abends werden Steaks gegrillt.

Eine Runde Wizzard darf nicht fehlen. Wir sind heute nur zu viert und überlegen uns neue Spieltaktiken. Michael, der Sieger, spielt ganz ohne Taktik. Der Erfolg gibt ihm Recht.

Sep.

6

Ursel

Der Tag beginnt mit frischem Brot und französischen Teilchen, die Gerhard, der schon zehn Kilometer gelaufen ist, aus der Patisserie mitgebracht hat.

Die Lagune verlockt zum Schnorcheln. Vom tiefblauen Meer ist ein sanfter Übergang in den türkisblauen flachen Bereich mit vielen Korallenstöcken und Fischen.

Wir segeln mit der Genua und Motorunterstützung entlang der Ostküste Richtung Süden vorbei an Dörfern in der Küstenebene und den Vulkanbergen im Inselinneren. Nach zweieinhalb Stunden haben wir unseren Ankerplatz erreicht.

Er ist eine tiefeingeschnittene Bucht, in die ein Fluss mündet, den wir mit Zodiak und Kajaks befahren. Es ist einmalig, so stelle ich mir eine Fahrt auf dem Orinoko vor, nur die Krokodile fehlen.

Bei einem Besuch auf einer Plantage am Fluss werden uns von einem wie immer sehr freundlichen Polynesier die einheimischen Früchte zum Probieren angeboten.

Zurück an Bord ist nur kurz Zeit um den auch wieder sehr leckeren Kuchen aus der Patisserie mit Cappuccino zu genießen.

Weiter geht das Abenteuer. Mit kleiner Besatzung und ohne Wellen kann der Skipper mal richtig Gas geben und das Zodiak gleitet fast mit Höchstgeschwindigkeit über das Meer. Unser Ziel ist die größte Kultstätte von Französisch Polynesien, das Marae Taputapuatea. Marae, aus Basaltplatten und Korallenkalkstein gebaut, sind Versammlungsorte, die einerseits gesellschaftlichen Zwecken, andererseits der Verehrung der Götter dienten.

Bei unserer Rückkehr hat Gerhard mit Michael das Abendessen vorbereitet. Es gibt gebackene Melanzane (Auberginen). Sehr lecker!

Nach einer Runde Wizzard fallen fast alle nach dem schönen Tag erschöpft in ihre Koje.

Sep.

5

Ursel

Raiatea, die zweitgrößte Insel des Landes, liegt nördlich von Taha’a in derselben Lagune. Nach zwei Stunden Fahrt ankern wir ganz im Norden vor Uturoa, dem Hauptort der Insel.

Es drängt alle wieder an Land, aber mehr als ein paar Geschäfte und einen gut sortierten Supermarkt gibt es nicht.

An Board bleibt heute die Küche kalt, wir wollen ein uns empfohlenes Fischlokal ausprobieren. Auf halber Strecke erfahren wir, dass heute Ruhetag ist. Kein Problem! So können wir endlich einmal die hier typischen Roulottes kennenlernen. Es sind fahrbare Essenstände, die bei Einbruch der Dunkelheit aufgebaut werden. Unser Essen ist schmackhaft, der Ort auf dem Parkplatz zwischen zwei Straßen gewöhnungsbedürftig. Aber über uns scheint der Mond und es leuchten die Sterne. Was will man mehr?

Zurück an Bord gibt es dann noch Heimkino:“ Die Vorsehung“. Anthony Hopkinks ist der Hauptdarsteller, aber ansonsten kann man es so oder so sehen.

Sep.

4

Ursel

Wenn man gegen 6.30 die Sonne über dem Meer aufgehen sieht, weiß man, nicht nur in Bora Bora, sondern auch hier ist ein kleines Paradies. Wir bleiben noch einen weiteren Tag und besuchen schon vor dem Frühstück eine Rum Destille. Einige Crewmitglieder genießen den weißen Rum auch nüchtern.

Der Rausch vergeht, und wir fahren zu einer Perlenfarm. Hier wird uns erklärt, wie man aus einer schwarzlippigen Perlauster die sogenannte Tahiti Perle züchtet. Sie ist nicht wirklich schwarz, sondern schillert in allen Farbnuancen. Man kann hier viel Zeit verbringen, denn die Auswahl an Ketten, Armbändern und Ohrringen ist groß.

Jetzt bleibt nur noch das Nachtleben von Taha’a. Das einzige Luxushotel der Insel liegt fast gegenüber. Heute ist polynesischer Abend. Die Frauen wackeln sehr gekonnt mit den Hüften und die Männer mit den Knien. Dazu ertönt polynesische Trommelmusik mit Gesang. Zum Abschluss gibt es noch einen Feuertanz unter freiem Sternenhimmel.