Jan.

14

Unser letzter Morgen auf Moorea. Gepäck haben wir am Vorabend schon gepackt, zum Frühstück gab es noch eine leckere Ananas von unserem Bündel und Tee für Martin. Um halb neun sollten wir an der Autovermietung sein, um unseren Inselflitzi zurückzugeben . Dort hat alles gepasst, und wir mussten nur über die Straße zur Fähre. Das Riesending sah man schon von weitem. Unser Gepäck brachten wir zu den Gepäckwägen auf die andere Seite und anschließend checkten wir ein. Das Wetter war nicht so besonders, deswegen nahmen wir innen drinnen Platz. Die Einheimischen stürmten gleich die Snackbar. Hier gab es eine Abteilung mit Tischen und weiter vorne saß man reihenweise wie im Kino mit großem Ausblick durch die Scheibe.


Die Aremiti 5 Fähre kann bis zu 697 Passagiere und 30 Autos mitnehmen . Die Überfahrt dauerte 30 Minuten. Bei der Ankunft wieder das gleiche Procedere mit dem Gepäck, dass wir vom Gepäckwagen holen mussten. Eigentlich hätten wir jetzt 5 Stunden Zeit für die Stadt, aber war das mit den großen Reisetaschen nicht möglich. Also auf zum Taxistand. Hier hatten wir leider unser erstes negatives Erlebnis in hier in French Polynesien. Wir informieren uns eigentlich immer vorher, was die Taxifahrten kosten oder fragen vorher nach dem Preis. Auf der ersten Fahrt haben wir genau die beschriebenen 2500 xfp bezahlt, wo überall in den Foren beschrieben ist. Zum Taxistand kam eine ältere Dame mit einem SUV geschmückt wie ein Faschingsumzugwagen. Martin hievte unser Gepäck selbst in das Auto. Erst war sie super nett, aber von hinten sah Martin, wie sie ihr Handy, das benützt sie als Taxameter, auf 2350 einstellte. Das war ja schon fast der Endpreis. Ich fragte sie, was die Fahrt kostet zum Flughafen. Dann sie, so ca 30 $ oder 3000 . Dann fragte Martin, warum? Der Tarif ist 2500 xfp. Das hat im Auto schon zu einer Diskussion geführt, sie müsse eine Karte kaufen, damit sie in den Flughafen reinfahren darf usw. Am Flughafen, nachdem Martin unser Gepäck ausgeladen hat, schaute er sich gleich die Tafel mit den offiziellen Tarifen an. Inzwischen bezahlte ich die Lady. Sie wollte 3800 xfp, also 38$ statt 25. Martin hat dann nochmal mit ihr eine Diskussion angefangenen schließlich zwei Polizeibeamte dazu geholt. Die Dame behauptete doch glatt, der Tarif hätte sich heute erhöht. Plötzlich, nach einigem hin und her, stieg sie aus dem Auto und sagte zu mir, gib mir mein Geld wieder. Wir tauschten, sie gab mir meinen großen Schein zurück und ich gab ihr das Rückgeld wieder. Sie wollte dann gar kein Geld mehr. Sie blaffte uns an, wir sollen schauen, dass wir aus dem Land verschwinden , weil solche Leute wie wir es sind , brauchts hier net. Die Polizisten hielten sich mehr oder weniger raus. Wir wollen nichts geschenkt, wir sind auch nicht geizig, nur wenn man vorsätzlich betrogen wird, ist es eine andere Sache. Wir legten dann unsere Münzen und kleinen Scheine zusammen und Martin reichte ihr 2500xfp durchs Fenster. Zuerst protestierte sie, nahm es aber dann doch.


Danach gab’s erstmal einen Kaffee und einen Muffin und wir setzten uns ins Flughafen Café. Wir hatten immer noch mehr als 4 Stunden Zeit. Ich ging ein bisschen durch die paar Geschäfte bummeln und Martin hat gelesen.
Endlich war Boarding und es ging los mit Air Tahiti Richtung Raiatea. Leider mussten wir Übergepäck zahlen, irgendwie hatten wir plötzlich einige Kilos zuviel. Es war bewölkt, deswegen war die schöne Sicht von oben auf die Lagunen nicht gut.

Unsere neue Unterkunft war auch schnuckelig, aber die Lage war nicht so schön, als auf Moorea. Hier patrouillieren gefühlt die ganzen Hähne der Insel mit ihrem Hühnervolk ums Haus, dementsprechend ist auch Geräuschpegel. Wir holten uns noch ein paar Lebensmittel vom Supermarkt um die Ecke, schauten noch ein bisschen die Umgebung an und gingen zeitig ins Bett.

Jan.

15

Unser erster Morgen auf Raiatea begann mit dem Gekrähe der Hähne und dem Gegackere ihrer Hühnergang. Und das schon ziemlich früh. Martin stört das ja überhaupt nicht und ich war eh schon wach.
Gestern Abend saßen viele von dem Geflügel gegenüber in einem Mangobaum und man glaub es kaum, die haben an den reifen Mangos gepickt.


Dicke Wolken hingen am Himmel und oben in den Bergen. Trotzdem fuhren wir nach dem Frühstück mit unseren Rädern Richtung Uturoa, der Hauptstadt der Insel. Hat nicht lange gedauert und ein Wolkenbruch platzte auf uns runter. Erst wollten wir in einer Telefonzelle Unterschlupf suchen, aber da hat die Hälfte an Scheiben gefehlt, aber gleich daneben war eine Bushaltestelle. Eigentlich war es eh egal, wir waren schon tropfnass. Nach ungefähr 10 Minuten konnten wir weiter radeln.

Zuerst suchten wir den Friseursalon von unseren Vermietern Tepairu und Jeff an der Hauptstraße. Der kleine Laden mit 3 Sitzplätzen war voll und die beiden begrüßten uns herzlich , während sie an den Kunden weiter rasierten und Haare schnitten. Wir regelten das Finanzielle, sie gaben uns ein paar Tipps und beantworteten noch offene Fragen und danach fuhren wir weiter in die Dream Yacht Charter Marina. Martin fragte nach Olivier, dem Chef, der letztes Jahr auch schon da war. Das Boot, das Martin für Sonntag gechartert hat, war nicht da, kommt erst am nächsten Tag in der Früh. Nach der Marina war noch ein Supermarkt, den wir uns anschauen wollten. Das war ein kleiner Proxy, die gibt es in Frankreich auch oft. Das Angebot hielt sich in Grenzen. Wir werden wahrscheinlich doch das Meiste von unserem Großeinkauf im neuen Carrefour machen, den gab es tatsächlich letztes Jahr noch nicht. In der großen Markthalle gibt es dazu das frische Obst und Gemüse.


Um die Mittagszeit machen alle Läden zu, deswegen haben wir in einem kleinen Café Pause gemacht. Für Martin gab’s einen Café au lait mit einer Apfeltarte und ich blieb bei einer Coke.
Dort verbrachten wir ne gute Stunde und beobachteten ein bisschen die Leute. Die Wassertaxis gegenüber hatten heute auch nicht viel zu tun.


Nach unserer Pause erkundeten wir den großen Carrefour. Der war riesig und leer. Fast keine Kundschaft drin. Wir schauten uns schon mal für den Großeinkauf um. Die Preise sind horrend, aber er ist halt gut sortiert. Am Samstag wollte ich einen Kuchen backen für den ersten Nachmittagskaffee an Bord, dafür nahmen wir ein paar Zutaten mit. Der Betrag an der Kasse war unglaublich🙈.
Zuhause wurden die paar Sachen in den Kühlschrank verstaut und wir gingen zu Fuß in den Supermarkt ums Eck, weil im Carrefour waren die Eier aus. Dann fing es so richtig an zu schütten, das würde nicht so schnell wieder aufhören.
Auf unserer Terrasse daheim gab es Kaffee und Kuchen und Martin bereitete schon mal das Angelzeug vor.

Es hat sich so richtig eingeregnet und wir konnten nicht mehr vor die Tür. Eigentlich wollten wir essen gehen, aber dann machten wir Brotzeit auf der Terrasse. Später entdeckte ich, dass man auf unserem Fernseher auch auf YouTube deutschen Tatort schauen konnte. Na wenn schon denn schon , dann die ulkigen Münsteraner. Somit war der Abend auch gerettet.