Unser erster Morgen auf Raiatea begann mit dem Gekrähe der Hähne und dem Gegackere ihrer Hühnergang. Und das schon ziemlich früh. Martin stört das ja überhaupt nicht und ich war eh schon wach.
Gestern Abend saßen viele von dem Geflügel gegenüber in einem Mangobaum und man glaub es kaum, die haben an den reifen Mangos gepickt.

Dicke Wolken hingen am Himmel und oben in den Bergen. Trotzdem fuhren wir nach dem Frühstück mit unseren Rädern Richtung Uturoa, der Hauptstadt der Insel. Hat nicht lange gedauert und ein Wolkenbruch platzte auf uns runter. Erst wollten wir in einer Telefonzelle Unterschlupf suchen, aber da hat die Hälfte an Scheiben gefehlt, aber gleich daneben war eine Bushaltestelle. Eigentlich war es eh egal, wir waren schon tropfnass. Nach ungefähr 10 Minuten konnten wir weiter radeln.



Zuerst suchten wir den Friseursalon von unseren Vermietern Tepairu und Jeff an der Hauptstraße. Der kleine Laden mit 3 Sitzplätzen war voll und die beiden begrüßten uns herzlich , während sie an den Kunden weiter rasierten und Haare schnitten. Wir regelten das Finanzielle, sie gaben uns ein paar Tipps und beantworteten noch offene Fragen und danach fuhren wir weiter in die Dream Yacht Charter Marina. Martin fragte nach Olivier, dem Chef, der letztes Jahr auch schon da war. Das Boot, das Martin für Sonntag gechartert hat, war nicht da, kommt erst am nächsten Tag in der Früh. Nach der Marina war noch ein Supermarkt, den wir uns anschauen wollten. Das war ein kleiner Proxy, die gibt es in Frankreich auch oft. Das Angebot hielt sich in Grenzen. Wir werden wahrscheinlich doch das Meiste von unserem Großeinkauf im neuen Carrefour machen, den gab es tatsächlich letztes Jahr noch nicht. In der großen Markthalle gibt es dazu das frische Obst und Gemüse.

Um die Mittagszeit machen alle Läden zu, deswegen haben wir in einem kleinen Café Pause gemacht. Für Martin gab’s einen Café au lait mit einer Apfeltarte und ich blieb bei einer Coke.
Dort verbrachten wir ne gute Stunde und beobachteten ein bisschen die Leute. Die Wassertaxis gegenüber hatten heute auch nicht viel zu tun.

Nach unserer Pause erkundeten wir den großen Carrefour. Der war riesig und leer. Fast keine Kundschaft drin. Wir schauten uns schon mal für den Großeinkauf um. Die Preise sind horrend, aber er ist halt gut sortiert. Am Samstag wollte ich einen Kuchen backen für den ersten Nachmittagskaffee an Bord, dafür nahmen wir ein paar Zutaten mit. Der Betrag an der Kasse war unglaublich🙈.
Zuhause wurden die paar Sachen in den Kühlschrank verstaut und wir gingen zu Fuß in den Supermarkt ums Eck, weil im Carrefour waren die Eier aus. Dann fing es so richtig an zu schütten, das würde nicht so schnell wieder aufhören.
Auf unserer Terrasse daheim gab es Kaffee und Kuchen und Martin bereitete schon mal das Angelzeug vor.


Es hat sich so richtig eingeregnet und wir konnten nicht mehr vor die Tür. Eigentlich wollten wir essen gehen, aber dann machten wir Brotzeit auf der Terrasse. Später entdeckte ich, dass man auf unserem Fernseher auch auf YouTube deutschen Tatort schauen konnte. Na wenn schon denn schon , dann die ulkigen Münsteraner. Somit war der Abend auch gerettet.
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