März

15

Der allerletzte Morgen auf dem Boot. Der SuperU öffnete heute um 5.30 Uhr. Wie versprochen machte ich mich im Morgengrauen, die Sonne lugte ganz leicht schon am Horizont, auf den Weg nach Uturoa und holte noch zum Abschluss ein paar frische Croissants für die Crew . Als ich zurück kam, waren schon alle wach. Heute war Selbstbedienung angesagt. Jeder checkte nochmal sein Gepäck, der Abfall wurde noch weggeräumt und um halb acht fuhren die Jungs von der Marina die Rasdu an die Tankstelle. Knapp 400 Liter Diesel, eine Gasflasche und das Dinghi wurde noch getankt, bevor es wieder zurück in den Hafen ging.

Martin hat fast auf den Cent genau ausgerechnet, was noch zu zahlen war. So konnten wir gestern noch vor Isabels Abreise die Splidabrechnung machen. Olivier hat gleich die Endabnahme zusammen mit Martin gemacht, und es hat alles gepasst. Um kurz vor neun kam unser Taxi. Wir fuhren alle mit zum Flughafen, obwohl Leo, Hartmut und Ludwig den späteren Flieger hatten. Sie nahmen dann einfach in der Snackbar noch Platz und genehmigten sich noch ein zweites Frühstück. Annemarie und Christine waren im gleichen Flieger nach Papeete, sie nehmen aber die Fähre nach Moorea und lassen den Urlaub dort noch drei Tage ausklingen.

Wir sind heute und morgen in Papeete, bevor es morgen Abend nach fast 10 Wochen French Polynesien heißt…Nana…Good bye…Au revoir…auf Wiedersehen . Nach der Ankunft am Flughafen in Papeete wünschten wir Annemarie und Christine noch einen tollen Aufenthalt auf Moorea und verabschiedeten uns von einander.
Wir wurden vom Hotelshuttle abgeholt. Das Fare Suisse liegt mitten in der Stadt, somit alles fußläufig erreichbar. Letztes Jahr hatten wir ein Auto und schon eine Inselrundfahrt gemacht. Nach einer kleinen Erfrischung auf der Terrasse erkundeten wir ein bisschen die Stadt. Es war alles geschlossen. Am Hafen gab’s ein Eis für Martin, ansonsten heute nur Kunst und Kultur.

Für abends haben wir im Hotel einen Tisch reserviert. Da der Hotelbesitzer auch Schweizer Botschafter ist, ist auch die Speisekarte dementsprechend. Von Käsefondue, Raclette (das haben hier erstaunlicherweise viele gegessen) Käsespätzle, über Currywurst usw gabs hier viele Alpenspezialitäten und zum Dessert sogar einen mega leckeren Kaiserschmarrn.

Und typisch deutsch haben wir den Sonntag Abend mit dem Münsteraner Tatort von Martins Laptop ausklingen lassen, damit wir uns gleich wieder an zuhause gewöhnen.
Montag Vormittag war richtig viel los in der Stadt. Eine solche Geräuschkulisse kennen wir gar nicht mehr. Zuerst waren wir im Perlenmuseum von Robert Wan, dem Perlentycoon von French Polynesien. Das ist wunderschön gemacht. Dort sieht man die Geschichte der Perlen und deren Herstellungsprozess anhand von Videos richtig schön. Und man sieht wunderschöne Perlen in allen Formen und Farben. Die größte Einzelperle mit einem Durchmesser vom 18mm und von der Qualität AAA1 kostet knapp 60000 Euro. Dann gingen wir weiter zum Markt. Zuerst war Martin noch ganz tapfer beim Powershopping dabei, dann hat er sich in ein Café gesetzt und gemeint, ich soll ihn später wieder abholen. Damit war uns beiden geholfen😂.


Bevor wir zurück aufs Zimmer gingen, haben wir noch Halt in einer Eisdiele gemacht.
Um sechs Uhr geht unser Shuttle zum Flughafen, wo hoffentlich unsere Maschine pünktlich um 21.30 Uhr Richtung LA abheben wird. Am Airport treffen wir dann Leo, Hartmut und Ludwig wieder, die sich die 1 1/2 Tage die Insel mit einem Auto angeschaut haben.
Damit sind wir mit unserem Segelblog in French Polynesien fertig und der Blog macht die nächsten 4 Wochen Pause, bevor es in Frankreich auf Martins Hausboot Vlinder wieder weitergeht. Herzlichen Dank an euch fleißigen Leser, ich hoffe, wir haben euch wieder ein bisschen mitgenommen ins Paradies. Vielleicht seid ihr mal selber dabei, wenn es heißt….Anker auf Richtung Bora Bora. Einen herzlichen Dank auch an unsere Mitsegler, es waren wirklich drei wunderschöne, erlebnisreiche Törns mit euch.
Nana..Good bye…Au revoir und Auf Wiedersehen🙋‍♀️ Vielleicht sehen wir uns sogar mal im Sommer auf Martins Hausboot oder im Herbst auf dem Kattörn in Griechenland. Sonnenuntergang, Wizard und gute Gespräche inklusive! Ein paar Termine sind noch frei.
Euer Skipper Martin und Sylvia