März

11

Um halb drei mitten in der Nacht zog ein heftiges Gewitter über die Lagune, dass kurzzeitig fast alle wach waren auf dem Boot. Es donnerte und heftige Blitze zogen über den Kat.

Gewitter über Maupiti

Die Blitze zogen sich durch bis am frühen Morgen. Eigentlich wollten wir zu den Mantas, aber gegen halb acht kam noch einmal eine Gewitterfront durch.

Das muss man auch mal erlebt haben. Also doch erst Frühstück und abwarten. Mittlerweile machte ein Taucherboot an der Boje fest, der hatte das letzte Mal Martin verboten, das Dinghi an der Boje festzumachen. Deswegen gingen ein paar von der Crew in den Wellen schwimmen und schnorcheln. Dann müssen wir die Mantas eben auf morgen verschieben. Es kreisten immer noch Gewitterwolken um die Lagune und es regnet immer wieder. Schade, dass sich mein persönliches kleines Paradies von so einer finsteren Seite zum Abschluss zeigt. Aber das Wasser glitzert trotzdem noch in einem intensiven Türkis. Nach einem chilligen Vormittag hieß es vom Skipper um eins, Anker hoch Richtung Vai‘ea, dem Hauptort von Maupiti. Dort wollen wir uns heute ein bisschen sportlich betätigen und eine Radtour um die Insel machen. Martin traute dem Wetter nicht so richtig, weil als wir am Ankerplatz ankamen, schon wieder dunkle Wolken aufzogen. So beschloss Martin, lieber an Bord zu bleiben. Also, den Platzregen noch abwarten, dann gehts los, oder auch nicht. Das Dinghi hatte heut einen Streiktag. Martin versuchte zig mal, den Motor zu starten, aber durch den Starkregen in der Nacht war vielleicht Wasser in den Motor gelangt. Die Crew stand fertig zum Einsteigen bereit, dann entschieden wir, zu paddeln. Martin rechts und Leo links, Hartmut machte die Motorgeräusche dazu. Wenigstens hatte die Crew was zum Lachen. Da paddelt man echt ganz schön, wenn das Dinghi voll besetzt ist. Drüben am Steg angekommen, wollte ich den Gästen zeigen, wo der Fahrradverleih ist. Oh menno, auch das noch. Die Dame mit den schönen, neuen bunten Rädern hatte zu. Hartmut versuchte noch, sie per Handy zu erreichen. Also, dann auf zu den ollen vintage Bikes. Die Crew hat schon gelacht, wäre ja zu schön gewesen. Als alle ihre Fahrräder hatten, mit und ohne Makel, wünschte ich ihnen noch viel Spaß und ging zu Martin zum Dinghi zurück.

Ich musste schon grinsen, die ganzen Dorfkids hatten sich bei ihm im Bötchen versammelt und sprangen von da aus ins Wasser. Leider hab ich mein Handy vergessen, das wäre ein lustiges Foto geworden. So paddelten wir beide zurück und was passierte nach dem Kaffeetrinken auf dem Kat?? Martin baute den ganzen Motor vom Dinghi auseinander, suchte und fand natürlich die Ursache und nach ein paar ganz leisen Flüchen sprang der Motor tatsächlich wieder an. Er ist einfach ein Alleskönner ❤️, auf Deutsch ein Genie.

Um kurz nach fünf meldete sich Christine, dass sie mit der Runde fertig sind und am Steg warten. Als sie alle wieder zurück auf dem Boot waren, gab’s für einige noch Kaffee und Kuchen und alle waren begeistert von der kleinen Inselrundfahrt und tolle Fotos wurden in die Gruppe gestellt. Es ist erstaunlich, dass jede Gruppe andere Fotos gemacht hat. Da sieht man auch die verschiedenen Wahrnehmungen. Wir fuhren kurz vor dem Sonnenuntergang nochmal zu unserem vorigen Ankerplatz, von wo aus wir hoffentlich morgen die Mantas sehen werden.


So langsam war es Zeit, das Abendessen vorzubereiten. Heute gab es von mir Shrimps in Limetten/Knoblauch/Weissweinsosse mit Kokosmilch, Pasta und einen bunten Salat von Isabel.

Das Küchenteam Ludwig und Leo machte klar Schiff in der Küche.