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Wir statteten Dino, unserem Vermieter, einen kurzen Besuch ab. Er hat 6 Hunde und seit Weihnachten auch wieder Welpen, die er uns noch zeigen will. Für heute haben wir eine Tour im Getty Center gebucht.

Das ist ein Kunstmuseum, in dem der Oil-Milliardär J. Paul Getti etwa 50.000 Kunstwerke zusammengetragen und der allgemeinen Öffentlichkeit kostenlos zugänglich gemacht hat. Die Auswahl konzentriert sich dabei auf klassische Kunstwerke wie Skulpturen, Gemälde, Zeichnungen, Manuskripte und Fotografien. Schon die Architektur und die Lage ist einmalig. Wir hatten Glück mit dem Wetter. Die Sicht auf Los Angeles war toll und unser Guide Matt war einfach klasse. Er verfügt über ein einzigartiges Wissen und bringt das mit Charme seinen Kunden rüber.

Nach der 2-stündigen Tour trafen wir uns dort mit Katrin und Götz aus Berlin, das sind Mitsegler auf dem ersten Törn in FP. Sie machen auch einen Kurzurlaub in LA, bevor es aufs Schiff geht. Katrin hat erzählt, dass sie schon jahrelang einen Flyer von Martin daheim hat und seitdem mit dem Gedanken spielt, mit Martin zu segeln. Als sie dann vom Verkauf der Vava U gelesen hat, war sie ganz entsetzt und enttäuscht. Und nun kann sie in einem der schönsten Segelreviere endlich mit ihrem Mann an Bord. Nach dem Treffen hatten wir noch einen Termin, von dem Martin nichts wusste.

Wir fuhren raus aus LA und auf dem Highway ca. 1 Stunde Richtung Norden.

Martin hatte immer noch keine Ahnung. Vorletztes Weihnachten hatte ich ihm ein Training in einem Flugsimulator geschenkt. Dazu kam es leider nicht mehr, weil der Betreiber kurz nach Weihnachten Insolvenz angemeldet hat. Dafür bekommt er jetzt eine Flugstunde in der Flight Academie in einer echten Piper über die Wahrzeichen von LA.

Ich glaub, ich war mehr nervös als er. Der Fluglehrer Nirvan war ein ganz lässiger junger Typ, der immer nur gelacht hat. Nach dem er Martin alles erklärt hatte, ging es auch schon los auf die Startbahn. Nirvan fragte noch, ob wir Probleme mit schaukeln hätten, weil es etwas windig sei.

Nach der Starterlaubnis ging es wackelig in die Luft. Oben zeigte er noch, wie die Instrumente reagieren, dann übergab er das Steuer an Martin und zeigte immer nur die Richtung an, wo er hinfliegen soll. So ging es gerade auf das Hollywood Zeichen zu. Als wir das passiert hatten, flogen wir direkt über Downtown LA in Richtung Santa Monica über die Villen in Beverly Hills, der Heimat der Schönen und Reichen.

So langsam ging die Sonne unter und wir genossen einen wunderschönen Sonnenuntergang hoch oben im Cockpit. Die Stunde war leider viel zu schnell vorbei. Aber es war ein tolles Erlebnis und die Überraschung ist gelungen.

Auf dem Heimweg waren wir noch in einer urigen Kneipe einen Burger essen. Sogar mit Valet parking.

Daheim sind wir total müde ins Bett gefallen.