Feb.

23

08:00 hieß es am vorletztet Tag Mooring los.
Vor uns lagen 31 Meilen auf dem Weg bis nach Raiatea in die Dream-Yacht-Marina.

Zuerst gings in der Lagune von Huahine gen Norden bis zum südlichen Pass VAPEHI
und dann auf Westkurs bis nach Raiatea.
Wir hatten zwar schon das Groß beim Ablegen gesetzt, in der Hoffnung auf Wind bei der Überfahrt.
Aber leider bis auf ein recht kurzes Stück ging allein unter Segeln nichts.
Der Wind war schwach mit maximal 8 Kn und dazu noch aus ENE, also fast genau von hinten.
Die Segel hingen recht schlapp umher und schaukelten in der Dünung. also ging es dann unter Motor weiter bis zum Mooringplatz gegenüber dem Hafen Uturoa von Raiatea.
Hier konnten wir einen letzten Badestopp einlegen bevor es gegen 16:00 in die Marina ging.

Am Ankerplatz ist gleich nebendran ein großes Flach mit kleinen Bummies, die zum Schnorcheln einluden.

Bevor wir endgültig in der Marina festgemacht haben, gings noch an die Tankstelle um Diesel, Beibootsprit und die Gasflasche aufzufüllen.

Zum Abendessen hatten wir in der Stadt beim Restaurant La Raie’Gate reserviert.
Das war alles ausgesprochen lecker dort. Wir hatten alle verschieden Gerichte, die reichlich und sehr gut waren, inklusive einem Happy Hour Drink, den es dort vom 16-19:00 Uhr gibt.

Der kurze Spaziergang bis zur Dream-Yacht-Marina und unserem Kat RASDU war gut zum verdauen.

Feb.

22

Die Crew hatte sich nochmal für einen Strandtag am Hotel Le Mahana entschieden. Nach einem leckeren Frühstück fuhr Martin Helene, Sylvia und Walde mit dem Dinghi an Land. Melanie blieb noch mit an Bord und ließ sich später rüber fahren. So hatten die vier noch einen tollen letzten Strandtag mit Schnorchelgelegenheit, bevor es am Montag früh nach Raiatea zurück geht. Martin machte den Blog noch online fertig und ich hab einen Kuchen gebacken und ein bisschen Wäsche gewaschen.
Um halb sechs fuhren wir mit dem Dinghi zu den anderen rüber, pünktlich zu unserem letzten Sundowner.

Wahnsinn, wie die schnell Zeit vergangen ist. Zurück an Bord machte wir ein improvisiertes Resteessen, mit allem, was noch da war. Sylvia bereitete aus den restlichen Tomaten eine Schüssel Tomatensalat. Bevor wir eine letzte oder vorletzte Runde Wizard spielten , schauten sich Sylvia, Melanie, Walde und Helene den tollen Sternenhimmel an. Danach wurde in bester Manier gezockt😄. Das erste Spiel ging an Melanie und die zweite Runde an Walde und mich. Die Glückssträhne vom Skipper ist nicht abgerissen, es hat sich nur verteilt. Die Glückssträhne hat er dafür jetzt beim
Backgammon , da hat er schon wieder 3:1 gewonnen. Wir haben wie immer viel gelacht und gingen dann zufrieden in die Kojen oder unter den Sternenhimmel.

Feb.

21

Ungewohnte Geräusche in der Nacht bedeuten meistens nichts Gutes. Um fünf Uhr morgens brummte die Wasserpumpe im Dauerton. Ich ging an Deck und horchte, schaute ob alle Wasserhähne zu sind und kontrollierte die Außendusche. Dann weckte ich Martin. Die Crew schlief tief und fest. Auch er schaute überall nach, vermutete schlimmstenfalls irgendwo ein Leck in der Leitung, schaltete die Pumpe ab und ging wieder schlafen. Walde war der erste, der wach wurde. Da er immer draußen schläft, hab ich ihn gebeten, in der Kabine nach zu schauen. Da war alles in Ordnung. Um halb acht hab ich die Pumpe wieder eingeschalten und wieder ein Dauerton. Ich hab bei Sylvia geklopft, da hat sich noch nichts gerührt, Melli war schon wach und fragte auch, was das für ein Geräusch sei. Bei ihr war nichts. Martin musste den Generator und den Wassermacher einschalten, da Batterien und Wassertank sich leerten. Ich probierte es nochmal bei Sylvia und hörte schon beim Öffnen der Kabinentür den Wasserhahn im Bad laufen. Sie war ganz erschrocken und hatte ihn einfach vergessen. Dann war das wenigstens geklärt , ein Leck wäre schlimmer gewesen.
So konnte ich beruhigt das Frühstück vorbereiten. Heute war nichts geplant, außer das schöne Wetter genießen und chillen. Sylvia wollte nach Fare, in den Hauptort fahren um sich dort eine Gallerie anzuschauen. Sie erzählte später eine schöne Geschichte, dass die Fahrerin ihr fast ihre ganze Verwandtschaft vorgestellt hat und sie dadurch ganz nette Begegnungen hatte. Sie wurde in der Galerie auch fündig und erstand wunderschöne Bilder. Der Rest der Crew fuhr mittags samt Schnorchelausrüstung mit dem Dinghi zum Hotel rüber. Heute war Strandtag angesagt. Martin und ich gingen ein bisschen im Sand spazieren. Dort trafen wir einen einheimischen Fischer namens Jean. Er putzte seinen Fang und fütterte nebenbei einen Rochen. Wir gingen noch bis eine Weile und kehrten dann um. Melanie, Walde und Helene schnorchelten derweil in einem Corel Garden, der direkt beim Hotel liegt. Dort sind wunderschöne Anemonen und schöne bunte Fische zu sehen.

Helene wartete auf einen Pareo, den sie bei ihrem Ausflug gestern gekauft hatte und der noch fertig gezeichnet wurde. Der wurde direkt ans Hotel geliefert. Stolz präsentierte sie ihn nach Erhalt. Tolle Farben in verschiedenen Blautönen, da kann sie ein schönes Erinnerungsstück mit nach Hause nehmen. Martin und ich fuhren aufs Boot zurück, die Crew blieb bis zum Abendessen im Hotel. Sie genossen einfach mal den feinen Sandstrand. Zum Essen hatten wir eine Reservierung im Hotel. Pünktlich zum Sundowner kamen Martin und ich zurück und nahmen an einem schön eingedeckten Tisch Platz. So hatten wir einen fast perfekten Sonnenuntergang mit tollen Cocktails und einem leckeren Essen in einer schönen Umgebung.

Zurück an Bord wurde die Eisdiele eröffnet. Ich habe noch Sahne dazu geschlagen . Leider gibt es von dieser Session kein wirkliches Foto😄.

Obligatorisch wurden noch zwei Runden Wizard gespielt, eine RevancheRunde, aber unser Skipper ist einfach nicht zu schlagen. Müde schlichen dann alle in die Kojen oder legten sich draußen unter den Sternenhimmel.

Feb.

20

Melanie, Sylvia, Helene, Waldemar

9:30 Uhr hieß es wieder: Pferde satteln und einmal rundherum – dieses Mal um beide Inseln.

Zuerst wurde jedoch ausgiebig bei ‚Schorschi‘ Tamanu-Creme, verschiedene Öle, Vanilleschoten und vieles mehr eingekauft.

Nach nur wenigen Kilometern kam bereits der erste Pareo-Shop – also voll in die Bremsen, Blinker setzen und raus, um die kunstvollen Paréos zu bestaunen.

Der Herr vom ‚Atelier du Pareo‘ verkauft nicht nur die von ihm selbst gestalteten Stücke, sondern auch weitere wunderschöne Kunstwerke und Schnitzereien.

Und so ging es den ganzen Tag weiter: ein paar Kilometer fahren, dann wieder ein Paréo-Atelier, ein Schmucklädchen, eine verführerische Vanille-Boutique, die all zum Einkaufen einluden. Den besten Vanille-Deal haben wir bei ‚Boutique LM Huahine Vanille’ gemacht – Anbau und Verkauf waren sehr professionell und sauber organisiert. Wir hätten auch an einer Führung teilnehmen können, haben aber darauf verzichtet, da wir eine solche bereits bei Noah auf Taha’a gemacht hatten.

Nicht zu vergessen die Kultstätten, die über die Inseln verteilt sind. Huahine ist berühmt für seine Maeva. Das sind große Versammlungshäuser mit hohen Steinmauern, die der Verteidigung dienten. Außerdem dienten die Anlagen für unterschiedlichste Kulte und waren verschiedenen Göttern geweiht. Wir schauten uns das Marae Mata ire a Rahi an, das dem Gott des Lichtes geweiht war. Diese Marae liegen an den schönsten Orten und haben uns dazu geführt in der Lagune und im Pazifik zu baden.

In Fare haben wir praktisch alle Läden und Stände besucht, im Super U noch ein paar Kleinigkeiten als Proviant eingekauft und anschließend im Yachtclub lecker zu Mittag gegessen.

Walde entdeckte zudem eine kleine Galerie, die er natürlich ebenfalls besuchte. Eine sehr spannende Künstlerin: Melanie Shook Dupré.

Walde: „Als ich die Stahltreppe in ersten Stock des Hauses hoch stieg begrüßte mich eine sehr freundliche ältere Dame. Ich habe mir zur Angewohnheit gemacht ein kleines Kunstwerk aus dem Urlaubsland zu erwerben, um eine Erinnerung an die dortige Zeit mit nach Hause zu nehmen.

Die Künstlerin malt auf Aquarell und Öl, und hatte auch einige Kohlezeichnungen ausgestellt. Sie erstellt viele Motive aus ihrer Umgebung, ziemlich authentisch aus meiner Sicht. Ich entschied mich für eine Kohlezeichnung, die wie sie sagte ein Enkel von ihr darstellt“

Sylvia hat ihr am nächsten Tag ebenfalls noch einen Besuch abgestattet.

Helen hat sich bei ‚Coco and Paréo‘ schockverliebt – in einen Paréo. Der Künstler stellte ihn noch am selben Abend fertig, und am nächsten Tag wurde er ihr sogar geliefert.😲

Zum Abschluss haben wir auch den ‚Anguilles sacrées‘ – den ‚Heiligen Aalen‘ – unsere Aufwartung gemacht. Ein Herr aus dem Ort war so freundlich, uns dorthin zu führen. Er fütterte die Aale mit Thunfisch aus der Dose und half uns sogar beim Filmen. Alles war sehr freundlich und herzlich – letztlich jedoch gegen einen kleinen Obolus.

Nun hieß es Vollgas: erst noch tanken und dann zurück zur Autovermietung – mit einem letzten Stopp in einer Vanille-Boutique. Mit einer zeitlichen Fast-Punktlandung haben wir das Auto schließlich zurückgegeben.

Zum alltäglichen Subdowner haben wir uns alle wieder zusammen gefunden.

Feb.

19

Wie gestern Abend abgesprochen, hieß es heute Morgen um acht Uhr Leinen los von der Mooring Richtung Huahine. Wenn wir längere Schläge fahren, gibt es immer Frühstück light mit Obstsalat, gekochten Eiern und Skipperbrot. Einfach etwas leichtere Kost. Das Großsegel wurde gleich zu Beginn als Unterstützung gesetzt und später die Genua dazu, dann konnte Martin die Motoren ausschalten. Wir hatten nicht viel Wind, so zuckelten wir bei 5-8 Knoten Wind dahin.

Da alles recht übersichtlich war, setzte heute der Skipper selber eine Bolo an. Die Crew suchte sich die begehrten Schattenplätze und döste . Nach ca 6 Stunden erreichten wir unseren Mooringplatz im Norden von Huahine beim Le Mahana Hotel. Das hatte leider beim ersten Törn noch nicht geöffnet. Nach dem Kaffee und Kirschkuchen fuhren Melanie und ich auf dem SUP rüber ins Hotel, um für die Crew für den morgigen Tag ein Mietauto zu organisieren. Das klappte relativ schnell und Melanie erspähte in dem kleinen Büro ein paar Pareos. Wir wollten nur mal kurz schauen und schwupps hatte jede von uns einen in der Tasche. Um NOCH einen Pareo reicher gingen wir noch über die Straße zum Secret of Vahine, der schon geschlossen hatte. Zurück im Hotel bestellten wir uns schön gekühlte Getränke warteten auf den Rest der Crew, die zur Happy Hour um 17.30 Uhr nachkommen wollte.


Kurz nach halb sechs tuckerte die Mannschaft mit dem Dinghi zum Hotelsteg, nur Helene fehlte. Sie probierte ein Kuchenrezept aus Samoa , und der Kuchen war noch nicht fertig. Martin, Melanie und Walde nutzen die Happy Hour für je einen Pina Colada und einen Maitai, meine Namensvetterin Sylvia blieb beim Weißwein und ich beim Kokoswasser und einem Mocktail.

Die Rückfahrt auf dem SUP gestaltete sich dann eher lustig. Wir haben unseren gute Laune Ohrwurm geträllert, dabei ist Melanie irgendwie zweimal ins Wasser gefallen, dann hab ich sie liegend zurück aufs Boot gepaddelt. Martin, Sylvia und Walde fuhren lachend mit dem Dinghi an uns vorbei.
Bevor es dann das Abendessen gab wurde noch eine Tanzrunde eingelegt.

Hungrig machten wir uns über Martins leckere Spaghetti Bolognese her.

Wir waren so satt, dass kein Eis mehr reinpasste. Nach dem Abwasch sind erstmal alle verschwunden, da hat mich Martin beim Backgammon gnadenlos abgezockt und 4:0 gewonnen. Auf einmal kamen doch alle wieder zurück zum Tisch und wir konnten noch zwei Runden Wizard spielen. Die eine Runde ging an Martin, die andere an mich. Müde schlüpften alle in ihre Kojen, bzw Aussenschlafplätze.