Jan.

11

Nach einem leichten Frühstück am Morgen sind wir zu Jeanros Kanuvermietung gefahren. Die Beschreibung über WhatsApp war easy und so waren wir nach ca 5 Minuten da.

Jeanro hat uns angeboten, solange wir hier sind, können wir sein Kanu uneingeschränkt nutzen. Er hat uns noch gezeigt, wo wir unsere Flossen verstauen können und gab uns noch Tipps , wo die Haie und Stachelrochen angefüttert werden und wo wir am besten Schildkröten sehen. Dann ging’s los. Ich paddelte vorne und der Chef gab hinten Anweisungen…..hahaha…

Wir fuhren gegen den Wind Richtung Haifütterung. Den Platz kannten wir schon vom letzten Jahr. Nachdem der Anker geworfen und fest war, hüpften wir ins klare Wasser und zogen unsere Flossen und Brillen an. Mit uns lagen einige Ausflugsboote dort .


Es ist echt ein Traum. Wir wurden von Blacktipps und großen Stachelrochen umrundet. Ganz gemütlich schwammen die Haie und Stingrays unter und neben uns und ließen sich nicht stören. Ein paar kleinere Fische flitzten um die einzelnen Felsen herum. Ein großer Jackfisch verfolgte immer einen Hai, er blieb aber auch nach einigen Runden immer hinten.

Nach einer halben Stunde stiegen wir wieder ins Kanu. So lange wollten wir noch nicht in der Sonne bleiben. Jetzt ging es leichter mit dem Wind. Wir legten an einer kleinen Insel an, dort haben einheimische Familien sich zum sonntäglichen Picknick getroffen. Ums Eck war ein nobler Beachclub, wo die Flasche Deutz Rosè und Deutz Brut jeweils schlappe 200€ kosteten. Da haben wir nur kurz Rast gemacht.

Weiter in Richtung Schildkröten ließen wir uns einfach treiben. Martin sah sofort die großen Panzer im Wasser und wie sie ihre Köpfe aus dem Wasser nach Luft streckten. Das waren schon mal tolle Erlebnisse für den ersten Tag auf Moorea. Wir paddelten langsam zurück. Vom Wasser aus haben wir ein schönes Restaurant , das Les Tipaniers, entdeckt, das Martin von früher kannte. Dort beschlossen wir, eine Kleinigkeit zu essen. Wir bekamen auf der Terrasse noch einen schönen Platz und genossen die wunderschöne Aussicht. Ein paar Parasailors drehten im Wasser ihre Runden und zeigten waghalsige Sprünge. Wir teilten uns ein leckeres Clubsandwich mit Pommes. Martin trank noch einen Cappuccino, bevor wir zu unserem nächsten Ziel fuhren.

Ein China Supermarkt hatte geöffnet und wir hatten am Vortag die Milch vergessen. Jeanro meinte so ca 2 km von unserer Ferienwohnung, tatsächlich waren es aber 5 und wir wollten schon fast wieder umkehren mit unserem kleinen Inselflitzer.
Daheim chillten wir ein bisschen, Martin stellte den Blog online und wählte dazu die Fotos aus. Dann bereiteten wir gemeinsam unser Gratin aus der Brotfrucht für das Abendessen.
Nachtrag, der Auflauf war sehr lecker und macht richtig satt.

Jan.

10

Wir sind Freitag Nacht mit Air Tahiti Nui von LA nach Papeete geflogen. Das war nicht so der Hit. Essen fast ungenießbar, Entertainment Angebot sehr schwach. Das einzige Gute waren unsere Sitzplätze am Notausgang mit viel Platz.

Wir kamen fast 45 Minuten früher an und fuhren gleich mit dem Taxi zum Fährhafen. Dort legte in den nächsten 10 Minuten die Aremiti Fähre ab. Eigentlich wollten wir die um 9.15 Uhr nehmen, aber eh wir uns verschaut haben, haben die kräftigen Jungs unser Gepäck noch mit auf den Gepäckwagen gehievt. Also schnell an die Kasse und Tickets für 7.00 Uhr lösen und ab auf den großen Pott. Viele Einheimische nutzten den Samstag, um auf der Insel Verwandte und Freunde zu besuchen. Die Fähre war ziemlich gut gebucht.

Die Überfahrt war ruhig und auch das Ausfahren der Autos nach Ankunft verlief unkompliziert und ohne Stress im Reißverschlussverfahren, da gegenüber noch eine Fähre angelegt hatte. An der Anlegestelle herrschte kurz ein richtiges Gewusel, bis jeder sein Gepäck hatte. Auf Empfehlung von unserem Vermieter suchten wir die Moorea Scooter and Cars Vermietung, um nach einem Auto zu schauen. Ein kleiner Hüpfer von Suzuki stand noch auf dem Hof, als wenn er auf uns gewartet hätte. Den haben wir auch bekommen. Mit unserem Gepäck mussten wir Tetris spielen. Sogar die Rückbank war voll bepackt. Nachdem wir zu früh dran waren um einzuchecken, sind wir noch an einer kleinen Strandbar namens Chez Elo eingekehrt und hatten dort ein kleines Frühstück. Immer wieder kamen Einheimische vorbei und brachten frisches Obst. Eine Frau fragte uns, ob wir nicht eine Brotfrucht möchten. Sie hat uns noch gleich ein paar Zubereitungsmöglichkeiten erklärt. Martin kannte die Frucht von früheren Reisen hier und wir entschieden, dass wir am nächsten Abend ein Gratin draus machen werden.

Gegenüber war noch ein Supermarkt, wo wir uns für die nächsten Tage mit Lebensmittel eindeckten. An einem Straßenstand hielten wir noch, weil es da Bananen gab. Das waren nur die Kochbananen , aber die nette Dame holte schnell noch Essbananen aus ihrem Garten und schenkte uns sogar noch ein paar Reifere dazu. So langsam näherten wir uns dem Ziel, der Fare Manueva. Jeanro, der Vermieter, wartete schon auf uns. Er hieß uns herzlich willkommen. Die Ferienwohnung ist zwar einfach, aber man hat alles, was man braucht und sie ist sehr geräumig.


Am Nachmittag, nach dem wir uns ein bisschen eingerichtet hatten, sind wir nur über die Straße zum Strand zum Schnorcheln gegangen. Jeanro sagte uns, dass man Stingrays und auch kleine Haie um das Riff sehen kann, da ein Nachbar diese dort anfüttert. Die sind wahrscheinlich eher in der Früh da, wir haben nur ein paar kleinere Fische gesehen. Das Wasser ist wie in der Badewanne.
Zurück in unserer Unterkunft wollten wir uns nur ein bisschen ausruhen und abends zum Essen in eine der lokalen Restaurants in der Nähe gehen. Aber wir waren so müde vom Nachtflug, dass wir einfach eine Kleinigkeit daheim gegessen haben und unseren ersten Abend auf Moorea tatsächlich verpennt haben.

Jan.

9

Da heute unser letzter Tag in LA war , bevor wir nach Papeete weiterfliegen, wollten wir einfach was chilliges machen. Wir fuhren nach Long Beach, wo die Queen Mary liegt. Die Queen Mary ist nicht nur ein Museum, sondern eine historische Institution, die den Glamour und die Herausforderungen der Atlantiküberquerungen verkörpert und heute eine einzigartige Touristenattraktion darstellt, die Geschichte und Gegenwart verbindet. 

Wir bekamen tatsächlich ein bisschen Titanic Feeling. Da wir beide noch nie auf so einem großen Schiff waren, hat uns die Größe , die ganze noble Einrichtung und alles drum herum erstmal total geflasht. Die ganze Verarbeitung und Inneneinrichtung ist der reinste Luxus. Heute kann man dort übernachten oder irgendwelche Events besuchen oder auch Führungen mitmachen. Martin hat natürlich sofort die Steam and Steel Tour gebucht und verschwand mit dem Guide in den Maschinenraum. …….Ich hab mich mit einigen anderen Gästen der Haunted Tour angeschlossen. Da hat halt unser Guide von mysteriösen Legenden und Spukgeschichten von der Queen Mary erzählt, wie Gäste würden sich umarmt fühlen, obwohl niemand da ist oder sie hören Katzen miauen. War ganz amüsant, und sie hat es auch sehr witzig rüber gebracht. Aber es sind halt Geschichten ( vielleicht so wie die aus dem Paulanergarten).


Wir haben tatsächlich den ganzen Nachmittag dort verbracht, tranken in den legendären und mondänen Bars einen Cappuccino staunten über die damalige Technik.

Als Martin vom Maschinenraum zurück kam, sind wir zurück durch das abendliche Verkehrschaos von LA Richtung Autovermietstation, um das Auto zurück zu bringen. Der Shuttle brachte uns dann zum Flughafen, wo wir uns wieder recht mühsam eineinhalb Stunden durch die Gepäckaufgabe und den Security Check kämpften. Jetzt bleiben uns noch knapp 2 Stunden bis zum Abflug.

Hier noch der Blick vom Liegeplatz der Qeen Mary zum anderen Ufer

Jan.

8

Neuer Tag, neue Abenteuer hier in LA. Wir besuchen die Warner Brothers Studio Tour, nachdem ich die ganzen Bewertungen gelesen habe. Die Paramount Tour war nicht unbedingt der Hit, also auf geht’s zu Warners.

Schon der Eingang war einladender als bei Paramount. Wir konnten uns erst mal in einem großen Raum umsehen und die Geschichte der Brüder nachvollziehen. Kindheitserinnerungen wurden geweckt mit Bugs Bunny usw.

Als wir hier fertig waren, stiegen wir in ein Golf Car und los ging es über das Gelände. Unser Guide zeigte uns viele Filmkulissen und spielte sogar manche Szenen nach. Das war viel spannender als bei Paramounts. Also wenn jemand von euch mal nach LA kommt, dann besser die WB-Tour buchen. Nach einer Stunde lieferte er uns in einer Halle ab, wo man verschiedene Produktionen selber ausprobieren konnte, wie zum Beispiel am Harry Potter Set auf einem Besen reiten. Dahinter wurde dann auf dem Green Screen die Szene eingeblendet und schwubs flog man mit dem Besen über Hogwarts. An einigen Filmsets von zum Beispiel Friends konnte man sich professionell fotografieren lassen. Diese Einblicke waren echt interessant.

Nach der Studio Tour fuhren wir Richtung Marina del Rey. Martin wollte sich dort die Boote anschauen. Wir quälten uns sechsspurig stopp and go durch den Freeway. An der riesigen Marina angekommen war weit und breit kein Café zu sehen. Vielleicht sind wir auch nur an der falschen Stelle ausgestiegen. Jedenfalls ging’s dann weiter zum Santa Monica Pier. Kurz vor dem Sonnenuntergang herrschte hier reges Treiben. Hier finden ja jeden Abend die Sunset Partys statt. Einige Mutige trauten sich sogar ins Wasser. Ein Musiker rappte und betete sie Sonne an, sie möge doch morgen wieder kommen. Hier hat man schon sehr skurrile Leute gesehen. Aber es war trotzdem sehr schön und romantisch, wenn auch mit eisigem Wind.

Als die Sonne verschwunden war, beschlossen wir noch ins Griffith Observatorium zu fahren. Da sind wir ja am Vortag drüber geflogen. Navi sagte knapp 2 Stunden für 40 Meilen. Also wieder überall Stau. Wir fuhren dann kreuz und quer über Land, gingen dazwischen noch in ein Burger Lokal namens HOME, zum Essen. Dann sind wir endlich am Observatorium angekommen. Da war echt viel los, aber als wir das Gebäude betraten, wussten wir warum. Von dort oben hat man einen gigantischen Ausblick über ganz LA. Dieser Lichterglanz war echt besonders und wir waren froh, dass wir hoch gefahren sind. Auch das Observatorium bietet innen ganz viel Information, auch interaktiv. Man konnte zu Vorträgen und oben mit einem riesigen Teleskop in die Sterne schauen. Da standen aber ganz viele Menschen an. Draußen auf der Terrasse boten auch zwei Privatleute mit großen Teleskopen einen Blick auf die Sterne. Man konnte deutlich den Jupiter erkennen. Das war ein tolles Erlebnis. Durchgefroren wärmten wir uns im Auto auf und fuhren dann zurück in die Hollywood Hills zu unserem Airbnb.

Jan.

7

Wir statteten Dino, unserem Vermieter, einen kurzen Besuch ab. Er hat 6 Hunde und seit Weihnachten auch wieder Welpen, die er uns noch zeigen will. Für heute haben wir eine Tour im Getty Center gebucht.

Das ist ein Kunstmuseum, in dem der Oil-Milliardär J. Paul Getti etwa 50.000 Kunstwerke zusammengetragen und der allgemeinen Öffentlichkeit kostenlos zugänglich gemacht hat. Die Auswahl konzentriert sich dabei auf klassische Kunstwerke wie Skulpturen, Gemälde, Zeichnungen, Manuskripte und Fotografien. Schon die Architektur und die Lage ist einmalig. Wir hatten Glück mit dem Wetter. Die Sicht auf Los Angeles war toll und unser Guide Matt war einfach klasse. Er verfügt über ein einzigartiges Wissen und bringt das mit Charme seinen Kunden rüber.

Nach der 2-stündigen Tour trafen wir uns dort mit Katrin und Götz aus Berlin, das sind Mitsegler auf dem ersten Törn in FP. Sie machen auch einen Kurzurlaub in LA, bevor es aufs Schiff geht. Katrin hat erzählt, dass sie schon jahrelang einen Flyer von Martin daheim hat und seitdem mit dem Gedanken spielt, mit Martin zu segeln. Als sie dann vom Verkauf der Vava U gelesen hat, war sie ganz entsetzt und enttäuscht. Und nun kann sie in einem der schönsten Segelreviere endlich mit ihrem Mann an Bord. Nach dem Treffen hatten wir noch einen Termin, von dem Martin nichts wusste.

Wir fuhren raus aus LA und auf dem Highway ca. 1 Stunde Richtung Norden.

Martin hatte immer noch keine Ahnung. Vorletztes Weihnachten hatte ich ihm ein Training in einem Flugsimulator geschenkt. Dazu kam es leider nicht mehr, weil der Betreiber kurz nach Weihnachten Insolvenz angemeldet hat. Dafür bekommt er jetzt eine Flugstunde in der Flight Academie in einer echten Piper über die Wahrzeichen von LA.

Ich glaub, ich war mehr nervös als er. Der Fluglehrer Nirvan war ein ganz lässiger junger Typ, der immer nur gelacht hat. Nach dem er Martin alles erklärt hatte, ging es auch schon los auf die Startbahn. Nirvan fragte noch, ob wir Probleme mit schaukeln hätten, weil es etwas windig sei.

Nach der Starterlaubnis ging es wackelig in die Luft. Oben zeigte er noch, wie die Instrumente reagieren, dann übergab er das Steuer an Martin und zeigte immer nur die Richtung an, wo er hinfliegen soll. So ging es gerade auf das Hollywood Zeichen zu. Als wir das passiert hatten, flogen wir direkt über Downtown LA in Richtung Santa Monica über die Villen in Beverly Hills, der Heimat der Schönen und Reichen.

So langsam ging die Sonne unter und wir genossen einen wunderschönen Sonnenuntergang hoch oben im Cockpit. Die Stunde war leider viel zu schnell vorbei. Aber es war ein tolles Erlebnis und die Überraschung ist gelungen.

Auf dem Heimweg waren wir noch in einer urigen Kneipe einen Burger essen. Sogar mit Valet parking.

Daheim sind wir total müde ins Bett gefallen.