Mai

19

Unser Sonnendachprojekt kann heute weitergehen. Wir fuhren gleich nach dem Frühstück die 10 km mit den Rädern nach Saverne, um passendes Garn zu kaufen. Ich hatte da am Samstag einen kleinen Laden mit wahnsinnig viel Nähmaschinenzubehör entdeckt. Dort wurden wir fündig. Die nette Verkäuferin bemühte sich sehr, Deutsch zu sprechen . Ich fragte noch nach Spulen und aus einer unteren Schublade zauberte sie auch diese hervor. Die erste Aufgabe in Saverne war erledigt. Dann gingen wir noch in den Carrefour in der Stadt für ein paar Kleinigkeiten und in einen Schreibwarenladen. Das haben wir vor der Mittagspause gerade noch so geschafft. Punkt zwölf sperren die Franzosen nämlich ihre Geschäfte zu. Pech für Martin. Er hatte sich noch ein Eis gewünscht, doch sogar die Eisdiele machte zu. Also spazierten wir stattdessen noch gemütlich durch die Stadt, besichtigten eine schöne Kirche und bewunderten die wunderschönen Fachwerkhäuser. Danach fuhren wir wieder zurück nach Dettwiller aufs Boot. Gerade angekommen, fing es wieder an zu regnen.


Am Nachmittag haben wir unser Projekt weitergeführt – meterweise Stoff wanderte durch die Nähmaschine. Teamwork zwischen Martin und mir: Ich habe die Verstärkungen genäht, während er alles sauber vorgefaltet hat. Stück für Stück nahm das Ganze Form an und um halb sechs waren wir schließlich mit dem ersten Teil fertig. Ein richtig gutes Gefühl.
Im Carrefour hatten wir in der Früh ein ganzes Hähnchen gekauft. Ich habe es vorbereitet, gefüllt und mariniert, bevor es später in den Ofen durfte. Und Martin hat wieder bewiesen, dass er nicht nur Fisch hervorragend zerlegen kann – auch mit dem Gockel machte er eine richtig gute Figur. Das Ergebnis war super lecker: saftiges Hähnchen, dazu frischer Salat und knuspriges Brot. Ein schöner Abschluss für einen produktiven Tag.

Mai

18

Wettertechnisch sollte es eigentlich besser werden, es ist aber immer noch ziemlich kühl in der Früh.
Passt für unser Sonnenschutzprojekt, das können wir gut im Steuerstand anfertigen. Martin rechnete wieder die Maße und die Abstände aus und zeichnete diese dann auf den Stoff. Leider hatte ich keinen Faden mehr in dieser Farbe. Also muss der Stoffberg noch einen Tag liegen, dann fahren wir gleich morgen früh mit den Rädern nach Saverne um ein passendes Garn zu kaufen.

Zum Zeitvertreib haben wir einen Spaziergang in das kleine Dorf Dettwiller gemacht, wo wir immer noch liegen. Ein typisches Dorf mit Kirche, Schule, Wirtshaus und einem modernen Tante Emma Laden. Sah ein bisschen trostlos aus, ziemlich grau alles, aber vielleicht lags einfach auch am Wetter.

Zurück auf dem Boot war es richtig kuschelig warm, da doch ab und zu die Sonne raus kam. Da schmeckte der Latte Macchiato und der Erdbeerkuchen gleich viel besser .
Danach haben wir noch eine Runde Backgammon gespielt — mittlerweile fast schon ein festes Ritual an Bord. Normalerweise gewinnt dabei immer der Skipper . Heute allerdings lief alles anders, überraschenderweise konnte ich gleich drei Partien hintereinander für mich entscheiden. Endstand: 3:0 Der Skipper hat es sportlich genommen …bis zum nächsten Mal, da geht’s wieder andersrum.

Mai

17

Heute Morgen hat der Tag schon mit strahlendem Sonnenschein begonnen. Die Wäsche hing kaum eine Stunde auf der Leine, da war sie schon trocken.
Am Ufer herrschte ebenfalls reges Leben. Auf den Tischen und Bänken am
Kanalufer saßen einige Wohnmobilfahrer gemütlich in der Sonne und frühstückten draußen. Für Kaffee in der Morgensonne war es uns doch noch ein bisschen zu frisch.
Nach unserem Frühstück habe ich in der Küche einen Erdbeerkuchen von den frischen Erdbeeren vom Markt gemacht.

Am Nachmittag stand dann unser nächstes Projekt an: der Sonnenschutz draußen an Deck. Damit es dort im Sommer etwas angenehmer wird, haben wir uns endlich daran gemacht, die nächsten Schritte umzusetzen. Martin hat alles sorgfältig ausgemessen, während ich an der Nähmaschine saß. So langsam nimmt das Ganze nun Form an .


Morgen wollen wir eventuell fertig werden, dann gibt es natürlich auch Fotos. Zwischendurch haben wir tatsächlich draußen Kaffee getrunken und den leckeren Erdbeerkuchen genossen. Von den vorbeifahrenden Radler gab’s deswegen ein paar neidische Blicke.
Am späten Nachmittag haben wir dann langsam Schluss gemacht. Nach dem ganzen Zuschneide-, Steck- und Nähtrubel tat eine kleine Pause richtig gut. Zum Abendessen gab es eine schnelle, herzhafte Hackfleischpfanne, bevor wir den Tag ganz gemütlich auf dem Sofa ausklingen ließen – natürlich mit einer Folge Tatort.

Mai

16

Nach einem leckeren französischen Frühstück haben wir Isabel zum Bahnhof gebracht. Nach zwei gemeinsamen Wochen reist sie heute weiter nach Pforzheim, bevor es für sie am Montag zurück nach Berlin geht.

Danach hab ich ein bisschen frische Sachen auf dem Markt eingekauft und Martin hat den Blog mit Fotos bestückt und online gestellt. Dann hab ich das neue Geländer gleich zum Wäsche aufhängen missbraucht, aber das ist sehr hilfreich, vor allem für die Bettwäsche.


Um halb drei hieß es wieder ganz entspannt Leinen los auf dem historischen Rhein Marne Kanal und kurz darauf ging es schon durch die erste Schleuse abwärts.
Vorher durfte ich Strippen ziehen, um das Signal auszulösen, was auf bestimmten Streckenabschnitten üblich ist. Hier sind die Schleusen auch automatisiert, das bedeutet, dass man meistens gut vorankommt.

Am Ufer sitzen immer wieder Angler und winken uns zu.
Von der felsigen und bergigen Gegend wird es zunehmend ländlicher und ruhiger . Es sind viele Radfahrer auf den schönen Radwegen, den früheren Treidelpfaden, am Kanal entlang unterwegs. Dadurch haben wir in den Schleusen oft Zuschauer und manchmal ergibt sich auch das eine oder andere nette Gespräch.


Hier im Elsaß oder überhaupt in Frankreich darf man an vielen Stellen frei anlegen, was wir auch nach ca 2 Stunden an dem schön gepflegten Liegeplatz Dettwiller gemacht haben. Ruhig gelegen am Kanal, umgeben von viel Grün, sogar feste Liegestühle stehen hier, lädt dieser Ort zum Entspannen ein. Besonders am Abend entsteht hier eine ganz besondere Stimmung, die wir vom Steuerstand aus genossen haben.


Heute blieb die Küche kalt, es gibt ein paar Snacks und Gemüse mit Dips, vielleicht später noch ein Eis für den Kapitän.

Mai

14

Heute Morgen hab ich leckere Croissants aus der Boulangerie in Lutzelburg geholt. Wenigstens ein bisschen FrankreichFeeling, wenn schon das Wetter nicht passt. Nach dem Frühstück hieß es Leinen los im strömenden Regen.

Vor uns lagen 9 Schleusen. Es ist auch Christi Himmelfahrt hier in Frankreich, somit Feiertag wie in Deutschland. Deswegen war doch reger Schiffsverkehr heut auf dem Rhein Marnekanal. An den Schleusen hatten wir ab und zu ein bisschen Wartezeit, an der vorletzten war sogar Doppelrot, das heißt eine Störung. Es war ein Mietboot in der Schleuse. Martin fragte nach, was das Problem sei, aber der VNF war schon unterwegs und zwischendurch war es auch mal regenfrei.

Kurze Zeit später konnten wir unsere Fahrt nach Saverne fortsetzen. Saverne, auf deutsch Zabern, ist eine Stadt im Unterelsass. Auf der Fahrt hierher haben wir Lothringen verlassen und sind jetzt im wunderschönen Elsass.
Pünktlich um drei zum Kaffee, wie soll es auch anders sein, haben wir im Seitenkanal von der Marina in Saverne angelegt und haben ein paar Entern gefüttert.


Leider hat das Wetter uns einen Strich durch die Rechnung gemacht, so dass wir unseren Spaziergang durch die Stadt verschieben mussten . Wir kniffelten eine Runde, spielten Wizzard und später wollten wir in einem typisch elsässischen Restaurant zu Abendessen. Dick eingepackt gingen wir durch die Stadt in die Rue de Freres . Das Zawerner Stüberl sah richtig nett aus, war aber leider ausgebucht und wir reservierten deshalb für Freitag. Zurück an Bord haben wir uns einfach eine Brotzeit gemacht und den Abend dann gemütlich vor dem Fernseher ausklingen lassen.

Mai

13

Nach einem gemütlichen Frühstück hab ich einen Kuchen gebacken. Die fleißigen Blogleser wissen ja, dass es bei uns an Bord am Nachmittag fast immer Kaffee und Kuchen gibt. Gesetz vom Skipper. Danach machten wir, Martin, Isabel und ich uns zu Fuß auf den Weg zur Burgruine oberhalb des Ortes. Der Spaziergang war richtig schön durch den Wald an tollen Felsformationen entlang.

Oben angekommen wurden wir mit einer fantastischen Aussicht belohnt. Die alte Burganlage Château de Lutzelbourg thront hoch über dem Tal und vermittelt noch heute einen Eindruck davon, wie beeindruckend sie früher einmal gewesen sein muss. Die Mauerreste lassen erahnen, wie groß das Chateau in früherer Zeit mal war. Von dort oben konnten wir sogar die Vlinder zwischen den Bäumen ganz klein unten am Wasser liegen sehen. Nach einer kleinen Pause und vielen Fotos machten wir uns auf dem Rückweg .

Da wollten wir noch eine kleine Mühle besuchen,Rocher petit Moulin. Wir suchten aber vergeblich, bis wir ein Schild sahen, dass ein bestimmter Felsen den Namen Petit Moulin trug.
Sportlich , über steile Treppen ging es wieder talabwärts.

Pünktlich zum Kaffee waren wir auf der Vlinder zurück. Da es recht windig war, vertrieben wir uns den Nachmittag mit Kniffeln und Wizard, bevor Isabel eine leckere Gemüsepfanne zubereitete.

Mai

12

Nach dem Frühstück ging unsere Fahrt weiter. Nach dem spektakulären Schräglift folgten sechs Schleusen bergab auf der kurzen Strecke zu unserem nächsten Ziel. Jede Schleuse bedeutete ein kurzes Anlegen, Warten und Weiterfahren – kommt immer drauf an, ob und in welcher Richtung andere Boote unterwegs sind.

Am späten Nachmittag erreichten wir schließlich Lutzelbourg, ein kleiner idyllischer Ort .Nach dem ersten richtigen Fahrtag konnten wir dort endlich entspannt festmachen , bevor es wieder zu regnen begann. Wir machten es uns im kuschelig warmen Boot gemütlich und spielten eine Runde Wizard. Das dauert zwar zu dritt etwas länger, war trotzdem lustig. Nach dem Abendessen ließen wir den Abend bei einem Krimi im Bordfernsehen ausklingen.

Mai

11

Am Montag war es dann endlich so weit:
Wir verließen unseren Winterplatz in Niderviller und starteten offiziell in die neue Saison auf den französischen Kanälen.

Gleich zu Beginn wartete eines der Highlights der Strecke auf uns. Zuerst ging es durch die beiden Tunnel von Arzviller – Der Niderviller Tunnel misst 475 m, der Arzviller 2306 m , das ist eine ganz besondere Atmosphäre in den langen dunklen Tunnels. Früher wurden die Frachtschiffe mit einer Bahn durchgetreidelt. .

Hinter dem zweiten Tunnel erwartet uns eine technische als auch touristische Attraktion, der Schräglift Arzviller. 17 Schleusen und acht Stunden Fahrzeit wurden mit dem Hebewerk Arzviller eingespart: In der Wanne eines Schrägaufzugs, der von Gegengewichten und Stahlseilen gehalten wird, werden die Schiffe 44,5 Meter auf- oder abwärts gefahren. Das ist jedes Mal aufs Neue ein beeindruckendes Erlebnis. Langsam gleitet der riesige Trog mit uns und einem weiteren kleinen Mietboot ins Tal runter.

Unsere erste Station war der Wartebereich vor dem Schräglift. Martin und Isabel fuhren mit den Rädern durch das schöne alte Schleusental zum Auto zurück.

Es hatte zwar aufgehört zu regnen, aber es war bitterkalt. Sie fuhren Martins Auto gleich nach Lutzelburg, wo wir am nächsten Tag hinfahren wollten. Nach dem Kaffee mit leckerem Rhabarberkuchen nutzten wir die Zeit für einen Besuch bei der Cristallerie Lehrer. Besonders spannend war es, den Glasbläsern bei ihrer Arbeit zuzusehen. Mit viel Geschick und Geduld entstanden aus glühender Masse wunderschöne Glasobjekte – dort entstehen richtige Kunstwerke, die man auch im dazugehörigen Laden besichtigen kann. Die Preise dort sind sehr moderat und es gibt noch ein kleines Café im Geschäft. Wer in der Gegend ist, unbedingt dort einen Halt einlegen.

Mai

3

Liebe Blogleser,
es ist wieder soweit. Unsere dritte Saison mit der Vlinder auf den französischen Kanälen hat begonnen. Wenn ihr Lust habt auf spannende, alltägliche Hausbootgeschichten, dann lade ich euch ein, bei uns im Blog zu mitzulesen oder uns vielleicht auch mal persönlich ein Stück auf der Vlinder zu begleiten . Dann erlebt ihr selber, wenn es von Kapitän Martin heißt „ Leinen los“.


Am 03. Mai ging es mit vollbepacktem Auto und Martins Schwester Isabel los Richtung Niderviller, dem Winterplatz der Vlinder – ein Moment, auf den wir uns nach der tollen Segelsaison in French Polynesien sehr gefreut haben. Martin war vorher schon zweimal auf dem Boot und hat einiges vorbereitet und ein zweites Geländer angeschweißt. Ich war erst skeptisch, aber es sieht richtig toll aus. Wie jedes Jahr hieß es aber zuerst: putzen, lüften, sortieren und weitere kleine Renovierungsarbeiten, wie eine Sitzbank vorne am Bug , erledigen. Nach der langen Winterpause gab es einiges zu tun, bevor wieder echtes Bordleben einkehren konnte.


Während draußen schön die Sonne schien, standen die fleißigen Bienchen Martin und Isabel mit Putzlappen, Farbeimer und Werkzeug an Deck parat und langsam nacheinander wurde das Boot wieder zu einem Zuhause auf dem Wasser hergerichtet. Ich hab mich nochmal zu einem verlängerten Wochenende nach Hause verabschiedet, da mein großer Enkel einen tollen Aufritt in einem Projektzirkus hatte und den ich nicht verpassen wollte. Ich war aber auch fleißig daheim und hab ein paar Sachen genäht und fürs Boot vorbereitet.
Am Sonntagabend war ich wieder zurück und begutachtete, was Martin und Isabel in der Zwischenzeit vollbracht haben.

März

15

Der allerletzte Morgen auf dem Boot. Der SuperU öffnete heute um 5.30 Uhr. Wie versprochen machte ich mich im Morgengrauen, die Sonne lugte ganz leicht schon am Horizont, auf den Weg nach Uturoa und holte noch zum Abschluss ein paar frische Croissants für die Crew . Als ich zurück kam, waren schon alle wach. Heute war Selbstbedienung angesagt. Jeder checkte nochmal sein Gepäck, der Abfall wurde noch weggeräumt und um halb acht fuhren die Jungs von der Marina die Rasdu an die Tankstelle. Knapp 400 Liter Diesel, eine Gasflasche und das Dinghi wurde noch getankt, bevor es wieder zurück in den Hafen ging.

Martin hat fast auf den Cent genau ausgerechnet, was noch zu zahlen war. So konnten wir gestern noch vor Isabels Abreise die Splidabrechnung machen. Olivier hat gleich die Endabnahme zusammen mit Martin gemacht, und es hat alles gepasst. Um kurz vor neun kam unser Taxi. Wir fuhren alle mit zum Flughafen, obwohl Leo, Hartmut und Ludwig den späteren Flieger hatten. Sie nahmen dann einfach in der Snackbar noch Platz und genehmigten sich noch ein zweites Frühstück. Annemarie und Christine waren im gleichen Flieger nach Papeete, sie nehmen aber die Fähre nach Moorea und lassen den Urlaub dort noch drei Tage ausklingen.

Wir sind heute und morgen in Papeete, bevor es morgen Abend nach fast 10 Wochen French Polynesien heißt…Nana…Good bye…Au revoir…auf Wiedersehen . Nach der Ankunft am Flughafen in Papeete wünschten wir Annemarie und Christine noch einen tollen Aufenthalt auf Moorea und verabschiedeten uns von einander.
Wir wurden vom Hotelshuttle abgeholt. Das Fare Suisse liegt mitten in der Stadt, somit alles fußläufig erreichbar. Letztes Jahr hatten wir ein Auto und schon eine Inselrundfahrt gemacht. Nach einer kleinen Erfrischung auf der Terrasse erkundeten wir ein bisschen die Stadt. Es war alles geschlossen. Am Hafen gab’s ein Eis für Martin, ansonsten heute nur Kunst und Kultur.

Für abends haben wir im Hotel einen Tisch reserviert. Da der Hotelbesitzer auch Schweizer Botschafter ist, ist auch die Speisekarte dementsprechend. Von Käsefondue, Raclette (das haben hier erstaunlicherweise viele gegessen) Käsespätzle, über Currywurst usw gabs hier viele Alpenspezialitäten und zum Dessert sogar einen mega leckeren Kaiserschmarrn.

Und typisch deutsch haben wir den Sonntag Abend mit dem Münsteraner Tatort von Martins Laptop ausklingen lassen, damit wir uns gleich wieder an zuhause gewöhnen.
Montag Vormittag war richtig viel los in der Stadt. Eine solche Geräuschkulisse kennen wir gar nicht mehr. Zuerst waren wir im Perlenmuseum von Robert Wan, dem Perlentycoon von French Polynesien. Das ist wunderschön gemacht. Dort sieht man die Geschichte der Perlen und deren Herstellungsprozess anhand von Videos richtig schön. Und man sieht wunderschöne Perlen in allen Formen und Farben. Die größte Einzelperle mit einem Durchmesser vom 18mm und von der Qualität AAA1 kostet knapp 60000 Euro. Dann gingen wir weiter zum Markt. Zuerst war Martin noch ganz tapfer beim Powershopping dabei, dann hat er sich in ein Café gesetzt und gemeint, ich soll ihn später wieder abholen. Damit war uns beiden geholfen😂.


Bevor wir zurück aufs Zimmer gingen, haben wir noch Halt in einer Eisdiele gemacht.
Um sechs Uhr geht unser Shuttle zum Flughafen, wo hoffentlich unsere Maschine pünktlich um 21.30 Uhr Richtung LA abheben wird. Am Airport treffen wir dann Leo, Hartmut und Ludwig wieder, die sich die 1 1/2 Tage die Insel mit einem Auto angeschaut haben.
Damit sind wir mit unserem Segelblog in French Polynesien fertig und der Blog macht die nächsten 4 Wochen Pause, bevor es in Frankreich auf Martins Hausboot Vlinder wieder weitergeht. Herzlichen Dank an euch fleißigen Leser, ich hoffe, wir haben euch wieder ein bisschen mitgenommen ins Paradies. Vielleicht seid ihr mal selber dabei, wenn es heißt….Anker auf Richtung Bora Bora. Einen herzlichen Dank auch an unsere Mitsegler, es waren wirklich drei wunderschöne, erlebnisreiche Törns mit euch.
Nana..Good bye…Au revoir und Auf Wiedersehen🙋‍♀️ Vielleicht sehen wir uns sogar mal im Sommer auf Martins Hausboot oder im Herbst auf dem Kattörn in Griechenland. Sonnenuntergang, Wizard und gute Gespräche inklusive! Ein paar Termine sind noch frei.
Euer Skipper Martin und Sylvia

März

14

Heute am letzten Tag legte sich der Skipper nochmal richtig ins Zeug. Es gab frisch gebackene Semmeln von ihm zum Frühstück und danach hat er noch einen Kuchen gebacken.

Bei strahlendem Sonnenschein ankerten wir nochmal um zu einem wunderschönen letzten Badestopp. Dort im türkisen Wasser ließ es sich die Crew nicht nehmen, ein letztes Mal ausgiebig das Wasser und die Sonne zu genießen. Um halb zwei gab es dann den letzten Kaffee und Martins leckeren Pfirsichkuchen an Bord, dann hieß es Anker auf Richtung Uturoa . Pünktlich um halb vier holten uns die Jungs von der Marina ab zur Tankstelle. Die hatte leider schon zu, also doch zurück in die Marina. Ups, jetzt stand schon der erste Koffer im Cockpit. Isabels Flug ging heute Abend zurück nach Papeete, weil sie morgen ganz früh von dort nach Hause fliegt. Wir machten noch ein lustiges Abschiedsfoto , bevor das Taxi kam.

Dann hieß es Abschied nehmen, aber sie kommt uns ja bald auf der Vlinder besuchen. Auf dem Boot begann die Aufbruchstimmung und es wurde begonnen, die Reisetaschen zu packen. Martin räumte in der Pantry alles zusammen was übrig war. Wir haben echt gut gehaushaltet, lediglich ein paar Dosen und Wasserflaschen waren zuviel.

Die Crew wollte nochmal ins Fish and Blue zum Abendessen. Die Reise hört dann dort auf, wo sie begann. Das ist einfach eine tolle Location, mit tollem Essen und einem freundlichen Service.

Als wir zurück an Bord waren, wurde ein bisschen geratscht, der letzte Rum getrunken, bevor alle müde in die Kojen gegangen sind.

März

12

Zweiter Versuch, die Mantas zu sehen. Christine und ich schwärmten kurz nach sieben quasi als Vorhut aus. Christine vom Wasser aus und ich vom SUP. Eine gute halbe Stunde kreisten wir um die Korallen, wo sie sich putzen lassen. Leider war wieder nichts zu sehen.

Martin meinte, das war zu früh. Ok, dann frühstückten wir erst, dann bin ich eine halbe Stunde später nochmal los. Ich musste auch erst wieder ein bisschen schauen, bis ich einen großen schwarzen Schatten unter dem SUP schweben sah. Ich fuchtelte mit dem Paddel, wedelte mit den Armen und rief , aber von der Crew rührte sich nichts. Dann hängte ich das SUP an die Boje und suchte die Mantas. Zwischendurch rief ich wieder nach der Crew, aber keiner reagierte. Endlich hab ich sie entdeckt, wie graziös sie unter mir schwammen. Inzwischen, vielleicht von meinem Lärm angelockt, kamen immer mehr Touriboote. Endlich sah ich das Schlauchboot kommen und deutete auf die Stelle unter mir. Martin blieb im Schlauboot sitzen und ließ Annemarie, Christine, Isabel, Ludwig und Hartmut raus springen. Gottseidank konnten sie alle die beiden Mantas sehen. Christine und Annemarie machten sogar noch schöne Videos und Fotos, bevor sich die Mantas wieder in tiefere Gewässer zurück gezogen haben.

Alle freuten sich über das Highlight und kamen gutgelaunt wieder aufs Boot zurück. Isabel hat einen Kuchen gebacken, die anderen tauschten Fotos aus und sonst wurde bei strahlendem Sonnenschein gechillt und endlich das tolle Wasser und Wetter genossen in der schönen Lagune. Hartmut versuchte sich auf dem SUP und machte dabei gar keine so schlechte Figur.


Martin und ich fuhren mal ganz langsam die Lagune ab auf der Suche nach dem bei dem Sturm verloren gegangenen Paddel. Leider haben wir es nicht mehr gefunden, obwohl das Wasser und die Sicht glasklar war. Zurück auf dem Boot wollte ich mit dem SUP auf das kleine Motu Pitiahe, dann meldete sich Annemarie, sie würde auch gerne mit auf die Insel kommen.

Hartmut und Isabel auch. Also packten wir auf die beiden SUPs jeweils zwei Leute und los ging’s. Wir wollten einfach nur ein bisschen laufen, entdeckten aber immer neue Sache und so umrundeten wir fast die ganze Insel.

Wir machten recht lustige Fotos und kamen bei der Dschungeldurchquerung bei den Dackelbesitzern wieder raus. Er fragte uns, ob wir genügend zu trinken hätten ……. auf dem Boot ja, aber jetzt nicht. Da hat er uns gleich eine Kokosnuss zum trinken aufgeschlagen und hat uns ein Kokosherz zum probieren gegeben.

Martin kannte das und meinte, das schmeckt wie süßes Styropor. Wir paddelten zurück und auf dem Boot gab es Kaffee und Isabels leckeren Birnenstreuselkuchen. Bis um fünf war Pareowaschtag. Die Farbe musste noch im Salzwasser fixiert werden und danach wurden die Pareos rund um die Reeling zum Trocknen aufgehängt. Ich hab schon gewartet, ob einer kommt und fragt, was die Pareos kosten😂.

Die waren ja schnell trocken und um fünf fuhren wir mit dem Dinghi in unser Highlight, zum Sundowner ins Papahani.

Leider haben wir noch soviel zum Essen an Bord, dass übrigens der Skipper schon alles geschnippelt hat, dass wir leider das schöne Buffet hier ausfallen lassen mussten. Aber die Crew war total begeistert von diesem tollen Platz und es gab sogar sogar noch einen mega Sonnenuntergang.

Leider müssen wir auch von hier für heuer unseren Abschied nehmen. Die Sonne hat es sich nicht nehmen lassen und sich am letzten Tag von ihrer besten Seite gezeigt. So wie überhaupt der letzte Tag auf Maupiti.

Isabel bereitet das Abendessen zu, das Martin schon hergerichtet hat . Es gab Resteessen, Hackfleischgemüse Pfanne mit Kartoffelbrei. Es war super lecker und es wurde fast alles aufgegessen. Ich hab noch einen Kuchen für morgen gebacken und Christine hat einen Thunfisch für die lange Überfahrt gemacht. Martin hat gemeint, wir müssen spätestens um sechs los und wir brauchen bestimmt 8 Stunden für die 50 Seemeilen.. Irgendwie war nach dem heißen Tag heut die Luft raus und die Crew hat auf der Flybridge oben bei einem Plausch den Tag Revue passieren lassen. Eine Runde Wizard ging dann doch noch.

März

11

Um halb drei mitten in der Nacht zog ein heftiges Gewitter über die Lagune, dass kurzzeitig fast alle wach waren auf dem Boot. Es donnerte und heftige Blitze zogen über den Kat.

Gewitter über Maupiti

Die Blitze zogen sich durch bis am frühen Morgen. Eigentlich wollten wir zu den Mantas, aber gegen halb acht kam noch einmal eine Gewitterfront durch.

Das muss man auch mal erlebt haben. Also doch erst Frühstück und abwarten. Mittlerweile machte ein Taucherboot an der Boje fest, der hatte das letzte Mal Martin verboten, das Dinghi an der Boje festzumachen. Deswegen gingen ein paar von der Crew in den Wellen schwimmen und schnorcheln. Dann müssen wir die Mantas eben auf morgen verschieben. Es kreisten immer noch Gewitterwolken um die Lagune und es regnet immer wieder. Schade, dass sich mein persönliches kleines Paradies von so einer finsteren Seite zum Abschluss zeigt. Aber das Wasser glitzert trotzdem noch in einem intensiven Türkis. Nach einem chilligen Vormittag hieß es vom Skipper um eins, Anker hoch Richtung Vai‘ea, dem Hauptort von Maupiti. Dort wollen wir uns heute ein bisschen sportlich betätigen und eine Radtour um die Insel machen. Martin traute dem Wetter nicht so richtig, weil als wir am Ankerplatz ankamen, schon wieder dunkle Wolken aufzogen. So beschloss Martin, lieber an Bord zu bleiben. Also, den Platzregen noch abwarten, dann gehts los, oder auch nicht. Das Dinghi hatte heut einen Streiktag. Martin versuchte zig mal, den Motor zu starten, aber durch den Starkregen in der Nacht war vielleicht Wasser in den Motor gelangt. Die Crew stand fertig zum Einsteigen bereit, dann entschieden wir, zu paddeln. Martin rechts und Leo links, Hartmut machte die Motorgeräusche dazu. Wenigstens hatte die Crew was zum Lachen. Da paddelt man echt ganz schön, wenn das Dinghi voll besetzt ist. Drüben am Steg angekommen, wollte ich den Gästen zeigen, wo der Fahrradverleih ist. Oh menno, auch das noch. Die Dame mit den schönen, neuen bunten Rädern hatte zu. Hartmut versuchte noch, sie per Handy zu erreichen. Also, dann auf zu den ollen vintage Bikes. Die Crew hat schon gelacht, wäre ja zu schön gewesen. Als alle ihre Fahrräder hatten, mit und ohne Makel, wünschte ich ihnen noch viel Spaß und ging zu Martin zum Dinghi zurück.

Ich musste schon grinsen, die ganzen Dorfkids hatten sich bei ihm im Bötchen versammelt und sprangen von da aus ins Wasser. Leider hab ich mein Handy vergessen, das wäre ein lustiges Foto geworden. So paddelten wir beide zurück und was passierte nach dem Kaffeetrinken auf dem Kat?? Martin baute den ganzen Motor vom Dinghi auseinander, suchte und fand natürlich die Ursache und nach ein paar ganz leisen Flüchen sprang der Motor tatsächlich wieder an. Er ist einfach ein Alleskönner ❤️, auf Deutsch ein Genie.

Um kurz nach fünf meldete sich Christine, dass sie mit der Runde fertig sind und am Steg warten. Als sie alle wieder zurück auf dem Boot waren, gab’s für einige noch Kaffee und Kuchen und alle waren begeistert von der kleinen Inselrundfahrt und tolle Fotos wurden in die Gruppe gestellt. Es ist erstaunlich, dass jede Gruppe andere Fotos gemacht hat. Da sieht man auch die verschiedenen Wahrnehmungen. Wir fuhren kurz vor dem Sonnenuntergang nochmal zu unserem vorigen Ankerplatz, von wo aus wir hoffentlich morgen die Mantas sehen werden.


So langsam war es Zeit, das Abendessen vorzubereiten. Heute gab es von mir Shrimps in Limetten/Knoblauch/Weissweinsosse mit Kokosmilch, Pasta und einen bunten Salat von Isabel.

Das Küchenteam Ludwig und Leo machte klar Schiff in der Küche.

März

10

7.00 Uhr früh und alle sitzen schon am Frühstückstisch. Um acht wollte Martin los nach Maupiti. Also Leinen los, durch den Pass und bye bye Bora Bora, dieses Mal ein Abschied nicht nur für die Crew, sondern auch für Martin und mich.

Leider wieder mit Motor mangels Wind. Zwischendurch wurde dann doch die Genua gesetzt . Mit Unterstützung von den Motoren schaukelten wir dann so mit durchschnittlich um die 6 Knoten Richtung Maupiti.

Isabel hat auf der Überfahrt einen Kürbiskuchen gebacken.
Die Einfahrt, der schmale Pass von Maupiti war heute gar nicht so einfach wegen den Wellen. Martin hatte ordentlich zu tun.

„Schnelldurchlauf“

Um kurz nach eins fiel der Anker im türkisen Wasser. Die Crew war total begeistert, auch weil sich schon einige Rochen am Grund treiben ließen. Dauerte nicht lange und die Badeleiter fiel, damit die ersten ins Wasser springen konnten und mit der Kamera bewaffnet Jagd auf Sting und Eaglerays machten.

Martin setzte ein Brot an.

Um drei gab’s Kaffee und Isabels leckeren Kürbiskuchen mit Zimt/Rumsahne. Nach dem Kaffee hörten wir schon Donnergrollen. Es kamen kurzzeitig richtige Sturmböen und Wellen hier in dieser schönen kleinen Bucht. Der Himmel war total dunkel und es fing zu regnen an.

Um die Zeit zu überbrücken, spielten Hartmut, Christine und Annemarie zu dritt eine Wizard Runde, die sich bis zum Abendessen hinzog. Da von gestern Spaghetti übrig war, hat Isabel noch eine Pfanne Gemüse gebraten, die es dazu gab. Nach dem Essen spielte Hartmut wieder ein paar Oldies auf seiner Gitarre. Hoffentlich ist das Wetter morgen besser und wir können die Mantas sehen.

März

9

„Aufwachen im Paradies“ könnte den Start in unseren Tag beschreiben. Während ich das Frühstück zubereite, drehen Isabel und Hartmut wieder die ersten Runden im Wasser und Annemarie und Ludwig genossen den ersten heißen Kaffee . So nach und nach wurden alle anderen auch wach. Über dem Piti Aau Motu sind heute ein paar dicke Wolken und es geht ein bisschen Wind. Das tut richtig gut. Nach dem reichhaltigen Frühstück gehen alle nochmal in das unfassbar türkise Wasser, bevor es heißt Abschied nehmen und Leinen los von der Mooring . Dafür musste Ludwig heute nicht ins Wasser. Das Großsegel wurde noch hochgezogen und als wir dort wegfuhren, zog sich der Himmel total zu und es fing zu regnen an , so als ob der Himmel weint. Ciao Ciao Paradies , auch für Martin und mich das letzte Mal in dieser Saison.

Wir wollen nach Vaitape, in den Hauptort von Bora Bora um noch ein paar Sachen zu kaufen, die wir für die letzten Tage noch zum Kochen benötigen. Um halb eins machten wir vor dem Bora Bora Yachtclub fest und Hartmut und ich peilten von dort aus zu Fuß den Super U gegenüber vom St. James an. Ludwig wollte noch ein paar Kilometer joggen und lief erstmal in die andere Richtung los. Mit dem Einkaufszettel bewaffnet erreichten wir gerade noch vor einem Wolkenbruch den Supermarkt. Ich weiß ja nicht, wo die Einheimischen ihre Sachen kaufen, aber der Markt war halb leer. Kein Yoghurt, keine Auswahl an Obst und Gemüse und keine Eier. Ludwig war inzwischen auch angekommen. Zu dritt suchten wir die Regale ab. Dann warteten wir den Schauer noch ab und machten uns auf den Weg zum ChinLee, einem chinesischen Supermarkt 5 Minuten weiter. Dort ergatterten wir wenigsten ein paar Zwiebeln und einen Yoghurt. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite stehen normalerweise einige Frauen, die Obst verkaufen. Heute war nur eine da, die Auswahl war dementsprechend wenig. Aber ein paar grüne Bananen, zwei Pomelos und Maracujas für 1000xpf wanderten in unsere Tasche, dafür bekamen wir noch eine Avocado geschenkt. Dann liefen wir im Gänsemarsch die zwei Kilometer wieder zurück zum Yachtclub, wo uns Martin einsammelte. Ich hab noch schnell die Einkäufe verstaut und setzte das Kaffeewasser auf. Währenddessen machten die Jungs die Leinen los und Martin steuerte das Motu Toopua an, wo wir auch festmachen wollen. Da ist es recht schön zum Schwimmen und zum Schnorcheln. Endlich schafften wir es heute, mit Isas Geburtstagssekt nach 4 Tagen anzustoßen. Den haben wir immer vergessen. Zum Kaffee gab es Isabels leckeren Quarkkuchen mit Pfirsichen. Ratzeputz war die Kuchenplatte wieder leer.

Egal, die Kalorien wurden gleich im Wasser wieder abgestrampelt. Erst ein bisschen spooky, dann voll begeistert schnorchelten Annemarie, Christine, Ludwig und Hartmut den Blacktipp Haien hinterher, die sich ums Boot tummelten. Später chillten die Jungs vorne am Bug und Annemarie und Christine waren nicht aus dem Wasser zu kriegen. Isabel und ich machten es uns auf der Flybridge gemütlich. Martin ging auch nochmal schnorcheln. Als er zurück kam, mixte er für die Crew einen tollen Sundowner und servierte ihn persönlich.

Aber vor lauter Haien verpasste die Crew den tollen Sonnenuntergang, den wir heute hatten. Zum Abendessen kocht heute auch der Skipper, so langsam müssen wir unsere Vorräte aufbrauchen.
Martin hat es gut gemeint und einen Riesentopf leckere Spaghetti Carbonara gekocht. Die Crew langte zwar kräftig zu, aber der Topf wurde nicht leerer. Dann gibt’s eben morgen nochmal Nudeln. Das eingespielte Küchenteam Leo und Annemarie sorgte für eine saubere Küche danach.


Leo hat sich heute Bordkino gewünscht und zwar Mamma Mia. War sehr lustig, obwohl alle den Film kannten. Solche Filme kann man immer wieder anschauen. War ein schöner, abwechslungsreicher Tag.

März

8

Vielleicht lags am Sonntag, aber heute war es lange ruhig an Bord . Die Flybridge bietet sich bei dem
tollen Wetter als Morgentreffpunkt an. Isabel und Hartmut drehten schon die ersten Runden im türkisfarbigem Wasser ums Boot rum, bevor es heute etwas später ein leckeres Frühstück mit Rührei vom Skipper gab. Das wird ein relaxter Sonntag, da wir den Tag heute noch hier verbringen. Um elf fuhren wir alle gemeinsam, außer Hartmut, er wollte noch ein bisschen Gitarre üben, mit den SUPs im Schlepptau zu Ari.

Fast wie ein Überfallkommando stürmten alle in die Küche. Wir wollten doch das Ferkel (namens Steve) im Erdofen sehen, wenn er es ausgräbt. Ari hat uns erklärt, dass er das Ferkel doch im Smoker macht. Ein wenig enttäuscht, weil doch alle mal einen Erdofen sehen wollten,aber trotzdem voll Vorfreude auf das Barbecue heute Abend, besetzten wir die Schattenliegen. Leo meinte, da steht er heut nimmer auf. Martin, Isabel und ich liefen mal die Seite ab, die wir noch nicht gesehen hatten. Auf einem schneeweißen Sandstrand mit herrlichen Palmen gesäumt spazierten wir vorbei an schönen Unterkünften, teilweise total mit Muscheln, Muschelketten, Muschelmobile usw geschmückt, wir trafen nette Einheimische, aber wir sahen auch verlassenen Bretterbuden. Eigentlich so schade um die schönen Grundstücke direkt am Wasser.

Als wir wieder zurück bei Ari ankamen, waren nur noch Leo und Ludwig da. Christine und Annemarie erkundeten die andere Seite von dem Motu. Martin und ich fuhren mit dem SUP zurück aufs Boot.

Der Rest der Crew genoss das Südsee Strandfeeling, das schöne Wasser und das Hinano Bier.

Um fünf holte uns Ludwig mit dem Dinghi ab. Die Crew war schon sehr lustig und bestellte nach unserer Ankunft zwei Flaschen Rumpunsch. Die Gespräche wurden immer entspannter und es wurde viel gelacht. Die Zeit verging wie im Flug und endlich war es soweit.

Ari blies das Horn oder besser gesagt die Muschel, erklärte die Speisen und das Buffet wurde eröffnet.

Es gab Poisson cru, verschiedene Gemüse, ein Curry, Fisch, Fleisch und Hühnchen. Als Nachtisch süßen Kürbis.

War ein lustiger Abend mit reichlich Essen und Getränken. Unter einem fantastischen Sternenhimmel fuhren wir mit dem Dinghi im Dunkeln aufs Boot zurück. Und wie soll es anders sein, wenn der Virus grassiert? Die Wizardkarten wurden ausgepackt. So ging ein schöner Tag im Paradies zu Ende.

März

7

Wir haben lauter Frühaufsteher an Bord. Isabel und Hartmut schwimmen schon vor dem Frühstück ihre Bahnen ums Boot. Annemarie nimmt immer den ersten Kaffee und es gibt sehr zeitig in der Früh Frühstück.

Da wurde nochmal über die Wizardspiele von gestern Abend gesprochen. Hier grassiert echt das Wizardvirus. Annemarie und Leo machten klar Schiff in der Küche. Inzwischen kam das Müllboot. Hier rund um Bora Bora kosten die Moorings eine Gebühr, dafür wird der Abfall abgeholt und entsorgt. Jetzt hieß es Augen auf und auf die ersten TouriBoote warten. Da ein Kreuzfahrtschiff im Hafen liegt, müssen wir nicht lange warten. Die ersten Boote kamen kurz nach neun. Dann muss es immer schnell gehen, sonst werden es mehr Boote und man hat nur noch Beine statt Fische und Rochen auf den Fotos. Also Flossen und Schnorchel ins Dinghi, Kameras gepackt und los ging’s zu den Haien und Rochen. Das ist trotzdem immer ein prickelndes Erlebnis, weil die Haie richtig nah um einen herum schwimmen.

Total begeistert kam die Crew zurück und schon wurden die Fotos und Videos gezeigt. Um halb zwölf hieß es Mooringleinen los Richtung Ariis Motu Grill, wo wir heute Abend vielleicht essen gehen. Vorbei an den tollen 4/5 Sterne Hotels, wo schon mal gegoogelt wurde, was da wohl eine Übernachtung kostet, erreichten wir um kurz nach eins unseren Mooringplatz. Da die Boje recht kurz war und sich nicht mit dem Bootshaken hochziehen ließ, sprang Ludwig kurzerhand ins türkise Wasser und erledigte das Leinendurchziehen vom Wasser aus. Das nennt man spontan.


Als alles fest war, paddelten Martin und ich zu Ari rüber, der uns erstaunlicherweise gleich wieder erkannt hat, und wollten reservieren für heute Abend. Leider war er schon voll, dafür hat er morgen ein Buffetessen im polynesischen Stil. Da könnten wir noch dabei sein. Also schnell die Crew angerufen und das abgeklärt, für den nächsten Tag reserviert und zurück gepaddelt.

Nach Kaffee und Blaubeercheesecake chillte die Crew erst ein bisschen, bevor es nochmal mit dem Dinghi und dem Skipper auf das Motu Piti Aau zu Ari und einem Sundownder Rumpunsch ging. Ich paddelte wieder mit dem SUP rüber und war sogar als erste drüben. An einem schattigen Plätzchen saßen wir schön unter Palmen im weißen Sand und Ari brachte den ersten Liter Rumpunsch. Die Crew war gut drauf, so wurde noch eine zweite Flasche bestellt. Ari kam und sagte uns, dass wir morgen ganz viel Hunger mitbringen sollen. Es gibt Hühnchen, Fisch und sogar ein Schwein aus dem traditionellen Erdofen. Das hört sich doch total super an.

Die Insel (eigentlich das Motu) wurde noch von ein paar erkundet, man kann queer durch zum Aussenriff laufen, bevor Isabel und ich mit dem SUP zurück aufs Boot paddelten.

Wir wollten uns heute um das Abendessen kümmern, eine köstliche Gemüsepfanne mit Kartoffelstampf. Inzwischen kam die Crew gutgelaunt zurück. Kurz darauf konnten wir essen und es wurde alles aufgegessen. Hartmut und das fleißige Bienchen Annemarie haben das ganze Geschirr gespült und in der Küche klar Schiff gemacht. Und wie soll es anders sein, wenn man infiziert ist? Die Wizardkarten wurden verteilt. Martin, Christine, Isabel, Annemarie (die in der zweiten Runde von Hartmut ersetzt wurde),Leo und ich spielten. Die erste Runde ging an mich und in der zweiten Runde teilten sich Leo und Christine den ersten Platz, bevor es in die Kojen ging.

März

6

Der Tag fing so an, wie der gestrige Abend aufgehört hat. Grau in grau und die ganze Nacht hat es wie aus Eimern gegossen. Jetzt zum Frühstück wird es ein bisschen heller. Die Crew plant einen Ausflug mit einem Auto um die Insel zu fahren. Christine rief nach dem Frühstück bei der Vermietstation an und das Auto wurde bis 10.00 Uhr an den Yachtclub gebracht. Um die Zeit zu überbrücken, spielten Annemarie, Isabel, Christine und Hartmut eine Trainingsrunde Wizard. Sie konnten das Spiel zwecks Zeitmangel leider nicht fertig spielen. Um kurz vor 10.00 Uhr brachte Martin die Crew zum Steg vom Yachtclub. Sie wollten sich das Auto teilen. Hartmut ging zu Fuß in die Stadt, die Anderen fuhren mit dem Auto. Nach kurzer Zeit kamen die ersten WhatsApp Nachrichten. Hartmut hatte sich ein Fahrrad gemietet.

Die Mädels machten schon um halb zwölf die erste Shopping Pause. Martin und ich gingen zu Fuß in den Hauptort Vaitape. Unser erster Stop war nach dem halbstündigen Fußmarsch das Arc and Ciel, wo es Cappuccino und Eis für den Skipper und eine frische Kokosnuss für mich gab.

Dann haben wir noch eine kleine Shoppingtour durch einige Geschäfte gemacht und wurden mit schönen Teilen fündig. Die Crew hatte auch Spaß bei ihrer Inselrundfahrt bei einem Stop am Matira Beach und schickte viele Fotos vom Schnorcheln.

Kugelfisch und Rochen

Auf dem Rückweg trafen wir Hartmut und gingen zusammen ins St. James auf einen Mocktail und eine kleine Tapasplatte. Dort ist es einfach schön zu sitzen.

Der Rückweg zog sich etwas in die Länge. Im Yachtclub saßen Ludwig und Leo. Sie haben schon auf die Happy Hour gewartet.

Am Boot machte ich den Cheesecake mit dem Blaubeertopping fertig und Martin probierte gleich ein Stück. Ich fing langsam mit den Vorbereitungen für die Brotzeit heut Abend an. Martin ließ sich noch auf einen Sundowner abholen. Als alle wieder zurück auf dem Boot waren, setzten wir um vom Yachtclub zur Mooring beim Motu Tuopua.

Danach gab’s eine Käseplatte, verschiedene Dips und Salate. Die Crew langte reichlich zu und erzählte von dem heutigen Tag. Hartmut und Leo erledigten den vielen Abwasch danach. Annemarie, Isabel, Christine und Hartmut beendeten ihr Trainingsspiel vom Wizard , das Christine gewann. In einer neuen Zusammensetzung spielten sie sogar noch zwei Runden. Martin und ich haben derweil mal wieder das Backgammon ausgepackt, da hat er seine Glückssträhne fortgesetzt und 3:2 gewonnen. Nach ein bisschen Sternegucken sind wir dann nach einem ereignisreichen Tag in die Kojen gegangen.

März

3

Nach einer unruhigen Nacht, viel Wind und Regen, war das Wetter am Morgen richtig schön. Einige schwammen ihre Runden ums Boot, bevor es ein leckeres Frühstück gab.

Danach hat Isabel einen Apfelkuchen gebacken und die Crew machte sich langsam fertig, um André auf der Farm und gegenüber den über 3 ha großen botanischen Garten zu besuchen. Scheinbar liegt ein Kreuzfahrtschiff im Hafen von Raiatea, weil drei volle Auslegertouriboote zum Fa’aroa Fluss gefahren sind.

André hat wieder seinen riesigen Garten vorgeführt, Kokosnüsse zum Trinken geknackt und er hatte noch ein bisschen frisches Obst, unter anderem auch Bananen. Der Crew hat es gefallen.

Dann ging es noch in den botanischen Garten, der sich in voller Blütenpracht zeigte. Alle kamen sehr gut gelaunt und fröhlich wieder zurück aufs Boot.

Das Ankerteam Christine und Hartmut holten den Anker auf und los ging es zum Badestop. Als wir aus der Bucht rausfuhren, zeichnete sich schon eine Regenfront ab, die uns dann auch voll erwischt hat. Plötzlich sah man gar nichts mehr.

Durch die Regenwand konnte man die Holland America Linie, ein großes Kreuzfahrtschiff, das vor dem Hafen von Raiatea vor Anker lag, gerade so erkennen und ein kleineres, die Seven Seas, lag davor. Noch 30 Minuten bis zum Ankerplatz, der Skipper war total durchnässt, hielt aber mit Ludwig tapfer die Stellung am Steuerstand. Als wir am Ankerplatz angekommen sind, hat die Sonne wieder geschienen und das Wasser war türkis und schön klar. Zum Kaffee ließen wir uns Isabels Apfelkuchen mit Rumsahne und Cappuccino schmecken.

Danach sprangen alle nochmal ins Wasser und Ludwig und Hartmut probierten die SUPs aus, bevor es weiter ging in die Hurepiti Bay an Noahs Boje.

Das rocking Allroundtalent Hartmut fischte sich die Boje und Ludwig und Christine erledigten den Rest. So lagen wir in der schönen Bucht, von wo aus die Crew morgen mit Noah von Vanilla Tours ihren Tagesausflug über die Insel startet. Derweil fingen Isabel und ich an , das Abendessen vorzubereiten. Es gab ein leckeres Hühnchencurry, mit Broccoli und Kartoffeln. Annemarie und Leo machten klar Schiff in der Küche.


Danach gab’s ein Bootskonzert mit Hartmut und seiner E-Gitarre. Viele alte Klassiker und Oldies wie Amazing Grace, Sailing und auch Reinhard Meys „Über den Wolken“ hallten bei Kerzenlicht in die Vollmondnacht und bei einigen stimmten wir alle mit ein. Zwischendurch bereitete Martin noch einen Nachtisch zu…wie könnte es anders sein….flambierte Bananen…mhhh lecker, da griff die Crew gerne nochmal zu. So ging ein abwechslungsreicher Tag zu Ende.

März

2

Heute Nacht hat es ordentlich geschüttet und die Aussenschläfer mussten wieder umziehen. So richtig schlafen konnte niemand mehr, dass alle ziemlich früh wach waren.
Die ersten schwammen eine Runde im klaren Wasser ums Boot. Nach dem Frühstück fuhr ein Teil von der Crew, Ludwig, Leo, Isabel und Christine nochmal an Land um den Müll zu entsorgen und um noch ein paar Sachen im SuperU einzukaufen.

Punkt zehn holte das Ankerteam den Anker ein und los ging es unter Motor mangels Wind Richtung Raiatea zurück. Martin versuchte sein Glück wieder mit der Schleppangel, aber wir waren von der Geschwindigkeit einfach zu langsam.


Eineinhalb Stunden später konnten die Motoren ausgeschaltet werden und Hartmut übernahm unter Genua das Steuer. So schaukelten wir bei zwischen 3 und 4 Knoten die ganze Strecke. Die Crew nahm wieder Liegepositionen im Schatten ein und döste bei leichtem Wellengang vor sich hin. Trotz Wolken und Fahrtwind ist die Sonne immer noch recht trügerisch.

Kurz vor unserem Ziel, der Fa‘aroa Bay, kreuzte unseren Weg eine kleine Delfinschule, die vorwitzig vorm Bug her schwamm. Da waren alle schnell hellwach und zückten die Kameras. Schon das zweite Mal auf diesem Törn, dass wir die Glücksbringer gesehen haben.

Wettertechnisch brachten sie uns leider kein Glück. Direkt beim Ankern schüttete es wie aus Eimern. Ludwig trotzte dem Regen und ließ den Anker runter. Der Schauer war gleich wieder vorbei und zum Kaffeetrinken lagen wir in der schönen,ruhigen, grünen Fa‘aroa Bay.
Die Crew nutzte die Gelegenheit zum Schwimmen im erfrischendem Wasser.
Annemarie bereitete heute mit Christine leckere Tacos mit Hackfleisch, Zwiebeln, Tomaten, Guacamole und mehr Zutaten zum selber mischen. Isabel machte noch einen frischen gemischten Salat dazu. Leo und Ludwig machten danach klar Schiff. Heute war Bordkino angesagt. Martin schlug einige Filme aus seinem Archiv vor und die Crew entschied sich für den Film Jacques Cousteau- Entdecker der Ozeane . Jacques Yves Cousteau(1910–1997) war ein französischer Meeresforscher und Filmemacher.
Er entwickelte das moderne Tauchgerät mit und machte mit seinen Filmen die Unterwasserwelt weltweit bekannt. Cousteau setzte sich zudem früh für den Schutz der Meere und der Umwelt ein und trug wesentlich dazu bei, das öffentliche Bewusstsein für den Erhalt der Ozeane zu stärken.
Danach waren alle müde und zogen sich in die Kojen zurück.

März

1

Normalerweise ist Sonntag Früh immer chillig und gemütlich, aber heute mussten Christine und Leo in den Hauptort Fare, um die Mietautos zu tanken und am Vormittag im Hotel zurückzugeben . Annemarie und Hartmut begleiteten die beiden. Sie wollten nochmal in den SuperU und in verschiedenen Geschäften schauen. Der schöne Perlenshop hatte leider heute auch zu. Aber ein Pareoshop lag auf dem Rückweg und da wurden sie fündig. Es wurden sogar Pareos extra für Leo gemalt und ab 15.00 Uhr konnte er sie dort fertig abholen.


Auf dem Boot hatten wir eine Riesenschüssel reife Bananen. Die hab ich zu einem fruchtigen Bananenkuchen und zu Muffins verarbeitet. Und heute Abend gibt’s dann mit Rum flambierte Bananen .Die Crew genoss kühle Drinks im Le Mahana und stattete dem Tamanu Schorsch ( Bezeichnung der letzten Crew für Secret of Vahine) einen Besuch ab. Martin und Isabel fuhren mit dem Dinghi an Land, um Leo, Christine, Annemarie und Hartmut abzuholen und auch schnell in dem Tamanuladen noch die besagten Öle zu kaufen.


Anschließend schnorchelten fast alle zu dem schönen Coral Garden am Hotel, wo es die schönen Seeanemonen zu sehen gibt. Bis zum Kaffee wurden wieder die begehrten Schattenplätze belegt und sich an diesen unfassbar intensiven Farben von Himmelblau über Sattgrün von den Bäumen und Palmen und verschiedenen Türkistönen vom Wasser sattgesehen.

Zum Kaffee gab es heute.,,was auch sonst…„Bananenkuchen“. Der wurde ratzeputz verzehrt und die Muffins, die eigentlich zum Einfrieren gedacht waren, gleich mit. Leo, Ludwig und Annemarie machten sich nach dem Kaffee mit dem Dinghi auf den Weg zu der Pareokünstlerin, wo der in der Früh gemalte Pareo jetzt fertig getrocknet war.
Kurze Zeit später kamen sie zurück und sie führten ihre gekauften Schätze vor. Jeder personalisiert mit Namen als Mitbringsel für liebe Freunde daheim.


Um kurz vor fünf lösten Ludwig und Hartmut die Leinen von der Boje und dieses Mal hieß es auch für Martin und mich Abschied nehmen von der Avea Bay bei dem schönen Le Mahana Hotel, wo wir mit allen drei Crews wunderschöne Sonnenuntergänge und leckere Sundowner genossen haben. Wir tuckerten unter Motor bei fast Windstille, das Meer war so glatt wie ein See, in Richtung Fare, den Hauptort der Insel.


Nach einer Stunde erreichten wir unseren Ankerplatz und Leo und Ludwig ließen den Anker runter.
Martin hatte im Yachtclub einen Tisch fürs Abendessen reserviert. Um sieben machte sich die Crew schick rausgeputzt mit dem Dinghi auf den Weg. Aus allen anderen Kats neben uns fuhren die Dinghis ebenfalls in Richtung Yachtclub. Ich passte derweil aufs Boot auf.
Die Crew schickte gut gelaunt Fotos.


Wieder zurück auf dem Boot bereitete Martin seine versprochenen mit Rum flambierten Bananen. Die waren so lecker, das alle noch eine zweite Portion beim Skipper bestellten. Martin erklärte danach den Törnverlauf für die nächsten Tage und nachdem wir alle mit dem Wizardfieber infiziert haben, spielten wir in einer ganz neuen Konstellation eine Runde. Annemarie konnte dieses Spiel für sich entscheiden. Dann verabschiedeten sich alle müde in die Kojen.

Feb.

27

Irgendwie waren heute Morgen schon alle ziemlich früh wach außer unser Skipper. Die einen sprangen gleich ins Wasser und schwammen ums Boot rum, die anderen genossen in Ruhe den ersten Kaffee. Dann frühstückten wir ziemlich zeitig, bevor es kurz vor neun hieß, Anker auf Richtung Huahine. Hartmut setzte das Segel und los ging’s. Martin schaltete den Autopilot ein, aber Hartmut fragte, ob er steuern darf.

Der Rest der Crew suchte sich irgendwo Liegemöglichkeiten im Schatten für die nächsten Stunden. Hartmut blieb die Hälfte der Zeit am Steuer. Da wir recht langsam vorankamen, schaltete Martin schließlich die Motoren an.

Ich hab noch einen Kuchen gebacken während der Schaukelei. Als wir gegen halb drei den Pass von Huahine erreichten, wurden alle wach , nahmen vorne am Bug Platz und genossen entspannt noch die restliche Fahrt in den Norden Huahines bis zum Hotel Le Mahana. Wir waren das einzige Boot, so konnte Martin die vorderste Boje anpeilen. Das Ankerteam Hartmut, Leo und Ludwig angelten mit dem Bootshaken nach der Boje und kurz drauf nach gemeinsamer Teamwork waren wir fest. Der Platz wurde von der Crew für sensationell befunden und sie waren begeistert . Beim Kaffeetrinken erzählte Martin ein bisschen über die Insel ,welche Sehenswürdigkeiten es gibt und empfahl der Crew , ein Auto zu mieten.
Als wir um kurz vor halb sechs zum Sundowner mit dem Dinghi ins Hotel fuhren, machten Leo, Hartmut, Christine, Isabel, Ludwig und Annemarie zuerst das mit den Mietautos an der Rezeption klar.

Da es kein passendes Fahrzeug für alle gibt, wird es wohl so sein, dass die Jungs ein Auto mieten und die Mädels auch extra ein Auto haben. So können die verschiedenen Bedürfnisse abgedeckt werden. Nachdem das geklärt war bestellten wir unsere Sundowners Maitai, Pina Colada, Chichi und für mich eine frische Kokosnuss. Manuia.


Zurück auf dem Boot übernahmen die Männer das Regiment in der Küche. Es gab einen großen Topf mit leckerem Hühnchen Huahine und eine Schüssel gemischten Salat.


Christine und Annemarie machten nach dem Essen wieder klar Schiff in der Küche.
Da diese Nacht eine bestimmte Sternenkonstellation zu sehen war, haben alle am Bug Sterne geschaut, bevor sie sich in die Kojen zurück gezogen haben.

Feb.

26

Nach einer regenfreien Nacht kitzelte die Sonne die Außenschläfer wach. Das Wasser bot sich gleich zum Schwimmen an. Ich bereitete schon mal das Frühstück vor und der erste Kaffee wurde dankend angenommen. Am Frühstückstisch erklärte Martin den kommenden Tagesablauf.

Es sollte zu dem Mare Taputapuātea gehen. Eine zweite Schwimmrunde musste noch sein, bevor es um zehn Uhr hieß…Anker auf zurück nach Raiatea zur Kultstätte.

Der Marae Taputapuātea, der als das wichtigste und größte Heiligtum in Französisch-Polynesien anerkannt ist, liegt im Herzen des „Polynesischen Dreiecks“ auf der Insel Ra’iātea. Die Stätte beherbergt mehrere Strukturen mit ganz unterschiedlichen Funktionen. Als Überbleibsel aus fast 1000 Jahren Mā’ohi-Zivilisation ist die Stätte heute Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Diese dem Kriegs- und Fruchtbarkeitsgott Oro geweihte heilige Stätte gilt als der Ort, an dem die Welt der Lebenden an die der Vorfahren grenzt. Es gibt in Polynesien sehr viele Marae, auf denen sich die Bevölkerung bei kulturellen, sozialen und politischen Ereignissen versammelte.


Nach zweieinhalb Stunden ließ unser rocking Ankerman Hartmut den Anker runter- Das Dinghi wurde abgelassen und die ganze Crew, bis auf Christine und mich, setzte über an Land. Christine wollte lieber eine Runde schwimmen, da sie schon eine Besichtigung vom Marae hatte. Ich machte derweil Kaffee. Kuchen war schon fertig, wie immer, ein Mitternachtsprodukt.


Danach motorten wir weiter mangels Wind zu unserem nächsten Ankerplatz. In das klare herrliche Wasser musste man einfach gleich reinspringen. Ca 1,5 km entfernt lag das Motu Oatara, bei Google als Vogelinsel beschrieben. Martin ließ sich wieder von mir mit dem SUP auf die Insel chauffieren. Die war leider privat und das Betreten verboten. Einen Blick haben wir doch riskiert. Vögel haben wir keine gesehen. Die Crew schnorchelte derweil zu einem schönen Spot mit einigen Korallen und bunten Fischen.


Zurück auf dem Boot wurde ein bisschen geratscht und gechillt. Isabel kochte heute ein leckeres Chilly , Martin bereitete die mitgebrachte Brotfrucht und ich machte für die Vorspeise einen bunten Salat.
Nach dem Essen meldeten sich die Jungs Leo, Hartmut und Ludwig als Küchenhelfer und spülten das Geschirr ab.


Dann war es endlich soweit, die Crew wurde in unser Lieblingskartenspiel Wizard eingeweiht. Annemarie schaute nur zu und Ludwig wollte nicht mitspielen. Martin erklärte den Spielverlauf und los ging es. Das erste Spiel war noch etwas holprig, aber die Revanche Runde klappte schon ganz gut. Wir haben ja noch ganz viel Zeit. Müde schlüpften danach alle in die Kojen.

Feb.

25

Am frühen Morgen hat es mal kurz geregnet, deswegen mussten die Aussenschläfer zurück ins Boot. Schlafen konnte dann irgendwie keiner mehr so richtig. Ich hab schon Kaffee und Tee gekocht, dann machten sich Isabel, Ludwig, Leo und ich nochmal Richtung Super U auf, um noch die restlichen Sachen, wie Milch und verschiedenes Obst zu kaufen.
Dann gab es ein leckeres erstes Frühstück. Anschließend gab es von Martin die Sicherheitseinweisung mit Bootsführung.

Derweil hab ich einen Kuchen für den Nachmittag vorbereitet. Um halb zehn ging es los. Die Boys von der Marina starteten den Motor und fuhren die Rasdu aus dem Hafen, dann übernahm Martin und der dritte Törn in Folge kann beginnen. Um halb zwölf erreichten wir unseren Badestop vor der schönen Privatinsel in glasklarem türkisen Wasser. Als Martin die Motoren ausmachte, hörten wir die Wasserpumpe laufen, aber alle waren an Deck. Alle Wasserhähne wurden kontrolliert, die aber alle zugedreht waren. Aus Christines Kabine hörten wir Geplätscher. Irgendein Schlauch war gerissen und das Wasser lief unkontrolliert aus dem Tank. Der war nun fast leer. Martin schaltete die Pumpe aus und telefonierte mit der Basis. Violetta konnte den Techniker nicht erreichen und deswegen entschied Martin, in die Marina zurückzukehren. Nach einem kurzen Badestop hieß es Anker auf und zurück in die Marina. Um 14.00 Uhr holten uns die Boys wieder ab und parkten in der Marina ein. Unten baute einer den Schrank aus und wechselte den Schlauch unterm Wasserhahn.

Derweil füllten Ludwig und Leo die Wassertanks wieder auf.
Kaffee und Kuchen wurden heute ein bisschen vorgezogen, denn um 15.00 legten wir wieder ab Richtung Südostseite Taha’a, an den schönen Ankerplatz, wo wir schon am Mittag waren. Dort konnte dann endlich der Urlaub beginnen . Auf dem Weg dorthin haben uns sogar Delfine begleitet, wenn das mal kein Glück bringt.


Christine hat sich heute für das Abendessen bereit erklärt und bereitete mit Annemarie als Schnippelhilfe ein leckeres Curry zu. Hartmut war für den Salat zuständig. Auf die Bioabfälle freuten sich die Haie und viele Fische unter dem Boot. Nachdem Abwasch in der Küche holte Hartmut endlich seine E Gitarre und wir saßen alle um den Tisch und sangen mit. So endete der erste Urlaubstag ganz entspannt.

Feb.

22

Die Crew hatte sich nochmal für einen Strandtag am Hotel Le Mahana entschieden. Nach einem leckeren Frühstück fuhr Martin Helene, Sylvia und Walde mit dem Dinghi an Land. Melanie blieb noch mit an Bord und ließ sich später rüber fahren. So hatten die vier noch einen tollen letzten Strandtag mit Schnorchelgelegenheit, bevor es am Montag früh nach Raiatea zurück geht. Martin machte den Blog noch online fertig und ich hab einen Kuchen gebacken und ein bisschen Wäsche gewaschen.
Um halb sechs fuhren wir mit dem Dinghi zu den anderen rüber, pünktlich zu unserem letzten Sundowner.

Wahnsinn, wie die schnell Zeit vergangen ist. Zurück an Bord machte wir ein improvisiertes Resteessen, mit allem, was noch da war. Sylvia bereitete aus den restlichen Tomaten eine Schüssel Tomatensalat. Bevor wir eine letzte oder vorletzte Runde Wizard spielten , schauten sich Sylvia, Melanie, Walde und Helene den tollen Sternenhimmel an. Danach wurde in bester Manier gezockt😄. Das erste Spiel ging an Melanie und die zweite Runde an Walde und mich. Die Glückssträhne vom Skipper ist nicht abgerissen, es hat sich nur verteilt. Die Glückssträhne hat er dafür jetzt beim
Backgammon , da hat er schon wieder 3:1 gewonnen. Wir haben wie immer viel gelacht und gingen dann zufrieden in die Kojen oder unter den Sternenhimmel.