Dez

5

Irene und Thomas
Der Sternenhimmel, der die Nachtwachen begleitet, weicht einem unglaublich schönen Sonnenaufgang. Schon morgens ist klar, dass der Tag sehr heiß werden wird, die Crew plant so wenig Bewegung wie möglich und die Schattenplätze sind wieder sehr begehrt.
(Bild Sonnenaufgang)
Für die Morgenwache gab es einen Hallo-Wach-Effekt: Es knallt heftig und die gesamte Angelschnur schnalzt zurück an Deck. Es musste nur noch aufgerollt werden Ein vermutlich sehr großer Fisch hat das Vorfach abgebissen und schwimmt jetzt mit unserem Lippenpiercing inklusive Plastiktintenfischköder durch den Atlantik.
Der Wind will noch immer nicht auffrischen, wir liegen also im Schatten mit Buch, Kopfhörern oder einfach zum Schlafen.
Am Nachmittag haben wir doch noch einmal Anglerglück. Eine stattliche Goldmakrele, die DRITTE!, hängt am Haken!
(Martin mit Mahi. Mahi)
(Martin mit Mahi. Mahi)
Beim Zerlegen dann stellte sich heraus, dass sie kurz zuvor einen fliegenden Fisch gefressen hatte. So ist das mit der Gier, mal in Richtung unserer Gummibärenvertilger angefügt
Martin duscht die Spuren des Kampfes mit unserem nächsten Abendessen dann direkt an Deck ab.
(Bild Martin Skipperdusche)
Wieder ist es ein schöner Sonnenuntergang, der uns in den Abend schickt. Wir genießen die Kühle.
(Bild Sonnenuntergang mit Karsten)
Danach gab es, mitten auf dem Atlantik, zünftige deutsche Hausmannskost: Fleischpflanzerl/Frikadellen/Bulletten/Fleischküchle mit Kartoffelbrei und Apfelrotkraut bzw. Apfelblaukraut. Wir sind ja international!
(Bild Hausmannskost)

POS 24:00 UTC: 15 53N 050 11W
Kurssdaten: KÜG um die 260, den ganzen Tag unter SPI-220 mit durchschnittlich FÜG 4,8 Kn
Etmal: 00:00 bis 24:00 115 sm
Wind und Wetter: sonnig mit einzelnen Passatwolken, Luft 35 Grad, Wasser 29 Grad, Wind um die 4-7 Kn aus ± E

Dez

4

Irene und Thomas
Die Sonne ist zurück und wie! Zum Frühstück haben wir bereits 34 ° im Cockpit und die Frage ist nicht mehr, was wir anziehen, sondern was wir noch ausziehen können.
Wir verspeisen dieses Mal eine Hälfte der letzten Honigmelone, es gibt wie immer 5:15-Minuten-Eier und alle bleiben unter Vermeidung jeglicher Bewegung auf den Schattenplätzen.
(Bild Oliver)
(Bild Thomas)
(Bild Thomas Füße)
Auch der Wind bewegt sich leider nicht mehr, sodass wir mit deutlich weniger Knoten, sprich Seemeilen pro Stunde, unterwegs sind. Wir dümpeln den ganzen Tag gemütlich gen Saint Lucia.
Rings herum regnet es, wie sehen einen sehr schönen Regenbogen, und zwar doppelt was nicht am Sundowner liegt!
(Bild Regenbogen)
Zum Abendessen machen Karsten und Thomas mit sehr viel Liebe eine ganz köstliche Lasagne, von der nicht wirklich viel übrig bleibt.
(Bild Küchencrew tbd)
Ein schöner Sonnenuntergang schickt uns gut in die Nacht.
(Bild Sonnenuntergang)

POS 24:00 UTC: 15 58N 048 12W
Kurssdaten: KÜG um die 264, den ganzen Tag unter SPI-220 mit durchschnittlich FÜG 5,3 Kn
Etmal: 00:00 bis 24:00 127 sm
Wind und Wetter: sonnig mit einzelnen Passatwolken, Luft 35 Grad, Wasser 29 Grad, Wind um die 5-8 Kn aus ± E

Dez

3

Der Wind nimmt bereits während der ersten Nachtwache weiter zu; Sterne sind nicht mehr zu sehen und die Nacht ist pechschwarz nach dem Neumond.
Wir fahren mit Spinnaker, der Wind kommt von achtern und wir müssen genau Kurs halten. Kurz vor dem Wachwechsel um 3:00 morgens kommen wir in eine kleine Schlechtwetterfront. Es regnet heftig und der Wind dreht plötzlich. Der Spinnaker flattert, schlägt und fällt ein. Unser Skipper springt aus dem Bett, bringt das Boot wieder auf Kurs und entscheidet, den Spi sofort einzuholen. Bei über 20 Knoten Wind und wolkenbruchartigem Regen ein durchaus anspruchsvolles Unterfangen. Nachdem an Deck alles taghell wird und gefühlt eine Elefantenherde dort oben trappelt, ist die nächste Schicht vor dem Wecken wach.
Zu dritt holen unsere Herren in einem Kraftakt den Spinnaker runter und bringen ihn ins Cockpit. Wir setzen die Genua und nutzen den Wind aus. Während die erste Nachtwache sich verdientermaßen ins Bett verkrümelt, versucht die zweite Nachtschicht erst sich selber und dann das Cockpit trocken zu bekommen. Schietwetter, aber immerhin tropisch warm.
(Bild Spi im Cockpit)
(Bild Stillleben Lifebelts)
In der ersten Morgendämmerung dann Anglerglück: Die nächste Goldmakrele/Mahi-Mahi wird an Bord geholt, mit feinem Alkohol ins Nirwana geschickt und dann sofort küchenfertig gemacht. Sie ist sogar größer als die letzte!
(Bild Fang)
(Bild Martin beim Zerlegen)
(Bild Filets)
An unserer anderen Angelschnur fehlte wieder einmal der Haken samt Köder, die Leine wurde vermutlich von einem sehr Großen abgerissen. Insgesamt haben wir also sechs Fischbisse zu vermelden, drei Meeresbewohner haben unsere Köder abgebissen, einer ist in letzter Sekunde noch vom Haken gehüpft. Da wir jetzt keine Köder mehr haben, probieren wir es mit selbstgebastelten Alufischchen. Mal schauen…
Am frühen Vormittag setzen wir, der Wind scheint stabiler und die Schlechtwetterfront durch, wieder den Spinnaker.
(Bild Action)
Der ganze Tag bleibt warm, aber wolkenverhangen und vergleichsweise düster. Karsten behält die Wetterkapriolen gut im Auge.
(Bild Karsten vorn)
(Bild Wetterfronten)
Isabel backt dieses Mal Kirschkuchen, der im Nu vertilgt ist.
(Bild nach Kirschkuchen)
Den Sundowner funktionieren wir kurzerhand zum Raindowner um, Karsten ist großzügig mit Sahne und Rum bei der Pina Colada.
(Bild Mädels mit Alkohol)
(Bild Alkohol)
Nach einem spektakulären Sonnenuntergang gibt es dann den frischen Fisch mit Gemüse und Reis. Ein wahrhaft köstliches Mahl!
(Bild Sonnenuntergang)

POS 24:00 UTC: 16 11N 045 00W
Kurssdaten: KÜG 265, den ganzen Tag unter SPI-220 mit bis zu FÜG 10,7 Kn
Etmal: 00:00 bis 24:00 162 sm
Wind und Wetter: bewölkt mit einzelnen Regengebieten, Luft 30 Grad, Wasser 28,5 Grad, Wind um die 13-17 Kn aus E bis ESE

Dez

2

Irene und Thomas
Seit gestern haben wir richtig guten Wind. Wir genießen ein hervorragendes Frühstück mit Schinken und Melone und den üblichen Köstlichkeiten.
(Bild Frühstück)
Es geht den ganzen Tag mit Rauschefahrt gen Westen.
(Bild Rauschefahrt)
Martin hat Kursautomatik eingestellt, mit minimalen Steuerungsbewegungen kommen wir gut voran.
(Bild Simrad)
(Bild B & G Anzeige)
Wer nicht Wache hat, döst vor sich hin und lässt die Seele baumeln.
Der nachmittäglichen Hungerattacke beugt Karsten mit Pfannkuchen vor.
Der Wind bleibt konstant und legt kontinuierlich leicht zu. Die Dünung erreicht dann am späten Nachmittag gut drei Meter.
Wir sind gespannt, was die Nacht bringt!

POS 24:00 UTC: 16 26N 043 15W
Kurssdaten: KÜG 255, den ganzen Tag unter SPI-220 FÜG 7,7 Kn
Etmal: 00:00 bis 24:00 187 sm
Wind und Wetter: Vormittags sonnig, ab Nachmittag bewölkt, Luft 30 Grad, Wasser 28,5 Grad, Wind um die 13-17 Kn aus ENE

Dez

1

Irene und Thomas
Die Nächte sind mittlerweile so mild, dass wir nicht einmal mehr Jacken oder Schuhe brauchen.
Kurz nach Sonnenaufgang kommt endlich der Wind zurück und wir hissen den Spinnaker.
(Bild Spinnaker hissen)
(Bild Spinnaker ist oben)
Danach darf die Morgenwache das erste Türchen vom Adventskalender aufmachen. Schon ein bisschen surreal, so mitten am Atlantik bei morgendlichen 30 Grad.
Wir genießen ein ausgiebiges Frühstück und versammeln uns dann auf dem Vorschiff, lassen die Korken knallen und feiern bei einem/zwei Glas Sekt unser „Bergfest“, das irgendwann in der vergangenen Nacht war.
(Bild Bergfest)
Die Hälfte der Strecke ist geschafft, unglaublich. Beim gestrigen Abendessen wurden die Wetten zu Ankunft und erster Landsichtung abgegeben. Die Tipps gehen vom 8. – 10. Dezember, die Landsichtungen jeweils ein paar Stunden vorher. Jeder ist sehr an einem Sieg interessiert, schließlich hat Martin als Prämie die ARC-Fahne, die Gran Canaria-Fahne und sogar unsere Startplakette mit der Nummer 88 ausgelobt.
Den ganzen Tag, bis weit in den späten Nachmittag, begleitet uns ein kapitaler Thunfisch, der konstant „gelangweilt“ neben dem Boot herschwimmt.
(Bild Thunfisch)
Wir versuchen, ihn mit allen verfügbaren Mitteln zu angeln. Leider will er, egal welchen Köder wir ihm vor die Nase halten, nicht anbeißen.
(Bild Angelversuch Martin)
(Bild Angelversuch Karsten)
Es kommt uns so vor, als würde er uns im übertragenen Sinn die Stinkeflosse zeigen…
Am Nachmittag nähert sich von Südost schnell ein 250m großer Frachter. Unser Skipper ändert vorsichtshalber leicht den Kurs, so dass der Tanker eine knappe Meile vor uns durchgeht.
(Bild Tanker)
Unser Abendessen besteht mangels Thunfisch aus Karstens hervorragenden Spaghetti Carbonara. Aber auch gut!

POS 24.00 UTC: 17 16N 040 08W aus
Kurssdaten: KÜG 255, seit dem Morgen unter SPI FÜG 6,4 Kn
Etmal: 00:00 bis 24:00 153 sm
Wind und Wetter: sonnig , Luft 28-32 Grad, Wasser 28,5 Grad, seit den Morgenstunden 7-8 Kn aus NE bis zum Abend um die 12 Kn aus E