Jan.

17

Auch heute hat es mit den Kanus nicht geklappt. Schade. Am Vormittag regnete es wieder mal, außerdem kam Götz kurz auf einen Kaffee vorbei. Wir besprachen noch das weitere Vorgehen für Sonntag, da der Vermieter von Katrin und Götz uns am Sonntag Obst und Gemüse von seiner Plantage direkt aufs Boot liefert. Nachmittags hatte Martin mit den Vorbereitungen zum Törn, wie Wetter und Windcheck für die ersten Tage zu tun und ich hab einen Kuchen für unser erstes gemeinsames Treffen auf dem Boot gebacken. Nachmittags kam sogar kurz die Sonne raus. Am Abend noch die Taschen für die Abreise zur Marina packen. Taxi hat uns unsere Vermieterin schon für 9.45 Uhr bestellt.

Jan.

16

Dauerregen die ganze Nacht und kaum hat es aufgehört morgens um vier, durchstreift die Gockel Mafia die Gegend und jeder will den anderen mit der Lautstärke übertrumpfen. Wenn ich dann die Terrassentür öffne, hab ich das Gefühl, die grinsen sich eins und machen gegenseitig high five wenn sie da so vor dem Tor patrouillieren.
Ich bleib ein bisschen auf der Terrasse sitzen und geh doch noch mal ins Bett zum Lesen. Um sieben steh ich dann auf, koch derweil Tee und bereite das Frühstück vor. Auch wenn Martin sich zu der Zeit noch zweimal umdreht.
Später nach dem Frühstück radelten wir zusammen mit den Rädern in die Stadt.

Martin fuhr weiter in die Marina und wollte sich das Boot anschauen und ich bummelte ein bisschen durch die Straßen. Vor der Markthalle haben sich lauter ältere Leute zum Singen und Musizieren getroffen . Ich bin ganz lange stehen geblieben, weil die Melodien so schön waren. Ich war gefühlt die einzige, die stehen blieb. Die Senioren hatten soviel Spaß und ich auch.

Dann hab ich mich noch ein bisschen umgeschaut, war in dem örtlichen kleinen Supermarkt. Da sind einige Sachen schon günstiger als im großen Carrefour. Bei den Mengen, die wir brauchen, macht das schon was aus. Martin kam von der Marina zurück und wir radelten gemütlich zu unserer Lodge. Unterwegs nahmen wir noch Ananas mit. Anlauf Nummer zwei , um mit den Kajaks zum Motu rüber zu paddeln, aber es kündigte sich schon wieder Regen an. Dann eben Siesta und vielleicht klappt es später.
Nach Kaffee, Kuchen und Ananas sah es immer noch nicht so aus, das wir zum Strand auf das MOTU paddeln können.


Einmal können wir noch verschieben, am Sonntag geht es endlich aufs Boot. Martin erledigte noch ein bisschen Bürokram und danach spielten wir noch ein paar Runden Backgammon und Kniffel, bevor wir abends zum Essen gingen. Wir entschieden, die zwei Kilometer zu Fuß zu gehen, denn die Räder hatten kein Licht und die Straße ist doch recht gut befahren. Das Lokal war eine einfache Halle mit Pizzaofen , ein bisschen Deko und ein paar Tische und Stühle. Es standen einige Autos davor, das waren aber alles Abholer. Wir waren innen die einzigen Gäste.

Das Essen kam recht schnell und war lecker. Immer wieder kamen Leute um ihre bestellten Gerichte abzuholen. Als wir bezahlt haben, hat ein Fahrer gerade eine größere Bestellung ins Auto verfrachtet. Martin nutze die Chance und fragte, ob er uns die 2km mitnehmen könnte. Erst zögerte er, dann meinte er, es ist nur ein Platz im Auto. Kurzerhand wurde Martin hinten zu der Pizzalieferung gesperrt und los ging es. So kamen wir sicher zuhause in unserer kleinen Lodge an.

Jan.

15

Unser erster Morgen auf Raiatea begann mit dem Gekrähe der Hähne und dem Gegackere ihrer Hühnergang. Und das schon ziemlich früh. Martin stört das ja überhaupt nicht und ich war eh schon wach.
Gestern Abend saßen viele von dem Geflügel gegenüber in einem Mangobaum und man glaub es kaum, die haben an den reifen Mangos gepickt.


Dicke Wolken hingen am Himmel und oben in den Bergen. Trotzdem fuhren wir nach dem Frühstück mit unseren Rädern Richtung Uturoa, der Hauptstadt der Insel. Hat nicht lange gedauert und ein Wolkenbruch platzte auf uns runter. Erst wollten wir in einer Telefonzelle Unterschlupf suchen, aber da hat die Hälfte an Scheiben gefehlt, aber gleich daneben war eine Bushaltestelle. Eigentlich war es eh egal, wir waren schon tropfnass. Nach ungefähr 10 Minuten konnten wir weiter radeln.

Zuerst suchten wir den Friseursalon von unseren Vermietern Tepairu und Jeff an der Hauptstraße. Der kleine Laden mit 3 Sitzplätzen war voll und die beiden begrüßten uns herzlich , während sie an den Kunden weiter rasierten und Haare schnitten. Wir regelten das Finanzielle, sie gaben uns ein paar Tipps und beantworteten noch offene Fragen und danach fuhren wir weiter in die Dream Yacht Charter Marina. Martin fragte nach Olivier, dem Chef, der letztes Jahr auch schon da war. Das Boot, das Martin für Sonntag gechartert hat, war nicht da, kommt erst am nächsten Tag in der Früh. Nach der Marina war noch ein Supermarkt, den wir uns anschauen wollten. Das war ein kleiner Proxy, die gibt es in Frankreich auch oft. Das Angebot hielt sich in Grenzen. Wir werden wahrscheinlich doch das Meiste von unserem Großeinkauf im neuen Carrefour machen, den gab es tatsächlich letztes Jahr noch nicht. In der großen Markthalle gibt es dazu das frische Obst und Gemüse.


Um die Mittagszeit machen alle Läden zu, deswegen haben wir in einem kleinen Café Pause gemacht. Für Martin gab’s einen Café au lait mit einer Apfeltarte und ich blieb bei einer Coke.
Dort verbrachten wir ne gute Stunde und beobachteten ein bisschen die Leute. Die Wassertaxis gegenüber hatten heute auch nicht viel zu tun.


Nach unserer Pause erkundeten wir den großen Carrefour. Der war riesig und leer. Fast keine Kundschaft drin. Wir schauten uns schon mal für den Großeinkauf um. Die Preise sind horrend, aber er ist halt gut sortiert. Am Samstag wollte ich einen Kuchen backen für den ersten Nachmittagskaffee an Bord, dafür nahmen wir ein paar Zutaten mit. Der Betrag an der Kasse war unglaublich🙈.
Zuhause wurden die paar Sachen in den Kühlschrank verstaut und wir gingen zu Fuß in den Supermarkt ums Eck, weil im Carrefour waren die Eier aus. Dann fing es so richtig an zu schütten, das würde nicht so schnell wieder aufhören.
Auf unserer Terrasse daheim gab es Kaffee und Kuchen und Martin bereitete schon mal das Angelzeug vor.

Es hat sich so richtig eingeregnet und wir konnten nicht mehr vor die Tür. Eigentlich wollten wir essen gehen, aber dann machten wir Brotzeit auf der Terrasse. Später entdeckte ich, dass man auf unserem Fernseher auch auf YouTube deutschen Tatort schauen konnte. Na wenn schon denn schon , dann die ulkigen Münsteraner. Somit war der Abend auch gerettet.

Jan.

14

Unser letzter Morgen auf Moorea. Gepäck haben wir am Vorabend schon gepackt, zum Frühstück gab es noch eine leckere Ananas von unserem Bündel und Tee für Martin. Um halb neun sollten wir an der Autovermietung sein, um unseren Inselflitzi zurückzugeben . Dort hat alles gepasst, und wir mussten nur über die Straße zur Fähre. Das Riesending sah man schon von weitem. Unser Gepäck brachten wir zu den Gepäckwägen auf die andere Seite und anschließend checkten wir ein. Das Wetter war nicht so besonders, deswegen nahmen wir innen drinnen Platz. Die Einheimischen stürmten gleich die Snackbar. Hier gab es eine Abteilung mit Tischen und weiter vorne saß man reihenweise wie im Kino mit großem Ausblick durch die Scheibe.


Die Aremiti 5 Fähre kann bis zu 697 Passagiere und 30 Autos mitnehmen . Die Überfahrt dauerte 30 Minuten. Bei der Ankunft wieder das gleiche Procedere mit dem Gepäck, dass wir vom Gepäckwagen holen mussten. Eigentlich hätten wir jetzt 5 Stunden Zeit für die Stadt, aber war das mit den großen Reisetaschen nicht möglich. Also auf zum Taxistand. Hier hatten wir leider unser erstes negatives Erlebnis in hier in French Polynesien. Wir informieren uns eigentlich immer vorher, was die Taxifahrten kosten oder fragen vorher nach dem Preis. Auf der ersten Fahrt haben wir genau die beschriebenen 2500 xfp bezahlt, wo überall in den Foren beschrieben ist. Zum Taxistand kam eine ältere Dame mit einem SUV geschmückt wie ein Faschingsumzugwagen. Martin hievte unser Gepäck selbst in das Auto. Erst war sie super nett, aber von hinten sah Martin, wie sie ihr Handy, das benützt sie als Taxameter, auf 2350 einstellte. Das war ja schon fast der Endpreis. Ich fragte sie, was die Fahrt kostet zum Flughafen. Dann sie, so ca 30 $ oder 3000 . Dann fragte Martin, warum? Der Tarif ist 2500 xfp. Das hat im Auto schon zu einer Diskussion geführt, sie müsse eine Karte kaufen, damit sie in den Flughafen reinfahren darf usw. Am Flughafen, nachdem Martin unser Gepäck ausgeladen hat, schaute er sich gleich die Tafel mit den offiziellen Tarifen an. Inzwischen bezahlte ich die Lady. Sie wollte 3800 xfp, also 38$ statt 25. Martin hat dann nochmal mit ihr eine Diskussion angefangenen schließlich zwei Polizeibeamte dazu geholt. Die Dame behauptete doch glatt, der Tarif hätte sich heute erhöht. Plötzlich, nach einigem hin und her, stieg sie aus dem Auto und sagte zu mir, gib mir mein Geld wieder. Wir tauschten, sie gab mir meinen großen Schein zurück und ich gab ihr das Rückgeld wieder. Sie wollte dann gar kein Geld mehr. Sie blaffte uns an, wir sollen schauen, dass wir aus dem Land verschwinden , weil solche Leute wie wir es sind , brauchts hier net. Die Polizisten hielten sich mehr oder weniger raus. Wir wollen nichts geschenkt, wir sind auch nicht geizig, nur wenn man vorsätzlich betrogen wird, ist es eine andere Sache. Wir legten dann unsere Münzen und kleinen Scheine zusammen und Martin reichte ihr 2500xfp durchs Fenster. Zuerst protestierte sie, nahm es aber dann doch.


Danach gab’s erstmal einen Kaffee und einen Muffin und wir setzten uns ins Flughafen Café. Wir hatten immer noch mehr als 4 Stunden Zeit. Ich ging ein bisschen durch die paar Geschäfte bummeln und Martin hat gelesen.
Endlich war Boarding und es ging los mit Air Tahiti Richtung Raiatea. Leider mussten wir Übergepäck zahlen, irgendwie hatten wir plötzlich einige Kilos zuviel. Es war bewölkt, deswegen war die schöne Sicht von oben auf die Lagunen nicht gut.

Unsere neue Unterkunft war auch schnuckelig, aber die Lage war nicht so schön, als auf Moorea. Hier patrouillieren gefühlt die ganzen Hähne der Insel mit ihrem Hühnervolk ums Haus, dementsprechend ist auch Geräuschpegel. Wir holten uns noch ein paar Lebensmittel vom Supermarkt um die Ecke, schauten noch ein bisschen die Umgebung an und gingen zeitig ins Bett.

Jan.

13

Heute Morgen war das Homeoffice geöffnet. Martin musste noch ein bisschen Bürokram erledigen, deswegen fuhren wir später zur Kanustation. Leider waren unsere Nachbarn schneller und das Kanu war weg. War auch nicht schlimm, Jeanro meinte, ab nachmittags ist das Kanu wieder zurück. Dann fuhren wir zum Belvedere Aussichtspunkt hoch. Ja, wir sind gefahren. Nachdem das mit dem Schnorcheln nicht geklappt hat, hatten wir noch Badekleidung und FlipFlops an, damit kann man einfach nicht wandern. Letztes Jahr sind wir zu Fuß hoch gegangen. Das ist schon ein etwas anspruchsvolleres Programm und ein toller Wanderweg. Oben waren viele Autos gestanden, aber fast keine Leute zu sehen.

Außerdem hatten wir keine so gute Sicht und es fing zu regnen an. Die Schauer dauern zwar oft nicht lange, trotzdem fuhren wir wieder die steilen Serpentinen hinunter und beschlossen, ins Tiki Village zu fahren. Das ist eine kulturelle Ausstellung und außerdem von berühmten Menschen , die in Französisch Polynesien gelebt und z.bsp. gemalt haben, wie Paul Gauguin.

Bevor der französische Maler Paul Gauguin seine erste Reise nach Tahiti antrat, hatte er einen Traum: Ein unbeachtetes Paradies in der Südsee wollte er finden, dessen glückliche Bewohner vom Leben nichts anderes kennen als seine Süße. Ich denke, er hat es dort gefunden.

Eine Touristengruppe lernte dort gerade die polynesische Flechtkunst. Im Tiki Village finden kulturelle Veranstaltungen, wie Folklore Abende statt. Dort gibt es auch ein Restaurant und einen Perlenshop.

Die Dekoration war noch sehr weihnachtlich mit Figuren aus Frozen, Anna und Sven, das Rentier , Arielle, die Meerjungfrau und einem beleuchteten Einhorn. Außen hingen überall noch Zuckerstangen. Vielleicht bleibt die Deko ja gleich hängen.

Auf dem Heimweg fuhren wir noch an einem Supermarkt vorbei. Martin wollte noch nach einem Kuchen schauen. Wird Zeit, dass wir aufs Boot kommen und endlich wieder selber backen können. Derweil hat Jeanro geschrieben, dass das Kanu zurück ist. Da es aber immer noch so dick bewölkt war und keine Aussicht auf Sonne, haben wir beschlossen, heute nicht Kayak zu fahren. Scnorchelzeug war schon gepackt, als wieder ein kräftiger Schauer im Anmarsch war. Ok, dann wurde Backgammon gespielt. Zuerst sah es nicht so gut für Martin aus, am Ende war es dann doch unentschieden. Beim Kniffeln hab ich ihn dann leider ausnahmsweise abgezockt, die letzten Male hat er immer haushoch gewonnen. Spät am Abend wollten wir noch zu einem kleinen Restaurant in der Nähe spazieren. Leider hat der Besitzer noch einen Schließtag auf seine Tafel gekritzelt und zwar Dienstag. Also , zu Fuß wieder 10 Minuten zurück. Da kamen wir an einer riesigen Figur vorbei. Das war kein Tiki, sondern ein Einheimischer. Vielleicht erfahren wir die Bedeutung noch. Im Dunkeln sah er echt bedrohlich aus. Martin beleuchtete ihn mit seiner Handylampe, damit wir wenigstens ein Foto machen konnten.

Immer noch hungrig stiegen wir ins Auto und fuhren Richtung Tipanier, wo wir schon mal gegessen hatten. Derweil suchte ich noch auf GoogleMaps nach anderen Gelegenheiten. Die Strandbuden hatten alle schon zu, aber ein italienisches Restaurant war noch auf dem Weg. Sah ganz gut aus. War ziemlich gut besucht, aber für zwei geht eigentlich immer. Sie hatten eine tolle Auswahl an Pizza und Pasta. Wir entschieden uns für Pizza. Das war echt die leckerste Pizza, die ich je gegessen habe. Martin hat danach noch ein Tiramisu gegessen. Das war auch total fluffig und saftig, wie man es eigentlich nur aus Italien kennt. Also rund um ein gelungener letzter Abend auf Moorea. Morgen früh geht’s zurück nach Papeete und mittags geht der Flieger nach Raiatea.

Jan.

12

Heut morgen ließen wir es ganz chillig angehen. Ich fuhr mit dem Radl zum nächsten Supermarkt und kaufte frisches Brot und Croissants . Auf dem Rückweg sah ich ein Schild mit Tiki Village. Da musste ich unbedingt halten. Das war ein kleiner Andenkenshop, der aber Montag geschlossen hat. Läuft ja nicht davon, dann eben morgen.

Nach einem leckeren, ausgiebigeren Frühstück als gestern sind wir wieder zur Kanuvermietstation gefahren. Jeanro hatte bereits auf uns gewartet. Kanu war schon im Wasser und für die Abfahrt bereit. Nachdem alles verstaut war, ging’s quer rüber zu einer Insel. Es war viel weniger los, als sonntags. Fast am Ufer schmiss ich den Anker raus. Zuerst gingen wir ein bisschen den Strand entlang spazieren. Am Ende zwischen Bäumen war ein Bungalow, der schon mal bessere Zeiten gesehen hatte. Trotzdem, die Lage und die Bauweise hatten schon was, einfach traumhaft. Schade, dass so eine tolle Location einfach so vergessen wird. Zurück am Kajak holten wir unser Schnorchelzeug raus.

Ich hörte wieder nicht auf den Skipper, deswegen beschlug meine Maske nach wenigen Minuten. Tztztz…ging dann doch irgendwie. Wir schnorchelten durch einen wunderschönen Coral Garden. Es passte einfach alles. Das Licht von der Sonne, die bunten Fische und es gab auch noch lebendige bunte Korallen . Martins geschulter Blick sah zwischen den Korallen noch vieles mehr, wie zum Beispiel die gut versteckte Mördermuscheln oder die „Tannenbaum-Röhrenwürmer“. Die ärgerte er ein bissel, so dass sie immer wieder blitzartig verschwanden und dann langsam wieder herauskamen. Die Fische waren gar nicht scheu.

Einige Ausflugsboote waren noch unterwegs, die boten ein Barbecue am Strand an. Coole italienische Musik lief und ich hatte einen Dauerohrwurm. Langsam paddelten wir zurück zu der Stelle, wo die Schildkröten zu sehen sind. Auch heute hatten wir Glück und gleich zwei von den Turtles schauten aus dem Wasser. Wir brachten unser Kanu zurück , warfen den Anker und zogen uns dort um. Martin wollte mir noch die Saftfabrik ROTUI von Moorea zeigen. Die lag auf dem Weg zu einem Angelzubehör Laden. In der Cook Bay ankerte ein kleineres Kreuzfahrtschiff für 1000 Gäste, die Vasco da Gama.

Martin meinte noch, dann wird die Saftfabrik bestimmt auch voll sein. Wir sahen schon einige Tour Pickups, die Ausflüge mit den Gästen der Vasco da Gama durchführten. Unser Inselflitzi wurde kurzerhand unter einem riesigen Mangobaum im Schatten geparkt. Wir liefen nur schnell durch den Laden. Es gab nichts Aufregendes und in die Saftpresserei gingen wir gar nicht erst rüber.

Wir fuhren weiter durch die nächsten Buchten und fanden den Angelladen nicht, dafür eine nette kleine Strandbar. Dort aßen wir das Tagesgericht Fish and Chips. Der Fisch ist zweimal gestorben 🤣, aber die Pommes waren lecker. Der Angelladen war in Wirklichkeit ein „ Baumarkt“ und er hatte tatsächlich alles, was Martin suchte. Auf dem Heimweg hielten wir noch an einem Obststand und nahmen ein Bund mit 5 Ananas mit. Wir sind ja schließlich auf der Ananasinsel.

Zurück in unserer Ferienwohnung gab’s dann eine leckere Obstplatte. Abends haben wir die andere Hälfte von unserem Brotfruchtauflauf gegessen und noch Backgammon und Kniffel gespielt. Irgendwie machen diese Temperaturen müde, bis man sich wieder richtig daran gewöhnt hat, deswegen sind wir zeitig ins Bett gegangen.

Jan.

11

Nach einem leichten Frühstück am Morgen sind wir zu Jeanros Kanuvermietung gefahren. Die Beschreibung über WhatsApp war easy und so waren wir nach ca 5 Minuten da.

Jeanro hat uns angeboten, solange wir hier sind, können wir sein Kanu uneingeschränkt nutzen. Er hat uns noch gezeigt, wo wir unsere Flossen verstauen können und gab uns noch Tipps , wo die Haie und Stachelrochen angefüttert werden und wo wir am besten Schildkröten sehen. Dann ging’s los. Ich paddelte vorne und der Chef gab hinten Anweisungen…..hahaha…

Wir fuhren gegen den Wind Richtung Haifütterung. Den Platz kannten wir schon vom letzten Jahr. Nachdem der Anker geworfen und fest war, hüpften wir ins klare Wasser und zogen unsere Flossen und Brillen an. Mit uns lagen einige Ausflugsboote dort .


Es ist echt ein Traum. Wir wurden von Blacktipps und großen Stachelrochen umrundet. Ganz gemütlich schwammen die Haie und Stingrays unter und neben uns und ließen sich nicht stören. Ein paar kleinere Fische flitzten um die einzelnen Felsen herum. Ein großer Jackfisch verfolgte immer einen Hai, er blieb aber auch nach einigen Runden immer hinten.

Nach einer halben Stunde stiegen wir wieder ins Kanu. So lange wollten wir noch nicht in der Sonne bleiben. Jetzt ging es leichter mit dem Wind. Wir legten an einer kleinen Insel an, dort haben einheimische Familien sich zum sonntäglichen Picknick getroffen. Ums Eck war ein nobler Beachclub, wo die Flasche Deutz Rosè und Deutz Brut jeweils schlappe 200€ kosteten. Da haben wir nur kurz Rast gemacht.

Weiter in Richtung Schildkröten ließen wir uns einfach treiben. Martin sah sofort die großen Panzer im Wasser und wie sie ihre Köpfe aus dem Wasser nach Luft streckten. Das waren schon mal tolle Erlebnisse für den ersten Tag auf Moorea. Wir paddelten langsam zurück. Vom Wasser aus haben wir ein schönes Restaurant , das Les Tipaniers, entdeckt, das Martin von früher kannte. Dort beschlossen wir, eine Kleinigkeit zu essen. Wir bekamen auf der Terrasse noch einen schönen Platz und genossen die wunderschöne Aussicht. Ein paar Parasailors drehten im Wasser ihre Runden und zeigten waghalsige Sprünge. Wir teilten uns ein leckeres Clubsandwich mit Pommes. Martin trank noch einen Cappuccino, bevor wir zu unserem nächsten Ziel fuhren.

Ein China Supermarkt hatte geöffnet und wir hatten am Vortag die Milch vergessen. Jeanro meinte so ca 2 km von unserer Ferienwohnung, tatsächlich waren es aber 5 und wir wollten schon fast wieder umkehren mit unserem kleinen Inselflitzer.
Daheim chillten wir ein bisschen, Martin stellte den Blog online und wählte dazu die Fotos aus. Dann bereiteten wir gemeinsam unser Gratin aus der Brotfrucht für das Abendessen.
Nachtrag, der Auflauf war sehr lecker und macht richtig satt.

Jan.

10

Wir sind Freitag Nacht mit Air Tahiti Nui von LA nach Papeete geflogen. Das war nicht so der Hit. Essen fast ungenießbar, Entertainment Angebot sehr schwach. Das einzige Gute waren unsere Sitzplätze am Notausgang mit viel Platz.

Wir kamen fast 45 Minuten früher an und fuhren gleich mit dem Taxi zum Fährhafen. Dort legte in den nächsten 10 Minuten die Aremiti Fähre ab. Eigentlich wollten wir die um 9.15 Uhr nehmen, aber eh wir uns verschaut haben, haben die kräftigen Jungs unser Gepäck noch mit auf den Gepäckwagen gehievt. Also schnell an die Kasse und Tickets für 7.00 Uhr lösen und ab auf den großen Pott. Viele Einheimische nutzten den Samstag, um auf der Insel Verwandte und Freunde zu besuchen. Die Fähre war ziemlich gut gebucht.

Die Überfahrt war ruhig und auch das Ausfahren der Autos nach Ankunft verlief unkompliziert und ohne Stress im Reißverschlussverfahren, da gegenüber noch eine Fähre angelegt hatte. An der Anlegestelle herrschte kurz ein richtiges Gewusel, bis jeder sein Gepäck hatte. Auf Empfehlung von unserem Vermieter suchten wir die Moorea Scooter and Cars Vermietung, um nach einem Auto zu schauen. Ein kleiner Hüpfer von Suzuki stand noch auf dem Hof, als wenn er auf uns gewartet hätte. Den haben wir auch bekommen. Mit unserem Gepäck mussten wir Tetris spielen. Sogar die Rückbank war voll bepackt. Nachdem wir zu früh dran waren um einzuchecken, sind wir noch an einer kleinen Strandbar namens Chez Elo eingekehrt und hatten dort ein kleines Frühstück. Immer wieder kamen Einheimische vorbei und brachten frisches Obst. Eine Frau fragte uns, ob wir nicht eine Brotfrucht möchten. Sie hat uns noch gleich ein paar Zubereitungsmöglichkeiten erklärt. Martin kannte die Frucht von früheren Reisen hier und wir entschieden, dass wir am nächsten Abend ein Gratin draus machen werden.

Gegenüber war noch ein Supermarkt, wo wir uns für die nächsten Tage mit Lebensmittel eindeckten. An einem Straßenstand hielten wir noch, weil es da Bananen gab. Das waren nur die Kochbananen , aber die nette Dame holte schnell noch Essbananen aus ihrem Garten und schenkte uns sogar noch ein paar Reifere dazu. So langsam näherten wir uns dem Ziel, der Fare Manueva. Jeanro, der Vermieter, wartete schon auf uns. Er hieß uns herzlich willkommen. Die Ferienwohnung ist zwar einfach, aber man hat alles, was man braucht und sie ist sehr geräumig.


Am Nachmittag, nach dem wir uns ein bisschen eingerichtet hatten, sind wir nur über die Straße zum Strand zum Schnorcheln gegangen. Jeanro sagte uns, dass man Stingrays und auch kleine Haie um das Riff sehen kann, da ein Nachbar diese dort anfüttert. Die sind wahrscheinlich eher in der Früh da, wir haben nur ein paar kleinere Fische gesehen. Das Wasser ist wie in der Badewanne.
Zurück in unserer Unterkunft wollten wir uns nur ein bisschen ausruhen und abends zum Essen in eine der lokalen Restaurants in der Nähe gehen. Aber wir waren so müde vom Nachtflug, dass wir einfach eine Kleinigkeit daheim gegessen haben und unseren ersten Abend auf Moorea tatsächlich verpennt haben.

Jan.

9

Da heute unser letzter Tag in LA war , bevor wir nach Papeete weiterfliegen, wollten wir einfach was chilliges machen. Wir fuhren nach Long Beach, wo die Queen Mary liegt. Die Queen Mary ist nicht nur ein Museum, sondern eine historische Institution, die den Glamour und die Herausforderungen der Atlantiküberquerungen verkörpert und heute eine einzigartige Touristenattraktion darstellt, die Geschichte und Gegenwart verbindet. 

Wir bekamen tatsächlich ein bisschen Titanic Feeling. Da wir beide noch nie auf so einem großen Schiff waren, hat uns die Größe , die ganze noble Einrichtung und alles drum herum erstmal total geflasht. Die ganze Verarbeitung und Inneneinrichtung ist der reinste Luxus. Heute kann man dort übernachten oder irgendwelche Events besuchen oder auch Führungen mitmachen. Martin hat natürlich sofort die Steam and Steel Tour gebucht und verschwand mit dem Guide in den Maschinenraum. …….Ich hab mich mit einigen anderen Gästen der Haunted Tour angeschlossen. Da hat halt unser Guide von mysteriösen Legenden und Spukgeschichten von der Queen Mary erzählt, wie Gäste würden sich umarmt fühlen, obwohl niemand da ist oder sie hören Katzen miauen. War ganz amüsant, und sie hat es auch sehr witzig rüber gebracht. Aber es sind halt Geschichten ( vielleicht so wie die aus dem Paulanergarten).


Wir haben tatsächlich den ganzen Nachmittag dort verbracht, tranken in den legendären und mondänen Bars einen Cappuccino staunten über die damalige Technik.

Als Martin vom Maschinenraum zurück kam, sind wir zurück durch das abendliche Verkehrschaos von LA Richtung Autovermietstation, um das Auto zurück zu bringen. Der Shuttle brachte uns dann zum Flughafen, wo wir uns wieder recht mühsam eineinhalb Stunden durch die Gepäckaufgabe und den Security Check kämpften. Jetzt bleiben uns noch knapp 2 Stunden bis zum Abflug.

Hier noch der Blick vom Liegeplatz der Qeen Mary zum anderen Ufer

Jan.

8

Neuer Tag, neue Abenteuer hier in LA. Wir besuchen die Warner Brothers Studio Tour, nachdem ich die ganzen Bewertungen gelesen habe. Die Paramount Tour war nicht unbedingt der Hit, also auf geht’s zu Warners.

Schon der Eingang war einladender als bei Paramount. Wir konnten uns erst mal in einem großen Raum umsehen und die Geschichte der Brüder nachvollziehen. Kindheitserinnerungen wurden geweckt mit Bugs Bunny usw.

Als wir hier fertig waren, stiegen wir in ein Golf Car und los ging es über das Gelände. Unser Guide zeigte uns viele Filmkulissen und spielte sogar manche Szenen nach. Das war viel spannender als bei Paramounts. Also wenn jemand von euch mal nach LA kommt, dann besser die WB-Tour buchen. Nach einer Stunde lieferte er uns in einer Halle ab, wo man verschiedene Produktionen selber ausprobieren konnte, wie zum Beispiel am Harry Potter Set auf einem Besen reiten. Dahinter wurde dann auf dem Green Screen die Szene eingeblendet und schwubs flog man mit dem Besen über Hogwarts. An einigen Filmsets von zum Beispiel Friends konnte man sich professionell fotografieren lassen. Diese Einblicke waren echt interessant.

Nach der Studio Tour fuhren wir Richtung Marina del Rey. Martin wollte sich dort die Boote anschauen. Wir quälten uns sechsspurig stopp and go durch den Freeway. An der riesigen Marina angekommen war weit und breit kein Café zu sehen. Vielleicht sind wir auch nur an der falschen Stelle ausgestiegen. Jedenfalls ging’s dann weiter zum Santa Monica Pier. Kurz vor dem Sonnenuntergang herrschte hier reges Treiben. Hier finden ja jeden Abend die Sunset Partys statt. Einige Mutige trauten sich sogar ins Wasser. Ein Musiker rappte und betete sie Sonne an, sie möge doch morgen wieder kommen. Hier hat man schon sehr skurrile Leute gesehen. Aber es war trotzdem sehr schön und romantisch, wenn auch mit eisigem Wind.

Als die Sonne verschwunden war, beschlossen wir noch ins Griffith Observatorium zu fahren. Da sind wir ja am Vortag drüber geflogen. Navi sagte knapp 2 Stunden für 40 Meilen. Also wieder überall Stau. Wir fuhren dann kreuz und quer über Land, gingen dazwischen noch in ein Burger Lokal namens HOME, zum Essen. Dann sind wir endlich am Observatorium angekommen. Da war echt viel los, aber als wir das Gebäude betraten, wussten wir warum. Von dort oben hat man einen gigantischen Ausblick über ganz LA. Dieser Lichterglanz war echt besonders und wir waren froh, dass wir hoch gefahren sind. Auch das Observatorium bietet innen ganz viel Information, auch interaktiv. Man konnte zu Vorträgen und oben mit einem riesigen Teleskop in die Sterne schauen. Da standen aber ganz viele Menschen an. Draußen auf der Terrasse boten auch zwei Privatleute mit großen Teleskopen einen Blick auf die Sterne. Man konnte deutlich den Jupiter erkennen. Das war ein tolles Erlebnis. Durchgefroren wärmten wir uns im Auto auf und fuhren dann zurück in die Hollywood Hills zu unserem Airbnb.

Jan.

7

Wir statteten Dino, unserem Vermieter, einen kurzen Besuch ab. Er hat 6 Hunde und seit Weihnachten auch wieder Welpen, die er uns noch zeigen will. Für heute haben wir eine Tour im Getty Center gebucht.

Das ist ein Kunstmuseum, in dem der Oil-Milliardär J. Paul Getti etwa 50.000 Kunstwerke zusammengetragen und der allgemeinen Öffentlichkeit kostenlos zugänglich gemacht hat. Die Auswahl konzentriert sich dabei auf klassische Kunstwerke wie Skulpturen, Gemälde, Zeichnungen, Manuskripte und Fotografien. Schon die Architektur und die Lage ist einmalig. Wir hatten Glück mit dem Wetter. Die Sicht auf Los Angeles war toll und unser Guide Matt war einfach klasse. Er verfügt über ein einzigartiges Wissen und bringt das mit Charme seinen Kunden rüber.

Nach der 2-stündigen Tour trafen wir uns dort mit Katrin und Götz aus Berlin, das sind Mitsegler auf dem ersten Törn in FP. Sie machen auch einen Kurzurlaub in LA, bevor es aufs Schiff geht. Katrin hat erzählt, dass sie schon jahrelang einen Flyer von Martin daheim hat und seitdem mit dem Gedanken spielt, mit Martin zu segeln. Als sie dann vom Verkauf der Vava U gelesen hat, war sie ganz entsetzt und enttäuscht. Und nun kann sie in einem der schönsten Segelreviere endlich mit ihrem Mann an Bord. Nach dem Treffen hatten wir noch einen Termin, von dem Martin nichts wusste.

Wir fuhren raus aus LA und auf dem Highway ca. 1 Stunde Richtung Norden.

Martin hatte immer noch keine Ahnung. Vorletztes Weihnachten hatte ich ihm ein Training in einem Flugsimulator geschenkt. Dazu kam es leider nicht mehr, weil der Betreiber kurz nach Weihnachten Insolvenz angemeldet hat. Dafür bekommt er jetzt eine Flugstunde in der Flight Academie in einer echten Piper über die Wahrzeichen von LA.

Ich glaub, ich war mehr nervös als er. Der Fluglehrer Nirvan war ein ganz lässiger junger Typ, der immer nur gelacht hat. Nach dem er Martin alles erklärt hatte, ging es auch schon los auf die Startbahn. Nirvan fragte noch, ob wir Probleme mit schaukeln hätten, weil es etwas windig sei.

Nach der Starterlaubnis ging es wackelig in die Luft. Oben zeigte er noch, wie die Instrumente reagieren, dann übergab er das Steuer an Martin und zeigte immer nur die Richtung an, wo er hinfliegen soll. So ging es gerade auf das Hollywood Zeichen zu. Als wir das passiert hatten, flogen wir direkt über Downtown LA in Richtung Santa Monica über die Villen in Beverly Hills, der Heimat der Schönen und Reichen.

So langsam ging die Sonne unter und wir genossen einen wunderschönen Sonnenuntergang hoch oben im Cockpit. Die Stunde war leider viel zu schnell vorbei. Aber es war ein tolles Erlebnis und die Überraschung ist gelungen.

Auf dem Heimweg waren wir noch in einer urigen Kneipe einen Burger essen. Sogar mit Valet parking.

Daheim sind wir total müde ins Bett gefallen.

Jan.

6

Wir beschlossen, eine Tour mit dem Hop on Hopp off Bus zu machen, da hat man einen super Überblick und ein Rundum Paket für den ersten Tag. . Zu Fuß liefen wir durch die schöne Villengegend den Berg runter zum Walk of Fame, wo der Bus startete. Wir waren die ersten und hatten freie Platzwahl. Es ging los über den Hollywood Blv, den Sunset Blv, durch Beverly Hills, den Rodeo Drive und die ganzen berühmten Straßen von LA.

Am Paramount Studio stiegen wir aus, um eine 2-stündige Tour mitzumachen. Enchaka, nicht zu verwechseln mit Chubaka😂, war unser Guide und kam aus Texas. Sie hatte einen furchtbaren Akzent, gab sich aber Mühe, uns die Tour nahezubringen. Mit dem Golf Car ging es vorbei an vielen Filmkulissen. Da wir nicht so die Serienjunkies sind, kannten wir viele Sets gar nicht.

Nach der Tour fuhren wir zum Farmers Market und wollten dort eine Kleinigkeit essen. Als wir aus dem Uber ausstiegen, merkte ich, dass ich meinen Rucksack nicht mehr hatte. Wir überlegten, ob er im Uber war oder noch in den Paramount Studios. Also noch ein Uber bestellt und wieder zurück. Da lag er immer noch ganz einsam auf der Bank der Uber Pickup Station. Unser Fahrer brachte uns dann auch gleich wieder zurück. Nach dem Schreck gab’s Kaffee und Kuchen an einem kleinen Stand. Auf dem Farmers Market sind viele Internationale Stände mit Spezialitäten aus aller Welt zu finden. Voll lecker und einen Besuch wert.

Dahinter befindet sich The Grove, ein exklusives Einkaufszentrum mit trendigen Geschäften, Restaurants und Kino an belebter Promenade. Sehr schön zum Bummeln. Dort hat Martin seinen teuersten Cheesecake ever für 12.50$ in der Cheesecake Factory gegessen. Er war zwar lecker, aber sehr süß. Danach sind wir mit dem Bus wieder zurück zum Walk of Fame gefahren und sind noch zum TCL Chinese Theater gelaufen. Dort haben wir uns die Handabdrücke von vielen alten Hollywood Berühmtheiten angeschaut.

Jan.

5

Liebe Blogleser,

Unser Reiseabenteuer Südsee beginnt nun wieder. Wenn ihr Lust und Muse habt, könnt ihr uns gerne begleiten. Am Montag sind wir von München aus nach Los Angeles geflogen. Da die Anreise letztes Jahr ganz schön stressig war, haben wir heuer einen Zwischenstopp in LA eingelegt. Die Anreise mit Lufthansa war angenehm. Wir hatten sehr aufmerksame Flugbegleiter. Am Flughafen LA angekommen, war das übliche ewig dauernde Procedere. An der letzten Passkontrolle nahm mich so ein 2 m Schrank mit zu einem Visa Review. Hilfe. Martin ging derweil zur Gepäckabholung. Ich kam in einen Raum, wo schon ca. 50/60 Leute warteten. Ich wollte Martin gerade eine Nachricht schreiben, da ertönte eine laute Stimme…no cellphones. Kurz drauf klingelte es in meiner Handtasche zig mal hintereinander, Martin wollte wissen was los ist . Ich versuchte, in der Tasche zu schreiben, da kam wieder eine laute Stimme…no cellphones, put your hands out of your bag….ok. Andere versuchten auch Nachrichten zu schreiben, da war das gleiche Spiel. Nach eineinhalb Stunden kam ich endlich dran. Ein paar banale Fragen und fertig.

Martin saß unten in der Halle mit dem Gepäck und war erleichtert. Dann ging es los mit dem Bus zur Autovermietstation. Mittlerweile war es schon spät abends. Wir hielten noch an einem Supermarkt, um ein paar Lebensmittel einzukaufen. Endlich fuhren wir die Hollywood Hills hoch zu unserem Airbnb bei Dino und fielen, nach dem das Gepäck ausgeladen war, müde ins Bett.

Dez.

31

Euch allen, liebe Blog-Leser , alles Gute für 2026 und rutscht gut rüber.
Wir freuen uns auf Euch im neuen Jahr und lasst Euch bis dahin nicht vom HAI fressen 😉

Dez.

29

Hallo liebe Blogleser,

Nach einer längeren Pause wollte ich euch von unseren Erlebnissen auf Sansibar berichten.

Wir sind das erste Mal ab Frankfurt über Zürich mit Edelweiß geflogen und waren echt begeistert. Platzangebot, Service und Essen war richtig gut.

Ankunft um 22.30 Uhr auf dem Flughafen auf Sansibar. Wir hatten einen kurzen technischen Stopp am Kilimandjaro Airport, wo einige Passagiere ausgestiegen sind. Leider war es dunkel und wir konnten den Kili nicht sehen. …….
….. den kompletten Sansibar-Report mit Bildern kannst Du hier lesen

Dez.

14

Wir sind das erste Mal ab Frankfurt über Zürich mit Edelweiß geflogen und waren echt begeistert. Platzangebot, Service und Essen war richtig gut.

Ankunft um 22.30 Uhr auf dem Flughafen auf Sansibar. Wir hatten einen kurzen technischen Stopp am Kilimandjaro Airport, wo einige Passagiere ausgestiegen sind. Leider war es dunkel und wir konnten den Kili nicht sehen.

Ich habe schon im Voraus über Booking ein Taxi zum Hotel bestellt, das ist zum Festpreis und weitaus günstiger als die freien Taxis.

Die Fahrt zum Hotel Tembo House mitten in Stonetown dauerte ca. 20 Minuten. Nach einem freundlichen Empfang im Hotel haben wir unser Zimmer mit einem riesigen Himmelbett mit Moskitonetz, und einem großen Bad bezogen.

Die Koffer haben wir nur sporadisch ausgepackt, weil wir noch das Hotel erkunden wollten.

Tembo heißt auf Swahili Elefant. Die sieht man hier überall im Hotel, egal ob lebensgroß am Strand, vor dem Hoteleingang oder als Mosaik in den Pools.

Die Bar hat einen 24 Stunden Service, so konnten wir noch eine Kleinigkeit essen. Nach einer kurzen Erkundung sind wir müde ins Bett gefallen.

Am nächsten Morgen nach einem ausgiebigen Frühstück am Strand wollten wir die Altstadt von Stonetown erkunden. Durch die tolle Lage von unserem Hotel konnten wir tatsächlich alles zu Fuß entdecken. Natürlich wurden wir gleich vor unserem Hotel von vielen Locals angequatscht, die sich als Guide anboten. Aber wir haben uns schon vorher einige Sehenswürdigkeiten auf Google Maps ausgesucht und wir haben auch alles nacheinander angeschaut.

Sehr interessant war das Freddy-Mercury-Museum. Ein kleines unscheinbares Häuschen mitten in Stonetown, in dem Freddy Mercury geboren und aufgewachsen ist, und das jetzt als Museum hergerichtet wurde. Der Eintritt mit 8 US-$ war ok.

Danach gingen wir zuerst unsicher durch die engen Gassen der Altstadt. Wir hatten vorher einige Berichte über Überfälle und Betrüger gelesen, aber wir fühlten uns tatsächlich nie unwohl.

Nachmittags haben wir ganz entspannt bei uns im Hotel an den Pools verbracht. Die beiden Infinity Pools mit schöner großer Liegeterrasse und tollem Ausblick aufs Meer haben wir sehr genossen.

Gegen Abend verwandelte sich der Strand in einen Freiluftzirkus. Viele Jugendliche boten akrobatische Kunststücke mit einfachen Mitteln an. Da wurde zum Beispiel ein Reifen als Sprungbrett benutzt. Ein paar Meter weiter wurde Fußball gespielt und die Frauen saßen irgendwo verhüllt abseits.

Sansibar ist sehr muslimisch geprägt. Bei uns im Hotel gab es zum Beispiel auch keinen Alkohol.

Den Abend ließen wir wieder mit einem sehr preiswerten Abendessen im Hotel ausklingen.

Am nächsten Morgen konnten wir unser Frühstück bei strahlend blauem Himmel am Strand genießen. Danach gingen wir wieder auf Entdeckungstour durch die engen Gassen der Altstadt.

Die Locals warteten schon vor dem Hotel. Wir würden „elendig verloren gehen“, wenn wir ihre Dienste nicht in Anspruch nehmen. Jeder bietet hier alles an und jeder ist der Günstigste. War schon manchmal lästig, aber nie bösartig aufdringlich.

Heute schauten wir uns den ehemaligen Sklavenmarkt an. Schon sehr bedrückend, was da vor ein bisschen mehr als 100 Jahren passiert ist und wie grausam Menschen sein können, wenn sie Macht besitzen. Ein Guide zeigte uns auch die Kammern, in denen die Sklaven gefangen gehalten wurden.

Der Sklavenhandel wurde dann erst 1873 offiziell verboten und die Sklaverei 1897 endlich abgeschafft.

Danach gingen wir in den Darajani Souk, das ist wie ein großes Freiland Kaufhaus. Es gibt dort nichts was es nicht gibt. Was mich sehr gewundert hat, dass dort sehr freizügige Dessous angeboten wurden

Neben dem Souk war der Gewürzmarkt mit Fleisch und Fischhandel. Aber die Gerüche, die dort aus den Hallen drangen, waren so penetrant, dass wir uns das nicht antaten. Draußen der Gewürzmarkt war sehr bunt und lustig.

Auf dem Heimweg kehrten wir im wunderschönen Sansibar Coffeehouse ein. Das ist gleichzeitig eine Kaffeerösterei und aus den gebrauchten Kaffeetüten werden Schlüsselanhänger, Kosmetiktäschchen usw. hergestellt.

Wir kamen noch an der JawsCorner vorbei, einem großen Gemälde mit einem Hai, das auch auf meiner Sehenswürdigkeiten Liste stand.

Nachmittags entspannten wir wieder am Pool, bevor sich dann abends der Strand wieder in die Zirkusmeile verwandelte.

Für das Abendessen haben wir uns ein Restaurant in der Nähe ausgesucht. Auch dort boten Jugendliche Tanz und Akrobatikeinlagen auf der Straße an, mit denen sie sich etwas Geld verdienen.

Danach schlenderten wir noch über den Nightmarket und auf dem Weg zurück war doch tatsächlich eine italienische Eisdiele, die Martins Augen zum Leuchten brachte und die er gleich ausprobierte.

Daheim im Hotel spielten wir noch Backgammon und Kniffel. Die Runden gingen meist unentschieden aus.

Am Mittwoch mussten wir ganz bald aufstehen. Wir haben eine Tour gebucht, wo man mit Delfinen schwimmen konnte. Unser Fahrer stand pünktlich um sieben vor dem Hotel. Wir fuhren eine Stunde Richtung Norden. Dort befinden sich auch die tollen Resorts mit den wunderschönen schneeweißen Stränden. An so einem hat uns der Fahrer auch rausgelassen und wir trafen auf unseren Bootsjungen.

Wir stiegen in das kleine Motorboot und los ging es. Martin meinte noch, super…ist ja noch nichts los auf dem Wasser. Vor einer kleinen Privatinsel machten wir einen Schnorchelstop. Der war jetzt ganz ok, aber nicht besonders. Die Boys auf den Booten fütterten die Fische mit Bananenstückchen. Dann konnte man durch die Fischschwärme schnorcheln. Das Wasser war mega in allen Türkis und Blautönen.

Dann fuhren wir ein ganzes Stück raus, wo schon viele andere Boote waren. Das war echt der Wahnsinn. Das war eine regelrechte Jagd auf die Delfine. Wo sie aufgetaucht sind mindestens 40 Boote hinterher. Das war nicht so gedacht. Martin sprang auch mal ins Wasser, als die Delfine direkt neben unserem Boot waren. Er meinte, die sind trotz der Massen an Booten und Menschen total gechillt. Als alle anderen Boote noch den Delfinen hinterherjagten, haben wir abgebrochen. Wir haben sie gesehen, Martin hatte das kurze Glück, mit ihnen zu schwimmen, aber dann war’s auch gut. Also, das ist das Einzige, was wir auf Sansibar nicht empfehlen können. Auf den Hochglanzprospekten wird das als einmaliges Erlebnis beschrieben, das war es definitiv nicht. Wir hielten dann nochmal zu einem Schnorchelstop, unser Boy bereitete uns eine leckere Obstplatte mit verschiedenen Früchten und ich schwamm noch ein bisschen in dem herrlich glasklaren Wasser, bevor wir wieder zu unserem Taxi zurückgebracht wurden.

Im Gegensatz zu vielen anderen Locals war unser Fahrer sehr schweigsam, aber wir genossen auch so die Fahrt durch buntes Markttreiben in den Dörfern.

Am Nachmittag faulenzten wir wieder am Pool und abends suchten wir uns ein schönes Lokal. Den Abend ließen wir wie üblich am Strand ausklingen.

Heute war es endlich soweit. Martin hatte einen Termin mit der Charterbasis in der Marina, der eigentliche Grund unserer Reise. Es standen ja immer viele Taxis vor dem Hotel und sobald man einen Schritt raus machte, überboten sich die Fahrer. Trotzdem fingen alle mit völlig überhöhten Preisen an um Gäste zu buhlen.

Wir entschieden uns, die 5 km mit einem TukTuk zu fahren. Das witzige war, wenn wir mal mit einem motorisierten Fahrzeug gefahren sind, sind wir immer erst an die Tankstelle gefahren. Die haben immer nur so viel Sprit drin, wie sie gerade brauchen.

Los ging es dann durch das dichte Verkehrschaos auf den verstaubten Straßen. Das muss man einfach mal erlebt haben.

Angekommen in der Marina, wurden wir erst von einer SecurityLady gecheckt, bevor wir die Schranken passieren durften. Es lagen einige Katamarane in der Marina. Wir wurden sehr herzlich von Kuba, das ist der Spitzname vom polnischen Jakob, von Ali, der Deckhand und Victoria empfangen. Der Katamaran, eine Lagoon450-Flybridge, war echt toll, sehr sauber und mit jeder Menge Platz an Deck und oben auf der Flybridge. Die Kabinen waren von Victoria ganz liebevoll hergerichtet. Martin begutachtete auch sämtliche Maschinen und fuhr dann mit Kuba mit dem Dinghi zu den anderen beiden Katamaranen, die etwas außerhalb der Marina vor Anker lagen. Ich blieb bei Victoria auf dem großen Katamaran und sie erklärte mir einiges. Sie hatte auch leckere Früchte vorbereitet. Alles in allem war das Treffen mit der Chartergesellschaft sehr professionell. Das wir einen Guide mitnehmen müssen, war schon vorher klar. Kuba erklärte uns dann noch die Vorteile eines Kochs an Bord, der sich nicht nur um die Mahlzeiten, Snacks und Getränke kümmert, sondern auch um die Einkäufe.

Ich war schon mal auf einem Segeltörn auf den Seychellen mit Koch und das war mega lässig. Alles in allem wird das bestimmt ein unvergessliches Erlebnis und Martin kann daheim ganz entspannt in die Vorbereitungen für den Törn gehen. (was ja mittlerweile schon geschehen ist und es tatsächlich nur noch wenige Plätze gibt)

LINK zum Törn auf Sansibar 2027

Nachmittags gönnte sich Martin eine Massage bei einer Balinesin. Es gibt hier einige BeautySpa‘s mit verschiedenen Anwendungen. Es ist für jeden was dabei.

Am Freitag spazierten wir nach dem Frühstück nochmal durch die wuselige Altstadt von Stonetown. Mittlerweile finde ich diese engen Gassen mit diesen tollen großen Holztüren und den vielen kleinen Geschäften einfach liebenswert. Die Menschen sind sehr nett, auch wenn man überall angesprochen wird. Ich denke, das gehört einfach dazu. Man sieht mit Balken abgestützte Häuser, wo man vielleicht nicht unbedingt darunter durchlaufen möchte, man lernt viele Menschen kennen mit den kuriosesten Namen, wie Captain Morgan, Mister Gems oder Mister Sansibar und man nimmt außergewöhnliche Gerüche wahr. Es gibt tolle versteckte Lokale mit wunderschönen Innenhöfen, für die wir echt zu wenig Zeit hatten, obwohl wir jeden Tag auf Entdeckungstour waren.

Martin wollte unbedingt noch mit einem einheimischen Dhow Segelboot fahren. Unser Hotelmanager machte uns für den Abend noch eine Tour möglich. Um 17.00 Uhr gingen wir zu dem Treffpunkt und stiegen mit noch einem Pärchen die Holzleiter auf das urige Boot. Martin war ganz begeistert und inspirierte das Boot von oben bis unten. Auch als das Segel gesetzt wurde, beobachtete er alles und staunte. Das funktioniert alles mit einfachsten Mitteln. So segelten wir ganz romantisch mit musikalischer Begleitung in den Sonnenuntergang. Wir überlegten, ob wir den Musikern Geld geben sollen, damit sie aufhören … so gruselig war die Musik … hahaha.

Nach zwei Stunden ging es wieder zurück an den Strand. Unseren letzten Abend verbrachten wir im Hotel.

Aber wir hatten noch ein besonderes Erlebnis vor uns. Falls ihr mal auf Sansibar sein solltet, unterstützt bitte das Cheetahs Rock Projekt. Das ist zwar nicht ganz günstig, aber bleibt dafür unvergesslich.

Am Samstag wurden wir von Muhamed, unserem Fahrer abgeholt. Die Fahrt war ein bisschen weiter als die Marina. Wir hatten Glück, dass wir nur zu zehnt waren. Nach einem Begrüßungsdrink, eine Kokosnuss und der Einweisung ging es los zu den Bushbabies. Wir durften in das Gehege und bekamen Nüsse und Bananen zum Füttern. Die Pfleger erzählten uns die Geschichten der kleinen Äffchen, die munter aus unserer Hand fraßen, auf unseren Köpfen oder Schultern rum hüpften. Der Besuch ist super informativ und besteht nicht einfach nur aus stumpfem Foto machen. Die Pfleger achten sehr auf das Wohl der Tiere und besonders das sich jeder korrekt verhält. Dann ging es weiter mit vielen Erklärungen in das Lemuren Gehege. Dort waren auch Pfaue, Schildkröten und noch einige mehr. Hier durften wir wieder die Tiere mit Obst füttern. Bei Martin fühlten sich gleich zwei Lemuren auf seinen Schultern wohl. Es gibt sehr viele Tiere, unter anderem weiße Löwen, Tiger, Luchse und Hyänen usw. Das Highlight war natürlich Latifah, eine Gepardin, die man streicheln konnte. Dann durften wir noch ein Zebra füttern. Die 4 Stunden vergingen wie im Flug.

Das war noch ein toller Abschluss einer erlebnisreichen Woche.

Um kurz vor Mitternacht ging unser Flug zurück nach Deutschland.

Okt.

7

Heute am Morgen fuhren Christine und Klaus mit dem Boot vorbei. Sie wollen zurück nach Saarbrücken und das Boot dann von dort mit dem Trailer nach Mainz holen.  Martin machte das Boot noch winterfest, und nachdem das Auto vollbepackt war, ging es mittags ab nach Hause.

Liebe Blogleser, das heißt auch, unsere Saison ist zu Ende und der Blog macht jetzt öfter Pause. Ich hoffe, euch haben unsere spannenden Abenteuer mit der VLINDER gefallen und ihr seid nächstes Jahr vielleicht auch mal selber dabei. Kommt mit an Bord und erlebt unvergessliche Momente aus einer ganz anderen Perspektive.

Martin macht demnächst den Plan für die neue Saison fertig und stellt ihn alsbald online.
Wenn ihr Fragen habt, zögert nicht und meldet euch.

Wir würden uns freuen, euch auf der VLINDER 2026 willkommen zu heißen.

Habt alle einen schönen Herbst und eine schöne Weihnachtszeit.

Ab Januar gibt’s dann wieder den Blog mit Südsee Abenteuern aus French Polynesien.

Herbstliche Grüße und auf bald
Eure Sylvia und natürlich Flusskapitän Martin

Okt.

6

Gleich am Vormittag verzog sich Martin in den Motorraum um die Maschinen schon langsam auf den Winter vorzubereiten. Ich flickte ein paar Sachen.

Nachmittag beschlossen wir, nochmal zum Lift zu fahren um eventuell vor Ort konkrete Informationen zu bekommen. Klaus und Christine vom Nachbarboot fuhren auch mit. Hier stellte sich raus, dass auch die Elektronik betroffen war. Die Aussicht war frustrierend.

Dann haben wir wenigstens noch das Museumsschiff auf dem Gelände angesehen.

Dann fuhren wir zu Kuhnle Tours, eine kleine Marina mit Vermietbooten. Martin fragte dort nach einem Winterplatz. Und wir hatten echt Glück, die hatten für die Größe von der Vlinder noch einen Platz. Dann ging alles ganz schnell. Wieder auf dem Boot zurück, legten wir gleich ab und fuhren die kurze Strecke zur Marina zurück. Nach dem Anlegen holte Martin das Auto mit dem Radl und er fing schon langsam an, das Auto mit all den Sachen einzuräumen, die wir nicht mehr brauchten. Ich habe im Schiff angefangen, alles zu packen.  Da kommt ja doch einiges zusammen.

Okt.

5

Dieses Wochennede sah es draußen noch nicht besser aus. Jeder gruschtelte irgendwas an Bord rum, damit die Zeit verging. Samstagabend waren Klaus und Christine bei uns an Bord auf ein Gläschen Wein. Sonntag schauten wir ausnahmsweise mal schon mittags fernsehen, weil uns da Andrea, eine fleißige Blogleserin und frühere Mitseglerin von Martin, drauf aufmerksam gemacht hat dass der Fernsehgarten live aus dem Weltkulturerbe Völklinger Hütte gesendet wird. Da waren wir doch vor kurzem.
Die Mechaniker der Locaboat Vermietstation machten uns derweil keine Hoffnung, die meinten sogar, der Lift macht heuer gar nicht mehr auf.

Okt.

3

Heute Morgen hatten wir nochmal ein ausgiebiges Frühstück, bevor sich Thomas und Heike verabschiedeten und nach Colmar weitergefahren sind. Schade, dass das mit dem Tunnel und dem Schräglift nicht geklappt hat, aber die beiden waren dafür viel mit den Rädern unterwegs. Wir mussten nochmal einkaufen und haben Klaus und Christine gefragt, ob sie mitfahren möchten. Sie haben das Angebot dankend angenommen. Vollbepackt, wir wissen ja nicht, wie lange wir noch festsitzen, fuhren wir zu den Booten zurück. Das Wetter ließ auch zu wünschen übrig. Es fegte ein Sturm übers Boot. Gut, dass wir eine Heizung an Bord haben.

Okt.

2

Eigentlich wollten wir heute durch die Tunnels und den Schräglift weiterfahren nach Lutzelbourg.

Wenn es schon nicht mit dem Boot weitergeht, setzten wir uns halt auf die Räder und fuhren direkt zum Schräglift. Martin und Thomas wollten genau wissen, was dort die Ursache ist.

Wir sind wieder den alten wunderschönen Schleusenweg gefahren. Es war noch ganz schön kalt in der Früh. Zuerst haben wir an der Glasbläserei angehalten und konnten dort den Glasbläsern zuschauen.

Dann ging es den hoch zum Lift.
Die Dame vom Souvenirshop erklärte uns alles. Heike und ich setzten uns ein bisschen in die Sonne und die beiden Männer verschwanden in den Zuschauerbereich, durch den man von oben den Technikern zuschauen könnte, wenn welche da gewesen wären. Ein neuer Motor war eingebaut und es lagen einige Kabel rum. Ein Mitarbeiter erklärte uns noch, dass es seit 1969 keine gravierenden Störungen gab, aber auch er konnte uns keine genaue Auskunft geben. Naja, die Hoffnung stirbt zuletzt.

Thomas und Heike fuhren mit ihren E-bikes weiter nach Lutzelbourg und Martin und ich wollten eigentlich aufs Boot zurück. Nach einigen falschen Ansagen von Martins Navi Trulla und matschigen Feldwegen haben wir doch zur Vlinder gefunden.

Weil hier wenig Zivilisation in der Nähe war, beschlossen wir abends selber Spaghetti alio oglio zu kochen. Dazu gabs einen gemischten Salat.

Nach dem Essen gabs keine Spielerunde, sondern einfach einen gemütlichen Ratschabend mit Bier und Knabbersachen. Es wurden viele Segelerlebnisse ausgetauscht bis die Kojen riefen.

Okt.

1

Mittwoch früh legten wir in Xuoanxange ab in Richtung Niderviller.

Heike war sehr tapfer und setzte sich trotz Kälte gut eingepackt vor an den Bug. Thomas steuerte derweil die Vlinder. Auf der Strecke sahen wir ein riesiges noch leuchtendes Sonnenblumenfeld. Alle anderen Felder waren schon total verblüht.
Am späten Nachmittag erreichten wir unser Ziel vor den Tunneln von Arzviller.

Thomas wendete unter Martins Anleitung das Boot, das wir Steuerbord anlegen konnten.

Auf der anderen Seite lagen schon einige von den Vermietbooten und warteten auf die Durchfahrt. Die Schranken waren unten, das heißt nichts Gutes. Hier lag auch das kleine Segelboot, dem wir schon auf unserer letzten Etappe immer wieder begegnet sind. Er nahm uns die Leinen ab und überraschte uns mit der Ansage, dass der Tunnel schon seit 19. September gesperrt ist. Sie warten schon seit zwei Tagen und es tut sich nichts.

Auweia, das sind ja keine guten Aussichten. Sie hätten auch schon fast alle Vorräte aufgebraucht. Ich habe ihr angeboten, wenn wir unser Auto holen, können wir noch im Supermarkt halten und einkaufen. Dann ging es zu viert am Kanal entlang zurück nach Xouaxange zu den Autos. Wir hielten noch kurz an dem Bauernhof, bei dem es Ziegenkäse zu kaufen gibt. Der Laden war leider zu. Thomas und Heike fuhren direkt zum Boot zurück und Martin und ich gingen noch für uns und die Nachbarn einkaufen. Die waren total froh, als wir ihnen die Sachen aufs Boot brachten. Heike und Thomas schwangen sich nach dem Kaffee nochmal auf die Räder und machten noch eine Radtour über den alten Schleusenweg und zur Glasbläserei. Ich bereitete so langsam das Abendessen vor, Hühnchen Curry Cocos mit Reis.

Martin rief unterdessen an der Schrägliftstation an und fragte nach. Die Situation ist genau, wie Klaus gesagt hat. Die wissen noch nicht, wann der Lift wieder in Betrieb genommen werden kann.

Beim Abendessen planten wir den nächsten Tag, danach wurden Heike und Thomas ins Wizardspiel eingeweiht.

Es war ein lustiger Abend.

Sep.

30

Am Dienstag in der Früh waren wir noch kurz einkaufen, da sich mittags neue Gäste für die letzte Etappe angemeldet haben. Ich habe die Gästekabine noch hergerichtet und einen Kuchen gebacken. Am frühen Nachmittag klopfte es. Thomas und Heike kamen gerade richtig zum Kaffee und Kuchen. Sie waren die Woche vorher in Straßburg. Thomas ist auch leidenschaftlicher Segler, da kann die nächsten Tage genügend Seemannsgarn gesponnen werden.

Nachdem die beiden sich in der Kabine eingerichtet hatten, fuhren wir nach Sarrebourg. Leider war das Chagall Museum geschlossen, man konnte es nur von außen ohne Farbe sehen. Martin und ich waren im Frühjahr schon dort. Dann spazierten wir durch die Stadt und liefen langsam zu einer Pizzeria, die wir uns zum Abendessen ausgesucht hatten. In der Nonna Maria waren die Tische sehr schön eingedeckt und die Bedienung war freundlich und auf Zack. Innerhalb einer Stunde hatten wir lecker gegessen und waren auf dem Weg quer durch die Stadt zurück zum Auto.

Heike und Thomas waren von der Anreise und dem Laufen etwas müde und gingen bald in die Koje. Martin genoss noch ein Erfolgserlebnis, indem er mich beim Backgammon dreimal hintereinander abzockte. Ich drehte den Spieß mal um und sagte, dass ich ihn hab gewinnen lassen. Da mussten wir beide lachen.

Sep.

29

Gegen Mittag machten wir los nach Xuoaxange. Die Strecke hatte keine Schleuse und dauerte nur 2 Stunden. Am Schwimmsteg machte uns ein Mietboot Platz, so dass wir gut anlegen konnten. Das Wetter war nicht ganz so toll um im Wasser zu panschen, aber das Boot brauchte dringend eine Außenreinigung. Ich schrubbte und Martin spritze mit dem Schlauch alles sauber. Nach zwei Stunden glänzte die Vlinder wieder.

Sep.

28

Trotz Sonntag machten wir uns gleich um halb neun auf die Strecke. 13 Schleusen und ca 22 Kilometer lagen auf dem Saarkanal vor uns. Aber wir hatten nach Frühnebel Sonne und blauen Himmel. Hier merkt man die Vermietbootstationen in der Nähe. Naja, die einen können halt fahren und andere wiederum nicht. Uns sind heut einige der zweiten Kategorie begegnet. Nur, die bedenken nicht, dass sie mit ihren Plastikbooten im Falle eines Falle den Kürzeren ziehen. Am schlimmsten sind die, die uns noch mit einer Flasche Bier in der Hand zu prosten.


Am späten Nachmittag erreichten wir Gondrexange, ein kleiner Ort mit einem langen Liegeplatz. Den kannten wir schon vom Frühjahr. Nach dem Kaffeetrinken fuhren wir mit den Rädern die Strecke am Kanal zurück. Ein unbewohntes Schleusenhaus haben wir uns mal näher angeschaut. Bis auf den Stall, der schon langsam verfällt, war alles abgesperrt.

Kurz vorm Ziel machten wir noch Halt bei einem Pony, zwei Ziegen und einem Esel. Ein paar Streicheleinheiten mussten schon sein. Irgendwie ist einer der kleinen Böcke aus dem Zaun geschlüpft und hat sich die Äpfel, die draußen lagen, schmecken lassen. Er wird schon irgendwie wieder zurück finden.


Martin wollte das Auto gleich vor fahren an den Ort, den keiner aussprechen kann und doch in Frankreich liegt, Xuoaxange. Die Strecke sind wir schon gefahren und die eifrigen Blogleser können sich vielleicht noch an den Namen erinnern.
Es dämmerte schon, als wir ins schöne warme Boot zurück kamen.
Den langen anstrengenden Tag ließen wir dann mit dem neuen Tatort Kammerflimmern ausklingen.