Jul

13

Spüli

Kurz vor 8 Uhr wache ich durch sehr nahes Vogelgeschrei auf, Hunderte von Vögeln kreisen und fischen direkt hinter uns – Video, Foto und weiterschlafen. Nach dem gemeinsamen Frühstück gegen 9 Uhr ist Freizeit angesagt und jeder geht seiner Lieblingsbeschäftigung nach. Als ich zufällig mal über das Wasser schaue, fällt mir eine kleine Nebelwolke knapp über der Oberfläche in nicht mal 200 Metern Entfernung auf. Ich rufe die Anderen, da taucht der gleiche oder ein Zweiter bereits schon wieder auf und holt Luft. Beim Abblasen staubt eine Fontäne auf, die sich wieder rasch verflüchtigt. Dies wiederholt sich in kurzer Zeit mehrfach und scheint auch räumlich versetzt, so dass wir von mehreren Buckelwalen ausgehen. Nach 15 Minuten tauchen sie ungefähr an derselben Stelle in gleicher Richtung auf, als seien sie einen Kreis geschwommen. Danach verschwinden sie gen Westen, wir sehen immer wieder die kleinen Fontänen bis sie nahe der nächsten Insel verschwinden – lucky, lucky !!!

Viele Touristen machen eine Tagestour und sehen keinen einzigen und bei uns schwimmen sie in Sichtweite mit Ehrenrunde vorbei. Nach 14 Uhr schippern wir bei Sonnenschein mit dem Dinghy um unsere Insel Ovalau herum zum dahinter gelegenen Mounu Island Resort. Kristy, die Inselbesitzerin, erlaubt uns einen Rundgang zu machen, wir sollen nur Abstand zu den Gästehütten halten. Das Resort-Schild hängt an einem Rippenknochen, man geht durch aufgestellte Flossenkonchen und dahinter liegen die Wirbel eines Buckelwales – sehr beeindruckend.

In einer Viertelstunde umrunden wir das süße Eiland mit Puderzucker-Sand und verschieden farbigen Riffen, die zum Schnorcheln einladen. Wir ordern Getränke und Martin erkundigt sich nach dem Essen, da er hier ja noch einmal vorbeikommt.

Sie zeigt uns Bilder auf ihrer Instagram-Seite, das Überraschungsmenü wird in Abhängigkeit des Fangs und der Vorratskammer zusammengestellt. Ihr Hund gehörte dem letzten König, der mit ihrem Vater eng befreundet war und ihn nach dessen Tod geschenkt bekam. Wir bezahlen und kehren zurück, damit wir Kaffee und Kuchen nicht verpassen, die tief stehende Sonne lässt uns nochmal ihre ganze Kraft fühlen.

Martin verzurrt das Beiboot reisefertig und checkt VAVA-U für morgen früh. Nach dem Sundowner um halb sieben werden die Spaghetti Bolognese zubereitet, für die vorher das Hackfleisch in der Sonne aufgetaut wurde. Nach dem Essen vermöbelt Hannah unseren Skipper beim Backgammon und ich schreibe beim Kiebitzen die Erlebnisse von diesem schönen Tag auf. Morgen früh um 6 Uhr 30 wird der Anker gehievt und Segel gesetzt für unseren nächsten Törn, träumt was Schönes.