Morgen ist Stapellauf. Natürlich ist blu:kat fix und fertig, saubergemacht und poliert. Alle, die mitgeholfen haben und morgen dabei sein werden, sitzen gemütlich im Schatten unter dem Katamaran und fiebern dem grossen Ereignis entgegen.
Nun – das stimmt so fast alles. Oder zumindest der Teil, dass die Mannschaft im Schatten sitzt, Kaffee trinkt und Kuchen isst. Doch schon jetzt sind sie alle wieder auf, unter und am Schiff unterwegs. Es wird gesaugt, Farbe ausgebessert und letzte Kleinigkeiten werden montiert: Beispielsweise liegen die beiden Antriebsschrauben noch gemütlich auf der grossen Betonplatte, die Martin als Werftbauplatz dient. Sie warten in der Sonne darauf, endlich an die Motoren montiert zu werden. Und das bei 33° im Schatten. Immerhin haben es die beiden 30kW Elektromotoren gestern schon geschafft, montiert zu werden.
Dann wäre da die Elektrik. Wenn man Stefan – von aussen betrachtet – noch gestern so schrauben, verkabeln und löten sah, dann war klar: das dauert noch ein paar Wochen. Aber je öfter man hinschaut, umso schneller scheint alles fertig zu werden. Jetzt, nach den erfolgreichen Funktionstests von allen Systemen steigt auch die Stimmung im Team.
Dass der grosse Tag unaufhaltsam näher rückt, bemerkten wir auch daran, dass heute vormittag ein Sattelschlepper angefahren kam und auf dem Nachbargrundstück eine Planierraupe ablud. Die Planierraupe wird den Katamaran morgen an den Haken nehmen und ins Meer schleppen. Natürlich nicht direkt, dass wäre ja zu einfach, sondern erstmal einen Halbkreis Richtung Strasse, damit das Heck des Katamarans zum Wasser “schaut”. Dann wird umgespannt und die Planierraupe zieht blu:kat in einer schönen weiten S-Kurve vor zum Strand, vorbei an malerischen Büschen, einer Bauruine und Dünen.
Martin rechnet hier mit einer Geschwindigkeit von 1 Meter pro Minute.
Ab morgen früh werde ich dann an dieser Stelle “live” berichten und Fotos einstellen.
Bis dahin,
Euer Andi.
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